Die aktuelle Lage im Bundesland

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahl der Toten steigt weiter – über 110 Infizierte werden beatmet

Rheinland-Pfalz - Die aktuellen Entwicklungen, Zahlen und Regeln zur Corona-Lage im Bundesland im News-Ticker: 

  • Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Seit Beginn der Pandemie gab es 28.013  bestätigte Fälle – (Stand: 10. November/14:00 Uhr)
  • 12.636 Corona-Fälle gelten aktuell als aktiv, 334 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (Stand: 9. November/14:00 Uhr)
  • Ab Montag, 2. November, gelten neuen Einschränkungen und ein Teil-Lockdown.

Update vom 11. November, 20:11 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist am Mittwoch erneut deutlich gestiegen - um 924 auf 28.937 seit Beginn der Pandemie. Aktuell infiziert sind 13.221 Menschen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilt. Die Zahl der gestorbenen Menschen mit Coronavirus-Infektion steigt inzwischen täglich sehr viel stärker als im Spätsommer, am Mittwoch um acht auf nunmehr 342. Die sogenannte Reproduktionszahl für die vergangenen sieben Tage schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) auf 0,93.

Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen von Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz steigt auf 117. Das sind 15 mehr als am Vortag. 61 Patienten werden beatmet, wie aus Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht

Corona in Rheinland-Pfalz: So viele Lokale und Hotels stehen vor dem Aus

Update vom 11. November, 8:45 Uhr: Zwei Drittel der Betriebe im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe sehen sich in der Corona-Pandemie nach einer Umfrage des Branchenverbandes in ihrer Existenz gefährdet. Jedem sechsten Betrieb in Rheinland-Pfalz drohe bereits von diesem Monat an die Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit, teilte der Gastgewerbeverband Dehoga am Dienstag weiter mit. Bundesweit seien knapp 9.000 Betriebe befragt worden, darunter etwa 500 in Rheinland-Pfalz.

Restaurants müssen im gegenwärtigen bundesweiten Teil-Lockdown für Gäste geschlossen bleiben – nur Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt. Im Gegenzug gewährt der Staat Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019. Dehoga-Präsident Gereon Haumann betonte, jetzt sei es wichtig, dass Gastronomen schnellstmöglich ihre Entschädigung für die zwangsweise Schließung im November erhalten: „Es eilt!“ 13.500 Betriebe warteten in Rheinland-Pfalz auf diese Hilfe. Das gegenwärtige Verbot von touristischen Übernachtungen trifft laut Haumann die Hoteliers in Rheinland-Pfalz besonders hart: „Die Verzweiflung in der Branche wächst.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Impfstoff-Vorbereitung – Regierung beschafft schon Spritzen

Update vom 10. November, 10:57 Uhr: Die rheinland-pfälzische Landesregierung arbeitet an einem Konzept für Corona-Impfungen und hat bereits Spritzen beschafft – auch wenn ein Impfstoff noch auf sich warten lässt. Es sei notwendig, Strukturen zu schaffen, die eine Erreichbarkeit der zu impfenden Personengruppen sicherstellten, sagte Markus Kuhlen vom Gesundheitsministerium in Mainz der Deutschen Presse-Agentur. Neben landesweiten Impfzentren solle es auch mobile Teams geben, die beispielsweise Alten- und Pflegeheime aufsuchten. Einzelheiten stünden aber noch nicht fest. Die Landesregierung tausche sich bei der Erarbeitung des Konzepts mit den anderen Bundesländern und dem Bund aus.

„Die Landesregierung hat aber bereits frühzeitig Spritzen und Kanülen beschafft, um sicherzustellen, dass in einer Anfangsphase, in der Impfungen vor allem in Impfzentren erfolgen, ausreichend Zubehör zur Verfügung steht, um bereits dann einen Großteil der Bevölkerung impfen zu können“, sagte Kuhlen. Das Ministerium geht davon aus, dass pro Impfung eine Spritze und zwei Kanülen benötigt werden.  Die meisten Hersteller sähen derzeit zwei Impfungen zum Schutz gegen das Coronavirus vor. „Grundsätzlich ist Impfen eine ärztliche Aufgabe.“ Die Mediziner könnten die Impfung aber unter Aufsicht auf medizinisches Personal delegieren. Die Aufklärung müssten aber Ärzte übernehmen. Eine große Herausforderung liege darin, dass noch nicht abgeschätzt werden könne, wann welcher Impfstoff in welchen Mengen zur Verfügung stehe, sagte der Ministeriumssprecher. Biontech in Mainz und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten am Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Ergebnisse einer für die Zulassung entscheidenden Impfstoff-Studie veröffentlicht.

Update vom 9. November, 16:33 Uhr: In Rheinland-Pfalz helfen mittlerweile mehr als 240 Bundeswehrsoldaten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie mit. 175 von ihnen unterstützen die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten, teilt ein Sprecher desLandeskommandos Rheinland-Pfalz am Montag auf Anfrage in Mainz mit.

Knapp 50 weitere Soldaten seien bei Testzentren im Einsatz, knapp 20 unterstützten Kliniken bei administrativen Aufgaben. Am Dienstag will sich Innenminister Roger Lewentz (SPD) mit dem Inspekteur der Streitkräftebasis der Bundeswehr, Generalleutnant Martin Schelleis, über den bisherigen Corona-Einsatz der Bundeswehr im Land austauschen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Der aktuelle Stand ver Fallzahlen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz ist innerhalb eines Tages um 885 Fälle gestiegen. Die Gesundheitsämter erfassen bis Montag (14 Uhr) 27.216 bestätigte Infektionen mit Corona, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilt. Aktuell infiziert sind demnach 12.216 Menschen. Die Zahl der Todesfälle steigt um fünf auf 325.
Seit Beginn der Pandemie werden nach Angaben des Landesuntersuchungsamts 1.734 an Covid-19 erkrankte Menschen ins
Krankenhaus eingeliefert, 35 mehr als am Sonntag.

Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen von Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz steigt auf 103 - acht mehr als am Tag davor. 68 Patienten werden beatmet, wie aus Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht.

Die sogenannte Inzidenz von Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen lag am Montag bei landesweit 126,1. Am höchsten ist dieser Wert im westpfälzischen Landkreis Kusel mit 289,1. Danach folgen die Stadt Mainz (228,1), der Landkreis Kaiserslautern (225,5) und die Stadt Koblenz (187,6). Keine einzige Kommune in Rheinland-Pfalz liegt unter der kritischen Schwelle von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

Corona in Rheinland-Pfalz: Lockdown-Hilfe – führt zu viel Bürokratie zu Verzögerungen?

Update vom 9. November: Immer mehr Länder fordern die Bundesregierung zu Nachbesserungen bei den Novemberhilfen für Firmen auf, die vom Teil-Lockdown betroffen sind. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnen Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vor zu viel Bürokratie und Verzögerungen bei der Auszahlung der Zuschüsse. Außerdem fordern sie andere Vorgaben bei Hilfen für indirekt von Schließungen betroffene Firmen. Das geht aus einem Brief der drei Länderwirtschaftsminister an Altmaier hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag.

Mit den Vorgaben der Bundesregierung drohe ein Verfahrensweg eingeschlagen zu werden, der eine „den Bedürfnissen der Unternehmen angemessene Abwicklung auch in zeitlicher Hinsicht unmöglich zu machen droht“, heißt es. „In dieser Form werden nicht nur Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein der Verwaltungsvereinbarung nicht zustimmen können“, so die Minister.

Corona in Rheinland-Pfalz: Novemberhilfen für Firmen – Länder fordern Nachbesserungen

Der Bund plant zu den Novemberhilfen wie bei anderen Programmen in der Corona-Krise Vereinbarungen mit den Ländern. Die Auszahlung der Zuschüsse soll über die Plattform für die bereits bestehenden Überbrückungshilfen durch die Länder erfolgen. In der Kritik steht vor allem die geplante Unterstützung von indirekt betroffenen Firmen. Diese müssen nach den Plänen der Bundesregierung „nachweislich und regelmäßig“ 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen.

