Stadt gilt als Risikogebiet

Corona in Mannheim: Maskenpflicht, Sperrzeit, Feiern – diese strengen Regeln gelten ab heute

Mannheim - Alle Infos zu den aktuellen Fallzahlen, Neuigkeiten und Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie findest Du in unserem Ticker:

  • Mannheim: Bisher wurden insgesamt 1.461 (+31) Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 16. Oktober)
  • Mannheim überschreitet kritischen Wert: 7-Tage-Inzidenz liegt bei über 58,3.
  • Stadt beschränkt Teilnehmerzahl für private Feiern und verschärft Maskenpflicht im Jungbusch.
  • Alle aktuellen Zahlen und News zum Coronavirus in Mannheim im Ticker:

Update vom 17. Oktober, 9:20 Uhr: Die Stadt Mannheim ergreift aufgrund der rasant steigenden Fallzahlen verschärfte Maßnahmen. Diese gelten ab Samstag im gesamten Stadtgebiet. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz beträgt 58,3. Die Verschärfungen sind:

  • Einschränkungen der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern – sowohl in privaten als auch in öffentlichen Räumen:
    Für Privatveranstaltungen in geschlossenen Räumen sowohl in öffentlichen oder angemieteten Räumen als auch in privaten Räumen ist eine Teilnehmerbegrenzung von insgesamt maximal 10 Personen erlaubt, wobei die Teilnehmenden bei Veranstaltungen in privaten Räumen aus höchstens zwei unterschiedlichen Haushalten stammen dürfen. 
  • Maskenpflicht im Freien an ausgewählten Straßen und Plätzen im Innenstadtbereich: im Bereich der öffentlichen Straße (im Freien) in den Planken, auf dem Paradeplatz, der Breiten Straße, auf dem Marktplatz, der Kunststraße, auf den Kapuzinerplanken, der Fressgasse, auf dem Münzplatz, der Marktstraße, der Erbprinzenstraße sowie im Bereich des Bahnhofsvorplatzes (Willy-Brand-Platz) 
  • Sperrzeit ab 23 Uhr für Gastronomen und Vergnügungsstätten
  • Alkohol-Straßenverkaufsverbot am Wochenende ab 22 Uhr
  • Limitierung der Teilnehmerzahl bei öffentliche Veranstaltungen in Innenräumen auf maximal 100 Personen
  • Maskenpflicht im Unterricht für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse

Corona in Mannheim: Zahlen schießen nach oben – Diakonie geschlossen

Update vom 16. Oktober, 17:45 Uhr: In Mannheim gibt es 31 neue Corona-Fälle, wie das Gesundheitsamt am Freitagnachmittag mitteilt. Insgesamt erhöht sich die Zahl der infizierten Personen auf 1.461. Davon sind bereits 1.201 wieder genesen. In Mannheim gibt es noch 244 aktive Fälle.

Unter den infizierten Personen befinden sich zwei Mitarbeiterinnen des Diakoniepunkts Konkordien in Mannheim. Das teilt der Verband in einer Mitteilung mit. Das Werk in der Innenstadt wurde sofort geschlossen und die Mitarbeiter nach Hause geschickt. Nun informiert ein Schild am Gebäude, dass der Betrieb vorerst eingestellt ist.

Bei der Diakonie arbeiten nach eigenen Angaben die Mitarbeiter unter strengen Hygiene-Vorschriften und tragen Handschuhe sowie Masken. „Es ist von daher nahezu ausgeschlossen, dass sich auch Kund*innen infiziert haben könnten, zumal die betroffenen Mitarbeiterinnen keinen direkten Kontakt zu den Menschen an den Fenstern hatten“, heißt es in der Mitteilung. Ob noch weitere Angestellen infiziert sind, wird derzeit vom Gesundheitsamt überprüft.

