Alle Infos im Ticker

Corona in Rheinland-Pfalz: Jetzt über 47.000 Infizierte – erste Stadt verhängt Ausgangssperre

Corona in Rheinland-Pfalz: Wie sehen die Infektionszahlen im Bundesland aus? Wo befinden sich die Hotspots? Alle Entwicklungen im News-Ticker:

Update vom 3. Dezember: In Rheinland-Pfalz haben sich seit Beginn der Coronavirus-Pandemie insgesamt 47.108 Menschen mit dem SARS-CoV-2-Erreger angesteckt. Das sind 1.047 mehr als noch am Tag zuvor. 17.199 Corona-Fälle gelten derzeit noch als aktiv, 29.301 Personen gelten als genesen. 2.493 Patienten mussten stationär in Krankenhäusern behandelt werden. In den vergangenen 24 Stunden wurden dem Landesgesundheitsministerium 16 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet. Somit sind bislang in Rheinland-Pfalz 608 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Im Nachbarbundesland Baden-Württemberg greift die Landesregierung unterdessen durch. Aufgrund anhaltend hoher Infektionszahlen dürfen die Menschen in sogenannten Hotspot-Gebieten aktuell nachts das Haus nur noch aus bestimmten Gründen verlassen. Die Landesregierung hat sich am Donnerstag (3. Dezember) auf eine nächtliche Ausgangssperre für Kreise geeinigt, bei denen die 7-Tage-Inzidenz über einem Wert von 200 liegt. Am Abend melden auch die ersten rheinland-pfälzische Städte diesen Schritt: In Ludwigshafen soll die nächtliche Ausgangssperre ab Samstag gelten. Und auch Speyer hat bereits Ausgangsbeschränkungen verkündet.

Corona in Rheinland-Pfalz: Die aktuellen Fallzahlen

Update vom 2. Dezember: Die Fallzahlen zum Coronavirus in Rheinland-Pfalz im Überblick: Seit Beginn der Pandemie gab es 46.061 Corona-Infektionen - das sind 921 mehr als am Vortag (45.140). 16.834 Menschen in Rheinland-Pfalz sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. 2.458 Personen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht, 592 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben (Vortag: 572). 28.635 Menschen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 120,4.

Update vom 1. Dezember, 15:30 Uhr: Seit Beginn der Pandemie gibt es 45.140 Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz - das sind 795 mehr als am Vortag. 16.430 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. 2.422 Personen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht, 572 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. 28.138 Menschen gelten als genesen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alle aktuellen Corona-Maßnahmen im Überblick

Update vom 1. Dezember: In Rheinland-Pfalz gelten wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen ab dem heutigen Dienstag (1. Dezember) erneut strengere Regeln, die die Pandemie eindämmen sollen. Andere Verbote werden verlängert. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 20. Dezember. Über die Weihnachtstage und zwischen den Jahren ist dann eine vorübergehende Lockerung vorgesehen.

Alle neuen Regeln im Kampf gegen das Coronavirus im Überblick:

