Patientin verweigerte Behandlung 

Coronavirus in Karlsruhe: Erster Todesfall – Patientin verweigerte Behandlung 

Karlsruhe – Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten hat sich in Fächerstadt auf über 100 erhöht, jetzt wurde auch der erste Todesfall gemeldet. 

  • Die Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten liegt in Karlsruhe bei 106 (Stand 25. März, 10 Uhr) 
  • Erster Coronavirus-Toter in Karlsruhe: Eine Frau ist im Städtischen Klinikum an den Folgen des Coronavirus gestorben. 
  • Klinik-Chef Uwe Spetzger bleibt auch in der Coronakrise optimistisch.

Wie das Landratsamt Karlsruhe am Mittwoch (25. März) mitteilt, hat sich die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Stadtkreis Karlsruhe auf mittlerweile 106 erhöht. Zusammen mit dem Landkreis Karlsruhe gibt es insgesamt 333 Fälle. Obwohl sich schon 31 Personen von ihrer Infektion erholt haben, gibt es jetzt auch einen Todesfall zu vermelden. Eine schwer erkrankte, ältere Risikopatientin ist im Städtischen Klinikum an den Folgen von Covid-19 gestorben. 

Coronavirus in Karlsruhe: Erster Todesfall – Patientin wollte sich nicht behandeln lassen

„Sie hat trotz mehrfachen Gesprächen mit den Ärzten auf der Isolierstation ausdrücklich alle intensivmedizinische Maßnahmen abgelehnt", erklärt der medizinischer Geschäftsführer Uwe Spetzger. „Sie ist daher auch nicht intubiert worden und ist schließlich an einer Lungenentzündung gestorben.“

Hier findest Du eine Übersicht der aktuellen Coronavirus-Fallzahlen in Karlsruhe: 

Coronavirus in Karlsruhe: Die Fallzahlen, Stand 25. März, 10 Uhr. 

Coronavirus in Karlsruhe: Klinik sieht sich gut gerüstet 

Der Geschäftsführer sieht das Städtische Klinikum trotzdem gut gegen das Coronavirus gerüstet. Die Klinik hat am vergangenen Wochenende schwer erkrankte Patienten aus dem Elsass aufgenommen. Sie werden beatmet und seien kreislaufstabil„Wir sind optimistisch, dass wir eine gute Behandlung für sie anbieten können", so der Klinikchef. Die Intensivkapazitäten seien drei Mal höher als in der Lombardei. 

Außerdem hätten die benachbarte Herzchirurgie und die ViDia-Kliniken dem Städtischen Klinikum schelle und unbürokratische Hilfe zugesagt. Bei Materialengpässen würde man sich intern ohne großen Verwaltungsaufwand aushelfen. 

Übrigens: Alle aktuellen Zahlen der Infizierten und Corona-Toten in Baden-Württemberg sowie eine Karte der Ausbreitung im Bundesland findest Du in unserem News-Ticker

Coronavirus in Karlsruhe: Klinikchef appelliert an die Bevölkerung

Der Klinikchef appelliert jedoch auch an die Karlsruher: „Bleibt zu Hause, sodass die Maßnahmen greifen“, so der Geschäftsführer. 10 bis 14 Tage würde es dauern bis ein Effekt des Kontaktverbotes sichtbar werde. Dankbar ist er für die Solidarität untereinander und für die vielen Helfer. Die Mitarbeiter würden Essen, Getränke und Schokohasen bekommen. „Vielen Dank an alle, die uns unterstützen! Vielen Dank an all die Helden, die hier im Krankenhaus arbeiten!“

Während das öffentliche Leben wegen des Coronavirus weitgehend still liegt, kämpfen Behörden, Politiker und Mediziner unermüdlich weiter gegen eine schnelle Ausbreitung des Erregers. Doch wie sehen die Prognosen bezüglich des Endes der Coronavirus-Krise aus? Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht das Land erst am Anfang der Krise.

Nicht nur das öffentliche Leben ist in Zeiten der Corona-Krise stark eingeschränkt – auch die Wirtschaft leidet unter dem Ausnahmezustand. Viele Unternehmen entscheiden sich deshalb, auf Kurzarbeit umzustellen. Doch was bedeutet das für Arbeitnehmer? 

kp

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Aaron Klewer / Einsatz-Report24

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