Schwetzingen feiert Dr. Hans-Dieter Hermann

Willkommen! Spargelstadt empfängt ihren Weltmeister

+
Dr. Hans-Dieter Hermann und Dr. René Pöltl mit den "eigenen" Trikots.

Ludwigshafen hat André Schürrle, Bammental Hansi Flick, Schönau Joachim Löw und Schwetzingen feiert seinen Weltmeister: Dr. Hans-Dieter Hermann, den Sportpsychologen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft!

„Das ist zu viel der Ehre. Ich schieße doch keine Tore.“ Sichtlich überwältigt blickt Dr. Hans-Dieter Hermann in die Runde der rund 100 strahlenden Gesichter, die vor ihm im Gärtchen des Schwetzinger Rathauses stehen. Schwarz-rot-goldene Flaggen schmücken Schultern und Hüften, viele haben Deutschland-Trikots übergestreift. „Jogis Joker für Rio“ steht auf einem. Ob damit Dr. Hans-Dieter Hermann gemeint ist?

Bestimmt. Auch wenn der Sportpsychologe aus der Spargelstadt sich – bescheiden wie man ihn kennt – in den Hintergrund stellt. „Ich hoffe, dass ich meinen Beitrag zum Erfolg leisten konnte.“ Immerhin: Zehn Jahre hat Dr. Hans-Dieter Hermann mit dem Nationalteam auf das große Ziel hingearbeitet. Er spricht von einer tollen Mannschaft, die nach dem Spiel gegen Frankreich genau wusste, was sie wollte: „Ich höre noch Thomas Müller nach dem Frankreich-Spiel in der Kabine sagen: Ihr seid so eine geile Mannschaft, das Ding holen wir!“ Und so war’s dann auch. 

Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. René Pöltl betont jedoch, wie wichtig gerade die mentale Verfassung ist, wenn zwei gleichstarke Mannschaften aufeinandertreffen, so wie im WM-Finale. „Und er ist für den Kopf zuständig“, würdigt das Stadtoberhaupt Dr. Hermann.

OB Pöltl erzählt von den E-Mails, die sich Hermann und er während der WM geschrieben haben. Die Schwetzinger fieberten mit ihrem Mann in Brasilien. Als schließlich der vierte Titel feststand, hängten sie noch in der Nacht des 13. Juli ein Banner an den Rathaus-Balkon, um ihren Weltmeister zu feiern. „Das Bild habe ich auf Facebook gesehen. Ich konnte es gar nicht glauben! Als wir vom Flughafen gekommen sind, mussten wir unbedingt am Rathaus vorbeifahren“, erzählt Dr. Hermann und ergänzt: „Ohne schleimen zu wollen: Schwetzingen hat einen tollen Bürgermeister …“ – Bürgermeister Dirk Elkemann grinst in der Menge voller Freude – „… und natürlich einen tollen Oberbürgermeister“, ergänzt Dr. Hermann nach dem lustigen Mini-Fauxpas und schaut zu OB Pöltl.

Erinnerungsarmband: Das wird Dr. Hans-Dieter Hermann nicht so schnell ablegen – das Armband für den Zugang zur WM-Party.

Dieser kleidet den Weltmeister erst einmal ein: Es gibt ein Poloshirt, ein Basecap und einen Schlüsselanhänger mit der Aufschrift Schwetzingen und dann noch ein Auswärtstrikot der Nationalmannschaft (Pöltl: „Heimtrikots waren nicht mehr zu bekommen“), auf dem vorne ein dickes „Danke“ steht und hinten Name, Herkunftsort und die Nummer 1 in Weiß leuchten. OB Pöltl drückt auf der Front seines Trikots aus, was die Schwetzinger in Bezug auf Hermann und den WM-Titel sind: „Happy“!

Glücklich ist auch Dr. Hans-Dieter Hermann, Bestandteil eines großen Stücks Fußball-Geschichte sein zu können. „Es war ein großes Glück, dabei sein zu dürfen“, sagt er und ergänzt: „Das größte Glück war, dass meine Familie zum Finale eingeladen war, dass ich diesen einmaligen Moment mit ihnen teilen durfte.“ Er zeigt ein Handyfoto. Darauf sind er mit dem WM-Pokal, seine Ehefrau Sylvia, Sohn Tom Carlos und Tochter Lily Melike zu sehen. Sie waren am Samstag auf Einladung des Deutschen Fußball-Bundes mit dem „Siegerflieger“ nach Rio geflogen. Dort erlebten sie das Finale und feierten anschließend mit der Mannschaft den Titel. „Das war ein unglaubliches Erlebnis“, schwärmte Sylvia Hermann von den Eindrücken – auch von denen in der Hauptstadt Berlin. Kein Wunder, dass Dr. Hans-Dieter Hermann das goldfarbene Bändchen von der WM-Party noch nicht ablegen möchte. „Sonst trage ich eigentlich keine Armbänder“, nestelt er sichtlich stolz an dem dezenten und für ihn besonders wertvollen Schmuckstück.

Gefragtes Fotomodel: Dr. Hans-Dieter Hermann steht den Schwetzingern gern für Erinnerungsfotos zur Verfügung.

Während er es bei der offiziellen Ansprache wie Nationalspieler Lukas Podolski hält („Lukas sagt nach zirka eineinhalb Minuten einer Ansprache laut: Sooo… und drängt damit auf das Ende“), nimmt er sich anschließend Zeit für die Schwetzinger, plaudert locker und lässt sich mit vielen fotografieren. Und das, obwohl sein Zeitplan dicht gedrängt ist. Er kam gerade von einem Empfang aus Saarbrücken und hat am Abend Karten für das Musical „Die Päpstin“ in Jagsthausen.

Egal. Weltmeister wird man nicht alle Tage.

Weitere Impressionen vom Empfang in Schwetzingen gibt es hier. 

kb

Quelle: Mannheim24

Neueste Artikel

Diese geniale Antwort einer Schülerin hat ihr Lehrer nicht erwartet

Diese geniale Antwort einer Schülerin hat ihr Lehrer nicht erwartet

Reformationstag 2017: Über diesen zusätzlichen Feiertag freut sich ganz Deutschland

Reformationstag 2017: Über diesen zusätzlichen Feiertag freut sich ganz Deutschland

Starkes Wachstum dürfte Daimler weiter gute Zahlen bescheren

Starkes Wachstum dürfte Daimler weiter gute Zahlen bescheren

Bieterfrist für Air-Berlin-Technik endet

Bieterfrist für Air-Berlin-Technik endet

Drei Leichen in Tiefgarage: War es eine Beziehungstat?

Drei Leichen in Tiefgarage: War es eine Beziehungstat?

Zeitumstellung 2017: Wann werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt?

Zeitumstellung 2017: Wann werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt?

Kommentare