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Corona in RLP: Booster-Impfung ab Dezember schon nach vier Monaten

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Von: Peter Kiefer

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Corona in Rheinland-Pfalz – Die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen der Pandemie in RLP sowie die Top 5 der regional höchsten Inzidenzen im aktuellen News-Ticker:

Update vom 22. November, 14:23 Uhr: Die Anmeldung zu einer Auffrischungsimpfung (Boostern) gegen das Coronavirus ist beim Impfportal des Landes Rheinland-Pfalz ab sofort schon fünf Monate nach der letzten Spritze möglich. Das kündigte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Montag in Mainz an. Bisher war das erst nach sechs Monaten möglich. Vom 1. Dezember an werde die Registrierung dann bereits vier Monate nach der Zweitimpfung möglich sein. Dann werde auch das Mainzer Impfzentrum als neuntes von früher 32 wieder geöffnet sein.

Bis zum Wochenende hätten sich bereits rund 275.000 Menschen im Land boostern lassen. Beim Impfportal hätten sich mehr als 70.000 Menschen angemeldet, 65.000 Termine seien bisher vergeben worden. „Die, die sich bis gestern registriert haben beim Land, bekommen ein Angebot von Biontech“, sagte Hoch. Dies gelte auch für Unter-30-Jährige, „weil es so empfohlen ist“. „Für alle anderen haben wir genug Moderna.“

Corona in RLP: Zahnärzte wollen beim Impfen helfen

Update vom 22. November, 13:20 Uhr: Die Zahnärzte in Rheinland-Pfalz haben ihre Hilfe bei Corona-Schutzimpfungen angeboten. Derzeit fehle dafür aber eine rechtliche Grundlage, die auf Bundesebene geschaffen werden müsse, teilte die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz am Montag mit. Viele Zahnärzte setzten täglich in ihren Praxen Spritzen. „Sobald es gewünscht wird, unterstützen wir gern die Ärzteschaft, damit so viele Menschen wie möglich und so rasch wie möglich geimpft werden können – auch und gerade im ländlichen Raum“, so LZK-Präsident, Wilfried Woop. Die Kammer hat nach eigenen Angaben rund 3.400 Mitglieder.

Corona in RLP: Ab Mittwoch gilt 2G! Knallhart-Regeln für Ungeimpfte

Update vom 22. November, 10:19 Uhr: Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus wird das gesellschaftliche Leben auch in Rheinland-Pfalz für Ungeimpfte eingeschränkt. Die schärferen Regeln für Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und Kulturveranstaltungen gelten von Mittwoch (24. November) an. Sie treten zeitgleich mit dem neuen Bundesinfektionsschutzgesetz in Kraft. Die notwendige neue Corona-Verordnung verabschiedet das rheinland-pfälzische Kabinett am morgigen Dienstag. Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) stellt die Eckpunkte schon am heutigen Montag (13:30 Uhr) in Mainz vor.

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD).
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). © Andreas Arnold/dpa

Weil die Hospitalisierungsinzidenz über 3 gestiegen ist, gilt künftig die 2G-Regel flächendeckend etwa bei Veranstaltungen, in der Gastronomie, beim Friseur oder in Hotels – also Zutritt nur für Genesene oder Geimpfte. Ausnahmen gibt es für Kinder und Jugendliche. Erfasst werden bei diesem Wert die gemeldeten Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner in einem 7-Tage-Zeitraum – auf allen Stationen. Darauf hatten sich Bund und Länder geeinigt. Steigt die Hospitalisierungsinzidenz über 6 (Stufe 2) sollen auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen gelten, etwa in Discos und Bars. Das wird als 2G plus bezeichnet.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim555,8
Sk Landau458,4
SK Neustadt/Weinstraße356,4
SK Worms352,3
LK Südliche Weinstraße307,8

Corona in RLP: Verwirrung um Inzidenz – RKI und LUA mit verschiedenen Zahlen

Update vom 21. November, 13:20 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Rheinland-Pfalz weiter aus. Das Landesuntersuchungsamt meldete am Sonntag 857 bestätigte Neuinfektionen. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg auf 226,7. Am Samstag hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz bei 213,4 gelegen. Die künftig für Einschränkungen des öffentlichen Lebens maßgebliche landesweite Zahl der Krankenhausaufnahmen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, sank dem Landesuntersuchungsamt zufolge von 3,9 am Vortag auf nun 3,7. Von den in Rheinland-Pfalz verfügbaren Betten auf Intensivstationen waren dem Landesuntersuchungsamt zufolge 6,29 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt.