Im Brief der Länderminister heißt es, von geschlossenen Hotels und Gaststätten seien nicht nur die oft bemühten Wäschereien mittelbar betroffen. In den Orten, die selbst in der Nebensaison noch mehr Touristen als Einheimische in ihren Fußgängerzonen hätten, seien auch Einzelhändler mittelbar betroffen von geschlossenen Hotels.  Praktikabel und fair wäre es, allein auf deutlich gesunkene Novemberumsätze abzustellen, etwa von 80 Prozent. Die „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ des Bundes soll ein Volumen von voraussichtlich rund zehn Milliarden Euro haben und etwa Restaurants und Hotels unterstützen, die im November dichtmachen müssen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Keine Weihnachtsmärkte – Schausteller bangen um Zukunft

Update vom 8. November: Im kommenden Jahr muss damit gerechnet werden, dass zwischen 20 und 30 Prozent der Schausteller in Rheinland-Pfalz vor dem wirtschaftlichen Aus stehen. Diese düstere Prognose stellt René Bauer vom Schaustellerverband Worms im Hinblick auf die vielerorts abgesagten Weihnachtsmärkte. Aktuell gebe es zwischen 800 und 1000 Schaustellerfamilien in Rheinland-Pfalz.

Es ist eine blanke Katastrophe, was wir zurzeit erleben“, erklärt Bauer der dpa. Zwar könne er die coronabedingte Entscheidung nachvollziehen, aber die Weihnachtsmärkte hätten sich in den letzten Jahren zu den Haupteinnahmequellen für Schausteller entwickelt. Doch die Absagen sorgten in der Branche für die „die schwierigste Situation nach dem Zweiten Weltkrieg.“

Die Zahl der Corona-Infektionen hat sich innerhalb eines Tages um 629 erhöht. Damit gibt es im gesamten Bundesland nun 26.331 Fälle. Von diesen sind 14.251 bereits wieder genesen und 320 verstorben. Am schwersten betroffen sind Mainz (2.456), Mainz-Bingen (1.520) und Ludwigshafen (1.438). Die 7-Tages-Indzidenz liegt derzeit bei 118,5.

Corona in Rheinland-Pfalz: Über 150 Schulen teilweise geschlossen – Mainz ist Hotspot

Update vom 7. November: In Rheinland-Pfalz müssen gleich sechs Schulen wegen des Coronavirus geschlossen werden. Das teilt die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion am Freitag (6. November) mit. Die betroffenen Schulen müssen nun Fernunterricht durchführen. Im gesamten Bundesland sind laut Bildungsministerium zudem 157 Schulen von Teilschließungen betroffen, weil einzelne Klassen oder Jahrgänge sich in Quarantäne befinden – direkt nach den Herbstferien am 26. Oktober sind es nur vier gewesen. Laut Bildungsministerium Rheinland-Pfalz sind aktuell 766 der 521.000 Schüler im Land mit dem Coronavirus infiziert. Dazu kommen 116 der rund 41.000 Lehrkräfte.

Unterdessen ist die Anzahl an Corona-Fällen in Rheinland-Pfalz auf 25.702 gestiegen. Davon sind 11.551 Personen noch akut erkrankt während 13.835 als genesen gelten. Insgesamt 316 Menschen sind seit Beginn der Pandemie an oder mit Covid-19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 115,4.

  • Ahrweiler: 879 Infizierte (+53), 6 Verstorbene (+1), 7-Tage-Inzidenz: 169,9
  • Altenkirchen: 765 Infizierte (+10), 13 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 53,6
  • Alzey-Worms: 803 Infizierte (+41), 12 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 114,9
  • Bad Dürkheim: 798 Infizierte (+18), 14 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 84,4
  • Bad Kreuznach: 783 Infizierte (+11), 8 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 75,8
  • Bernkastel-Wittlich: 779 Infizierte (+24), 11 Verstorbene (+1), 7-Tage-Inzidenz: 111,1
  • Birkenfeld: 555 Infizierte, 5 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 105,0
  • Bitburg-Prüm: 922 Infizierte (+24), 6 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 104,0
  • Cochem-Zell: 390 Infizierte, 1 Verstorbene(r), 7-Tage-Inzidenz: 92,9
  • Donnersbergkreis: 344 Infizierte, 9 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 61,1
  • Germersheim: 955 Infizierte (+30), 13 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 148,4
  • Kaiserslautern (Landkreis): 719 Infizierte (+18), 1 Verstorbene(r), 7-Tage-Inzidenz: 173,6
  • Kusel: 439 Infizierte (+29), 6 Verstorbene (+1), 7-Tage-Inzidenz: 225,0
  • Mainz-Bingen: 1.520 Infizierte (+50), 34 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 140,5
  • Mayen-Koblenz: 1.115 Infizierte (+28), 20 Verstorbene (+1), 7-Tage-Inzidenz: 111,0
  • Neuwied: 1.229 Infizierte (+27), 7 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 130,7
  • Rhein-Hunsrück: 556 Infizierte, 6 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 149,3
  • Rhein-Lahn-Kreis: 516 Infizierte (+21), 7 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 76,0
  • Rhein-Pfalz-Kreis: 794 Infizierte (+3), 5 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 73,7
  • Südliche Weinstraße: 493 Infizierte, 4 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 77,8
  • Südwestpfalz: 401 Infizierte (+13), 3 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 94,9
  • Trier-Saarburg: 949 Infizierte (+24), 12 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 119,8
  • Vulkaneifel: 364 Infizierte (+12), 7 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 82,4
  • Westerwaldkreis: 1.248 Infizierte (+15), 25 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 94,6
  • Frankenthal (Stadt): 238 Infizierte (+1), 2 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 118,9
  • Kaiserslautern (Stadt): 727 Infizierte (+17), 8 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 135,0
  • Koblenz (Stadt): 831 Infizierte (+21), 21 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 186,8
  • Landau (Stadt): 199 Infizierte, 2 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 51,2
  • Ludwigshafen (Stadt): 1.438 Infizierte, 8 Verstorbene (+1), 7-Tage-Inzidenz: 131,2
  • Mainz (Stadt): 2.456 Infizierte (+70), 31 Verstorbene (+1), 7-Tage-Inzidenz: 221,4
  • Neustadt/Weinstr. (Stadt): 290 Infizierte (+20), 2 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 122,0
  • Pirmasens (Stadt): 128 Infizierte (+3), 7-Tage-Inzidenz: 67,1
  • Speyer (Stadt): 329 Infizierte (+1), 1 Verstorbene(r), 7-Tage-Inzidenz: 102,8
  • Trier (Stadt): 655 Infizierte (+18), 1 Verstorbene(r), 7-Tage-Inzidenz: 107,6
  • Worms (Stadt): 572 Infizierte (+16), 8 Verstorbene, 7-Tage-Inzidenz: 98,2
  • Zweibrücken (Stadt): 142 Infizierte (+1), 1 Verstorbene(r), 7-Tage-Inzidenz: 35,1
  • Rheinland-Pfalz: 26.331 Infizierte (+629), 320 Verstorbene (+4), 7-Tage-Inzidenz: 118,5

Corona in Rheinland-Pfalz: „Querdenker“-Eltern planen Aktion – gegen Masken an Schulen

Update vom 5. November: Die Schulen in Rheinland-Pfalz sind von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) auf eine mögliche bundesweite Aktion von Maskengegnern am 9. November vorbereitet worden. Demnach gebe es Hinweise, dass „Querdenken“-nahe Eltern Aktionen vorbereitet haben: Kinder und deren Angehörige sollen auf dem Schulweg angesprochen und ihnen unwirksame, grobmaschige Masken in die Hand gedrückt werden. Zudem planen die Aktivisten eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Die ADD betont, dass es legitim sei „freiheitseinschränkende Maßnahmen des Staates innerhalb der Gesellschaft auf Sinn, Zweck und Verhältnismäßigkeit“ zu hinterfragen. In Bezug auf die Argumente der „Querdenker“-Bewegung fordert die Behörde jedoch eine tatsachenbasierte Diskussion.

Unterdessen steigen die Infektionszahlen in Rheinland-Pfalz stetig weiter. Am Donnerstag (5. November) werden wieder über 900 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit befindet sich die Zahl der aktiven Corona-Infektionen nunmehr im fünfstelligen Bereich auf 10.770 Fälle.

Corona in Rheinland-Pfalz: Immer mehr Neuinfektionen – Krankenhäuser wappnen sich für weiteren Anstieg

Update vom 4. November: Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz sind nach Angaben von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit zusätzlichen Pflegekräften und Intensivbetten auf die erwartete zweite Welle von Covid-19-Patienten „gut vorbereitet und gewappnet“. Das Land sei in einer anderen Situation als zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr, „weil die Zeit genutzt wurde“, sagt Dreyer am Mittwoch in Mainz.

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, unterstützt ausdrücklich den in der vergangenen Woche beschlossenen Teil-Lockdown zur Eindämmung der Pandemie. Man könne aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens schon jetzt davon ausgehen, dass es Ende November deutschlandweit rund 6.000 Intensivpatienten mit Covid-19 geben werde. Wahrscheinlich schon an diesem Donnerstag werde in Deutschland ein neuer Spitzenwert erreicht.

