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Corona in RLP: Dreyer für Impfpflicht – „Sind alle mürbe“

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Von: Marten Kopf

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Corona in Rheinland-Pfalz - Die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen der Pandemie in RLP sowie die Regionen mit der höchsten Inzidenz im aktuellen News-Ticker:

Update vom 5. Februar: Eine Diskussion über Lockerungen der Corona-Maßnahmen sollte nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) spätestens bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar geführt werden. Die Menschen müssten die Sicherheit haben, dass es auch wieder Lockerungen gebe, sagte Dreyer der „Rheinischen Post“. Nötig seien kluge Ideen für Erleichterungen. Zunächst solle aber der Höhepunkt der Omikron-Welle abgewartet werden, der voraussichtlich Mitte Februar erreicht sei.

„Dann können wir besser einschätzen, ob die Krankenhäuser das auf ihren Normal- und Intensivstationen schaffen und wie sehr uns Personalausfall durch Infektion und Quarantäne in der kritischen Infrastruktur und in den Betrieben zusetzen werden“, wird Dreyer zitiert. Dreyer sprach sich erneut für eine Impfpflicht aus: „Wir haben leider immer noch eine zu niedrige Impfquote.“ Neue Virusmutationen könnten deshalb Deutschland wieder empfindlich treffen. „Der Großteil der Bevölkerung hält sich an alles und hat immer weniger Verständnis für die Einschränkungen zum Schutz Ungeimpfter. Wir sind alle mürbe. Und da wir die Impfquote, die wir erreichen müssen, nicht erreichen, braucht es die Impfpflicht“, sagte Dreyer dem Bericht zufolge.

Corona in RLP: Omikron-Welle in Kitas – Fast 2.000 Kinder infiziert

Update vom 4. Februar: Nach Informationen des SWR rollt seit Weihnachten eine Omikron-Welle durch die Kindergärten in Rheinland-Pfalz. Das Bildungsministerium des Bundeslands habe bis Ende Januar 1.945 infizierte Kinder gemeldet – was knapp 1,2 Prozent aller Kita-Kinder entspreche. „Wir sind mit allem immer eine Weile hinterher und erkennen zu einem späteren Zeitpunkt, dass es gut ist, dass wir diese Kinder impfen“, erklärt Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin Edith Waldeck und spricht sich für eine Impfung von Kindern unter fünf Jahren aus.

Corona in RLP: Wegen Impfstoff – Mega-Auszeichnung für BioNTech-Gründer

Update vom 3. Februar, 8:47 Uhr: Für ihre besonderen wissenschaftlichen Verdienste bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs werden die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci am heutigen Donnerstag (15:30 Uhr) mit dem Ehrenring der Universitätsmedizin Mainz ausgezeichnet. Es ist die höchste Auszeichnung, die die Einrichtung an ihre Professorinnen und Professoren vergeben kann. Sahin arbeitet zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Biontech-Vorstandschef auch als Professor im Bereich Immunologie an der Unimedizin Mainz. Türeci ist medizinischer Vorstand bei Biontech und Professorin der Universitätsmedizin Mainz im assoziierten Helmholtz-Institut TRON.

Ölzem Türeci und Uğur Şahin
Ölzem Türeci und Uğur Şahin erhalten am 3. Februar 2022 den Ehrenring der Uni Mainz. (Archivfoto) © Federico Gambarini/dpa

Biontech-Mitgründer Christoph Huber soll bei der Feierstunde im Mainzer Staatstheater die Ehrendoktorwürde erhalten. Huber war nach Angaben der Unimedizin dort bis 2009 in leitender Funktion tätig. Der Virologe Ralf Bartenschlager wird ebenfalls mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Bartenschlager hat bis 2002 in Mainz unter anderem an der Ausheilung von Hepatitis C geforscht, derzeit ist er den Angaben zufolge am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg beschäftigt. Türeci und Sahin haben bereits mehrere renommierte Auszeichnungen erhalten. Darunter sind der Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis, der Deutsche Zukunftspreis und der Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz. In der vergangenen Woche wurden beide mit dem Landesverdienstorden Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Kaiserslautern1.408,0
LK Bad-Kreuznach1.366,3
LK Germersheim1.348,8
SK Trier1.308,3
SK Mainz1.275,3

Corona in RLP: Trotz Rekordinzidenz – Belastung der Krankenhäuser steigt nur leicht

Update vom 2. Februar: Die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz hat am Dienstag (1. Februar) erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert-Koch-Institut gibt den Wert (Stand: 2. Februar, 8:30 Uhr) mit 937,9 an. Am Montag lag die Inzidenz noch bei 894,6. Die Gesundheitsämter meldeten für Dienstag 8.797 Neuinfektionen. Aktuell ist nach Angaben des Landesuntersuchungsamts (LUA) bei 94.979 Menschen in Rheinland-Pfalz eine Corona-Infektion nachgewiesen. So viele waren noch nie seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren zur gleichen Zeit infiziert.

