Gesundheitsminister in Quarantäne

Coronavirus in Baden-Württemberg: Über 7.200 Infizierte – Zahlen steigen immer schneller!

In Baden-Württemberg wurden bisher 7.252 Fälle des Coronavirus und 56 Todesopfer bestätigt - ab Montag tritt Kontaktverbot in Kraft. Alle Entwicklungen im Bundesland im Überblick: 

  • 7.252 Fälle des Coronavirus in Baden-Württemberg
  • 56 Todesopfer bestätigt.
  • Landesregierung Baden-Württemberg beschließt drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus
  • Baden-Württemberg will Corona-Intensivpatienten aus Frankreich aufnehmen.
  • Kontaktverbot für Baden-Württemberg beschlossen. 
  • Die aktuellen Zahlen und die Ausbreitung im Bundesland im Überblick:

Alle Infos zu den neuesten Entwicklungen, Entscheidungen der Regierungen und möglichen weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens findest Du in unserem anderen News-Ticker zum Coronavirus in Baden-Württemberg. Alle aktuellen Zahlen der Infizierten und Corona-Toten in Baden-Württemberg sowie eine Karte der Ausbreitung im Bundesland findest Du außerdem in diesem News-Ticker

Coronavirus in Baden-Württemberg: 7.252 Infizierte – Zahlen steigen immer schneller

Update vom 25. März, 19 Uhr: Über 1.200 neue Fälle sind in Baden-Württemberg dazu gekommen. Mittlerweile sind 7.252 Menschen am Coronavirus erkrankt. Die Zahl der Todesopfer steigt auf 56. 19 neue Todesfälle sind am Mittwoch bestätigt worden. Diese betreffen die Landkreise Böblingen, Enzkreis, Karlsruhe, Lörrach, Ludwigsburg, Rhein-Neckar-Kreis, Rottweil, Schwäbisch Hall, Tuttlingen und Zollernalbkreis sowie die Städte Freiburg und Stuttgart.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Ausbreitung im Überblick


Stadt/Landkreis

Infizierte

Todesfälle

Alb-Donau-Kreis

85

Baden-Baden (Stadtkreis)

36

1

Biberach

106

Böblingen

233

1

Bodenseekreis

121

Breisgau-Hochschwarzwald

223

Calw

182

2

Emmendingen

154

5

Enzkreis

55

1

Esslingen

493

3

Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)

254

2

Freudenstadt

69

Göppingen

216

1

Heidelberg (Stadtkreis)

109

Heidenheim

97

1

Heilbronn

236

4

Heilbronn (Stadtkreis)

71

Hohenlohekreis

278

3

Karlsruhe

189

1

Karlsruhe (Stadtkreis)

85

Konstanz

89

Lörrach

136

3

Ludwigsburg

352

4

Main-Tauber-Kreis

58

Mannheim (Stadtkreis)

145

Neckar-Odenwald-Kreis

45

1

Ortenaukreis

135

4

Ostalbkreis

171

Pforzheim (Stadtkreis)

20

Rastatt

180

Ravensburg

255

Rems-Murr-Kreis

190

1

Reutlingen

167

2

Rhein-Neckar-Kreis

357

1

Rottweil

29

2

Schwäbisch Hall

175

5

Schwarzwald-Baar-Kreis

123

Sigmaringen

161

2

Stuttgart

504

2

Tübingen

324

Tuttlingen

40

1

Ulm (Stadtkreis)

72

Waldshut

48

1

Zollernalbkreis

184

2

insgesamt

7.252 Infizierte

56 Todesfälle

(Stand: 25. März, 19 Uhr)*
*Aufgrund des Meldeverzugs zwischen Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der Übermittlung ans Ministerium, kann es zu deutlichen Abweichungen zu den kommunalen Gesundheitsämtern kommen.

Update, 18:56 Uhr: Es ist doch weitaus mehr Neu-Infizierte, die von Montag auf Dienstag in Baden-Württemberg dazugekommen sind. Statt 550 neue Fälle, die Gesundheitsminister Manne Lucha am Vormittag gemeldet hat, sind es insgesamt 710 neue Fälle. Damit steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Baden-Württemberg auf 6.043. Es gibt außerdem einen weiteren Todesfall. Somit sind 37 Menschen am Coronavirus verstorben

Bei den sechs neuen Todesfällen, die am Dienstag dazu gekommen sind handelt es sich um einen 60-jährigen Mann aus dem Landkreis Calw, fünf über 80-jährige Männer aus Heilbronn, Ludwigsburg, Schwäbisch Hall und  Baden-Baden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: 36 Todesopfer – Zahl der Infizierten steigt auf 5.887

Update vom 24. März, 12:50 Uhr: Der Anstieg der Infektionen in Baden-Württemberg verlangsamt sich nach Angaben von Gesundheitsminister Manne Lucha. Die Kurve flache sich aktuell ganz leicht ab, sagt Lucha am Dienstag bei einer virtuellen Pressekonferenz. Laut Lucha, der sich aktuell selbst in Quarantäne befindet, seien mittlerweile 5.887 Menschen in Baden-Württemberg infiziert. Das sind rund 550 mehr als noch am Montag. Außerdem sei die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 36 gestiegen. Noch ist nicht bekannt, aus welchen Landkreisen im Bundesland die Opfer stammen. 

Während in Deutschland noch die Ruhe vor dem Sturm herrscht, spitzt sich die Lage im benachbarten Elsass dramatisch zu. Auch für die heimische Landwirtschaft hat die Corona-Krise schwerwiegende Folgen: Kommt jetzt der Spargel-Schock? An anderer Stelle sorgen die Heidelberger für einen Lichtblick: Ein Gabenzaun soll Obdachlosen helfen

Coronavirus in Baden-Württemberg: 31 Todesopfer – Zahl der Infizierten steigt rapide!

Update vom 24. März, 6 Uhr: Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist in Baden-Württemberg am Montag angestiegen. Laut Sozialministerium gibt es vier weitere Corona-Tote im Bundesland: eine über 80-jährige Frau aus dem Landkreis Emmendingen, einen über 50-jährigen Mann aus dem Landkreis Reutlingen, eine über 70-jährige Frau aus Heidenheim und einen über 80-jährigen Mann aus dem Hohenlohekreis. Somit steigt die Zahl der Todesopfer mit Coronavirus in Baden-Württemberg auf 31. Das Alter der Corona-Toten beträgt nach Angaben des Ministeriums zwischen 59 und 94 Jahren. 23 der 31 Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Update vom 23. März, 18:30 Uhr: Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg am Montagnachmittag mitteilt, ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten von 4.300 am Sonntag auf 5.333 Personen am Montag gestiegen.  