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahlen rasen nach oben – diese Städte und Landkreise trifft‘s am schlimmsten

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen erhöht sich in Rheinland-Pfalz binnen eines Tages um 926 erhöht. Damit steigt die
Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle am Mittwoch auf 23 375, wie das Gesundheitsministerium in Mainz
mitteilt. Im Land sind demnach aktuell 10.105 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 12 963 gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt um 6 auf 307.

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) werden in
Rheinland-Pfalz 89 Corona-Patienten in Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt (Stand Mittwoch, 12.15 Uhr). Das
entspricht zehn Prozent der belegten Intensivbetten. 48 von ihnen müssen beatmet werden.

Bis auf die Stadt Zweibrücken liegen am Mittwoch alle Kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz oberhalb der als kritisch
geltenden Schwelle von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am höchsten ist dieser Wert im Landkreis Germersheim mit 182,2. Danach folgen der Landkreis Kaiserslautern mit 177,4 und die Stadt Ludwigshafen mit 159,6.

Corona in Rheinland-Pfalz: Mehrere Klagen gegen Lockdown in Mainz

Update vom 3. November, 18:26 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen erhöht sich in Rheinland-Pfalz binnen eines Tages um 679 erhöht. Damit steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle am Dienstag auf 22.449, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilt. Im Land sind demnach aktuell 9.372 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 12.776 gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt um 7 auf 301.

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) werden in
Rheinland-Pfalz 82 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt. Das entspricht neun Prozent der belegten Intensivbetten. 47 der Corona-Patienten müssen beatmet werden.

Alle 36 Kreise und kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz sind auch am Dienstag weiterhin oberhalb der als kritisch geltenden Schwelle von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am höchsten war dieser Wert im Landkreis Germersheim mit 179,8. Danach folgen die Landkreise Birkenfeld mit 158,1 und Kaiserslautern mit 148,1.

Corona in Rheinland-Pfalz: Mehrere Klagen gegen Lockdown in Mainz

Update vom 3. November, 11:40 Uhr: Beim Verwaltungsgericht in Mainz laufen derzeit zwei Eilverfahren und drei Klagen gegen die neue Corona-Verordnung der Landesregierung. Antragsteller seien Fitness-Studios, ein Tattoo-Studio, ein Künstler sowie eine Einrichtung aus dem Rotlicht-Milieu, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Ein weiterer Eilantrag eines Tennisvereins, der aufgrund der neuen Verordnung schließen musste, wurde bereits abgewiesen. Das Gericht rechnet nach Angaben der Sprecherin mit weiteren Verfahren. Unter anderem sollen Fälle vom Verwaltungsgericht Neustadt nach Mainz verwiesen werden. Wann mit Entscheidungen zu rechnen sei, ließe sich noch nicht sagen.  Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, war am Montag eine verschärfte Verordnung in Rheinland-Pfalz in Kraft getreten. Durch sie ist festgelegt, dass die gesamte Gastronomie im Land bis Ende November schließen muss. Auch Kultureinrichtungen wie Kinos und Theater sowie Fitness-Studios bleiben geschlossen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahlen explodieren – so viele Infzierte befinden sich in Krankenhäusern

Update vom 2. November, 20:11 Uhr: Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus erhöht sich in Rheinland-Pfalz am Montag um 823 gegenüber dem Vortag. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle auf 21.770, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilt. 8.945 Menschen sind aktuell im Land mit dem Virus infiziert, 12.531 gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt um sieben auf 294.

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) werden in
Rheinland-Pfalz 77 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt. Das entspricht neun Prozent der belegten Intensivbetten. 42 Patienten mussten beatmet werden.

Alle 36 Kreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz sind auch am Montag weiterhin über der als kritisch geltenden Schwelle von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am höchsten ist der Wert im Landkreis Germersheim mit 181,4. Danach folgen die Landkreise Birkenfeld mit 164,3 und Kaiserslautern mit 145,3.

Corona in Rheinland-Pfalz: Diese Lockdown-Regeln gelten ab heute

Update vom 2. November, 8:30 Uhr:  Der Teil-Lockdown hat begonnen. Ab heute gelten in Rheinland-Pfalz bis zum 30. November verschärfte Maßnahmen im alltäglichen Leben. Hier noch einmal alle neuen Regeln im Überblick (Quelle: Sozialministerium Rheinland-Pfalz):

  • Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur mit Angehörigen des eigenen Hausstands plus eines weiteren Hausstands (maximal 10 Personen)
  • Verzicht nicht notwendiger privater Reisen und Besuche. Übernachtungsangebote im Inland bleiben nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.
  • Schließung von Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Freizeitparks, Kinos, Konzerthäusern, Museen, Saunen, Spielbanken, Spielhallen, Schwimm- und Spaßbädern, Theatern sowie Wettannahmestellen. Möglich bleibt der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand.
  • Schließung von Gastronomiebetrieben sowie Bars, Kneipen, Clubs und ähnlichen Einrichtungen. Lieferungen und Abholungen bleiben möglich.
  • Schulen und Kitas bleiben, je nach Infektionsgeschehen, geöffnet.
  • Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen geöffnet: Maximal ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche.
  • Geschlossen werden: Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios. Geöffnet bleiben: Physio-, Ergo-, und Logotherapien sowie medizinische Fußpflege und Friseursalons.
  • Arbeitgeber sollen, wo immer umsetzbar, Homeoffice ermöglichen. Hygienekonzepte sind in jedem Fall notwendig, um Kontakte auch auf der Arbeit zu vermeiden.

Die neuen Regeln im Detail sind in der 12. Corona-Verordnung von Rheinland-Pfalz festgehalten, die ab dem 2. November gilt.

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern steigt stark an

Update vom 1. November, 13:50 Uhr: Die erhebliche Steigerung der Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen spiegelt sich auch in der aktuellen Situation in den Krankenhäusern wider. Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) werden 69 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon müssen 35 beatmet werden (Stand: 31. Oktober/13:30 Uhr). In diesem Rahmen ist Situation in den Krankenhäusern zwar kontrollierbar; damit das aber so bleibt muss die neue Infektionswelle gebrochen werden, heißt es aus Medizinerkreisen – insgesamt stehen derzeit bis zu 1631 Intensivbetten in Krankenhäusern zur Verfügung.

Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus in Rheinland-Pfalz hat sich am Samstag um 388 auf 20.947 erhöht (Stand: 1. November/11.05 Uhr). Gegenwärtig sind 8.307 Menschen in dem Land mit dem Virus infiziert, 12 353 gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt auf 285 (+2).

Alle 36 Kreise und kreisfreie Städte im Land sind weiterhin oberhalb der kritischen 7-Tage-Inzidenz. Am höchsten ist dieser Wert im Kreis Birkenfeld mit 151,9, danach folgen die Stadt Ludwigshafen mit 150,9 und Mainz 135,4.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alle Kommunen jetzt Risikogebiet – das sind die größten Hotspots

Update vom 30. Oktober: In Rheinland-Pfalz erhöht sich die Zahl der Infizierten um 994 auf 20.087. Davon sind 11.974 wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 4 auf 285. Im Bundesland gibt es noch 7.828 aktive Fälle. Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz beträgt 96,5. Inzwischen sind alle 36 Kommunen im Land oberhalb der kritischen Schwelle von 50 Infizierten auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Am höchsten ist dieser Wert in der Stadt Ludwigshafen mit 164,3. Danach folgen der Kreis Birkenfeld mit 156,9, der Kreis Bernkastel-Wittlich mit 134,2 und der Eifel-Landkreis Bitburg-Prüm mit 132,2. Landesweit liegt der Wert nun im Durchschnitt bei 96,5. Seit Anfang Oktober ist die Zahl der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz um 87,4 Prozent nach oben geschnellt. Im September betrug die Steigerung 18,0 Prozent, im Juni waren es nur 4,5 Prozent.

