Klage eingereicht

Streit um entdeckte NS-Kunst landet vor Gericht 

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Es war abzusehen, dass es Streit um die millionenschwere Nazi-Kunst geben würde.

Bad Dürkheim – Der Streit um die entdeckte NS-Kunst beschäftigt inzwischen die Justiz. Doch gegen was klagt der Mann, bei dem unter anderem die „Schreitenden Pferde“ gefunden wurden, eigentlich?

Das Verwaltungsgericht Berlin bestätigt am Dienstag einen Bericht der Zeitung „Die Rheinpfalz“, wonach der Mann, in dessen Lagerhalle die Nazi-Kunst entdeckt worden waren, Klage eingereicht hat.

Nazi-Kunst gefunden: Das sind die Bronze-Pferde von Hitler

Diese wendet sich gegen den Bescheid des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen.

Dieses hatte die Kunstwerke nämlich der Bundesrepublik Deutschland zugeordnet.

Im Mai wurde wegen Verdachts der Hehlerei an rechtswidrig erlangtem Bundesvermögen eine Razzia durchgeführt.

Dabei wurden mehrere Nazi-Kunstwerke in der Lagerhalle beschlagnahmt, die von dem Kläger angemietet worden war. (WIR BERICHTETEN)

Dazu gehörten auch die sogenannten „Schreitenden Pferde“, die einer der Lieblingskünstler Adolf Hitlers, Josef Thorak geschaffen hat. 

Diese schmückten sogar eine Zeit lang Hitlers Reichskanzlei in Berlin. 

Schon kurz darauf gibt es Streit darüber, wem die Kunstwerke nun rechtmäßig gehören. (WIR BERICHTETEN)

Während der Bund Hinweise dafür sah, dass die Stücke dem Mieter der Halle gehören, sagt dieser, dass er sie vor mehr als 25 Jahren rechtmäßig von der russischen Armee und den früheren Herstellern gekauft hätte.

dpa/lrs/kp

Quelle: Mannheim24

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