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Corona-Hammer in Rheinland-Pfalz: Diese Ausnahmen gelten für vollständig Geimpfte

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Von: Robin Eichelsheimer

Rheinland-Pfalz – Zwar sind bislang nur fünf Prozent der Rheinland-Pfälzer durchgeimpft – doch für diese Gruppe gelten nun zwei wesentliche Ausnahmen. Alle Infos:

Paukenschlag in Rheinland-Pfalz! Wie das Kabinett am Freitag (9. April) in Mainz beschlossen hat, gelten künftig für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Personen Ausnahmen – diese betreffen konkret die Testpflicht und die sogenannte Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet. Das teilte das Gesundheitsministerium am frühen Abend mit. Geregelt wurde außerdem die Maskenpflicht für Erzieherinnen in Kitas. Modellkommunen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz unter dem Wert 50 dürfen außerdem künftig Lockerungen erlassen.

BundeslandRheinland-Pfalz
LandeshauptstadtMainz
Fläche19.847 km²
Einwohner4,085 Millionen (Stand: 2019)
MinisterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)

Corona in Rheinland-Pfalz: Beschlossen – Ausnahmen für vollständig Geimpfte

Im bundesweiten Vergleich der 7-Tages-Inzidenz liegt Rheinland-Pfalz mit einem aktuellen Wert von 90,9 (Stand: 9. April, 3:08 Uhr, Robert-Koch-Institut) auf dem vierten Rang. Nur in Berlin (89,2), Niedersachsen (81,2) und Schleswig-Holstein (64,5) liegen die Zahlen niedriger.

Mit einer Impfquote von derzeit 15,1 Prozent liegt Rheinland-Pfalz auf dem 11. Platz, ebenso, was die bereits verabreichten Zweitimpfungen betrifft: Seit Start der Impfkampagne Ende 2020 wurden dort bislang 5 Prozent der Bewohner*innen zum zweiten Mal und somit vollständig geimpft.

Als vollständig geimpft gelte nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko), die mit ihrer jüngsten Einschätzung zum Impfstoff von Astrazeneca für Verunsicherung sorgte, wer vor 14 Tagen seine zweite Impfung erhalten habe und keine typischen Corona-Symptome aufweise. Der Nachweis über den vollständigen Impfschutz soll Betreibern, wie den Anbietern körpernaher Dienstleistungen oder der Außengastronomie, schriftlich oder digital erbracht werden. Wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mitteilt, gilt diese Änderung ab Sonntag (11. April) bis zunächst zum 25. April.

Die Pflicht zur Absonderung von Mitbewohnern und Kontaktpersonen nach der Einreise aus einem Corona-Risikogebiet gilt ab Montag (12. April) nicht mehr für vollständig geimpfte Rheinland-Pfälzer. Ausnahmen sind Patienten und Bewohner von stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Aber: Voraussetzung dabei ist, dass keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung vorliegen und die Einreise nicht aus einem Virusmutantengebiet erfolgte. Diese Regelung gilt zunächst bis 10. Mai.

Corona in Rheinland-Pfalz: Maskenpflicht in Kitas

Ab sofort gilt in Kitas in Rheinland-Pfalz auch eine Maskenpflicht in der Einrichtung und auf dem Außengelände. Diese gilt jedoch nicht für die Kita-Kinder. Um den Umfang der Kontakte überschaubar zu halten, soll die Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz nun den gesamten Tag über in festen Angeboten erfolgen, die den Erzieherinnen und Erziehern fest zugeordnet werden.

Kreise und kreisfreie Städte, die als Modellkommune anerkannt sind, können zudem weitergehende Öffnungsschritte wagen. Dafür müssen sie eine stabile Inzidenz unter 50 haben sowie ein Hygienekonzept mit bestimmten Kriterien zu Testungen, Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten (unter anderem Luca-App), Zugangsregulierungen und Kontrollregelungen vorlegen. Wenn diese nicht eingehalten werden oder die Sieben-Tages-Inzidenz über 100 steigt, müssen die Lockerungen wieder aufgehoben werden. (dpa/rob)

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