Eine Liste aller Fälle in den jeweiligen Städten und Landkreisen siehst Du hier:

Corona in Rheinland-Pfalz: Gewerkschaft droht mit Klage – „werden das nicht hinnehmen“

Update vom 29. Oktober, 22 Uhr: Der rheinland-pfälzische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat der Landesregierung mit einer Klage gedroht, falls sie nicht auf die geplanten Beschränkungen des Gastgewerbes verzichtet. Für die an diesem Freitag angesetzte Sondersitzung des Landtags erwarte er von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) einen Verzicht auf die angekündigten Maßnahmen und eine „tragbare Lösung“, sagte Dehoga-Präsident Gereon Haumann am Donnerstag. „Sollte dies nicht möglich sein, dann werden wir den Klageweg bestreiten“, kündigte er an. „Wir werden das so nicht hinnehmen.“

60 Prozent der Dehoga-Betriebe im Land seien schon jetzt existenziell bedroht. „Dem Gastgewerbe droht mit diesem erneuten Lockdown der Kollaps mit ebenso verheerenden Folgen für die Arbeitnehmerschaft und die gesamte Tourismuswirtschaft in Rheinland-Pfalz“, warnte Haumann. Die beabsichtigte Schließung werde keinen effektiven Beitrag leisten, um die Infektionszahlen zu senken. Tatsächlich würden sich die Treffen auf die privaten Haushalte verlagern. „Und das ist kontraproduktiv“, sagte Haumann.

BundeslandRheinland-Pfalz
Einwohner4,085
Städte/Landkreise36

Die Länder-Regierungschefs hatten sich am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf weitere Einschränkungen geeinigt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dazu gehört unter anderem, dass Gastronomiebetriebe ab Montag vier Wochen schließen und nur noch Essen ausliefern oder zum Abholen bereitstellen dürfen. Die Bürger wurden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote sind nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht für touristische Zwecke erlaubt.

Corona in Rheinland-Pfalz: Die Zahlen von Mittwoch

Update vom 29. Oktober: Die Zahl der Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz ist auf 18.405 gestiegen – zuvor waren es 17.775. Am stärksten betroffen sind Mainz (1.745 Fälle), Mainz-Bingen (1.087 Fälle) und Ludwigshafen (1.083 Fälle). Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 82,6.

Corona in Rheinland-Pfalz: Strengere Regeln ab Montag – „müssen Infektionswelle stoppen“

Schärfere Kontaktbeschränkungen und eine deutliche Begrenzung von Freizeitaktivitäten sollen auch in Rheinland-Pfalz die zweite Corona-Welle abbremsen. Von Montag (2. November) an bis Ende des Monats dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch Angehörige von höchstens zwei Hausständen treffen und dabei nicht mehr als zehn Menschen. „Die Menschen sind aufgefordert, sich auch zu Hause an diese Kontaktbeschränkungen zu halten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz nach der Schalte mit den anderen Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Reisen sind ebenfalls untersagt - „auch keine Verwandtenbesuche, außer es gibt einen ganz wichtigen Grund“. „Gemeinsam können wir der zweiten Welle noch die Wucht nehmen“, betonte Dreyer. Es müsse ein nationaler Gesundheitsnotstand vermieden werden. „Es ist bitter“ und der Katalog der Einschränkungen sei „richtig schlimm“, „es ist aber eine begrenzte Zeit“.

Anders als beim ersten Lockdown in Frühjahr bleiben Schulen, Kindergärten und Spielplätze diesmal offen. Der Einzel- und Großhandel müssen auch nicht schließen, es ist aber nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter erlaubt. Ältere und kranke Menschen sollen zudem nicht mehr so in die Isolation geraten wie beim ersten Lockdown. Das Freizeitleben wird dagegen weitgehend heruntergefahren.

Corona in Rheinland-Pfalz: „Wir brauchen einfach einen Break“

Restaurants, Bars und Kneipen müssen schließen, es dürfen nur noch Speisen ausgeliefert werden. Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Opern, Konzerthäuser, Kinos, Museen und Freizeitparks bleiben dicht. Der Freizeit- und Amateursportbetrieb sowie Fitnessstudios sollen ruhen. Möglich ist nur noch Individualsport - wie Joggen - allein, zu zweit oder mit den Bewohnern des eigenen Haushalts. Die Arbeitgeber sind zudem aufgefordert, so viel Heimarbeit wie möglich zu organisieren.

„Wir brauchen einfach einen Break“, sagte Dreyer. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Erkrankte nicht behandelt werden könnten, weil auch unter Ärzten und Pflegepersonal das Virus zu Ausfällen führe. In zwei Wochen wollen die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder sich beraten, ob die gemeinsam beschlossenen Maßnahmen greifen.

Coronavirus in Rheinland-Pfalz: Zahl der Fälle mit Todesfolge nimmt zu

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis Mittwoch um 630 auf 18.405 seit Beginn der Pandemie. Es war der zweite Tag in Folge mit mehr als 600 neu mit dem Coronavirus infizierten Menschen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 3 auf 279. „Die Zahl der schweren Verläufe mit Todesfolge nimmt wieder zu“, sagte Dreyer.

Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Menschen in den Krankenhäusern habe am 28. September noch bei 46 gelegen, an diesem Mittwoch aber bereits bei 297. Davon seien 54 auf der Intensivstation behandelt worden, Ende September seien es nur 14 gewesen. Innerhalb von neun Tagen habe sich die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern nahezu verdoppelt, bilanzierte die Regierungschefin.

„Wir müssen den Überlastungsschalter drücken und die Infektionswelle stoppen.“ Es werde großzügige und unbürokratische Entschädigung geben, auch für Kultur, Gastronomie und Vereine. „Gute Entschädigungen müssen mit dem Break verbunden sein“, sagte Dreyer.

Die Grenzen zu den Nachbarstaaten sollen offen bleiben. Eine neue Rechtsverordnung sei bereits in Arbeit. Das Corona-Kabinett werde am Donnerstag zusammentreten.

Corona in Rheinland-Pfalz: Der Lockdown kommt früher als gedacht

Update vom 28. Oktober, 15 Uhr: Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen. Deutschlandweit sollen die Maßnahmen bereits vom 2. und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Video-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschefs erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Rot – das sind die größten Hotspots

Update vom 27. Oktober, 16:34 Uhr: In Rheinland-Pfalz gibt es im Vergleich zum Vortag 698 neue Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf 17.775. Die aktuelle Zahl der aktiven Fälle beträgt 5.960, das sind 569 mehr als vor 24 Stunden. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind im Land 276 Personen gestorben.

Überblick zu aktuellen Corona-Zahlen in Rheinland-Pfalz

Update vom 26. Oktober, 16:30 Uhr: In Rheinland-Pfalz sind innerhalb von 24 Stunden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag (Stand 14.05 Uhr) 541 neue Corona-Fälle registriert worden. Insgesamt klettert die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus auf 17.077. Aktuell sind den Angaben zufolge 5.391 Menschen in Rheinland-Pfalz mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der genesenen Menschen wird mit 11.418 angegeben.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bleibt unverändert bei 268. Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) werden aktuell 54 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon werden 24 beatmet.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Wir sind in einer sehr ernsten Situation“

Nur noch 10 der 36 Kommunen im Land sind unter der kritischen Schwelle von 50 Infizierten auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am höchsten ist diese Inzidenz nach wie vor im Eifel-Landkreis Bitburg-Prüm mit 144,4. Danach folgen der Kreis Altenkirchen mit 123,4 und die Stadt Ludwigshafen mit 115,5.

Die landesweite Inzidenz stieg auf 72,2 wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in einer Schaltkonferenz des Corona-Bündnis Rheinland-Pfalz sagte. „Wir sind in einer sehr ernsten Situation“, sagte sie mit Blick auf das exponentielle Wachstum der Neuinfektionen. Es sei aber kein Versorgungsengpass beim medizinischen Personal zu befürchten. Und die Testkapazität in Rheinland-Pfalz liege anders als im Frühjahr inzwischen bei fast 10.000 pro Tag.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Rot – diese neuen Regeln gelten ab heute

Update vom 26. Oktober, 07:53 Uhr: Ab Montag gelten in Rheinland-Pfalz zur Eindämmung der Corona-Pandemie neue Regeln für private Zusammenkünfte und Feiern. Nach Einschätzung des Landesregierung sind private Familienfeiern und Partys derzeit der größte Treiber der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz. Aus diesem Grund begrenzt sie die Teilnehmerzahlen. So werden private Feiern in gemieteten Räumen grundsätzlich auf maximal 25 Menschen begrenzt. Bisher waren 75 unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen erlaubt. In den Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen wegen der Höhe der Infektionen die Warnstufen Rot gilt, sind bereits nur zehn Menschen aus höchstens zwei Hausständen erlaubt.

Corona in Rheinland-Pfalz: Schul-Start am Montag – verschärfte Regeln gelten

Für die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz beginnt an diesem Montag wieder der Unterricht nach den Herbstferien. Die Corona-Infektionszahlen sind während der zweiwöchigen unterrichtsfreien Zeit stark gestiegen, deswegen treten in den Schulen einige Maßnahmen in Kraft, mit denen die Landesregierung die Pandemie eindämmen will. So wird die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen bei der Corona-Warnstufe Rot auf den Unterricht ausgeweitet. Von dieser Regel wird es laut Landesregierung in Einzelfällen Ausnahmen geben.