Coronavirus in Baden-Württemberg: Gesundheitsminister in Quarantäne 

Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg außerdem am Montag mitteilt, hat Gesundheitsminister Manne Lucha am Wochenende erfahren, dass eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Er hat sich daraufhin unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben. Er ist symptomfrei und geht seinen Dienstgeschäften vollumfänglich von zu Hause aus nach.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zahl der Infizierten, Stand 23. März. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 27 Tote bestätigt – Kontaktverbot besteht ab heute

Update vom 23. März, 7 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus wurden die Einschränkungen für das öffentliche Leben auch in Baden-Württemberg mit dem Kontaktverbot noch einmal verschärft. Seit heute gilt im ganzen Bundesland, dass nur noch zwei Menschen zusammen draußen unterwegs sein dürfen. Ausnahmen gibt es für Familien. Neu ist auch, dass Menschen, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben, in der Öffentlichkeit einen Abstand von 1,5 Metern zueinander halten sollen. Damit hat Baden-Württemberg die Vorschrift an das angepasst, was Bund und Länder am Sonntag bei einer Telefonkonferenz vereinbart haben. 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann appelliert an die Bürger, sich an die Kontaktverbot-Regeln zu halten – egal, ob im Supermarkt oder beim Spazierengehen. Es ist aber den Angaben zufolge nicht verboten, die Wohnung zu verlassen – etwa für Arztbesuche, zum Einkaufen, um anderen zu helfen, um frische Luft zu schnappen oder um alleine Sport zu treiben. Auch der Weg zur Arbeit bleibt erlaubt. Kretschmann rechnete am Sonntag damit, dass die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, erst einmal weiter steigen wird. DieEinschränkungen des öffentlichen Lebens zeigten erst in bis zu 14 Tagen eine Wirkung. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 27 Tote und 4.300 Infizierte im Bundesland

Update vom 23. März, 6:30 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg ist auf 4.300 gestiegen. Dem Gesundheitsamt wurden am Sonntag 482 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt nach Angaben des Sozialministeriums 47 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren. 

Außerdem gibt es vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Die Zahl der Toten in Baden-Württemberg steigt somit auf 27 an. Bei den vier neuen Opfern handelt es sich um einen über 80-jährigen Mann und eine über 80-jährige Frau aus dem Ortenaukreis, einen über 70-jährigen Mann aus dem Landkreis Esslingen sowie eine über 90-jährige Frau aus Freiburg.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Ausbreitung im Überblick

Stadt/Landkreis

Infizierte

Tote

Alb-Donau-Kreis

44

Baden-Baden (Stadtkreis)

25

Biberach

45

Böblingen

117

Bodenseekreis

83

Breisgau-Hochschwarzwald

167

Calw

120

1

Emmendingen

121

4

Enzkreis

33

Esslingen

362

3

Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)

191

2

Freudenstadt

14

Göppingen

97

1

Heidelberg (Stadtkreis)

5

Heidenheim

47

Heilbronn

165

3

Heilbronn (Stadtkreis)

28

Hohenlohekreis

222

2

Karlsruhe

104

Karlsruhe (Stadtkreis)

42

Konstanz

52

Lörrach

57

Ludwigsburg

236

Main-Tauber-Kreis

36

Mannheim (Stadtkreis)

80

Neckar-Odenwald-Kreis

30

Ortenaukreis

82

4

Ostalbkreis

113

Pforzheim (Stadtkreis)

16

Rastatt

100

Ravensburg

110

Rems-Murr-Kreis

117

1

Reutlingen

95

1

Rhein-Neckar-Kreis

240

Rottweil

8

1

Schwäbisch Hall

111

Schwarzwald-Baar-Kreis

69

Sigmaringen

83

2

Stuttgart

350

1

Tübingen

133

Tuttlingen

15

Ulm (Stadtkreis)

40

Waldshut

15

1

Zollernalbkreis

70

insgesamt

4.300 Infizierte

27 Tote

(Stand: 22. März, 19 Uhr)*
*Aufgrund des Meldeverzugs zwischen Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der Übermittlung ans Ministerium, kann es zu deutlichen Abweichungen zu den kommunalen Gesundheitsämtern kommen.

Update vom 22. März um 18:15 Uhr: Wieder 500 Neuinfektionen in Baden-Württemberg! Am Sonntagabend bestätigt das Gesundheitsministerium insgesamt 4.300 Coronavirus-Fälle im Land. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Keine Ausgangssperre, aber Kontaktverbot!

Update vom 22. März um 16:10 Uhr: Es wird zunächst KEINE Ausgangssperre für Baden-Württemberg geben, jedoch wollen Bund und Länder im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Kontaktverbot beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.  

Eine Gruppe von zwölf Ländern hatte sich bereits vor der Schaltkonferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Nicht nur das öffentliche Leben ist in Zeiten der Corona-Krise stark eingeschränkt – auch die Wirtschaft leidet unter dem Ausnahmezustand. Viele Unternehmen entscheiden sich deshalb, auf Kurzarbeit umzustellen. Doch was bedeutet das für Arbeitnehmer? 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Massiver Anstieg! Entscheidung über Ausgangssperre um 17 Uhr

Update vom 22. März: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnte, dass es auf den Samstag ankommen würde, ob zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus eine Ausgangssperre vonnöten sei. Bleiben die Bürger zu Hause, wird bei wichtigen Erledigungen der nötige Abstand eingehalten und werden keine „Corona-Partys“ mehr gefeiert? Das Wochenende sollte eine letzte Chance sein, um einschätzen zu können, dass sich auch die Uneinsichtigen an die Regeln im Kampf gegen das  zu Coronavirus halten – nur so sei laut Kretschmann eine Ausgangssperre abwendbar. 

Innenminister Thomas Strobl blickt in einer ersten Bilanz vorsichtig zufrieden. „Die strengen Maßnahmen machen nur Sinn, wenn sie auch befolgt werden“, so Strobel gegenüber der dpa. „Mein erster Eindruck ist: Das ist überwiegend der Fall.“ Ob die Ausgangssperre nun wirklich kommt, wird heute entschieden. Um 14 Uhr konferieren Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird um 17 Uhr per Videostream ein Pressestatement zu den Ergebnissen der heutigen Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder zur Corona-Krise abgeben.

Coronavirus in Baden-Württemberg: 3.818 Infizierte – erste Tote in Stuttgart und Freiburg

Update vom 21. März um 19:30 Uhr: 153 weitere Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg in den vergangenen 24 Stunden. Das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg hat mittlerweile 3.818 Covid19-Kranke bestätigt. Zudem ist die Zahl der Corona-Toten im Land von 17 auf 23 gestiegen. Bei allen sechs neu bestätigten Todesopfern handelt es sich um weibliche Personen. In der Landeshauptstadt Stuttgart wurde nun der erste Todesfall bestätigt, ebenso in Freiburg. Auch im Landkreis Heilbronn, im Hohenlohekreis, in Sigmaringen und Calw ist jeweils eine an Covid19-Erkrankte gestorben.