Die Belastung der Krankenhäuser nimmt allerdings kaum zu. Die Hospitalisierungsinzidenz – also die Krankenhausaufnahmen einer Woche je 100.000 Einwohner – erhöhte sich laut LUA im Vergleich zu Montag nur leicht von 4,04 auf 4,13. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Covid-19-Patienten stieg um 7 auf 4.815. Inzwischen haben 13 der 36 Städte und Landkreise eine vierstellige 7-Tage-Inzidenz. Am höchsten ist dieser Wert im Kreis Bad Kreuznach mit 1.433,7. Danach folgen die Landeshauptstadt Mainz (1.367,9) sowie die Kreise Kaiserslautern (1.329,9) und Germersheim (1.324,7). Am niedrigsten war die Inzidenz mit 221,1 im Landkreis Mayen-Koblenz.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Bad Kreuznach1.433,7
SK Mainz1.367,9
LK Kaiserslautern1.329,9
LK Germersheim1.324,7
SK Trier1.288,5

Corona in RLP: Neue Quarantäne-Regeln für Schüler – Was Eltern jetzt wissen müssen

Update vom 1. Februar: Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen in Rheinland-Pfalz sollen die regelmäßigen Tests an Schulen ausgeweitet werden. Und auch in Kitas wird verstärkt getestet. Das neue Programm ist Teil der seit Montag geltenden Corona-Verordnung des Landes. In der rheinland-pfälzischen Corona-Politik hat es nach den jüngsten Bund-Länder-Beratungen zwar keinen grundlegenden Kurswechsel gegeben, aber ein paar Regeln ändern sich dennoch, zum Beispiel für Schüler. Es geht um die Quarantäne-Maßnahmen:

„Wenn bei einem Schüler oder einer Schülerin eine Infektion angezeigt wird und auch ein zweiter Test positiv ist, wird eine zehntägige Selbstisolation angeordnet. Diese kann nach sieben Tagen mit einem negativen Test beendet werden. Grundsätzlich wird die Absonderung aber auf die von einer Infektion betroffenen Schüler und Lehrkräfte beschränkt. Die bisherigen Quarantäneregelungen für die direkten Sitznachbarn entfallen. In Kitas ist bei einem Infektionsfall zunächst die Absonderung für alle unmittelbaren Kontaktpersonen vorgesehen. Bei einem negativen Bürgertest und wenn es keine Symptome einer Erkrankung gibt, können Eltern ihr Kind am nächsten Tag wieder in die Kita bringen.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Bad Kreuznach1.433,7
LK Kaiserslautern1.329,9
SK Mainz1.267,0
SK Trier1.288,5
SK Kaiserslautern1.282,3

Corona in RLP: Neue Regel für die Kontaktverfolgung – hier müssen keine Daten erfasst werden

Update vom 31. Januar: Ab Montag müssen Gastronomen in Rheinland-Pfalz nicht mehr die Kontaktdaten ihrer Gäste erfassen – das gilt auch für andere Bereiche. Die Regierung hat am Freitag eine neue Corona-Veordnung veröffentlicht, in der diese neue Regelung aufgelistet wird. Auch Friseure und Fitnessstudio-Betreiber sind davon betroffen. Wie der SWR berichtet, können die Gesundheitsämter aufgrund der Omikron-Welle die Kontaktnachverfolgung stemmen. Ab sofort müssen nur noch Kontaktpersonen von Infizierten von Krankenhäusern und Altenheimen kontaktiert werden.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 4 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Altenkirchen781,6
LK Südwestpfalz727,0
SK Frankenthal703,6
LK Donnersbergkreis688,4

Corona in RLP: Neue Regeln in Schulen und Kitas – das gilt ab morgen

Update vom 30. Januar: Ab Montag (31. Januar) gelten in Rheinland-Pfalz neue Corona-Regeln an Schulen und Kitas. Die Anzahl der Tests, die die Schüler machen müssen, erhöht sich dann von zwei auf drei pro Woche. Fällt ein Test bei Schülern, Lehrern oder sonstigem Personal positiv aus, müssen sich diese Personen in Absonderung begeben und einen Antigen- oder PCR-Test machen. Ist dieser negativ, entfällt die Quarantäne-Pflicht – ist er positiv gelten die entsprechenden Regeln zur Absonderung.