Entscheidend sind die Empfehlungen der regionalen Task Forces aus Vertretern von Kommunen und Landesregierung. Zudem soll eine temporäre Maskenpflicht im Unterricht ab einer Inzidenz von 35 (Warnstufe Orange) nach Angaben des Bildungsministeriums in bestimmten Fällen auch möglich sein. An Grund- und Förderschulen soll laut Ministerin Stefanie Hubig (SPD) der Mund-Nasen Schutz im Unterricht aber „nur in absoluten Ausnahmefällen“ vorgeschrieben werden.

Corona in Rheinland-Pfalz: Über 400 Neu-Infektionen – ein Landkreis extrem betroffen

Update vom 25. Oktober: Die Zahl der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist seit Beginn des Monats um 54,3 Prozent gestiegen. Diese Zunahme übertrifft den gleichen Zeitraum des Vormonats um mehr als das Dreifache. Am Sonntag stieg die Zahl nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 431 auf 16.536. Nach Abzug der Zahl der als genesen eingestuften Menschen sind nun aktuell 5.032 Menschen in Rheinland-Pfalz mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb bei 268. 

Nur noch 14 der 36 Kommunen im Land sind unter der kritischen Schwelle von 50 Infizierten auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am höchsten ist diese Inzidenz im Eifel-Landkreis Bitburg-Prüm mit 155,5. Danach folgen die Landeshauptstadt Mainz mit 113,9, der Kreis Altenkirchen mit 108,7 und Bernkastel-Wittlich mit 100,5. Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen in Rheinland-Pfalz 53 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Das entspricht den Angaben zufolge sechs Prozent der belegten Intensivbetten. 24 Patienten mussten demnach künstlich beatmet werden.

Corona in Rheinland-Pfalz: Über 16.000 Fälle – in diesen Hotspots explodieren die Zahlen

Update vom 24. Oktober: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in Rheinland-Pfalz von Freitag auf Samstag binnen rund 20 Stunden um 337 zugenommen. Damit kletterte die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus auf 16.105, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Samstag (Stand 10:20 Uhr) mitteilte. Von Donnerstag auf Freitag hatte die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden sogar einen Wert von 594 erreicht – so viel wie noch nie seit Beginn der Pandemie Ende Februar.

Aktuell sind den Angaben zufolge 4.754 Menschen in Rheinland-Pfalz mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der genesenen Menschen gab das Gesundheitsministerium mit 11.083 an. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt weiter bei 268. Wie das Ministerium am Samstag außerdem mitteilte, wurden (Stand Freitagabend) 227 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, darunter 49 auf Intensivstationen, von denen wiederum 37 beatmet wurden.

Die landesweit höchste Zahl der Infizierten bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erreichte der Landkreis Bitburg-Prüm in der Eifel mit 143,4 (Inzidenz). Danach folgten die Kreise Bernkastel-Wittlich (109,3) und Altenkirchen (96,3) sowie die Landeshauptstadt Mainz (95,6). Von den 24 Landkreisen in Rheinland-Pfalz waren 12, von den 12 kreisfreien Städten 4 über der als kritisch eingeschätzten Schwelle einer Inzidenz von 50.

Corona in Rheinland-Pfalz: Rekordwert an Neuinfektionen – hier sind die Inzidenzwerte am höchsten

Update vom 23. Oktober, 21 Uhr: Den dritten Tag in Folge hat die Zahl von Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz einen Höchststand erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag (Stand 14.05 Uhr) 594 neue Fälle registriert - so viel wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie Ende Februar.

Insgesamt kletterte die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus auf 15.768. Aktuell sind den Angaben zufolge 4.557 Menschen in Rheinland-Pfalz mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der genesenen Menschen wird mit 10.943 angegeben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen auf 268.

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wurden am Freitag 48 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon wurden 19 beatmet. Die landesweit höchste Zahl der Infizierten bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erreichte der Landkreis Bitburg-Prüm in der Eifel mit 151,4. Danach folgen die Kreise Altenkirchen (107,9), Bernkastel-Wittlich (105,8) und Vulkaneifel (100,6) sowie die Landeshauptstadt Mainz (100,2). Von den 24 Landkreisen in Rheinland-Pfalz sind 11, von den 12 kreisfreien Städten 5 über der als kritisch eingeschätzten Schwelle einer Inzidenz von 50.

Corona in Rheinland-Pfalz: Verband kritisiert Maßnahme für private Feiern

Update vom 23. Oktober: Gestern ist die Zahl der Teilnehmer bei privaten Feiern auf 25 gesenkt worden, heute gibt es bereits Kritik an der Maßnahme. Die kommt von Gereon Haumann, dem Präsidenten des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Rheinland-Pfalz. Der 55-Jährige spricht gegenüber der dpa von einem „falschen Reflex der Politik“ und fordert eine „Vorfahrt für Gastro-Profis“. Dabei solle unterschieden werden zwischen von Amateuren geplante Feiern, die Mindestgästezahlen und -abstände sowie die Pflicht zur Kontakterfassung ignorieren, und Profis, die darauf achten.

Corona in Rheinland-Pfalz: Dehoga-Chef kritisiert Maßnahme

Eine Hochzeit zum Beispiel ist nur einmal im Leben - da nimmt man schon mal ein Bußgeld in Kauf wegen zur vieler Gäste“, meint Haumann. Bei privaten Feiern in Hotels oder Gaststätten sollten aber noch bis zu 75 Gäste zugelassen sein. Die Feierlichkeiten sollte dann aber abhängig von bestimmten regionalen Coronafallzahl-Anstiegen begrenzt oder beim Erreichen einer Warnmarke sogar verboten werden.

Die grobe Fahrlässigkeit einiger Weniger in ihrer privaten Lebensgestaltung darf nicht auf dem Rücken der vielen rechtschaffenen gastgewerblichen Betriebe ausgetragen werden“, mahnt Haumann. Der 55-Jährige sehe vor allem, dass Infektionsketten und Hotspots meist nicht in Gastgewerben entstehen. Anders könnte es jedoch bei der Reduzierung der Gästezahl aussehen. Denn dann könnten private Feiern in eine „unkontrollierbare und für Ordnungskräfte nicht beherrschbare Grauzone“ übergehen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Neuer Höchststand! Regierung zieht Notbremse

Update vom 22. Oktober, 15:45 Uhr: Den zweiten Tag in Folge hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb von 24 Stunden registrierten die Gesundheitsämter nach Angaben des Landesuntersuchungsamts vom Donnerstag 546 neue Fälle – so viel wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie Ende Februar. Insgesamt kletterte die Zahl der laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus auf 15.174. Aktuell sind nach den Zählungen der Gesundheitsämter 4.057 Menschen in Rheinland-Pfalz infiziert. Von ihnen wurden nach Angaben des Landesuntersuchungsamts 1.296 ins Krankenhaus gebracht. Die Zahl der Todesfälle von Infizierten stieg am Donnerstag um zwei auf 267.

Landesweit erreichte die Zahl der Infizierten bezogen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen einen Wert von 50,4. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es im Landkreis Bitburg-Prüm in der Eifel mit 158,5. Danach folgen der Kreis Altenkirchen (118), der Kreis Birkenfeld (96) und die Landeshauptstadt Mainz (86). Von den 24 Landkreisen in Rheinland-Pfalz sind 7, von den 12 kreisfreien Städten 3 über der kritischen Schwelle einer Inzidenz von 50.

Corona in Rheinland-Pfalz: Nur noch maximal 25 Teilnehmer bei privaten Feiern erlaubt 

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie dürfen in Rheinland-Pfalz ab Montag nur noch maximal 25 Menschen an privaten Feiern „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten“ Räumen teilnehmen. Diese Entscheidung des Ministerrats teilt Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag mit. Bisher waren private Feierlichkeiten noch teils mit bis zu 75 Personen möglich. Die Regelung gilt landesweit. Private Partys und Familienfeiern seien nach wir vor die Hauptursache für die rasant steigenden Corona-Infektionszahlen, sagte Dreyer. „Es ist derzeit nicht die Zeit für Feiern“, rief sie die Bevölkerung zur Zurückhaltung auf.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ämter schlagen Alarm – das sind die größten Verlierer der Krise

Update vom 22. Oktober, 8:40 Uhr: Die Jugendämter in Deutschland fordern in der Corona-Krise mehr Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und eine Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe. Birgit Zeller, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAG) und Leiterin des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz beklagt, dass über die Jugend aktuell immer nur geschimpft werden werde, da sie Partys feiern. Doch es werde nicht gesehen, dass ihnen durch Corona die Alltagsräume genommen werden.

