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Mega-Razzia in der Region: Tonnenweise Drogen entdeckt – 700 Polizisten nehmen Dealer hoch

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Von: Marten Kopf

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Polizisten bereiten sich auf eine Razzia vor
Polizisten bereiten sich auf eine Razzia vor (Symbolbild) © dpa/Lino Mirgeler

Mannheim/Ludwigshafen - Nach Monaten der Vorbereitungen gelingt Ermittlern ein entscheidender Schlag gegen die organisierte Kriminalität in der Region. Es geht um Millionen Euro.

Schwerer Schlag gegen die organisierte Drogenkriminalität: Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankenthal (Pfalz), des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz und des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main dauern bereits Monate, die Vorbereitungen sind intensiv und umfangreich. Verdachtsmomente ergeben sich vor allem bei der Auswertung entschlüsselter Daten kryptierter Mobiltelefone, unter anderem des Providers Encrochat. Am Dienstag (30. November) dann schlagen die Fahnder schließlich zu.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal vollstrecken über 700 Einsatzkräfte Durchsuchungsbeschlüsse an 49 Wohn- und Geschäftsanschriften im Rhein-Pfalz-Kreis, in Ludwigshafen, Haßloch, Frankenthal, Speyer (Rheinland-Pfalz), Mannheim, Wilhelmsfeld und Brühl (Baden-Württemberg) und Viernheim (Hessen). In einem vom Polizeipräsidium Rheinpfalz bearbeiteten Verfahrenskomplex werden Untersuchungshaftbefehle gegen drei dringend Tatverdächtige – es besteht der Verdacht des gewerbs- und bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge – sowie gegen einen weiteren Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehl wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erlassen.

Schlag gegen Drogenszene: Verdächtige handelten mit tausenden Tonnen Cannabis

Zwei 35-jährige Männer sowie ein 36 und ein 38 Jahre alter Mann werden verhaftet und dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaftbefehle gegen sie in Vollzug setzt. Außerdem wird ein 49-Jähriger vorläufig festgenommen, als sich aufgrund der Durchsuchungsergebnisse ebenfalls der dringende Verdacht des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ergibt. Auch er wird dem Haftrichter vorgeführt, der auch in seinem Fall Untersuchungshaft anordnet. Nach den bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass diese fünf Beschuldigten sowie weitere sieben Tatverdächtige im Alter zwischen 32 und 63 Jahren insbesondere im Bereich der Vorderpfalz mit mehreren tausend Kilogramm Cannabis und mehreren Dutzend Kilogramm Kokain gehandelt bzw. aus dem Drogenhandel stammende Gelder gewaschen haben könnten.

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Groß-Razzia in der Region: Luxusgüter im Wert von 7,8 Millionen Euro beschlagnahmt

Außerdem werden am selben Tag noch gegen acht weitere Beschuldigte Haftbefehle vollstreckt. Bei den Durchsuchungen stellen Polizei und Zoll umfangreiche Beweismittel, verschiedene Betäubungsmittel (u. a. etwa 15,3 Kilogramm Cannabis, etwa 8,6 Kilogramm Amphetamin und ca. 2,2 Kilogramm Haschisch, darüber hinaus 240 Gramm Kokain) und mehrere Waffen sicher, darunter auch scharfe Schusswaffen. Mit der Vollziehung von Arrestanordnungen im Wert von über 7,8 Millionen Euro werden sieben hochwertige Fahrzeuge, Luxusuhren und Schmuck sichergestellt sowie Bankkonten gepfändet und Immobilien mit Sicherungshypotheken belegt. Es besteht der Verdacht, dass diese mit Geldern aus dem Handel mit Betäubungsmitteln finanziert worden sind. (pol/mko)

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