Deutsche Bahn veröffentlicht Zahlen von 2018

Regionalzüge in Rheinland-Pfalz unpünktlicher als der Bundesdurchschnitt

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Hauptbahnhof Mainz (Symbolfoto)

Mainz - Die Regionalzüge in Rheinland-Pfalz sind 2018 häufiger zu spät gekommen, als im bundesweiten Durchschnitt. 

Wer in Rheinland-Pfalz mit Regionalzügen unterwegs ist, ärgert sich wohl oft über Verspätungen. 92,75 Prozent der Züge in Rheinland-Pfalz kamen im vergangenen Jahr pünktlich an – rund 0,89 Prozent weniger als noch 2017. Jetzt fordert der Fahrgastverband mehr Zugführer und Investitionen in die Infrastruktur. Im bundesweiten Durchschnitt sind im vergangenen Jahr rund 94 Prozent der Regionalzüge der Deutschen Bahn pünktlich. Bei der Statistik werden auch S-Bahnen mitgezählt. 

Die meisten pünktlichen Regionalzüge fuhren 2019 in Hamburg – hier lag die Quote bei 97,7 Prozent. Schlechter als die Fahrgäste in Rheinland-Pfalz hatten es im vergangenen Jahr die in Bremen. Hier kamen nur 86 Prozent der Züge pünktlich. Das heißt nach Bahn-Definition: weniger als sechs Minuten zu spät. 

Züge in Rheinland-Pfalz unpünktlicher als Bundesschnitt

Nach Angaben des Fahrgastverbandes Pro Bahn entstehen viele Verspätungen nicht in Rheinland-Pfalz. „Wir sind Leidtragende der Ballungsgebiete um Frankfurt, Mannheim und Köln“, sagt der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn Rheinland-Pfalz/Saarland, Martin Mendel. Von dort zögen sich die Verspätungen in das rheinland-pfälzische Bahnnetz hinein. 

Die Deutsche Bahn müsse vor allem in Personal investieren, fordert Mendel. Es gebe zu wenige Lokführer und zu wenig Personal, das die Strecken instand halte. „Wir brauchen eine Personalgewinnungsoffensive", sagt Mendel. Außerdem müssten vielgenutzte Strecken wie zwischen Mainz und Frankfurt dringend ausgebaut werden. 

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

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