Das war zunächst die Schule, aber das sind auch alle Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Die Kneipe, der Club, der
Sportverein. All das, wo Gemeinschaft stattfindet, das entfällt. Und das ist etwas, das junge Menschen ganz anders trifft, als Erwachsene“, meint Birgit Zeller. Das müsse in der weiteren Maßnahmen der Pandemiebekämpfung berücksichtigt werden.

BAG-Vorsitzender Lorenz Bahr und Leiter des Landesjugendamtes Rheinland sieht in benachteiligten und armen Kindern zudem „die größten Verlierer der Corona-Pandemie“ und fordert daher ein Unterstützungsprogramm für die Jugendämter mit 5000 zusätzlichen Stellen. Denn diese hätten eine große Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Corona in Baden-Württemberg: Höchste Zunahme seit Beginn der Pandemie

Update vom 21. Oktober: Die Corona-Pandemie breitet sich in Rheinland-Pfalz so stark aus wie noch nie: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Bundesland ist innerhalb von 24 Stunden um 439 gestiegen – das ist die höchste Zunahme seit Beginn der Pandemie Ende Februar. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamts vom Mittwoch stieg die Zahl der Infektionen mit Corona auf 14.628. Nach der Landeshauptstadt Mainz liegt nun auch Ludwigshafen als zweitgrößte Stadt des Landes über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen: Die sogenannte Sieben Tage-Inzidenz wurde dort am Mittwoch mit 66 angegeben. Ludwigshafen hat am Mittwoch bereits verschärfte Regeln und Maßnahmen angekündigt.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es inzwischen im Landkreis Birkenfeld mit 146. Danach folgen Bitburg-Prüm (138), Altenkirchen (100), Mainz (76), Vulkaneifel (73), Ludwigshafen (66), Bernkastel-Wittlich (65), Zweibrücken (64), Cochem-Zell (57) und Neuwied (53). Für ganz Rheinland-Pfalz liegt der Wert bei 45,2.

Aktuell sind 3.610 Menschen in Rheinland-Pfalz aktiv mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen stuften die Gesundheitsämter 10.753 Menschen ein. Die Zahl der Todesfälle blieb am Mittwoch unverändert bei 265.

Corona in Rheinland-Pfalz: Rasanter Anstieg – drohen diesem Kreis Verschärfungen?

Update vom 18. Oktober, 15:38 Uhr: Weitere 248 Rheinland-Pfälzer haben sich innerhalb eines Tages nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Erreger bleibt unverändert bei 263, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Sonntag mitteilt.

Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt 13.642 Infektionen registriert worden. Als genesen gelten 10.550 Menschen. Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) hat weiterhin der Landkreis Bitburg-Prüm:
Der Wert liegt hier bei 119 und ist damit im Vergleich zum Vortag etwas gesunken. Im Kreis Birkenfeld steigt die Inzidenz auf 108.
Mehrere Kommunen liegen über dem kritischen Wert von 50 Neuinfektionen. Neu hinzu kommen der Kreis Altenkirchen, wo der Wert deutlich von 45 auf 75 steigt, sowie Zweibrücken. Die Inzidenz in der Stadt liegt nun bei 73 nach 32 am Vortag. Weiterhin über der Schwelle rangieren zudem der Kreis Vulkaneifel mit 79 sowie die Landeshauptstadt Mainz mit 67.

Angesichts der Zahlen im Kreis Altenkirchen solle dort über die nun nötigen Maßnahmen beraten werden, teilt das Ministerium weiter mit. Einer der Gründe für den starken Anstieg sei eine größere Feier einer religiösen Gemeinschaft. Auch in Zweibrücken sollte über das weitere Vorgehen beraten werden.

Stadt/Landkreis7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner der letzten 7 Tage
Altenkirchen75
Alzey-Worms39
Bad Dürkheim35
Bernkastel-Wittlich38
Birkenfeld108
Bitburg-Prüm119
Cochem-Zell39
Neuwied43
Südwestpfalz36
Vulkaneifel79
Mainz67
Zweibrücken73

Einige Landkreise und Städte überschreiten die 7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz. Hier eine Auflistung:

Update vom 17. Oktober, 17:30 Uhr: Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 13.394 (+177) bestätigte Corona-Fälle, 263 Todesfälle und 10.470 genesene Fälle. 2.661 (+95) Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Update vom 16. Oktober, 17:11 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz erhöht sich um 343 auf insgesamt 13.217. Davon sind bereits wieder 12.338 genesen. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 263 Personen gestorben. Es gibt somit noch 2.566 aktive Fälle.

Corona in Rheinland-Pfalz: Dramatischer Infektionsausbruch bei Tiefkühl-Riese Frosta

Update vom 16. Oktober: Wie die Kreisverwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises am Donnerstag (15. Oktober) mitteilt, hat es in der Rheintal Tiefkühlkost Zweigniederlassung der Frosta AG in Bobenheim-Roxheim einen Ausbruch des Coronavirus gegeben. Insgesamt seien 45 der rund 165 Angestellten erkrankt. In dem Werk werden Spinat, Kräuter und Kohl zu Tiefkühlwaren verarbeitet.

Unser Gesundheitsamt arbeitet mit Hochdruck an der Aufarbeitung sämtlicher Fälle und wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ordnungsämtern weiträumig Quarantäne-Anordnungen aussprechen“, sagt der Kreisbeigeordnete Manfred Gräf. Die Firma möchte nun die Corona-Maßnahmen verschärfen, wird aber wohl den Betrieb weiterführen können.

Corona in Rheinland-Pfalz: Höchste Alarmstufe für diese Kommunen

Update vom 15. Oktober, 15:42 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Rheinland-Pfalz steigt weiter an. Wie das Sozialministerium berichtet, gibt es am Donnerstag insgesamt 12.874 Corona-Fälle, wovon 10.332 bereits wieder als genesen gelten. Im Zusammenhang mit dem Virus gibt es zwei neue Todesfälle. Der Stand der aktiven Fälle beträgt derzeit 2.280.

Corona in Rheinland-Pfalz: „Mehr Maske, weniger Party“ lautet jetzt das Motto

Update vom 15. Oktober, 12:35 Uhr: Wegen der stark zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus verschärft Rheinland-Pfalz die Maßnahmen weiter: Bei einer Überschreitung der orangefarbenen Gefahrenstufe wird in dem betreffenden Gebiet dort eine Maskenpflicht eingeführt, wo „Menschen dichter und länger zusammenkommen“, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Donnerstag (15. Oktober). Die Gefahrenstufe Orange gilt ab einem 7-Tage-Inzidenzwert von 35 (35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen).

Dreyer fasst die Maßnahmen unter dem Motto „Mehr Maske, weniger Party“ zusammen, mit dem eindringlichen Appell an die Bevölkerung, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. So sollen Privatfeiern künftig auf eine maximale Teilnehmerzahl von 25 im öffentlichen Raum limitiert sein. Im privaten Bereich gilt „eine dringende Empfehlung der Begrenzung auf 15 Personen“. Zudem gilt in Gastronomie, Spielhallen oder ähnlichen Einrichtungen eine vorgezogene Sperrstunde. Auch soll es zusätzliche Auflagen und Kontrollen geben.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das passiert bei Alarmstufe Rot

Beim Überschreiten der 7 Tage-Inzidenz von 50 (50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche), wie aktuell in den Landkreisen Neuwied, Bitburg-Prüm oder Neuwied und der Stadt Mainz, werden zusätzlich verschärfte Maßnahmen greifen. In Gebieten mit roter Alarmstufe sollen dann nur noch zehn Personen zu privaten Feiern im öffentlichen Raum oder zwei Hausstände zusammenkommen dürfen. Für Privaträume gibt es eine „dringende Empfehlung“ einer Limitierung auf maximal zehn Personen. Dann soll für Gastronomie oder ähnliche Betriebe eine Sperrstunde ab 23 Uhr gelten.

Schon vor den jüngsten Beratungen der Länderregierungschefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Corona-Maßnahmen am Mittwoch (14. Oktober) in Berlin hatte sich Dreyer für eine Beschränkung der Teilnehmerzahlen bei Privatfeiern stark gemacht. Derweil hat Rheinland-Pfalz das zunächst bundesweit vereinbarte Beherbergungsverbot auf Eis gelegt, nachdem es innerhalb des Bundeslandes, aber auch in anderen Bundesländern scharfe Kritik an der Bestimmung gegeben hatte. (rmx/dpa)

Corona in Rheinland-Pfalz: Tag der Entscheidung – das sind die ersten Verschärfungen

Update vom 14. Oktober, 22:20 Uhr: Neben den bereits getroffenen Beschlüssen wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten die Kontaktverfolgung verbessern und bereits bei einer Inzidenz von 35 weitere Maßnahmen ergreifen. Lediglich beim Thema „Reisen“ kann keine gemeinsame Entscheidung gefunden werden. In zehn Tagen soll über das Geschehen in Deutschland neu entschieden werden. Möglicherweise können dann die Maßnahmen verschärft werden.

