1. Ludwigshafen24
  2. Region

Europapark: „Sehr familienunfreundlich“ – Ernüchterung über neue Jahreskarte

Erstellt:

Von: Marten Kopf

Kommentare

Mit dem „ResortPass“ kündigt der Europapark Anfang März die Rückkehr der nachgefragten Jahreskarte an. Doch einige Fans hadern mit dem neuen Angebot.

Klickt man sich auf der Suche nach Beiträgen zum Europapark Rust in Baden-Württemberg durch die sozialen Medien, schien es während der vergangenen Wochen vor allem unter regelmäßigen Parkbesuchern nur wenige Themen zu geben, die mehr diskutiert wurden. Die Frage aller Fragen, so scheint es, war, ob sie denn nun endlich wieder zurückkäme, die begehrte „Clubkarte“.

NameEuropa-Park
OrtRust (Baden-Württemberg)
Fläche95 Hektar
Besucherzahl5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Sommer-Saison 2022: Europapark kündigt „ResortPass“ für Mai an

Der Hintergrund ist simpel: Der Verkauf besagter „Clubkarte“, quasi einer Jahreskarte für den Parkbesuch, war während der letzten beiden Jahre pandemiebedingt ausgesetzt worden. Zu unsicher die Öffnungszeiten, man kann das verstehen. Im Januar dieses Jahres aber war durchgesickert, dass die Karte in der Saison 2022 nun ihr Comeback feiern könnte. Und tatsächlich kündigt der Park sie am 8. März schlussendlich auch an. Kurz vor knapp, muss man wohl sagen, nicht einmal zwei Wochen sind es da noch bis zur Eröffnung der Sommer-Saison. Und der Pass ist auch erst ab Mai erhältlich.

„In den vergangenen Monaten erreichten uns zahlreiche Nachrichten von euch mit neugierigen Fragen zu unserem Jahreskartenangebot und nun ist es endlich soweit! Wir beantworten euch die Frage aller Fragen: Der Verkauf der neuen Jahreskarten startet Mitte Mai 2022 exklusiv über den Mack International Ticketshop!“ So ist am 8. März im Europapark-Blog nachzulesen.

Europapark: Neue Jahreskarte für Saison 2022 – mit einem Haken

Man sollte meinen, unter Parkanhängern müsste die Begeisterung jetzt eigentlich groß sein. Ist sie in den allermeisten Fällen auch – aber so richtig zufrieden scheinen viele dann irgendwie doch nicht zu sein. Das Problem: Die neue Jahreskarte – jetzt „ResortPass“ getauft – ist abgestuft in zwei Kategorien.

Und nur in Kategorie 1 („ResortPass Gold“) ist der Eintritt wirklich jederzeit frei. Die Silber-Variante aber bietet nur an 230 vom Park vordefinierten Tagen im Jahr Zugang. Alle anderen Tage gibt‘s nur in Kombination mit einer Übernachtung in einem der parkeigenen Hotels. Und das kann natürlich ins Geld gehen.

Europapark: Kritik an „ResortPass“– „Sehr familienunfreundlich“

Als „sehr familienunfreundlich“ befindet eine Nutzerin denn auch die Ankündigung auf Facebook und ergänzt: „Gerade für Leute mit einer weiteren Anreise lohnt sich die Clubkarte so gar nicht mehr. Gut dass es noch andere schöne Parks gibt“. Und ein anderer Nutzer legt direkt den Finger in die Wunde: „Sorry, aber an allen tollen Tagen wie Ostern, Halloween und in der Weihnachtszeit...geht es mit der silbernen Karte nicht!?“. Nein, geht es nicht. Denn eben das sind die Hochzeiten der Saison.

Nächster Knackpunkt: Auch Geschenk-Gutscheine (sogenannte „Emotions Cards“) können bei Buchung der Pässe nicht angerechnet werden. Das sei leider nicht möglich, schreibt das Social-Media-Team des Parks in einem Kommentar als Antwort auf eine entsprechende Frage. „Wow, also können wir unsere Emotions Card mit 200 Euro Guthaben in die Tonne treten? Wird ja immer besser“ ,lässt die Reaktion eines weiteren Users nicht lange auf sich warten. „Dann möchte ich in diesem Fall mein Guthaben restlos wieder ausbezahlt haben. Alles andere wäre Betrug.“ Man darf gespannt sein, ob der Park zumindest in dieser Frage nicht womöglich doch schon bald nachbessert. (mko)

Auch interessant

Kommentare