Corona in Mannheim: Quadratestadt offiziell Risikogebiet – „Zahlen sind besorgniserregend“

Update vom 15. Oktober, 20:48 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Mannheim steigt um 42 auf 1.430, davon sind bereits 1.171 Personen wieder genesen. Damit gibt es 243 aktive Fälle

Update vom 15. Oktober, 19:30 Uhr: Was viele befürchtet haben, ist jetzt eingetreten: Die Quadratestadt ist offiziell Corona-Risikogebiet – der Schwellenwert ist damit überschritten worden. Gemäß den Zahlen des Landesgesundheitsamtes liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei einem Wert von 56,7. Am späten Nachmittag sagt Oberbürgermeister Peter Kurz gegenüber dem Mannheimer Morgen: „Die steigenden Fallzahlen sind besorgniserregend, weil nicht gesichert werden kann, dass vulnerable Gruppen auf Dauer zu schützen sind.“ Das heißt: Besonders ältere Menschen und Personen mit kritischen Vorerkrankungen sind besonders gefährdet.

Außerdem ergänzt das Mannheimer Stadtoberhaupt, dass es fatal wäre anzunehmen, das Virus sei gegenwärtig weniger gefährlich als noch im Frühjahr. Inzwischen hat die Stadt Mannheim genauso wie die Landeshauptstadt zuvor die Bundeswehr um Hilfe gerufen. Die Soldaten*innen sollen das Gesundheitsamt dabei unterstützen, die Infektionsketten nachzuverfolgen.

Corona in Mannheim: Alarmstufe rot kommt immer näher – diese Verschärfungen drohen

Update vom 14. Oktober, 16:44 Uhr: Das Gesundheitsamt Mannheim bestätigt 25 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf 1.388, davon sind bereits wieder 1.167 Personen wieder genesen. Aktuell gibt es 208 aktive Fälle in Mannheim.

Update vom 13. Oktober, 18:26 Uhr: Wie die Stadt Mannheim am Dienstagnachmittag berichtet, gibt es in der Quadratestadt 24 neue Corona-Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Fälle seit Ausbruch der Pandemie auf insgesamt 1.363. Es sind davon bereits 1.163 Personen wieder genesen. Es gibt noch 187 akute Fälle in Mannheim.

Laut dem Gesundheitsamt in Baden-Württemberg ist Mannheim die nächste Stadt, die auf eine 7-Tage-Inzidenz von 50 und damit Alarmstufe rot zu rast. Aktuell gibt es 48,3 Infizierte pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Der Durchschnitt im Bundesland liegt bei 32,3.

Update vom 12. Oktober, 17:50 Uhr: Das Gesundheitsamt gibt am Montagnachmittag 13 neue Corona-Fälle bekannt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf 1.339. Davon sind aber bereits 1.133 wieder gesund. Somit gibt es noch 193 aktive Fälle. Insgesamt leben in der Quadratestadt über 309.000 Einwohner

Corona in Mannheim: Lage spitzt sich zu – Stadt wappnet sich für den Ernstfall

Update vom 12. Oktober, 09:50 Uhr: Die Corona-Lage in Mannheim spitzt sich weiter zu. Am Wochenende lag der Wert der Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen bei über 44. Die kritische Schwelle wird bei einem Inzidenzwert von 50 überschritten. Damit sei laut Ansicht von Oberbürgermeister Kurz in Mannheim sogar zu rechnen. „Nach den steigenden Zahlen der letzten Tage und der bundesweiten Entwicklung in Großstädten ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch wir die Zahl von 50 Neuinfizierten pro Hunderttausend in der Woche überschreiten“, sagte Kurz dem Mannheimer Morgen am Sonntag. Die Stadt bereite bereits entsprechende Maßnahmen für diesen Fall vor.

Sollte in Mannheim die höchste Corona-Warnstufe erreicht werden, könnten die Maßnahmen ähnlich ausfallen, wie die in Stuttgart. In der Landeshauptstadt wurde am Samstag der Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Ab Mittwoch wird dort in der Innenstadt das Tragen einer Maske verpflichtend. Auch der Verkauf von Alkohol soll auf bestimmten Plätzen ab 21 Uhr, der Konsum ab 23 Uhr verboten werden. Bei privaten Feiern sind demnächst nur noch zehn Teilnehmer erlaubt, in öffentlichen und angemieteten Räumen dann 25.

Update vom 11. Oktober, 17:10 Uhr: Bis 16 Uhr sind dem Gesundheitsamt 10 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim erhöht sich somit auf insgesamt 1326. Bislang sind in Mannheim 1124 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 189 akute Fälle.

Corona in Mannheim: Viele Neuinfektionen – so haben sich die meisten angesteckt

Update vom 10. Oktober: Dem Gesundheitsamt werden bis Samstagnachmittag 37 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 1.316. Bislang sind in Mannheim 1.111 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 192 akute Fälle.
 