Die genannten Infektions- und Inzidenzzahlen weichen von den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ab, das am Sonntag von 704 nachgewiesenen Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz berichtete. Bei den Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche nannte das RKI für das Land einen Wert von 215,5. Dem RKI zufolge kam in Rheinland-Pfalz ein Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 dazu, damit starben dort seit Beginn der Pandemie 4.213 Menschen an oder mit dem Virus.

Corona in RLP: Land plant neues Konzept – Lotsen sollen Ungeimpfte aufklären

Update vom 20. November, 10:50 Uhr:  Rheinland-Pfalz will die Impfquote gegen das Coronavirus mit sogenannten Lotsen steigern. „Es gibt viele Unentschlossene und Uninformierte oder Menschen mit Ängsten, die die Informationen nur schwer einordnen und daraus Schlüsse für sich ziehen können“, sagt Birgit Kahl-Rühter von der Landeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (LZG) der Deutschen Presse-Agentur. Die LZG sei über den Einsatz solcher Helfer und Helferinnen mit den Kommunen im Gespräch. Denn diese wüssten am besten, welche Orte und Quartiere für Impflotsen infrage kämen, und welche Zielgruppen angesprochen werden sollten. Die Impfungen sollten dann mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung und dem öffentlichen Gesundheitsdienst möglichst bald nach dem Gespräch - also etwa ein, zwei Tage später - gesetzt werden.

Minimum sei ein Impflotse oder eine Impflotsin pro Kommune und Kreis, sagte Kahl-Rüther. Sie könnten voraussichtlich ab Mitte Dezember starten. Als Impflotse könnten beispielsweise Mitarbeiter aus dem Projekt soziale Stadt, Integrationshelfer oder Fachkräfte für Langzeitarbeitslose fortgebildet werden. Geplant seien zwei- bis dreistündige Online-Fortbildungen vor Beginn des Einsatzes und danach nach Bedarf. Dabei solle es neben medizinischen Kenntnissen wie Infektionsrisiken und der Impfung selbst auch um Methoden der Gesprächsführung gehen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim555,8
SK Landau428,4
LK Südliche Weinstraße364,7
SK Worms335,5
LK Rhein-Pfalz-Kreis308,9

Corona in RLP: Strenge 2G-Regel für Gastro & Veranstaltungen – Wann es soweit ist

Update vom 19. November, 10:21 Uhr: Der Zutritt zu Veranstaltungen und Gaststätten soll in Rheinland-Pfalz ab dem kommendem Mittwoch (24. November) nur noch für Genesene und Geimpfte möglich sein. Im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) sagte Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag (18. November) in Berlin, diese 2G-Regelung greife ab einer Hospitalisierungsinzidenz von drei Aufnahmen von Corona-Patienten in den Krankenhäusern auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Donnerstag lag dieser Wert in Rheinland-Pfalz bei 3,6.

Vor dem Corona-Gipfel am Donnerstag ist die Beschlussvorlage durchgesickert. Bund und Länder planen flächendeckend 2G und eine Lockdown-Option.
Beim Corona-Gipfel am 18. November 2021 haben sich Bund und Länder flächendeckend für 2G und eine Lockdown-Option ausgesprochen. © Hans Punz/dpa

Die Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes werde „Hand in Hand“ mit den Bestimmungen des neuen bundesweiten Infektionsschutzgesetzes einhergehen, sagte Dreyer in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin. Beides soll am Mittwoch in Kraft treten. Sie sei „sehr zuversichtlich, dass wir morgen auch im Bundesrat das Gesetz verabschieden können“. Mit den neuen Beschlüssen der MPK und den Vorgaben im Infektionsschutzgesetz erhalte die Bevölkerung bundesweit eine klare Orientierung, sagte Dreyer.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim495,3
SK Landau351,3
LK Südliche Weinstraße338,5
SK Neustadt/Weinstraße305,8
SK Worms286,4

Corona in RLP: Infektions-Alarm in Pfälzer Kita – 17 Kinder in Quarantäne

Update vom 18. November, 10:53 Uhr: Corona-Alarm in einer Kita in Frankenthal (7-Tage-Inzidenz 199,0): Wegen drei Neuinfektionen mit dem tückischen Virus müssen in der städtischen Kindertagesstätte Jean-Ganss-Straße zwei Gruppen in Quarantäne, wie eine Rathaus-Sprecherin mitteilt. Betroffen sind insgesamt 17 Kinder. Eine Freitestung durch einen negativen PCR-Test ist möglich.