Ab Montag entfallen in Rheinland-Pfalz außerdem die Quarantäneregeln für die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn. Es müssen sich dann wieder ausschließlich mit Corona infizierte Personen in Isolation begeben. „Unsere Schulen haben ein sehr hohes Schutzniveau, zusätzlich dazu haben wir eine sehr hohe Impfquote an unseren Schulen. Gleichzeitig mussten viel zu viele gesunde Schülerinnen und Schüler zuhause bleiben. Deshalb müssen sich – so wie in der Vergangenheit und wie in der überwiegenden Zahl der anderen Länder auch – künftig wieder ausschließlich infizierte Personen absondern“, erklärte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig zu den neuen Corona-Regeln an Schulen und Kitas.

Corona in Rheinland-Pfalz: In diesen Städten ist die Inzidenz vierstellig!

Update vom 29. Januar: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz ist leicht gesunken. Am Samstag ermittelte das Landesuntersuchungsamt 850,1 Infektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche. Am Freitag waren es 888,1. Innerhalb der letzten 24 Stunden ist keine weitere Person im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Gesundheitsämter des Landes erfassten 1.838 Neuinfektionen binnen eines Tages (Stand 11.10 Uhr).

Aktuell ist den Angaben zufolge bei 83.879 Menschen in Rheinland-Pfalz eine Corona-Infektion nachgewiesen. Die Belastung der Krankenhäuser veränderte sich kaum. Die Hospitalisierungsinzidenz - die Krankenhausaufnahmen einer Woche je 100.000 Einwohner - sank von 4,5 am Freitag auf 4,47. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Covid-19-Patienten blieb bei 4.801.

Zurzeit haben acht Städte und Landkreise eine vierstellige Sieben-Tage-Inzidenz. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gab es am Samstag im Kreis Bad Kreuznach mit 1379,6. Danach folgten die Stadt Kaiserslautern (1281,3), die Stadt Trier (1239,7) und die Landeshauptstadt Mainz (1186,9). Am niedrigsten war die Inzidenz mit 230 im Kreis Mayen-Koblenz.

Corona in RLP: Wegen Omikron – „Müssen Pandemie neu denken“

Update vom 28. Januar: In der Diskussion über den Umgang mit der Omikron-Welle spricht sich der Leiter des Covid-19- Registers in Rheinland-Pfalz für einen stärkeren Fokus auf die Auslastung der Normalstationen statt nur der Intensivstationen aus. „Wir müssen die Pandemie neu denken – dazu zwingt uns die Omikron-Variante“, sagte Anselm Gitt vom Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen am Donnerstag (27. Januar) gegenüber der „Rhein-Zeitung“. Die Fokussierung allein auf die Intensivmedizin und deren Kapazitäten sei zu kurz gegriffen. „Wenn wir derzeit sechsmal so viele Patienten auf Normalstationen liegen haben, dann ist deren Auslastung mindestens ein ebenso wichtiger Indikator dafür, wie belastet unser Gesundheitssystem ist“, so Gitt.

In Rheinland-Pfalz liegen ihm zufolge aktuell 498 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern, von denen 424 auf Normal- und 74 auf Intensivstationen behandelt werden. „Sollte es zutreffen, dass Omikron zu weniger Patienten auf den Intensivstationen und mehr auf den Normalstationen führt, dann gibt es eine große Gefahr“, betonte Gitt. „Weil wir so auf die Intensivkapazitäten fokussiert sind, liegt es nah, zu früh nach Lockerungen zu rufen. Tatsächlich laufen die Normalstationen aber voll, was die Kliniken ebenso an ihre Belastungsgrenze bringen könnte.“ Die Patientenzahl steige täglich um fünf bis zehn Prozent. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in den Kliniken wieder an die Belastungsgrenze kommen werden. Und ich rede von Krankenhäusern im Allgemeinen und nicht nur von Intensivkapazitäten“. (mko/dpa)

Corona in RLP: Novavax – Schon 6.500 Anmeldungen für Totimpfstoff

Update vom 27. Januar: In Rheinland-Pfalz haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 6.500 Menschen für eine Corona-Impfung mit dem Impfstoff Novavax angemeldet. Über das Impfportal des Landes können sich Interessenten seit Montag für eine Impfung mit diesem Vakzin anmelden, das im Unterschied zu den Entwicklungen von Biontech und Moderna nicht die von Impfskeptikern kritisch betrachtete mRNA-Technologie nutzt.

