Folgen vom Virus

Forscher machen Schock-Entdeckung: Die meisten Corona-Genesenen tragen diese Schäden davon

Frankfurt – Forscher der Uniklinik haben in einer Studie nachweisen können, dass viele Corona-Genesene Folgeschäden erleiden. Dabei muss die Krankheit nicht zwingend schwer verlaufen:

  • Corona-Studie: Forscher der Uniklinik Frankfurt haben Corona-Genese untersucht.
  • Dabei haben sie festgestellt, dass ein Großteil an Herzschäden leidet.
  • Auch Patienten mit einem leichten Verlauf sind davon betroffen.

Seit März bestimmt das Coronavirus unser Leben. Innerhalb dieser fünf Monate haben sich in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut über 206.000 Menschen mit Covid-19 infiziert (Stand: 29. Juli). In den meisten Fällen verläuft die Krankheit mit milden oder gar keine Symptome. Zu den Corona-Symptomen zählen unter anderem Fieber, Husten, Müdigkeit, Bindehautentzündung, Durchfall, Kopf- Glieder- und Halsschmerzen.

Doch die Menschen, die nur einen leichten Krankheitsverlauf wegen Corona durchmachen müssen, erleiden jedoch dennoch Schäden – und zwar am Herzen. Das finden nun Forscher der Uniklinik Frankfurt heraus. Wie BILD berichtet, bleibt ein Großteil der Corona-Genesenen mit einem Herzschaden zurück. 78 Prozent der Probanden haben auch nach einem negativen Corona-Test noch Herz-Auffälligkeiten, heißt es in der von der Uniklinik Frankfurt veröffentlichten Studie.

Frankfurt: Corona-Studie mit beunruhigendem Ergebnis - Großteil der Genesenen haben Herzschäden

Insgesamt 100 Corona-Genese haben bei der Forschung in Frankfurt mitgemacht. Im Durchschnitt sind die Probanden 49 Jahre alt. Bei der Studie stellt sich heraus, dass auch nach einer leichten Corona-Erkrankung Herzschäden zurückbleiben. Nur 33 Prozent der Teilnehmer hatte einen schweren Corona-Verlauf.

Die häufigste Erkrankung Herzmuskelentzündung. Diese ist bei 60 Prozent der Tester festgestellt worden. Symptome einer Herzmuskelerkrankung sind Herzklopfen und Herzstolpern; eventuell Schmerzen im Brustkorb, Herzrhythmusstörungen sowie Anzeichen einer Herzschwäche.

Frankfurt: Herzschäden nach Corona-Krankheit – was bedeutet das?

Doch was haben diese Erkenntnisse für Auswirkungen? „Wir müssen mit einem erheblichen Anstieg der Herzinsuffizienz in wenigen Jahren rechnen.“ Um schwere Entzündungsschäden aufzuhalten, sei eine frühe Diagnose nötig. Bisher könne man aber keine Empfehlungen für eine Behandlung oder das Verhalten von Patienten geben. Generell sollten Menschen nach einer Corona-Infektion jedoch bei Sport ihre möglicherweise geringere Leistungsfähigkeit beachten“, so die Forscher.

Man fordere nun weiter Forschungen. Weitere Studien haben übrigens schon gezeigt, dass eine zweite Corona-Infektion gerade bei Personen, die nur leichte Symptome hatten, möglich sein kann. jol *MANNHEIM24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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