Corona in RLP: Schüler fordern mehr Tests und Impfungen – „Tropfen auf den heißen Stein“

Update vom 18. November, 8:49 Uhr: Die Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler (LSV) in Rheinland-Pfalz hat sich am Mittwoch für mehr Corona-Tests und einen Ausbau der Impfmöglichkeiten ausgesprochen. Die von der Landesregierung angepasste Teststrategie sei nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärte die LSV in Mainz. Sie werde der aktuellen Lage alles andere als gerecht. „Um einen sicheren Unterricht für alle zu gewährleisten, brauchen wir - auch und vor allem in Warnstufe 1 - mindestens zwei Testungen pro Woche für alle am Schulleben beteiligten Personen - ungeimpft und geimpft“, forderte LSV-Vorstandsmitglied Colin Haubrich. Nur so lasse sich der nötige Schutz in den Schulen sicherstellen.

Die Zahl der Corona-Tests an den Schulen soll sich ab nächster Woche nach der Warnstufe der jeweiligen Kommune richten. In der bislang noch vorwiegenden Warnstufe 1 ist ein Test vorgesehen, in der Warnstufe 2 sind es zwei und in der Warnstufe 3 drei Tests. Im Falle einer Infektion müssen sich weiterhin alle Mitglieder einer Lerngruppe fünf Tage lang in Folge testen und auch im Unterricht eine Maske tragen.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim494,6
LK Südliche Weinstraße337,6
SK Landau310,6
SK Speyer297,6
SK Worms293,6

Corona in RLP: Warnstufen werden verschärft – die Folgen für Ungeimpfte, Weihnachtsmärkte & Schulen

Update vom 17. November, 8:39 Uhr: Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) geht davon aus, dass die Schüler in Rheinland-Pfalz ab Montag (22. November) zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden und der Zugang für Ungeimpfte am gesellschaftlichen Leben eingeschränkt wird. Das Angebot an Impfstationen soll so ausgeweitet werden, dass neben den niedergelassenen Ärzten landesweit noch 66.000 bis 70.000 Spritzen gegen das Coronavirus pro Woche möglich sind, ergänzte Landesimpfkoordinator Daniel Stich (SPD). Dafür werden unter anderem acht der ursprünglich 32 Impfzentren wieder eröffnet.

Die Zahl der Corona-Tests an den Schulen soll sich künftig nach der Warnstufe der jeweiligen Region richten. Indem die Teststrategie und auch die Maskenpflicht für Schüler am Warnstufenplan des Landes ausgerichtet werde, könne künftig flexibel auf Veränderungen bei der Infektionslage reagiert werden, teilte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) mit. Zudem solle es wieder jeweils zwei sogenannte Präventionswochen geben, nach den Weihnachts- und Winterferien. Dabei wird auch in Warnstufe eins zweimal anlasslos pro Woche getestet.

Corona in RLP: Keine einheitlichen Regeln für Weihnachtsmärkte

Für die Weihnachtsmärkte werde es keine landeseinheitlichen Regeln geben. „Es gibt nicht den einen Weihnachtsmarkt, sondern viele verschiedene“, erklärt Minister Hoch. Die Veranstalter und Kommunen könnten aber mit 2G (Zugang für Geimpfte und Genesene) planen – die Maskenpflicht sei eine Möglichkeit für Weihnachtsmärkte und Fußgängerzonen.

Impressionen vom Ludwigshafener Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Platz.
Impressionen vom Ludwigshafener Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Platz. © LUDWIGSHAFEN24/Celine Burghardt

Die Impfzentren in Ludwigshafen, im Kreis Mainz-Bingen, Neustadt/Weinstraße, Trier, Koblenz, Germersheim, dem Rhein-Lahn-Kreis und Kaiserslautern sollen ab Mittwoch nächster Woche wieder öffnen, bis voraussichtlich zunächst Ende April 2022. Die Einrichtung in Mainz will später auch wieder mitmachen. Die Zentren bieten Erst- und Zweitimpfungen sowie Auffrischungen an, aber erst nach frühestens sechs Monaten. Anmeldungen sollen von Donnerstag an über das Portal www.impftermin.rlp.de möglich sein. In den 23 Kommunen, wo die früheren Impfzentren nicht wieder öffnen, sollen zehn der zwölf Impfbusse eingesetzt werden. Dazu kämen Impfangebote der Kommunen sowie an 21 Krankenhäusern. Ziel sei es, die Praxen sehr schnell zu entlasten, sagte Stich.