Zahl der Coronavirus-Toten in Baden-Württemberg auf 23 gestiegen:

  • Emmendingen (4)
  • Esslingen (2)
  • Göppingen (1)
  • Landkreis Heilbronn (3)
  • Hohenlohekreis (2)
  • Ortenaukreis (2)
  • Rems-Murr (1) 
  • Reutlingen (1)
  • Rottweil (1)
  • Sigmaringen (2)
  • Waldshut (1)
  • Calw (1) 
  • Freiburg (1)
  • Stuttgart (1)

Unter den Verstorbenen waren 14 Männer und neun Frauen. Das Alter lag zwischen 67 und 94 Jahren. 19 Verstorbene waren 80 Jahre oder älter.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Neue Verordnung in Kraft

Update vom 21. März: Seit heute sind in Baden-Württemberg verschärftere Regelungen in Kraft getreten – mit dem Ziel, einer weiteren raschen Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Bislang gibt es im Land 3.665 bestätigte Coronavirus-Fälle, 17 Menschen sind bereits an Covid19 gestorben (Stand Freitagabend). Am Nachmittag ist mit den aktualisierten Infizierten-Zahlen zu rechnen.  

Diese Maßnahmen wurden von der Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg per Verordnung in Kraft gesetzt:

  • Alle Restaurants und Gaststätten müssen schließen. Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung weiterhin möglich.
  • Alle Zusammenkünfte und Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen sind verboten. Gruppenbildungen von mehr als drei Personen darf es nicht mehr geben. Ausgenommen sind Familien oder Menschen, die zusammenleben.
  • Einreisen und Durchreisen von Personen aus internationalen Corona-Risikogebieten nach Baden-Württemberg untersagt. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz zum Arbeitsplatz, zum Wohnort zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefälle, etwa bei einem Todesfall in der Familie.
  • Frisöre müssen schließen.

Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro und auch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land will schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufnehmen

Laut Schwäbischer Zeitung will Baden-Württemberg künftig intensivmedizinische Coronavirus-Patienten aus Frankreich aufnehmen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann habe die Unterstützung des Landes bereits zugesagt, heiße es aus einem vorliegenden Schreiben. Das Gesundheitsministerium habe die Krankenhäuser im Südwesten gebeten, über freie Beatmungsgeräte zu informieren. „Es geht um Menschen, die ohne Beatmung in den kommenden Tagen sterben“, wird ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in dem Bericht zitiert. 

Das Süd-Elsass, das an Baden-Württemberg grenzt, ist besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Laut zuständiger Präfektur sind dort alle Intensivstationen der Krankenhäuser komplett belegt. In Baden-Württemberg gebe es demnach aktuell rund 2.300 freie Beatmungsplätze. 80 Prozent seien belegt – laut Bericht jedoch mit weniger als 20 Coronavirus-Patienten

Coronavirus in Baden-Württemberg: Über 900 neue Fälle an einem Tag

Update vom 20. März, 21:55 Uhr: Zusätzlich zu den am Freitag landesweit beschlossenen Maßnahmen (Restaurants geschlossen, keine Versammlungen über 3 Personen) beschließen immer mehr Städte in Baden-Württemberg ein Betretungsverbot für öffentliche Orte. Nach dem Vorbild von Freiburg, wo das Verbot schon am Donnerstag beschlossen wurde, umfasst die Ausgangsbeschränkung öffentliche Plätze, Straßen, Gehwege und öffentliche Grünflächen. Hier findest Du eine Liste der Städte, die bereits Ausgangsbeschränkungen beschlossen haben

Bei dem Verbot handelt es sich NICHT um eine Ausgangssperre, sondern lediglich um eine Ausgangsbeschränkung. Was der Unterschied dieses Verbots zu einer Ausgangssperre ist.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Über 900 neue Fälle innerhalb eines Tages!

Update von 17:45 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Baden-Württemberg ist auf 3.665 gestiegen. Das teilt das Gesundheitsministerium am Freitagnachmittag mit. Außerdem gibt es sechs neue Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Alle Personen, eine Frau und fünf Männer, waren über 80 bzw. 90 Jahre alt. Die Zahl der Corona-Toten in Baden-Württemberg steigt somit auf 17. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Ausbreitung im Überblick

Stadt/Landkreis

Infizierte

Tote

Alb-Donau-Kreis

39

Baden-Baden (Stadtkreis)

21

Biberach

45

Böblingen

67

Bodenseekreis

71

Breisgau-Hochschwarzwald

134

Calw

108

1

Emmendingen

110

4

Enzkreis

33

Esslingen

323

2

Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)

150

1

Freudenstadt

14

Göppingen

97

1

Heidelberg (Stadtkreis)

5

Heidenheim

47

Heilbronn

140

3

Heilbronn (Stadtkreis)

20

Hohenlohekreis

222

2

Karlsruhe

96

Karlsruhe (Stadtkreis)

42

Konstanz

52

Lörrach

57

Ludwigsburg

175

Main-Tauber-Kreis

36

Mannheim (Stadtkreis)

80

Neckar-Odenwald-Kreis

26

Ortenaukreis

71

2

Ostalbkreis

91

Pforzheim (Stadtkreis)

16

Rastatt

81

Ravensburg

110

Rems-Murr-Kreis

117

1

Reutlingen

95

1

Rhein-Neckar-Kreis

240

Rottweil

8

1

Schwäbisch Hall

98

Schwarzwald-Baar-Kreis

48

Sigmaringen

82

2

Stuttgart

308

1

Tübingen

112

Tuttlingen

13

Ulm (Stadtkreis)

35

Waldshut

13

1

Zollernalbkreis

70

insgesamt

3.818 Infizierte

23 Tote

(Stand: 21. März, 19 Uhr)*
*Aufgrund des Meldeverzugs zwischen Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der Übermittlung ans Ministerium, kann es zu deutlichen Abweichungen zu den kommunalen Gesundheitsämtern kommen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land verschiebt die Schulprüfungen

Update von 16:50 Uhr: Wegen der „dynamischen Lageentwicklung“ der Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg werden alle zentralen Schul-Prüfungen auf die Zeit nach dem 18. Mai verschoben. „Mit dem Terminplan wollen wir ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit für die Vorbereitung haben. Oberstes Ziel ist, dass alle faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen“, wird Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in der Mitteilung des Ministeriums zitiert. Nachtermine sollen in den Juni oder frühen Juli gelegt werden, mündliche Prüfungen Ende Juli stattfinden. Sondertermine könnten ab Mitte September angeboten werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land verschärft Regeln – es drohen hohe Strafen

Update von 14:50 Uhr: In einer Pressekonferenz haben der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Strobl weitere Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus angekündigt. „Die Lage ist noch in einer starken Dynamik. Deswegen müssen wir die Maßnahmen weiter verschärfen“, erklärt Kretschmann. Die neuen Regeln, die ab Samstag gelten:

  • Alle Restaurants und Gaststätten werden geschlossen. Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung bleibt weiterhin möglich.
  • Versammlungen auf öffentlichen Plätzen sind für Gruppen verboten. Es dürfen sichnicht mehr als drei Personen versammeln. Davon ausgenommen sind Familien/Paare.
  • Einreisen und Durchreisen von Personenaus internationalen Corona-Risikogebieten nach Baden-Württemberg werden verboten. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz, zum Wohnort, zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefällen, zum Beispiel bei einem Todesfall in der Familie. 
  • Friseure werden geschlossen.