  • Kontaktbeschränkung: Private Zusammenkünfte, die in der eigenen Wohnung oder anderen eigenen geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden, sollen auf die Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands bis zu einer
    Gruppengröße von maximal fünf Personen beschränkt werden. Deren Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet.
  • Maskenpflicht: Es gilt eine erweiterte Maskenpflicht. Sie besteht auch im Freien an allen Orten, an denen sich Menschen „entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend begegnen“. Nähere Einzelheiten dazu sollen die jeweiligen Kommunen anordnen. Es gibt mehrere Ausnahmen von der Maskenpflicht, beispielsweise für Kinder unter sechs Jahren oder Kranke mit Attest oder im Umgang mit Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung. Die Maskenpflicht gilt auch am Arbeitsplatz, wenn dort kein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann.
  • Einkaufen: In Läden bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche darf höchstens eine Person je 10 Quadratmetern Fläche Zutritt bekommen. Bei größeren Geschäften mit über 800 Quadratmetern darf höchstens eine Person je 20 Quadratmeter eingelassen werden.
  • Gastronomie, Hotels und Kultur: Hotels, Gaststätten sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Zoos, Theater, Museen und Kinos bleiben geschlossen. Der Verkauf von Speisen zum Mitnehmen bleibt der Gastronomie weiterhin erlaubt, ein Ausschank alkoholischer Getränke ist hingegen nicht gestattet.
  • Alten- und Pflegeheime: In Alten- und Pflegeheimen werden die Besucherregeln verschärft. Vom 1. bis 21. Dezember darf nur noch ein Besucher pro Tag den Bewohner eines Pflegeheims besuchen. Zwei Besucher pro Tag sind nur noch dann
    erlaubt, wenn sie aus demselben Haushalt kommen. Die Besucher müssen während des Besuches zudem die ganze Zeit eine FFP2-Maske tragen. Die FFP2-Maskenpflicht gilt laut Gesundheitsministerium zunächst bis zum 31. Dezember, da in der Weihnachtszeit mit mehr Besuchern zu rechnen sei. Bei allen Mitarbeitern - auch im nicht-pflegerischen Bereich - soll einmal pro Woche ein sogenannter Schnelltest vorgenommen werden. Wenn sich die Einrichtung im Einzugsgebiet eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt befindet, deren Infektions-Inzidenz über dem Landesdurchschnitt liegt, soll es zwei Tests pro Woche geben.
  • Schulen: In allen weiterführenden Schulen muss auch im Unterricht ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das Land hält am Präsenzunterricht als erstes Mittel der Wahl fest. Für besondere Situationen kann aber auch ein Wechselunterricht zugelassen werden. Falls aus Gründen des Infektionsschutzes eine großräumige Schließung von Schulen erforderlich ist, soll eine Notbetreuung eingerichtet werden.
  • Sport: Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport in Mannschaftssportarten und im Kontaktsport sind untersagt. Einzelsportarten sind auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen nur im Freien und nur alleine, zu zweit oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, erlaubt. Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Rehabilitationssport und Funktionstraining sind unter bestimmten Auflagen gestattet.
  • Weihnachten und Silvester: Mitte Dezember soll über eine neue Corona-Verordnung mit konkreten Regeln für die Zeit über die Weihnachtsfeiertage bis nach Silvester entschieden werde. Geplant ist, vom 23. Dezember bis zum 1. Januar
    Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis zu zehn Personen zu erlauben. Auch dabei sollen Kinder bis 14 Jahre nicht mitzählen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Über 25.000 aktive Fälle

Update vom 30. November: In Rheinland-Pfalz gibt es 755 neue Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 43.590 an. 16.247 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. 2.367 Personen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht, 546 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. 27.552 Menschen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 120.

Update vom 29. November: Seit Beginn der Pandemie gibt es 43.590 Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz - das sind 580 mehr als am Vortag. 16.550 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. 2.330 Personen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht, 517 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. 26.523 Menschen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 117,6.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft

Update vom 28. November: Seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es 43.010 Infektionen in Rheinland-Pfalz - das sind 365 mehr als am Vortag. 16.783 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. 2.307 Personen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht (Vortag: 2.290), 515 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. 25.712 Menschen gelten als genesen.

In der Aufnahmeeinrichtung für Flücxhtlinge in Hermeskeil sind mittlerweile 80 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sagt ein Polizeisprecher am Samstag. Bereits in der zurückliegenden Woche war die Einrichtung wegen des Corona-Ausbruchs unter Quarantäne gestellt worden. So galten am Montag 59 Menschen als infiziert. Nach erneuten Testungen habe sich nun gezeigt, dass die Zahl der Infizierten weiter gestiegen sei. Betroffene und ihre Kontaktpersonen werden demnach in den
Quarantänebereich der Einrichtung verlegt. Insgesamt leben aktuell 680 Frauen und Männer in der Einrichtung im Kreis Trier-Saarburg. Sie dürfen die Unterkunft vorerst nicht verlassen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahl der Infizierten steigt an – Stand von Freitag

Update vom 27. November, 15 Uhr: In Rheinland-Pfalz gibt es 988 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf insgesamt 42.645 an. Aktuell gibt es noch 17.275 aktive Fälle, wie das Landesuntersuchungsamt am Freitag berichtet. 2.290 Personen wurden seit Beginn der Pandemie ins Krankenhaus gebracht (Vortag: 2.249), 508 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. 24.862 Menschen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt langsam auf 124,8 ab.