Corona in RLP: Warnstufen-System künftig strenger

Der Ministerrat habe sich am Dienstag auf strengere Corona-Regeln verständigt, allerdings vorbehaltlich der Beschlüsse der
Ministerpräsidenten mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU), sagte Hoch. Die Bund-Länder-Schalte ist am Donnerstag (18. November). Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wird sich im Anschluss dazu äußern. Tags drauf wolle die Landesregierung dann ihre neue, verschärfte Corona-Verordnung der Öffentlichkeit vorstellen. Sie soll von kommender Woche an gelten. Hoch geht davon aus, dass dann landesweit die Warnstufe 2 gelten wird.

Nach den vorbehaltlichen Beschlüssen vom Dienstag gilt künftig in Warnstufe 3 fast durchweg 2G (nur Genesene und Geimpfte). Die Regelungen in Warnstufe 2 werden strenger und schneller erreicht. So sind bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen - vom Konzert über die Familienfeier bis zum Handballspiel - künftig in Warnstufe 2 nur noch 50 (statt bisher 100) nicht-immunisierte Menschen zugelassen, Abstand und Maske am Platz werden Pflicht.

In der Gastronomie und in Spielhallen dürfen nur noch maximal 25 nicht genesene oder geimpfte Menschen gleichzeitig anwesend sein. In Warnstufe 2 reduziert sich diese Zahl auf fünf Menschen. An Sport und Kultur dürfen in Warnstufe 2 nur noch fünf Nicht-Immunisierte teilnehmen, für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren gilt zumindest in Warnstufe 2 noch die Ausnahme, dass bis zu 25 zusammenkommen dürfen. In Schwimmbädern, Thermen und Saunen soll die Zahl der Menschen auf die Hälfte der sonst üblichen Besucherhöchstzahl beschränkt werden. Für Gottesdienste und ähnliche Veranstaltungen gilt künftig eine Testpflicht für Ungeimpfte.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim455,8
LK Südliche Weinstraße352,0
SK Landau340,6
SK Worms313,9
LK Rhein-Pfalz-Kreis254,6

Corona in RLP: Schärfere Regeln für Ungeimpfte geplant – Tendenz zu 2G

Update vom 16. November, 13:21 Uhr: Im Zuge der andauernden pandemischen Lage und steigender Infektionszahlen hat die Stadt Ludwigshafen ihr Informationstelefon zu Corona-Fragen wieder in Betrieb genommen. Seit dem heutigen Dienstag (16. November) ist die Info-Hotline nun unter der neuen Rufnummer 0621/504-7000 montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr geschaltet, um Bürger*innen bei Fragen rund um Corona und den derzeit geltenden Regelungen weiterzuhelfen. Ebenfalls können per E-Mail Fragen an die Adresse infocorona@ludwigshafen.de gerichtet werden.

Update vom 16. November, 8:41 Uhr: Der rheinland-pfälzische Ministerrat befasst sich am heutigen Dienstag in seiner Sitzung mit der Verschärfung der Corona-Regeln. Das hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bereits vergangene Woche angekündigt. Die Inzidenz der Infektionen hat inzwischen den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 erreicht. Das Warnstufenmodell funktioniert nach Einschätzung der Landesregierung gut – es soll aber verschärft werden.

Corona und Schulen
Ein Corona-Selbsttest wird über dem Federmäppchen eines Grundschülers gehalten. (Symbolfoto) © Julian Stratenschulte/dpa/Illustration

Über die Ergebnisse der Kabinettssitzung informieren Gesundheitsminister Clemens Hoch und der Impfkoordinator des Landes, Daniel Stich (beide SPD), im Anschluss (14 Uhr) in Mainz. Derzeit gilt ein System mit drei Warnstufen, von denen bestimmte Einschränkungen und Gegenmaßnahmen abhängen. Als sicher gilt: In rheinland-pfälzischen Schulen soll künftig wieder häufiger getestet werden, nachdem die Landesregierung zuletzt die Testquote von wöchentlich zwei auf einen in der aktuellen Corona-Verordnung heruntergeschraubt hatte.