„Wir sind uns bewusst, dass wir damit noch tiefer in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger eingreifen, aber wir müssen es tun um alle zu schützen“, erklärt Kretschmann bei der Pressekonferenz am Freitag. „Auch die, die sich bisher leider nicht an unsere Vorgaben gehalten haben. Sie gefährden sich selbst und auch andere. Auch in deren Interesse müssen wir diese Maßnahmen ergreifen.“ Der Ministerpräsident hat außerdem angekündigt, dass die Länder am Wochenende in einer Telefonkonferenz mit Kanzlerin Merkel darüber beraten würden, ob weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Polizei kontrolliert Einhaltung der Regeln – hohe Strafen drohen

„Die Lage ist sehr ernst“, sagt Innenminister Thomas Strobl am Freitag. Die baden-württembergische Landespolizei würde bereits an diesem Wochenende strikt auf die Einhaltung der neuen Verschärfungen achten. Verstöße könnten mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro oder sogar mehrjährige Haftstrafen geahndet werden. „Wer beispielsweise der Anordnung, eine Ansammlung nicht aufzulösen, nicht nachkommt muss mit einer solchen Sanktion rechnen“, warnt der Innenminister. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land will Ausgangssperre mit strengen Regeln umgehen

Update vom 20. März, 8:30 Uhr: Wegen der Verbreitung des Coronavirus hat Freiburg als erste große Stadt in Baden-Württemberg ein Betretungsverbot für öffentliche Orte ausgesprochen. Der Erlass tritt am Samstag (21. März) in Kraft und soll zunächst bis zum 3. April gelten. Mit öffentlichen Orten sind „insbesondere Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen und Parkanlagen“ gemeint, konkretisiert die Stadt Freiburg. Mit den Maßnahmen, die laut Stadt keine Ausgangssperre darstellen, wolle man die Ausbreitung des Virus eindämmen. Wer sich im Freien aufhalten wolle dürfe das, allerdings nur allein, zu zweit oder mit Menschen, die im eigenen Haushalt wohnen. Von allen anderen Personen sei ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu wahren. Arztgänge oder Einkäufe seien weiterhin erlaubt, ebenso wie der Weg zur Arbeit.  

Uns ist bewusst, dass diese schwerwiegende Entscheidung deutliche Einschränkungen auf das Leben der Freiburger haben wird“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn (35, parteilos). „Aber nach dem heutigen Stand muss der Schutz der Bevölkerung vor allen anderen Erwägungen Vorrang haben.“ Anlass für die strengen Maßnahmen ist die dramatische Situation in der angrenzenden französischen Region Grand-Est.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land will Menschenansammlungen verbieten

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag (20. März) aus Regierungskreisen erfahren hat, will Baden-Württemberg Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen verbieten. Das „Niederlassungsverbot“ betrifft Gruppengrößen in einstelliger Zahl und müsse noch vom Justizministerium geprüft werden. Im Kampf gegen das Coronavirus will das Land tatsächliche Sozialkontakte unterhalb einer Ausgangssperre so weit wie möglich und geboten verringern. Man setze alles daran, eine Ausgangssperre zu vermeiden. 

Dennoch lässtMinisterpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) Voraussetzungen und Regelungen einer Ausgangssperre schon vorgreifend prüfen. Sollten die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag (22. März) eine Ausgangssperre beschließen, soll diese in Baden-Württemberg schnellstmöglich umgesetzt werden können.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mögliche Ausgangssperre – Entscheidung schon Sonntag?

Update von 19:45 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Sonntag über Ausgangssperren in der Corona-Krise beraten. Dies berichtete der SWR am Donnerstag unter Berufung auf den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne). „Es hängt von der Bevölkerung ab, ob wir schärfere Maßnahmen ergreifen müssen“, sagte Kretschmann dem SWR. Viele Menschen in Deutschland kommen den Aufrufen nicht nach, Abstand zu ihren Mitmenschen zu halten. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 2.748 Infizierte, 11 Tote

Update vom 19. März, 18:40 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg ist erneut stark gestiegen. Am Donnerstag waren es noch 2.184 Coronavirus-Fälle – jetzt sind es 2.748. Am Donnerstag wurden zuvor bereits drei weitere Todesfälle im Bundesland bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten steigt somit auf 11.

Update vom 19. März, 18 Uhr: Trotz Corona-Krise treffen sich in Deutschland noch immer Gruppen in Parks und Cafés. Die Bundesländer schließen Ausgangsverbote aktuell nicht aus. Schon seit Donnerstag dürfen Menschen im bayerischen Mitterteich und zwei weiteren Orten wegen des Coronavirus bereits nur noch im Ausnahmefall auf die Straßen. Auch im chinesischen Wuhan, in Italien, Frankreich und Spanien ist die Ausgangssperre längst in Kraft getreten. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Steht eine Ausgangssperre bevor?

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat bereits schärfere Vorgaben in Aussicht gestellt. Wenn die Bürger von Baden-Württemberg ihr Verhalten nicht grundlegend änderten, werde eine Ausgangssperre kommen. Auch weitere Ministerpräsidenten drohten mit Ausgangssperre für die Bundesländer. „Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren", erklärte zum Beispiel Bayerns Landeschef Markus Söder. Auch der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU) hält eine „schnelle und harte Ausgangssperre“ sogar in ganz Deutschland für möglicherweise unvermeidlich. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 11 Tote und extremer Anstieg der Infizierten

Update vom 19. März, 15:20 Uhr: Das Sozialministerium meldet drei weitere Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Somit steigt die Zahl der Toten in Baden-Württemberg auf insgesamt 11. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen über 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Sigmaringen, einem über 90-jährigen Mann aus dem Landkreis Emmendingen sowie eine über 90-jährige Frau aus dem Landkreis Esslingen. Alle lagen bereits im Krankenhaus.  

Coronavirus in Baden-Württemberg: Extremer Anstieg – Über 500 neue Fälle, 8 Tote

Update vom 18. März um 19:30 Uhr: Die Zahl der am Coronavirus infizierten Personen in Baden-Württemberg steigt weiter massiv an – und auch ein weiterer Todesfall wurde gemeldet. Am Mittwochabend bestätigt das Gesundheitsministerium insgesamt 543 neue Fälle. Insgesamt gibt es demnach aktuell 2.184 Coronavirus-Infizierte im Land. Ebenfalls wurde am Abend das achte Todesopfer in Baden-Württemberg gemeldet. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Emmendingen, der stationär behandelt wurde. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 7. Todesopfer – 80-Jähriger aus dem Hohenlohekreis gestorben

Update, 14:05 Uhr: In Baden-Württemberg gibt es mittlerweile 7 Menschen, die am Coronavirus gestorben sind. Das Gesundheitsministerium bestätigt am Mittwochmittag den nächsten Todesfall eines Infizierten. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 80-jährigen Rentner aus dem Hohenlohekreis. Der Mann litt an einer Vorerkrankung und zählte damit zu den Hochrisikopatienten. Dramatisch: Der 80-Jährige wurde erst vor drei Tagen positiv auf das Coronavirus getestet und starb am Folgetag im Krankenhaus.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Wird das Abitur verschoben?