Update vom 26. November, 15:10 Uhr: Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben am Donnerstag 836 neue Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie vor neun Monaten 41.657 Infektionen registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Covid-19 starben, steigt weiter deutlich an – innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der Todesfälle um 26 auf 491. Aktuell sind nach Angaben der Behörde 16.966 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.  Die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen, lag am Donnerstag landesweit bei 128,2 und damit geringfügig unter dem Wert der Vorwoche (130,8).

Corona in Rheinland-Pfalz: Teil-Lockdown wird verlängert - Keine Partys bis Januar

Die Menschen in Rheinland-Pfalz müssen sich auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns und noch striktere Kontaktbeschränkungen einstellen. Restaurants, Sportstätten sowie  Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben bis zum 20. Dezember geschlossen. Bund und Länder gingen davon aus, dass etwa bei Gastronomie und Hotels bis Anfang Januar „umfassende Beschränkungen“ erforderlich seien, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer gemeinsamen Schalte mit den Länder Chefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend in Mainz.  „Die Trendwende ist mit den Maßnahmen leider noch nicht gelungen“, sagte Dreyer über den Teil-Lockdown. Es sei entscheidend, im Regelfall wieder in die Nähe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen zu kommen. 40 Prozent der Kontakte seien zwar reduziert worden, das reiche aber noch nicht. Bis Januar müsse gelten: „Keine Partys“ und noch weniger Kontakte als derzeit.

Corona in Rheinland-Pfalz: Kabinett berät am Freitag über neue Corona-Verordnung 

Update vom 26. November, 6:45: Nach stundenlanger Konferenz steht am Mittwochabend der Fahrplan für Dezember und die Feiertage. Unter anderem wird der „Lockdown-Light“ bis zum 20. Dezember verlängert, für Weihnachten gelten gelockerte Kontaktbeschränkungen und an Silvester gilt ein Feuerwerkverbot auf belebten Plätzen und Straßen. Die neue Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz soll zum 1. Dezember in Kraft treten. Der Ministerrat wird am Freitag zusammenkommen, um die Maßnahmen zu beschließen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Zuvor werden die einzelnen Regelungen in den Ressorts und mit den Kommunen abgestimmt. Es ist dann die mittlerweile 13. Corona-Bekämpfungsverordnung. Die aktuell noch gültige Verordnung Nummer zwölf läuft am 30. November aus.

Corona in Rheinland-Pfalz: Diese Hotspots treiben die Zahlen in die Höhe

Update vom 25. November: Seit 14 Uhr beraten sich Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Länderchefs in einer Videokonferenz über die Maßnahmen im Corona-Winter. Ministerpräsidentin Malu Dreyer will im Anschluss an das Corona-Treffen über die Ergebnisse informieren. Dreyer hatte sich bereits im Vorfeld für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Über die Entwicklungen während des Corona-Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel berichten wir im Live-Ticker.

Unterdessen haben die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz am Mittwoch 878 neue Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 40.821 Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Menschen, die mit oder an Covid-19 starben, steigt weiter deutlich an – innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der Todesfälle um 13 auf 465. Aktuell sind nach Angaben der Behörde 16.745 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.  Die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen, lag am Mittwoch landesweit bei 131,2 und damit geringfügig unter dem Wert der Vorwoche (134,7). Das sind aktuell die Hotspots in Rheinland-Pfalz:

  • Speyer: Inzidenzwert 365,9
  • Mainz: Inzidenzwert 226,5
  • Worms: Inzidenzwert 185,5
  • Ludwigshafen: Inzidenzwert 184,6

Corona in Rheinland-Pfalz: Vier Hotspots treiben die Zahlen in die Höhe

Update vom 24. November: Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben am Dienstag 693 neue Corona-Infektionen gemeldet. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie vor neun Monaten 39.943 Infektionen registriert, wie das Landesuntersuchungsamt am Dienstag mitteilte. Einen deutlichen Anstieg gab es bei der Zahl der Menschen, die mit oder an Covid-19 starben – innerhalb eines Tages kletterte die Zahl der Todesfälle um 18 auf 452.