Update vom 14. Oktober, 19:09 Uhr: Die Konferenz mit Angela Merkel und den Ministerpräsidenten nimmt kein Ende. Laut Informationen der Bild-Zeitung und der Deutschen Presse-Agentur könne sie sich bis 21 Uhr hinziehen. Viele Maßnahmen sind noch nicht entschieden, doch bei ein paar Punkten haben sich die Beteiligten einigen können:

  • In Corona-Hotspots (7-Tage-Inzidenz: 50) wird eine Sperrstunde ab 24 Uhr gelten.
  • Ab einer Inzidenz von 35 soll eine „ergänzende Maskenpflicht“ gelten.
  • In Risiko-Gebieten (7-Tage-Inzidenz: 50) dürfen private Feiern mit maximal 10 Personen stattfinden, in der Öffentlichkeit nur noch 10. Falls die Maßnahmen nicht greifen dürfen sich nur noch 5 Personen in der Öffentlichkeit treffen.

Update vom 14. Oktober, 14:17 Uhr: Am Mittwoch treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder zu einer weiteren Corona-Konferenz. Während das letzte Mal noch über Lockerungen gesprochen wurde, entscheiden sie heute über Verschärfungen.

Der Bild-Zeitung liegt die Beschlussvorlage vor. Darin heißt es, dass über eine Einschränkung des Kontaktverbots, einer Sperrstunde und einer Erweiterung der Maskenpflicht entschieden werde. Außerdem sollen bereits strengere Maßnahmen bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 – und nicht 50 – geriffen werden.

Weiter heißt es in der Beschlussvorlage: „Kommt der Anstieg der Infektionszahlen unter den vorgenannten Maßnahmen nicht spätestens binnen 10 Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren. In diesen Fällen ist insbesondere im ersten Schritt eine Kontaktbeschränkung einzuführen, die den Aufenthalt im öffentlichen Raum nunmehr mit bis zu X Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände gestattet“, zitiert die Bild die Beschlussvorlage.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe rot für weiteren Landkreis – drohen Verschärfungen?

Update vom 13. Oktober, 16:26 Uhr: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 50 hat nun auch der Kreis Neuwied den Schwellenwert zur Alarmstufe Rot erreicht. Über mögliche weitere Maßnahmen wird nun beraten, nachdem bereits erste Beschränkungen beschlossen wurden. In Mainz (55) und den Landkreisen Neuwied (50) und Bitburg-Prüm (116) ist nun die Alarmstufe ausgerufen worden.

Aktuell gibt es in Rheinland-Pfalz insgesamt 12.400 bestätigte Corona-Fälle, 260 Todesfälle und 10.189 genesene Fälle. 1.951 Menschen im Land sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert.

Corona in Rheinland-Pfalz: Zahlen explodieren – droht jetzt eine Verschärfung?

Update vom 12. Oktober, 18:47 Uhr: Rheinland-Pfalz setzt das geplante Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Krisengebieten vorerst nicht in Kraft. Das kündigt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz an.
„Die Rückmeldungen aus den Kommunen waren verheerend.“ Auch bundesweit sei die Diskussion über den Sinn dieses Verbots „extrem virulent“. „Deshalb setzen wir es jetzt nicht direkt in Kraft.“ Dreyer will sich in der Schalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch angesichts der deutlich steigenden Corona-Neuinfektionen zudem für eine bundesweite Begrenzung von Privatfeiern auf etwa 25 Teilnehmer einsetzen.

Ursache der drastisch steigenden Infektionen seien in der Regel private Feiern, sagt Dreyer. „Es wäre ein echtes Signal, private
Feiern drastisch zu reduzieren.“ Wenn eine bundeseinheitliche Regelung in der Schalte der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch nicht gelinge, werde Rheinland-Pfalz für sich nachsteuern. Derzeit seien 75 Menschen bei privaten Feiern erlaubt.
Über das Beherbergungsverbot wolle sie in der Schalte auch noch einmal reden, kündigte Dreyer an. „Rheinland-Pfalz war davon nie ein großer Fan.“ Wegen der Bundeseinheitlichkeit habe sich ihre Regierung aber angeschlossen.

Rheinland-Pfalz: Lage kritisch – an diesen Orten explodieren die Corona-Zahlen

Update vom 12. Oktober, 08:10 Uhr: Die Stadt Mainz hat den kritischen Wert von 50 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Der Wert lag am Sonntag bei 57, wie das Sozialministerium in Rheinland-Pfalz mitteilte. Weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens wurden zunächst nicht angekündigt. Es werde jedoch eine lokale Task Force geben, die zeitnah zusammentrete. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen bereits Maßnahmen wie ein nächtliches Alkoholverbot beschlossen.

Außerdem lagen am Sonntag die Kreise Neuwied (50) sowie Bitburg-Prüm (68) am oder über dem Schwellenwert. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sollte sich laut dem Ministerium am Montag eine regionale Task Force zusammensetzen und gemeinsame Empfehlungen herausgeben. Im Kreis Neuwied sei der Schwellenwert nur aufgrund einer Rundung erreicht. Die entsprechende Task Force für den Landkreis hat bereits zweimal getagt, für kommenden Montag sei ein weiteres Treffen vereinbart. Der Kreis Kaiserslautern - am Samstag noch wegen technischer Gründe bei 61 - fiel am Sonntag nach einer Korrektur der Werte auf 37.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist auch am Sonntag wieder gestiegen. Insgesamt haben sich nun 12.096 Menschen infiziert, 202 mehr als noch am Vortag, berichtete das Sozialministerium. Die Zahl der aktiven Fälle im Land wurde mit 1.787 Menschen angegeben, 149 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb landesweit bei 256.

Corona in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer: „Die Lage ist ernst“

Update vom 11. Oktober, 17:15 Uhr: Am Samstagmorgen (10. Oktober) haben Polizisten eine Feier von mehr als 100 jungen Menschen im rheinland-pfälzischen Trier aufgelöst. Die Veranstaltung habe „unter Missachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen“ in einem Partyraum stattgefunden, teilt die Polizei mit. Anwohner haben zuvor die Beamten um 3 Uhr nachts alarmiert. Einige Partygäste seien beim Eintreffen der Beamten in einen nahegelegenen Wald geflüchtet. Die Polizei habe die Personalien von mehr als 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt. Die Feiernden kommen laut Polizei auch aus dem Nachbarland Luxemburg.

Unterdessen hat sich auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu Wort gemeldet. Angesichts steigender Infektionszahlen mahnt die Landes-Chefin zur Einhaltung der Hygieneregeln wegen der Corona-Pandemie:Die Lage ist ernst. Ernster, als diejenigen glauben, die sich nicht an die Schutzmaßnahmen halten“, sagt Dreyer am Sonntag in Mainz. Nur wenn man die Kontakte reduziere und die Regeln befolgen, könne man das Virus „aushungern“. Auch wenn sie die Sehnsucht nach Normalität und Ausgelassenheit verstehe, so sei jetzt die Zeit für größte Konsequenz bei Regelbrüchen. (dpa/esk)

Corona in Rheinland-Pfalz – Hammer-Urteil: Wilde Orgien in Kinosälen erlaubt

Update vom 10. Oktober, 12:30: Der Betreiber eines Erotik-Kinos in Ludwigshafen hat erfolgreich gegen die rheinland-pfälzischen Corona-Verordnung geklagt. Nach dem Urteilsspruch des Verwaltungsgericht Neustadt dürfen jetzt auch wieder Menschen, die aus zwei Haushalten stammen, ohne Mindestabstand in seine Kinosäle. Die Begründung: Das Kino für exotische Filme sei kein Bordell, da dort keine sexuellen Dienstleistungen angeboten werden. Zudem gilt die Mindestabstandsregel von 1,5 Metern erst dann, wenn mehr als zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen.

Im Klartext bedeutet das: Orgien mit bis zu zehn Personen sind nach dem Urteil möglich. Im Kino könne es „während der Vorführung von Filmen in mehreren einzelnen Kinosälen auch zu sexuellen Kontakten/Handlungen kommen“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus der Urteilsbegründung.