Update vom 18. März, 12 Uhr: Baden-Württemberg denkt über eine mögliche Verschiebung der Abitur-Prüfungen wegen des Coronavirus nach. „Unabhängig von der Entscheidung in Bayern arbeiten wir bereits seit einigen Tagen (daran), wie wir mit dem Abitur sowie den Abschlussprüfungen an allen weiteren Schularten umgehen“, teilt Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch in Stuttgart mit. „Dabei prüfen wir selbstverständlich unterschiedliche Szenarien und Möglichkeiten, Prüfungen zeitlich und organisatorisch umzusetzen, darunter auch eine Verschiebung des Prüfungszeitraums.“ Entscheidungen dazu sollen noch in dieser Woche nicht nur für das Abitur, sondern auch für alle anderen Schul-Arten bekanntgegeben werden. Das bayerische Kultusministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der Beginn der Abiturprüfungen im Freistaat vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben wird.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Drei neue Todesfälle – über 1.600 Infizierte

Update vom 17. März, 20:40 Uhr: Es gibt 536 neue Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg. Die Zahl der Infizierten macht nach Angaben des Sozialministeriums erneut einen großen Sprung auf mittlerweile 1.641 Infizierte. Außerdem wurde bereits der6. Todesfall mit Coronavirus gemeldet: eine 80-jährige Krankenhaus-Patientin aus dem Ortenaukreis. Damit wurden alleine am Dienstag drei Todesfälle in Baden-Württemberg bekannt – alle Opfer waren 80 Jahre alt. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zwei neue Todesfälle – Zahl der Toten steigt auf 5!

Update vom 17. März 16:30 Uhr: Die Zahl des Todesopfer mit Coronavirus in Baden-Württemberg ist auf 5 gestiegen. Wie das Sozialministerium mitteilt, handelt es sich um einen 80-jährigen Mann aus dem Landkreis Rottweil, der an einer chronischen Krankheit litt. Somit wurden innerhalb eines Tages bereits zwei Coronavirus-Tote im Bundesland bestätigt. 

Update vom 17. März, 12:43 Uhr: Es gibt einen weiteren Todesfall in Baden-Württemberg. Eine 80-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims im Landkreis Heilbronn ist am Coronavirus gestorben. Wie das Ministerium für Soziales und Integration mitteilt, hat die Seniorin zuvor an einer schweren Grunderkrankung gelitten. Damit steigt die Zahl des Todesfälle in Baden-Württemberg auf vier (Landkreise Rems-Murr, Esslingen, Göppingen, Heilbronn).

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diese Geschäfte bleiben geöffnet

Am Dienstag betont Winfried Kretschmann bei einer Pressekonferenz der Landesregierung in Stuttgart, dass „alles, was unbedingt notwendig ist, nach wie vor gemacht werden kann." Dazu zählen selbstverständlich Arztbesuche und die Aufrechterhaltung der Grundversorgung. 

NICHT geschlossen werden: 

  • Einzelhandel für Lebensmittel 
  • Wochenmärkte 
  • Abhol- und Lieferdienste 
  • Getränkemärkte 
  • Apotheken 
  • Sanitätshäuser 
  • Drogerien 
  • Tankstellen 
  • Banken und Sparkassen 
  • Poststellen 
  • Friseure 
  • Reinigungen und Waschsalons 
  • Zeitungsverkauf 
  • Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte 
  • Großhandel

Für die oben genannten Bereiche werden Sonntagsverkaufsverbote bis auf Weiteres ausgesetzt.

Grüßen in Zeiten der Corona-Krise: So kannst Du alternativ "Hallo" sagen

Nach Einschätzungen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann werden die Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg noch weiter ansteigen. Erst in 10 bis 14 Tagen könne man feststellen, ob die getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen. Bis dahin werden erst die Erkrankten erfasst, die sich bereits vor zwei Wochen infiziert haben. Kretschmann weist darauf hin, dass weitere drastische Maßnahmen – eine Ausgangssperre – nur verhindert werden können, wenn sich alle Bürger an die bereits getroffenen Regeln halten. „Nur wenn das nicht funktionieren würde, müssten wir schnell zu einer Ausgangssperre kommen", sagt Kretschmann am Dienstag bei einer Pressekonferenz der Landesregierung in Stuttgart, die per Livestream stattfand.

Unterdessen warnen die Experten der WHO bei Coronavirus-Verdacht vor der Einnahme von Ibuprofen – und nennen eine Alternative bei Symptomen der Krankheit. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Extermer Anstieg auf über 1.100 Infizierte

Update, 19:15 Uhr: Die Fälle der am Coronavirus infizierten Personen steigen weiter an! Dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg wurden vom Landesgesundheitsamt am Montagnachmittag 128 neue nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus mitgeteilt. Somit gibt es im Land nun insgesamt 1.105 Infizierte. Das Durchschnittsalter der am Coronavirus Erkrankten beträgt 47 Jahre, der jüngste Patient ist ein einjähriges Kind, der älteste ein 94-jähriger Senior. Ein Großteil der Coronavirus-Infizierten weist nur milde Krankheitssymptome auf – acht der insgesamt 1.105 Infizierten müssen intensivmedizinisch betreut werden.

Coronavirus Baden-Württemberg: Land schottet sich ab und beschließt drastische Maßnahmen

Update, 17:15 Uhr: Die Landesregierung Baden-Württemberg hat am Montagnachmittag (16. März) eine Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen beschlossen, um gegen die stark zunehmende Verbreitung des Coronavirus anzukämpfen. Dadurch wird das öffentliche Leben in Baden-Württemberg massiv eingeschränkt, zahlreiche Einrichtungen müssen geschlossen bleiben. Die Rechtsverordnung nach dem Infektionsschutzgesetz gilt sofort!

Folgende Einrichtungen müssen künftig geschlossen bleiben:

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater
  • Bildungseinrichtung jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen
  • Kinos
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder, Saunen
  • Jugendhäuser
  • öffentliche Bibliotheken
  • Prostitutionsstätten

Auch alle Besuche in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen, Dialyse-Einrichtungen und Tageskliniken sind ab sofort bis auf Weiteres verboten. Ausnahmen sind nur bei erkrankten Kindern, in Teilen der Psychiatrie und zur Sterbebegleitung unter Auflagen erlaubt. In Alten- und Pflegeheimen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind Besuche nur mit Erlaubnis der Einrichtungsleitung möglich.

Ebenfalls untersagt wird der Betrieb von Restaurants. Von diesem Verbot ausgenommen sind Gaststätten, wenn sichergestellt ist, dass

  • die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist
  • Stehplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Gästen gewährleistet ist und
  • in geeigneter Weise sichergestellt wird, dass im Falle von Infektionen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgbar bleiben.

Darüber hinaus sind Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten. Für kleinere Feiern und Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind, besteht weiterhin die Empfehlung der Absage. Bei öffentlichen Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern entscheiden die zuständigen Behörden vor Ort auf Basis einer Risikoabwägung.

