Johnson & Johnson

Corona in Rheinland-Pfalz: Impfaktion in Ludwigshafen und Worms vor Start

Ludwigshafen: Die Inzidenz in der Chemiestadt steigt trotz strikter Anti-Corona-Maßnahmen rasant an (Symbolbild).
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Ludwigshafen: Die Inzidenz in der Chemiestadt steigt trotz strikter Anti-Corona-Maßnahmen rasant an (Symbolbild).

Rheinland-Pfalz - Disziplin, Corona-Tests und Impffortschritt: Gesundheitsminister Hoch setzt auf einen schönen Sommer. Dafür startet eine Sonder-Impfaktion in Städten mit hoher 7-Tage-Inzidenz.

Die Impfungen gegen das Coronavirus in Rheinland-Pfalz nehmen an Fahrt auf. „Wir werden aber noch bis weit in die Sommerferien hinein mehr Impfwillige als Impfstoff haben“, sagte Landesgesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Freitag in Mainz. Bis zum Ende des Sommers werde aber jedem Bürger, auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren, aller Voraussicht nach ein Impfangebot gemacht werden können. In den beiden rheinland-pfälzischen Städten mit einer weit überdurchschnittlich hohen 7-Tage-Inzidenz, Ludwigshafen und Worms, werde es Mitte nächster Woche eine Sonder-Impfaktion geben.

Corona in Rheinland-Pfalz: „Johnson & Johnson“ steht zur Verfügung

Bis zu 5.000 Menschen könnten mit Johnson & Johnson geimpft werden, kündigte der neue Landes-Impfkoordinator Daniel Stich mit Blick auf soziale Gerechtigkeit an. Bei diesem Vakzin reicht eine Spritze für den vollständigen Schutz aus. Geimpft werden solle mit Hilfe von Sozialarbeitern und dem Deutschem Roten Kreuz in den Quartieren mit besonders vielen Infektionen. Dies werde in enger Abstimmung mit den beiden Städten organisiert, die auch mit Sozialarbeitern in den Stadtteilen zusammenarbeiten. Nur die Menschen, die in den betreffenden Stadttteilen wohnen, sollen die Impfung auch erhalten. An welchem Tag und wo genau geimpft wird, ist noch unklar. Laut Rheinpfalz-Informationen soll jedoch auch an Fronleichnam am 3. Juni geimpft werden.

Es gebe noch eine große Anzahl, die sehr ungeduldig und vollkommen nachvollziehbar auf ihre Impfung warteten, sagte Stich über den allgemeinen Impffortschritt. Obwohl im Juni rund 1,5 Millionen Dosen erwartet würden, „gibt es immer noch viel mehr Impfwillige, als wir zeitnah bedienen können“.

Von dem Impfstoff gehe etwa ein Drittel an die Impfzentren und zwei Drittel an die niedergelassenen Mediziner und die Betriebsärzte.

Corona in Rheinland-Pfalz: Viele Menschen warten immer noch auf einen Termin

Im Impfpool warteten noch immer rund 410.000 Menschen der Prio-Gruppe 3 auf einen Termin. Dazu kämen 570 aus Gruppe 1 und etwa 3.500 aus Gruppe 2. Drei Viertel der über 60-Jährigen hätten inzwischen zumindest ihre erste Impfung erhalten - noch mehr als 24.000 seien aber im Wartepool.

„Wer sich bis zum 7. Juni in seiner Prio-Gruppe angemldet hat, wird auch nach dem 7. Juni prioritär geimpft“, sagte Hoch. Danach gehe es nach der Reihenfolge der Anmeldung. Einzige Ausnahme: über 70-Jährige, die auch dann noch bevorzugt an die Reihe kämen. (dpa)

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