Im Kampf gegen Corona: Landesregierung in RLP will „Brandmauer“ errichten

Weil das Mainzer Kabinett jetzt eine „Brandmauer“ errichten wolle, um ein Ausmaß der Krise wie in einigen anderen Bundesländern zu verhindern, wie Minister Hoch dem SWR gesagt hat, werden Einschränkungen für Ungeimpfte sehr wahrscheinlich. Jedoch sieht der Politiker einen Lockdown für Ungeimpfte noch in weiter Ferne. Denn dieser würde nach sich ziehen, dass Ungeimpfte im Wesentlichen zu Hause bleiben müssten. Und das würde momentan etwas zu weit gehen. „Aber tatsächlich finde ich es vernünftig, dass wir sagen, je mehr Infektionen wir haben und je weiter wir in den Warnstufen kommen, desto weniger Ungeimpfte können wir zulassen zu Veranstaltungen, zu Kultur und zum Sport - und sicher in der Endstufe wird das auch bedeuten, dass nur noch Geimpfte und Genesene gesellschaftliche Teilhabe haben“, so Hoch weiter.

Hintergrund: In Rheinland-Pfalz gilt seit September in vielen Bereichen des täglichen die „2G-plus-Regelung“. Sie besagt, dass zusätzlich zu Geimpften und Genesenen auch eine bestimmte Anzahl Ungeimpfter mit tagesaktuellem Test Zutritt zu Events und Einrichtungen gewährt bekommt. Wobei dieses „2G plus“ nicht das Gleiche ist wie die bundesweit diskutierte „2G-plus“-Strategie. Hierbei wird auch von Geimpften und Genesenen ein negativ Test verlangt.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim424,8
LK Südliche Weinstraße354,7
SK Worms322,3
SK Landau308,5
LK Rhein-Pfalz-Kreis270,8

Corona in RLP: Rekord-Inzidenz! Gesundheitsminister Hoch für 3G am Arbeitsplatz

Update vom 15. November, 9:41 Uhr: Kommt die 3G-Regel in Deutschland am Arbeitsplatz oder kommt sie nicht? Jetzt hat sich auch der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) auf die Seite seines Parteigenossen Hubertus Heil gestellt. Der Bundesarbeitsminister fordert dies nämlich! Er halte das für sehr sinnvoll, da man mit 3G am Arbeitsplatz die Pandemie effektiv bekämpfen könne, so Clemens Hoch gegenüber dem SWR.

Währenddessen hat die bundesweite 7-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 303,0 laut Robert Koch-Institut (RKI) abermals auf einen neuen Höchstwert erreicht – nach 289,0 am Vortag und 201,1 vor einer Woche (Vormonat: 68,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 23.607 Corona-Neuinfektionen. Am vergangenem Donnerstag (11. November) hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50.196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 43 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.045.076 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 4,70 an (Donnerstag: 4,65). Der Wert wird am Wochenende nicht veröffentlicht. Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.494.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97.715.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim353,5
LK Südliche Weinstraße325,0
SK Worms317,5
SK Landau263,5
LK Cochem-Zell240,3

Corona in RLP: CDU fordert Impfpflicht für bestimmte Berufe

Update vom 14. November: Angesichts deutlich steigender Corona-Zahlen fordert die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsopposition eine Impfpflicht für Beschäftigte in Gesundheitsberufen. Der Leiter ihres „Zukunftsfeldes Gesundheit und Europa“, der Arzt Christoph Gensch, teilte am Sonntag (4. November) mit: „Die rasant steigende Infektionszahl und die Tatsache, dass ungeimpfte Personen ein höheres Risiko für die Virus-Übertragung darstellen als geimpfte, machen dieses konsequente Durchgreifen dringend notwendig.

Gensch ergänzte: „Wir dürfen nicht länger warten und zusehen, wie sich das Corona-Virus in Altenheimen ausbreitet, wie Intensivstationen überlaufen.“ Der CDU-Parlamentarier und Medizinermahnte: „Es sterben zu viele Menschen.“ Eine gesetzliche Grundlage für eine Impfpflicht für medizinische und pflegerische Berufsgruppen müsse schnell auf den Weg gebracht werden. Die geplante Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag (18. November) solle darüber beraten. Anfang November hatte schon die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz „schnellstmöglich“ eine Impfpflicht für Beschäftigte in Gesundheitsberufen gefordert.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
Germersheim353,4
Südl. Weinstraße325
KS Worms317,5
KS Landau263,5
Cochem-Zell240,2

Corona in RLP: Wie lange halten Kliniken der 4. Welle noch Stand?