„Die Zahl der infizierten Menschen im Land steigt weiter stark. Gleichzeitig gelingt es uns aktuell sehr gut, alle erkrankten Menschen medizinisch bestmöglich zu versorgen. Um dies auch in den kommenden Wochen sicherzustellen, müssen wir die Ausbreitung des Virus noch stärker verlangsamen. Die Verlangsamung ist unser oberstes Ziel – und deshalb haben wir heute weitere entschiedene Maßnahmen beschlossen. Ich bin mir bewusst, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern damit einiges abverlangen. Abe nur so können wir die Krise mit geeinter Kraft bewältigen.“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land schottet sich ab! Flughafen-Betrieb eingestellt

Update, 12:21 Uhr: Schulen und Kitas werden geschlossen, Grenzen zu Frankreich und Schweiz strenger kontrolliert und nun machen auch die Flughäfen in Baden-Württemberg dicht. Wie die deutsche Presseagentur (dpa) am Montag aus Regierungskreisen in Stuttgart erfährt, will die Landesregierung an allen Flughäfen im Bundesland den Betrieb wegen des Coronavirus einstellen. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Der Beschluss soll demnach im Lauf der Woche in Kraft treten. Baden-Württemberg ist neben Bayern und Nordrhein-Westfalen am stärksten von der Coronavirus-Ausbreitung betroffen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 977 Fälle - Grenze zu Frankreich dicht

Update vom 16. März, 8:15 Uhr: 977 Fälle gibt es mittlerweile in Baden-Württemberg. In jedem Stadt- und Landkreis gibt es mindestens einen Coronavirus-Fall. 54 Prozent der Infizierten sind Männer, das Durschnittsalter beträgt 48. Es werden aktuell acht Personen intensivmedizinisch betreut. 

Update 15 Uhr: Wie die Bild-Zeitung berichtet, werde die Grenze zu Frankreich ab Montag 8 Uhr geschlossen. Das haben Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans in einer Telefon-Konferenz beschlossen. 

Auch die Grenzen zu Österreich und Schweiz sollen geschlossen werden. Pendler dürften sie jedoch auch noch weiterhin passieren. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Strobl fordert Schließung der Grenze zu Frankreich 

Update vom 15. März: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) fordert nachdrücklich eine Schließung der Grenze zu Frankreichum die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion habe oberste Priorität. Die Verbreitung des Virus muss so gut es geht verlangsamt werden. Dazu ist entscheidend wichtig, auch die grenzüberschreitende Ausbreitung bestmöglich zu unterbinden - insbesondere aus Hochrisikogebieten im Ausland." 

Die an Baden-Württemberg grenzende französische Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) gilt als Risikogebiet. Nachdem Frankreich das öffentliche Leben immer stärker einschränke, sei eine neue Situation entstanden, erklärt Strobl. Die Schließung der Grenze sei eine harte Maßnahme, „die mir als überzeugtem Europäer schwer fällt“. Aber sie sei notwendig. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Grenzschliessung zu Frankreich: Strobl schreibt Brief an Merkel 

Ausnahmen könne es geben, etwa für Warenlieferungen, Pendler in kritischen Infrastrukturen oder auch Pflegekräfte und medizinisches Personal. „Aber im Grundsatz muss gelten: Wer nicht zwingend über die Grenze muss, kommt nicht über die Grenze." Bereits am Samstag hatte Strobl in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dringend um die Einführung sogenannter notifizierter Grenzkontrollen nach dem Schengener Grenzkodex gebeten. 

Grundsätzlich wird der Grenzverkehr innerhalb der Europäischen Union nicht kontrolliert, die Staaten können aber in besonderen Situationen davon abweichen.

Unterdessen arbeiten Forscher der Biotech-Firma CureVac unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump hat nun ein Auge auf das Unternehmen von Hauptinvestor Dietmar Hopp geworfen.  

Coronavirus in Baden-Württemberg: Das gesellschaftliche Leben kommt zum Erliegen

Update vom 14. März: Nicht nur Menschen in Baden-Württemberg, sondern in ganz Deutschland werden sich in den kommenden Wochen großen Herausforderungen stellen müssen. Nicht nur werden Schulen und Kitas ab Dienstag geschlossen werden, sodass sich Eltern Gedanken über die Betreuung ihrer Kinder machen müssen, auch das gesellschaftliche Leben wird stillstehen. Unter anderem in Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart werden Bars, Clubs, Sportstätten, Theater, Kinos und Museen geschlossen - auch alle Konzerte und sonstigen Veranstaltungen sind abgesagt. Auch das bedeutendste Wintersportgebiet in Baden-Württemberg, der Feldberg, wird ab Montag geschlossen. 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fasst dies am Freitag so zusammen: Alle müssten für „erhebliche Zeit auf Dinge verzichten, die wir gerne machen - wie Opernbesuche, Bundesligaspiele oder Familienfeiern“.

Am Samstagnachmittag warnt das Gesundheitsministerium vor Fake-News bezüglich des Coronavirus. Er werden weder Ausgangssperren verhängt noch Supermärkte geschlossen

Coronavirus in Baden-Württemberg: 569 Infizierte – drittes Todesopfer bestätigt!

Update vom 13. März, 18:30 Uhr: Der Landkreis Göppingen hat dem Gesundheitsministerium am Freitag (13. März) einen weiteren COVID-19-Todesfall gemeldet. Es handelt sich um einen Mann aus dem Kreis Göppingen, Jahrgang 1935. Er wurde am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf drei (Landkreise Rems-Murr, Esslingen, Göppingen).

Am Freitagnachmittag stieg die Zahl der bestätigten Infektionen im Land innerhalb eines Tages um 115 auf 569 Fälle. Von den 569 Fällen sind 314 männlich (55 Prozent). Das Durchschnittsalter beträgt 48 Jahre bei einer Spannweite von 1 bis 94 Jahren. Bei den in Baden-Württemberg bislang aufgetretenen Fällen handelt es sich fast ausschließlich um solche mit nachvollziehbaren Infektionsketten. Das Landesgesundheitsamt meldet aktuell acht mit dem Coronavirus infizierte Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: 445 Fälle bestätigt – alle Schulen und Kitas geschlossen

Update vom 15:45 Uhr: Wegen des Coronavirus und dem zweiten Virustoten in Baden-Württemberg schränkt das Land das öffentliche Leben im Südwesten drastisch ein. Ab Dienstag sind alle Schulen Kitas und Kindergärten geschlossen. Erst nach den Osterferien sollen sie wieder eröffnen. Diese Entscheidung fällt am Freitag (13. März) im Kabinett in Stuttgart. Winfried Kretschmann kündigt weiterhin ein weitgehendes Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen herrscht. Außerdem werden öffentliche Veranstaltungen ab 100 Personen in geschlossenen Räumen untersagt. 