Zuvor hat die Stadt Ludwigshafen den Betreiber des Kinos darauf hingewiesen, dass wegen des Hygienekonzepts nur Menschen aus einem Haushalt einen Saal belegen dürfen. Dieser Argumentation will das Gericht offenbar nicht folgen. Damit stehen nun wilden Orgien in der Kinosälen der Pfalz nichts mehr im Weg. (esk/dpa)

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Orange – kritische Lage in diesen Landkreisen

Update vom 9. Oktober, 12:45 Uhr: Mit 223 neuen laborbestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Rheinland-Pfalz nimmt die Verbreitung des Virus wieder weiter Fahrt auf. Seit Beginn der Pandemie wurden im Bundesland 11.770 gesicherte Ansteckung mit Sars-CoV2 registriert. Die Zahl der „aktiven Fälle“ beläuft sich laut Landesuntersuchungsamt am Freitag (9. Oktober, 10 Uhr) auf 1.572 - 178 mehr als am Vortag. 16 weitere Personen mussten wegen Covid-19 ins Krankenhaus. Insgesamt beträgt die Zahl der „hospitalisierten“ Fälle mittlerweile 1.140. An oder mit Covid-19 sind inzwischen 256 Menschen gestorben. Von einer Erkrankung genesen sind insgesamt 9.942 Personen, 45 mehr als am Donnerstag (8. Oktober).

In Mainz wurden in den vergangenen sieben Tagen 46 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner gezählt, in Neuwied waren es 44. Im Kreis Bitburg-Prüm gab es 41 Neuinfektionen, im Kreis Kaiserslautern steckten sich 37 Menschen pro 100.000 Einwohnern an. In keinem einzigen Kreis und in keiner Stadt gab es in den vergangenen sieben Tagen null Infektionen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Mit Eilantrag – Geschwister klagen gegen Maskenpflicht

Update vom 9. Oktober, 7:45 Uhr: Die Oberbürgermeister von Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Trier haben eine „weitere Stärkung der kommunalen Finanzen“ gefordert. So seien zum Beispiel Ordnungsämter aktuell im Dauereinsatz. Neben der Kontrolle der Einhaltung von Abstandsregeln, Gästelisten, Obergrenzen und Maskenpflicht müssen die Mitarbeiter noch andere Aufgaben übernehmen.

Auch bei einem landesweiten Kontrolltag in Rheinland-Pfalz am Mittwoch (8. Oktober) hat das Ordnungsamt mit der Polizei nach Maskenverweigerern gesucht. Wie das Innenministerium mitteilt, sind die Beamten auf insgesamt 2.176 Menschen gestoßen, die trotz einer Pflicht keine Schutzmaske getragen haben. Bei den meisten habe allerdings eine mündliche Verwarnung ausgereicht, sodass nur wenige ein Bußgeld erhalten haben. Die häufigsten Verwarnungen hat es an Haltestellen gegeben, weil den Personen nicht klar gewesen sei, dass sie dort ebenfalls einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Schüler scheitern mit Eilantrag gegen Maskenpflicht

Die ersten Wochen des Schuljahres 2020/2021 sind angesichts einer historischen Herausforderung wie der Corona-Pandemie
sehr gut und ruhig verlaufen“, sagt Bildungsministerin Stefanie Hubig. Trotzdem wird vor Beginn der Herbstferien in Rheinland-Pfalz darüber diskutiert, ob die Schulen im Land ausreichend für Corona gewappnet sind. Bei der Diskussion geht es vor allem um Lüftungsfragen und Schulbusse. Der Philologenverband mahnt das Bildungsministerium, seine Fürsorgepflicht wahrzunehmen.

Unterdessen ist im Landkreis Neuwied ein Geschwisterpaar vor Gericht gescheitert. Sie haben einen Eilantrag gegen die regional verhängte Maskenpflicht im Schulunterricht gestellt. Ihrer Meinung nach sei die Maßnahme unverhältnismäßig. Das Verwaltungsgericht Koblenz stuft den Schutz von Gesundheit und Leben aber höher ein als das Interesse des beiden Gymnasiasten.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Orange – hier sind die Hotspots

Erstmeldung vom 8. Oktober: Die Infektionszahlen sind in Rheinland-Pfalz innerhalb eines Tages sprunghaft angestiegen. Landesweit haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 11.547 Menschen angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Mainz am Donnerstag mitteilt. Das bedeutet 170 Neu-Infektionen im Vergleich zum Vortag. Aktuell seien in Rheinland-Pfalz 1.394 Menschen infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 bleibt landesweit bei 256. Insgesamt 9.897 Menschen gelten als genesen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die Hotspots im Bundesland

Die anteilig meisten Neu-Infektionen mit dem Coronavirus gab es zuletzt weiterhin im Kreis Neuwied. Dort wurden innerhalb von 7 Tagen 40 Fälle pro 100.000 Einwohner gezählt. Am Mittwoch hatte dieser Wert sogar bei 44 gelegen. Deutlich sind laut Sozialministerium Rheinland-Pfalz die Anstiege an Infektionen auch in den Kreisen Kaiserslautern sowie Mainz-Bingen. Dort stieg die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz von 19 am Vortag auf 29. In der Stadt Mainz wurden 39 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert. Im Kreis Kaiserslautern stieg dieser Wert von 10 auf 24 ebenfalls deutlich.

Corona in Rheinland-Pfalz: Alarmstufe Orange erreicht – wie Kommunen jetzt reagieren müssen

Am Donnerstag gibt es in Rheinland-Pfalz keine Kreise oder Städte ohne neue Infektion mit Corona. Die Warnstufen nach dem Warn- und Aktionsplan der Landesregierung liegen bei 20, 35 und 50. Die Stadt Mainz und der Kreis Neuwied haben den mittleren Wert, die sogenannte Alarmstufe Orange, also mittlerweile erreicht.

Corona in Rheinland-Pfalz: Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen

Dem Plan zufolge wird eine lokale Task Force unter anderem aus betroffener Kommune, Ordnungsbehörden, Gesundheitsamt, mehreren Ministerien und Polizei spätestens dann eingerichtet, wenn der 7-Tage-Inzidenzwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern an mehr als fünf Tagen überschritten wird. Die Task Force erarbeitet Handlungsempfehlungen, die Kommunen können aber auch schon früher reagieren.

Corona in Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Dreyer appelliert an Bevölkerung

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat angesichts der stark steigenden Corona-Infektionen eindringlich an die Rheinland-Pfälzer appelliert. „Es kommt auf jeden Einzelnen an“, sagte Dreyer am Donnerstag in Mainz. „Es sind die kleinen Alltagsentscheidungen, die den großen Unterschied machen können.“  „Wir spüren alle, dass Corona uns mürbe macht. Und dass man am liebsten aus dem Korsett der Regulierungen und der Vorsicht ausbrechen würde“, sagte Dreyer. „Ich verstehe das! Aber wenn wir jetzt nicht aufpassen, verlieren wir alles, für das wir in den letzten Monaten gekämpft und verzichtet haben.“ 

Corona in Rheinland-Pfalz: Bußgelder steigen ab Samstag – hohe Strafen für falsche Kontaktdaten

Ab dem 10. Oktober gilt in Rheinland-Pfalz eine neue Regelung zu Corona-Bußgeldern. Wer sich ab diesem Samstag mit falschen Kontaktdaten in eine Corona-Gästeliste einträgt, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen. Das hat der Ministerrat am Dienstag in Mainz entschieden. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss 50 Euro bezahlen. „Seit Beginn der Corona-Pandemie bis Ende September 2020 hat die Polizei rund 600 Verstöße gegen die Maskenpflicht registriert.“ , teilt das Innenministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit. Hinzu kämen viele Verstöße, die der kommunale Vollzugsdienst ohne polizeiliche Beteiligung festgestellt habe. Alle aktuellen Regeln findest Du in unserer Übersicht zur Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz.

Corona in Rheinland-Pfalz: Landesweiter Masken-Kontrolltag – 230 Polizisten im Einsatz

Am Mittwoch (7. Oktober) fand in Rheinland-Pfalz ein landesweiter Masken-Kontrolltag statt, bei dem rund 230 Polizisten die Mitarbeiter der zuständigen Kreis- und Stadtverwaltungen unterstützten. Schwerpunkte der Aktion waren in Bad Kreuznach, Worms und Mainz neben dem ÖPNV und den dazugehörigen Haltestellen auch weitere Orte, an denen eine Maskenpflicht besteht. Insgesamt wurden im gesamten Bundesland mehr als 2.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. (kab/dpa)

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa

Kommentare