Aktuell sind nach Angaben der Behörde 16.439 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert - als genesen gelten 23.052 Menschen. Binnen 24 Stunden wurden 30 Infizierte ins Krankenhaus gebracht. Aktuell werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Mainz 749 Covid-Patienten stationär behandelt. Von diesen sind 178 auf einer Intensivstation, und 137 müssen beatmet werden. Die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen, lag am Montag landesweit bei 134,3 und damit etwas unter dem Wert der Vorwoche (139,7).

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die Hotspots im Bundesland

Einen besonders steilen Anstieg der Corona-Infektionen verzeichnet in dieser Woche die Stadt Speyer: Dort wurde am Dienstag eine Inzidenz von 360,0 registriert, nach 284,8 am Vortag. Als Ursachen gelten unter anderem Infektionen in einem Altenpflegeheim und in der Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber. Der pfälzischen Stadt folgen drei weitere Städte am Rhein: Mainz (220,5), Ludwigshafen (193,9) und Worms (190,3). Am niedrigsten ist die Inzidenz in Pirmasens mit 62,1.

Corona in Rheinland-Pfalz: Weihnachten und Silvester mit 10 Gästen? Das sagt Malu Dreyer

Update vom 23. November: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich vor den Bund-Länder Beratungen am Mittwoch für Lockerungen von Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Silvester ausgesprochen. Im Gespräch mit „SWR Aktuell Rheinland-Pfalz“ sagte sie am Montagabend, man solle auch an die denken, die über Weihnachten und Silvester im Schichtdienst arbeiteten und keine Möglichkeit hätten, genau an den Feiertagen ihre Angehörigen und Freunde zu treffen.  „Deshalb finde ich, man sollte an Weihnachten bis Silvester oder bis ins neue Jahr tatsächlich die Kontaktbeschränkungen etwas lockern. Unser Vorschlag ist ein Haushalt plus haushaltsfremde Menschen bis 10 Personen, wobei Kinder natürlich nicht mitgezählt werden, denn man kann nicht sagen, ein bis 14-jähriges Kind bleibt zuhause, weil die Anzahl übersprungen ist“, so Dreyer. Das wäre „eine gute Regelung für Weihnachten und Silvester“

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich an diesem Mittwoch erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) per Videoschalte beraten und dann ein Konzept für den Dezember und den Jahreswechsel beschließen. Zur Diskussion um ein Böllerverbot an Silvester betonte die Ministerpräsidentin, sie wolle das Böllern mit der Familie oder mit Freunden vor der eigenen Haustür nicht grundsätzlich verbieten. Vielmehr gehe es darum, große Menschenmengen zum Abfeuern von Silvesterfeuerwerk zu verhindern.

Corona in Rheinland-Pfalz: Kontaktbeschränkung zu Weihnachten? Malu Dreyer spricht Klartext

Update vom 22. November: Gleich mehrfach schalten sich am Wochenende die Staatskanzleichefs der Länder zu unterschiedlichen Runden zusammen, um über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. Am Montag wollen ihre Chefs die Vorlage der Länder für die Beratungen am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) festzurren - damit es nicht wieder so konfliktträchtig abläuft wie in der Vorwoche. Schon jetzt zeichnet sich ab: Eine Verlängerung des Teil-Lockdowns um zwei bis drei Wochen ist sehr wahrscheinlich. Bundes- und etliche Landespolitiker sehen keinen anderen Weg, Christdemokraten ebenso wie Sozialdemokraten.

„Wir sind uns einig, dass schon viel erreicht wurde, aber nicht genug. Zwar konnte das exponentielle Wachstum ausgebremst werden, aber die Infektionszahlen sind weiterhin zu hoch“, sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Vor diesem Hintergrund ist es aktuell nicht vorstellbar, dass wir die zuvor beschlossenen Maßnahmen nun schon aufheben können“, betont der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.