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) bezeichnet das Vorgehen gegen das Virus als eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe von höchster Dringlichkeit“. Sie ruft dazu auf, die sozialen Kontakte in dieser Situation deutlich einzuschränken und Oma und Opa nicht für die Kinderbetreuung einzuplanen. 

Das oberste Ziel müsse sein, den Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus zu verlangsamen und das Gesundheitssystem zu entlasten. Außerdem müssten ältere Menschen geschützt werden.

Nach Schulschließungen: Welche Rechte haben die Eltern jetzt? 

Update von 14:35 Uhr: Welche Rechte haben Eltern jetzt, wo ihre Kinder nicht mehr in die Schule können? Alle Infos zu Urlaubsanspruch, Home-Office und Freistellung bei Schulausfall wegen Coronavirus

Update von 14:30 Uhr: Auch Besuche in Krankenhäusern in Baden-Württemberg werden verboten. Die Besuchszeiten in Pflege- und Altenheimen werden eingeschränkt. 

Update vom 13. März, 14:05 Uhr: In einer Sondersitzung hat das Land am Freitagmittag beschlossen, alle Schulen und Kitas in Baden-Württemberg zu schließen. Der Schulbetrieb wird ab Dienstag und bis nach den Osterferien eingestellt. Außerdem werden alle öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern verboten. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zweiter Todesfall im Land bestätigt

Update von 13:05 Uhr: „Wir haben von Anfang darauf hingewiesen, dass der Krankheitsverlauf bei einer Infizierung mit dem Coronavirus zwar bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung moderat ist, es aber eben auch – vor allem bei älteren Menschen – sehr ernsthafte, kritische Verläufe gibt“, sagt Gesundheitsminister Manne Lucha am Freitag. „Der zweite im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehende Todesfall im Land und einige infizierte Menschen, die derzeit mit schwerem Krankheitsverlauf auf Intensivstationen liegen, zeigen eindringlich, wie ernst die Situation für unser Gesundheitswesen ist. Und dass wir alles in unsere Macht Stehende dafür tun müssen, um gerade die besonders gefährdeten vulnerablen Gruppen wie chronisch kranke, pflegebedürftige und ältere Menschen vor dem Virus zu schützen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von höchster Dringlichkeit.“

Update von 12:50 Uhr: Wie das Sozialministerium auf Twitter mitteilt, gibt es den zweiten Todesfall mit Coronavirus in Baden-Württemberg. Laut ersten Informationen handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 80-jährigen Mann aus Kirchheim, der am Donnerstag in einer Klinik gestorben ist. 

Coronavirus in Heidelberg: Werden heute alle Schulen geschlossen?

Update von 12:15 Uhr: Noch sind keine Ergebnisse aus der Sondersitzung des Kabinetts bekannt. Nachdem jedoch immer mehr Bundesländer ihre Schulen und Kitas schließen, wird diese Entscheidung auch in Baden-Württemberg immer wahrscheinlicher. Ab 14 Uhr wollen Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Gesundheitsminister Manne Lucha und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann über die Ergebnisse der Sitzung informieren. 

Update vom 13. März, 10:50 Uhr: Ab 12 Uhr soll in einer Sondersitzung über die Schließung aller Schulen in Baden-Württemberg entschieden werden. Alle Zeichen deuten auf „Coronaferien“ für Schüler und auch Kita-Kinder hin. Am Freitag haben bereits weitere Bundesländer bundesweite Schul-Schließungen beschlossen – darunter das Saarland und Bayern. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 454 Infizierte bestätigt

Update vom 12. März, 20:05 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut mitteilt, ist die Zahl der Covid-19-Erkrankten in Baden-Württemberg auf 454 gestiegen. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten um 119 Personen binnen eines Tages. Am Freitag (13. März) will die baden-württembergische Landesregierung in einer Sondersitzung weitere Maßnahmen beschließen, um das Virus einzudämmen. Dazu könnte auch eine landesweite Schließung von Bildungseinrichtungen gehören. Gegenüber der „Südwest Presse“ und der „Heilbronner Stimme“ sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU): „Durch die dynamische Lageentwicklung können flächendeckende Schul- und Kitaschließungen in Baden-Württemberg nicht mehr ausgeschlossen werden".

Die Landesregierung Baden-Württemberg appeliert unterdessen auch an die jüngere und gesunde Bevölkerung. Da Ältere und kranke Menschen es in dieser schweren Zeit möglichst vermeiden sollten, sich in der Öffentlichkeit aufzuhalten, bräuchten viele Hilfe bei Einkäufen und bei Erledigungen. Schon jetzt haben sich viele engagierte Bürger unter dem Hashtag #NachbarschaftsChallenge organisiert, um ihren Mitbürgern zu helfen und gemeinsam die Krise zu bewältigen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kommen jetzt „Coronaferien“?

Update vom 12. März, 19:18 Uhr: Die Landesregierungen und die Kommunen ergreifen immer härtere Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen und die Ausbreitung zu verlangsamen. Doch der Peak scheint noch nicht erreicht zu sein: Am Donnerstag verstarb die fünfte Person in Deutschland, die an Covid-19 erkrankt war. Die Zahl der Coronavirus-Fälle soll sich in der Bundesrepublik seit gestern außerdem fast verdoppelt haben. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur sollen hierzulande mehr als 2.400 Personen mit dem Coronavirus infiziert sein; davon sollen sich 330 in Baden-Württemberg befinden. Nachdem alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern im Land abgesagt wurden, berät die Landesregierung am morgigen Freitag über noch drastischere Maßnahmen. Unter anderem will sie entscheiden, ob alle Schulen in Baden-Württemberg bis Ostern geschlossen werden und Schüler in die „Coronaferien“ geschickt werden. Die Sondersitzung findet demnach um 12 Uhr am 13. März statt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Heilbronn und Reutlingen verbieten Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen 

Update von 12. März, 15:52 Uhr: In Baden-Württemberg werden in einigen Städten Veranstaltungen ab 200 Personen verboten. Heilbronn und Reutlingen sind damit die ersten Städte in Baden-Württemberg, die eine strengere Regelung als Bund und Land veranlassen. Wie der Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn bekannt gibt, diene diese neue Regelung der Sicherheit der Bürger: „Wir sind uns bewusst, dass diese Regelung einen großen Eingriff in den Alltag der Menschen bedeutet. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen und das hohe medizinische Versorgungsniveau aufrechterhalten zu können, halten wir diese Maßnahme für sachlich gerechtfertigt, angemessen und vertretbar.“ Veranstaltungen mit 100 bis 199 Teilnehmern müssten außerdem beim städtischen Ordnungsamt gemeldet werden, die diese im Einzelfall ebenfalls absagen könnten.