Update vom 13. November: Mit den steigenden Corona-Infektionszahlen kommen bundesweit immer mehr Kliniken an ihre Belastungsgrenzen. Das DIVI-Intensivregister warnt: „Wir fahren im Nebel ohne GPS“. Aber wie ist die Lage an den Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz? Noch liegen die Zahlen unter den „Hochphasen“ aus dem vergangenen Winter, aber dennoch sei Vorsicht geboten, heißt es.

BundeslandRheinland-Pfalz
Einwohnerzahl4.098.391 (31. Dezember 2020)
Fläche19.854,21 km²
LandeshauptstadtMainz
MinisterpräsidentinMalu Dreyer (SPD)

Die Pandemie werde weiter von der „hohen Zahl an Ungeimpften unterhalten“, sagt Christian Mönch, Ärztlicher Direktor des Westpfalz-Klinikums in Kaiserslautern. Allerdings zeige die Zahl der Impfdurchbrüche vor allem bei älteren Patienten, dass der Impfschutz mit der Zeit abnehme. Deshalb kommen auch für Geimpfte in Rheinland-Pfalz „Booster-Impfungen“ eine wichtige Rolle zu.

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
Germersheim353,4
KS Worms298,4
Südl. Weinstraße277,1
KS Landau246,3
Rhein-Pfalz-Kreis242,3

Corona in RLP: Hausärzteverband fordert Knallhart-Regeln in Innenräumen

Erstmeldung vom 12. November, 10:59 Uhr: Harter Vorstoß des Hausärzteverbands! Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen bundesweit und auch in RLP fordert die rheinland-pfälzische Vorsitzende strengere Regeln in Gebäuden. Man müsse bundesweit bei öffentlichen Veranstaltungen in Innenräumen nur Geimpfte und Genesene zulassen, ohne dabei etwa auf Masken oder Abstand zu verzichten, so die Vorsitzende Barbara Römer gegenüber der „Rhein-Zeitung“ (12. November): „Das bedeutet 2G plus AHAL (Atemmasken, Hygieneregeln, Abstand und Lüften). Wir müssen uns also auch als Geimpfte oder Genesene an die Grundregeln der Pandemie halten.“

Das müsse kontrolliert werden. Das Wichtigste sei, in Innenräumen wieder konsequent Maske zu tragen. „Und wir müssen das jetzt beschließen. Wir können darüber nicht mehr wochenlang diskutieren“, warnte Römer. Zudem setzte sie sich für 3G am Arbeitsplatz ein, also den Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test. Bei 2G wird eine Impfung oder eine Genesung vorausgesetzt, ein Test alleine gilt nicht.

2G-Regel
Die Corona-Regeln werden derzeit erneut diskutiert. Der rheinland-pfälzische Hausärzteverband fordert striktere Regeln in Innenräumen. (Symbolfoto) © Markus Scholz/dpa

Die Medizinerin, die in einer Praxis im rheinhessischen Saulheim arbeitet, ergänzte, Geimpfte und Genesene machten Ärzten große Sorgen: „Im Glauben, dass sie mit der Impfung auf jeden Fall vor Corona geschützt sind, tragen sie zum Beispiel kaum noch eine Maske. Wenn sie sich anstecken, landen sie zwar nicht auf der Intensivstation. Aber es gibt immer mehr Impfdurchbrüche.“

Sollte sich der derzeitige Trend fortsetzen, warnte Römer, „bricht die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung in Deutschland zusammen. Auch die Intensivstationen werden dekompensieren. Denn wenn
die Inzidenzen immer schneller wachsen, nimmt auch die Zahl der Menschen zu, die das Virus übertragen können“, sagte die Medizinerin. „Damit steigt das Risiko, dass sich besonders vulnerable Gruppen anstecken - selbst wenn sie schon dreimal geimpft sind.“

Corona in Rheinland-Pfalz: Das sind die 5 Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten

Stadt-/Landkreis7-Tage-Inzidenz
LK Germersheim359,7
LK Südliche Weinstraße310,5
SK Landau297,7
SK Worms264,8
LK Rhein-Pfalz-Kreis219,7

Übrigens: Unser LUDWIGSHAFEN24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert. (dpa/pek)

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