Mit Novavax könnten „Menschen, die bisher nicht den Weg zur Impfung gefunden haben, ihn jetzt finden“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Dienstag in Mainz. Mit Novavax könnte die Impfquote in Rheinland-Pfalz vielleicht um einen Prozentpunkt steigen. „Jede Impfung hilft.“ „Omikron ist auf dem Vormarsch“, sagte Hoch zu der inzwischen dominierenden Coronavirus-Variante. Möglicherweise müsse mit weiteren Virusveränderungen gerechnet werden, die noch leichter übertragbar seien. Es gebe ein „sehr dynamisches exponentielles Wachstum“ der Infektionszahlen. (dpa/mko)

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Bad Kreuznach1.252,3
SK Mainz1.242,2
SK Kaiserslautern1.040,5
SK Trier1.024,6
LK Bitburg-Prüm1.018,4

Corona in RLP: „Montagsspaziergänge“ – Erneut Dutzende Anzeigen

Update vom 26. Januar: Knapp 10.000 Menschen haben am Montag nach Angaben der Polizei landesweit gegen die Corona-Politik protestiert. Wie das Innenministerium am Dienstag weiter mitteilte, waren nur wenige der rund 100 Versammlungen angemeldet. Damit lagen die Zahlen leicht über denen der Vorwoche. Wiederholt habe ein Teil der Versammelten die Corona- Verhaltensregeln, insbesondere die Maskenpflicht, nur auf wiederholte Aufforderung oder gar nicht befolgt, erklärte das Ministerium.

Bei landesweit mehr als 400 Personenkontrollen wurden den Angaben zufolge rund 50 Straftaten sowie rund 260 Ordnungswidrigkeiten erfasst. Bei den Straftaten handelte es sich um Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie Widerstandshandlungen und Beleidigungen. Bei den begangenen Ordnungswidrigkeiten wurde überwiegend gegen die geltende Corona-Bekämpfungsverordnung sowie gegen die erlassenen Allgemeinverfügungen verstoßen. „Wir hatten landesweit erneut mehr als 1.500 Polizeikräfte im Einsatz und nehmen die Lage weiterhin sehr ernst“, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD). Dieser hohe Kräfteeinsatz, der nun schon über einige Wochen andauere, fordere die Polizei personell sehr stark. Doch die Polizei habe in den vergangenen Wochen immer wieder bewiesen, „dass sie die Innere Sicherheit im Griff hat“. (mko/dpa)

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Mainz1.183,2
LK Bad Kreuznach1.152,8
LK Mainz-Bingen942,2
LK Birkenfeld937,8
LK Bitburg-Prüm904,5

Corona in RLP: „Zäh wie Gummi“ – Impfstart der Apotheken zieht sich

Erstmeldung vom 25. Januar: Der Corona-Impfstart der Apotheker in Rheinland-Pfalz zieht sich. Der stellvertretende Vorsitzende der Kammer, Thomas Christmann, sagte am Montag, er gehöre zwar zu den Apothekern, die inzwischen eine Erlaubnis von der Landesapothekerkammer hätten, aber er habe keinen Impfstoff. Es sei dazu noch unklar, wie er diesen bekommen könne. Auch sei nicht geklärt, wie er Zugang zum Meldeportal der Geimpften des Robert Koch-Instituts erhalten könne. „Es ist so zäh wie Gummi.“ Im Moment herrsche wieder eine Art „Impfflaute“. Die Ärzte bestellten auch eher kleine Mengen, so der Apotheker aus dem Westerwald. Die Beteiligung der Apotheker sei daher vor allem mittelfristig wichtig.

BundeslandRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
Einwohnerzahl4.098.391 (Stand: 31. Dezember 2020)
MinisterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)

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Die Resonanz der Apotheker auf die Möglichkeit, gegen Corona zu impfen, sei sehr unterschiedlich, sagte Kammergeschäftsführer Tilman Scheinert. Die einen wie Christmann fragten, wann es endlich losgehen könne. Andere wollten grundsätzlich eher nicht und sagten: „Wenn ich impfen wollte, wäre ich Arzt geworden.“ Eine dritte Gruppe wisse nicht, wie sie dies umsetzen solle, etwa weil Räume oder Fachpersonal fehlten. Anfang Februar sollen nach Darstellung der Landesapothekenkammer aber die ersten Praxisschulungen für Apotheker beginnen, die Corona-Schutzimpfungen anbieten wollen. Mit den zurzeit geplanten Online-Seminaren können 100 bis 200 Teilnehmer geschult werden. Zusammen mit den rund 100 Apothekern, die bereits im Modellprojekt Grippeschutzimpfung geschult worden seien, stünden damit 300 impfbereite Kollegen bereit. (mko/dpa)

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
SK Mainz1.155,1
LK Bad Kreuznach1.052,6
SK Kaiserslautern1.023,5
LK Bitburg-Prüm899,5
LK Mainz-Bingen876,5

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