Des Weiteren gibt Innenminister Thomas Strobl (CDU) bekannt, dass 200 Bedienstete der baden-württembergischen Polizei wegen dem Coronavirus nicht im Dienst seien. Akut erkrankt seien zwei Beamte, der Rest sei vorsorglich in Quarantäne. Trotzdem bleibe die Polizei handlungsfähig. Außerdem wurde eine polizeiliche Projektgruppe gebildet, die daran arbeite, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung trotz der Corona-Pandemie gewährleistet bleibt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Erster Todesfall nach Covid19

Update von 12 Uhr: Die Gesundheitsbehörden bestätigen den ersten Todesfall mit Coronavirus in Baden-Württemberg. Es handelt es sich um den 67-jährigen Ehemann einer mit dem Coronavirus infizierten Frau. Nach Angaben des Sozialministeriums verstarb der Mann vor wenigen Tagen zu Hause im Rems-Murr-Kreis. Er wurde erst nach seinem Tod positiv auf das Coronavirus getestet. Der 67-Jährige kehrte Ende Februar aus dem afrikanischen Kongo zurück. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 454 Fälle – so soll die Ausbreitung gestoppt werden

Erstmeldung vom 12. März, 10 Uhr: Am Mittwoch meldet das baden-württembergische Gesundheitsministerium einen Anstieg der Coronavirus-Fälle im Bundesland auf 335. Seit dem 1. bestätigten Fall in Baden-Württemberg am 25. Februar ist die Zahl der Infizierten im Bundesland drastisch gestiegen. Das Land zieht nun Konsequenzen, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verhindern – unter anderem wurden alle Großveranstaltungen verboten. Die aktuellen Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg und alle Infos zu Symptomen, Ansteckung und Quarantäne: 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zahl der Fälle steigt täglich

Am 25. Februar wurde der 1. Fall des Coronavirus in Göppingen gemeldet. Seitdem steigt die Zahl der Infizierten täglich. In nahezu jedem Landkreis und jeder Stadt in Baden-Württemberg gibt es mittlerweile Coronavirus-Fälle. Das Sozialministerium gibt jeden Tag eine Übersicht über die Ausbreitung der Krankheit im Bundesland: 

Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (Stand 11. März, 21 Uhr)

Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Regierungspräsidium Stuttgart außerdem eine Hotline eingerichtet, die vom Landesgesundheitsamt fachlich unterstützt wird. Die Nummer erreicht man täglich zwischen 9 und 18 Uhr unter ☎ 0711 904-39555. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Ausbreitung im Überblick

Stadt/Landkreis

Fälle

Alb-Donau-Kreis

6

Baden-Baden (Stadtkreis)

3

Biberach

4

Böblingen

4

Bodenseekreis

4

Breisgau-Hochschwarzwald

18

Calw

12

Emmendingen

16

Enzkreis

3

Esslingen

47

Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)

18

Freudenstadt

2

Göppingen

3

Heidelberg (Stadtkreis)

2

Heidenheim

8

Heilbronn

32

Heilbronn (Stadtkreis)

1

Hohenlohekreis

8

Karlsruhe

16

Karlsruhe (Stadtkreis)

8

Konstanz

2

Lörrach

4

Ludwigsburg

18

Main-Tauber-Kreis

24

Mannheim (Stadtkreis)

12

Neckar-Odenwald-Kreis

2

Ortenaukreis

13

Ostalbkreis

7

Pforzheim (Stadtkreis)

4

Rastatt

11

Ravensburg

5

Rems-Murr-Kreis

5

Reutlingen

7

Rhein-Neckar-Kreis

28

Rottweil

1

Schwäbisch Hall

15

Schwarzwald-Baar-Kreis

2

Sigmaringen

4

Stuttgart

35

Tübingen

9

Tuttlingen

Ulm (Stadtkreis)

5

Waldshut

Zollernalbkreis

21

insgesamt

454

(Stand: 12. März, 20 Uhr)

Coronavirus in Baden-Württemberg: Land erlässt Verbot von Großveranstaltungen

Am Mittwoch hat das Land eine weitere Maßnahme zur weiteren Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg ergriffen: Alle Großveranstaltungen wurden verboten. „Bei der Durchführung von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden/Zuschauern sind keine effektiven Schutzmaßnahmen gegen eine nicht mehr kontrollierbare Ausbreitung des Infektionsgeschehens möglich. Deshalb muss eine solche Veranstaltung abgesagt werden bzw. ist die Durchführung der Veranstaltung ohne Zuschauer notwendig“, heißt es in dem Erlass, den das Sozialministerium an die Gesundheitsämter herausgegeben hat. Das Verbot von Großveranstaltungen gelte demnach ab sofort und sei nicht befristet.

Das Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen wird wieder abgebaut. 

Bereits im Vorfeld wurden wegen des Coronavirus zahlreiche Messen und Veranstaltungen abgesagt. Nach dem Erlass des Landes wurde nun zum Beispiel auch das Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart abgesagt sowie alle Veranstaltungen in Porsche-Arena und Schleyerhalle.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Symptome und Ansteckung – so kann man sich schützen

Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch hauptsächlich über die Tröpfcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) kann man sich über die Schleimhäute der Atemwege aber auch indirekt über die Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, anstecken. Wie bei der Grippe oder anderen Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des Coronavirus

Zur Zeit geht man davon aus, dass die Inkubationszeit des Coronavirus bis zu 14 Tage betragen kann, im Durchschnitt beträgt sie laut WHO 5 bis 6 Tage. Eine Infektion mit dem Coronavirus führt zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten und Abgeschlagenheit. In China litten einige Patienten auch an Atemproblemen, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Einige Coronavirus-Patienten litten auch an Übelkeit, einer verstopften Nase und Durchfall.   

Coronavirus: Was mache ich, wenn ich Symptome habe?

Das Sozialministerium Baden-Württemberg empfiehlt Menschen, die innerhalb von 14 Tage nach der Einreise aus einem Risikogebiet Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln:

  • unnötige Kontakte vermeiden
  • nach Möglichkeit zu Hause bleiben
  • beim Husten und Niesen Abstand zu anderen halten, Armbeuge vor Mund und Nase halten und Taschentuch benutzen
  • regelmäßig Hände mit Wasser und Seife waschen
  • Berühren von Augen, Nase und Mund vermeiden
  • nach telefonischer Anmeldung (unter Hinweis auf die Reise) einen Arzt aufsuchen.

Zu den Coronavirus-Risikogebieten zählen aktuell Italien, Iran sowie Teile von China (Provinz Hubei), Südkorea (Provinz Gyeongsangbuk-do) und Frankreich (Region Grand Est). Zu den besonders betroffenen Gebieten in Deutschland zählt der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. 

Coronavirus: Quarantäne-Checkliste – diese Lebensmittel braucht man im Notfall

Seit der Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg kann man in den Supermärkten in der Region ein Phänomen beobachten: haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und selbst Wasser sind in den Supermärkten teilweise ausverkauft. Die Zahl der Hamsterkäufe in den Supermärkten steigt, weil sich immer mehr Menschen in Gefahr sehen, wegen des Coronavirus in Quarantäne abgeschottet zu werden. Als Anhaltspunkt für einen ausreichenden Heimvorrat hat das Bundesamt für Katastrophenschutz und Bevölkerungshilfe eine Checkliste für Lebensmittel und Hygieneartikel veröffentlicht, die man im Fall einer Quarantäne tatsächlich braucht. 

kab/rob

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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