„Wie lange wir verlängern müssen und wie genau wir das ausgestalten, wird gerade untereinander besprochen. Wir sind auf einem guten Weg, so dass wir bis Mittwoch eine Beschlussvorlage erarbeitet haben, über die Bund und Länder dann noch einmal gemeinsam beraten.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer äußert sich zu Weihnachtsfest

Einig sind sich „Bild“ zufolge die Unionsländer, dass Kontaktbeschränkungen zumindest über die Weihnachtsfeiertage gelockert werden sollten. Auch die SPD-regierten Länder wollen laut „Bild am Sonntag“ Lockerungen für die Festtage. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte der Zeitung: „Weihnachten und Silvester sollen die Menschen ihre Liebsten
treffen können.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht im rheinland-pfälzischen Landtag mit Abgeordneten.

Zuvor hatte Kanzleramtschef Helge Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag) gesagt: „Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die Großeltern an Weihnachten nicht mitfeiern.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die größten Hotspots

Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben am Sonntag 723 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie stieg auf 38.284 (Stand: 11.10 Uhr), wie das Landesuntersuchungsamt mitteilte. Die Zahl der Todesfälle von infizierten Menschen stieg um 4 auf 420. Aktuell sind nach Angaben der Behörde 16.279 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Als genesen gelten 21.585 Bürger.

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wurden in Rheinland-Pfalz 151 Corona-Patienten in Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt (Stand Samstag, 12:15 Uhr). Das entsprach 17 Prozent der belegten Intensivbetten. 83 Patienten mussten beatmet werden.

Bis auf die Städte Zweibrücken und Pirmasens lagen am Sonntag alle Kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz oberhalb der als kritisch geltenden Schwelle von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am höchsten war dieser Wert in Mainz mit 252,1. Danach folgen die Stadt Speyer mit 235,4 und der Landkreis Germersheim mit 189,9.

Corona in Rheinland-Pfalz: Trotz Demoverbots - Menschen treffen sich zu Protestaktionen

Erstmeldung vom 21. November: Trotz eines Demonstrationsverbots haben sich am Samstag mehr als 100 Menschen in Kaiserslautern und Ramstein-Miesenbach versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. „Wir haben Personen im Stadtgebiet Kaiserslautern festgestellt und klären diese auf“, teilt eine Sprecherin am Samstagmittag mit. „Wir rechnen damit, dass noch Leute hinzukommen.“ Die Polizei spricht Platzverweise aus und ruft die Menschen auch über Twitter auf, nicht anzureisen. Wie viele Teilnehmer tatsächlich angereist sind, kann sie nicht sagen. Bis zum Nachmittag bleibt es weitgehend friedlich.

„Die Personen sind dann nach Ramstein Miesbach, haben sich dort auf dem Marktplatz versammelt und wollten eine Spontanversammlung durchführen“, sagt eine Sprecherin der Polizei am Nachmittag. Es hätten sich „annähernd hundert“ Menschen auf dem Marktplatz eingefunden.

Die Spontanversammlung sei von der Versammlungsbehörde aber ebenfalls untersagt worden. Die Polizei fordert die Teilnehmer auf, den Platz zu verlassen. Die Versammlungsbehörde hat zuvor die für Samstag angekündigte Demonstration des Vereins „Querdenken KL“ untersagt.

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahl der Todesfälle steigt

In Rheinland-Pfalz sind binnen eines knappen Tages 455 neue Corona-Infektionen gezählt worden. Die Zahl der Todesfälle von infizierten Menschen steigerte sich um 5 auf 416, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilt (Stand 11.10 Uhr). Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie in Deutschland Ende Februar steigt somit auf 37.561.

Aktuell sind 16.220 Menschen in Rheinland-Pfalz mit dem hochansteckenden Coronavirus infiziert. Als genesen gelten 20.925 Bürger. „Aufgrund des Wochenendes wurden nicht von allen Gesundheitsämtern Zahlen gemeldet“, ergänzt das Ministerium. Die sogenannte Inzidenz von Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen liegt am Samstag in zwei Städten über 200: in Speyer (221,5) und in der Landeshauptstadt Mainz (220,5).

Den wichtigen Inzidenz-Schwellenwert von 50 unterschritt von den 36 Kommunen des Landes nur die Stadt Pirmasens (49,7). (dpa/kp)

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

Kommentare