Nach wir vor sind fast alle Infektionsketten nachvollziehbar, es gibt kein diffuses Infektionsgeschehen. Die Mehrzahl der positiven Fälle stammt von Infektionen im direkten Kontakt, also engen Kontaktpersonen von bereits positiv gemeldeten Fällen, die sich auch schon in Quarantäne befinden. Die Infektionen fanden zum ganz überwiegenden Teil durch direkten Kontakt im privaten, familiären, beruflichen oder schulischen Umfeld statt.

Corona in Mannheim: Kita-Gruppe in Quarantäne – nach Besuch vom Gesundheitsamt

Update vom 9. Oktober: Dem Gesundheitsamt in Mannheim wurden am Freitag 25 weitere Corona-Fälle gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der Infektionen in Mannheim auf insgesamt 1.279. „Die Infektionen fanden zum ganz überwiegenden Teil durch direkten Kontakt im privaten, familiären, beruflichen oder schulischen Umfeld statt“, teilt die Stadt Mannheim mit. Bislang sind in Mannheim 1.078 Personen genesen, 188 Fälle gelten als aktiv.

Eine positiv getestete Person arbeitet nach Angaben der Stadt Mitarbeiter bei einem auswärtigen Gesundheitsamt und besuchte diese Woche eine Kita in Mannheim. Für alle Kinder und Betreuungspersonen aus der entsprechenden Krippe-Gruppe, die als enge Kontaktpersonen gelten, wurde häusliche Isolation angeordnet und sie wurden getestet. Die Eltern wurden bereits informiert.

Corona in Mannheim: Zahlen steigen weiter an – auch „Alternativ-Nachtwandel“ fällt ins Wasser

Update vom 8. Oktober: Das ist keine große Überraschung: Wie nun endgültig feststeht, kann der beliebte „Nachtwandel im Jungbusch“ dieses Jahr nicht stattfinden. Für gewöhnlich findet die kreative Großveranstaltung am letzten Oktoberwochenende statt. Im Vorfeld hat die Stadt Mannheim in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftszentrum Jungbusch versucht ein Alternativkonzept auf Grundlage der Corona-Verordnung zu erarbeiten. Aber auch dieses kann aufgrund steigender Corona-Fälle nicht durchgeführt werden.

Corona in Mannheim: Erste Konsequenzen nach Alarmstufe Gelb beschlossen

Update vom 7. Oktober: Dem Gesundheitsamt wurden in Mannheim am Mittwoch 24 weitere Corona-Fälle im Stadtgebiet gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle im Stadtgebiet auf insgesamt 1.238. Nach Angaben der Stadt Mannheim seien fast alle Infektionsketten nachvollziehbar. Die Mehrzahl der positiven Corona-Fälle stammten von Infektionen im direkten Kontakt mit bereits positiv gemeldeten Fällen. „Die Infektionen fanden zum überwiegenden Teil im privaten, familiären, beruflichen oder schulischen Umfeld statt“, teilt die Stadt mit. In Mannheim sind bislang 1.056 Personen genesen, 169 Menschen sind akut erkrankt.

Die neuen Fälle, die der Stadt Mannheim aktuell gemeldet werden, treten in sogenannten Clustern auf. So gab es zum Beispiel 25 Fälle in einer Sportgruppe, 13 und 12 Fälle in zwei Schul-Clustern, sechs Fälle bei Reiserückkehrern und im familiärem Umfeld sowie fünf Fälle aus einem betrieblichen Cluster.

Corona in Mannheim: Vorwarnstufe erreicht – Stadt verschärft Maskenpflicht in Ausgehviertel

Update vom 6. Oktober: Wer in Mannheim in seinem Haus, seiner Wohnung oder seinem Partykeller – also in privaten Räumen – eine Feier ausrichten will, der muss die Teilnehmerzahl ab kommenden Freitag (9. Oktober) auf 25 Personen beschränken. Mit dieser Maßnahme reagiert die Stadt Mannheim auf die steigenden Corona-Zahlen. Am Wochenende wurde der kritische Wert von 35 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten und damit die „Vorwarnstufe“ erreicht.

Corona in Mannheim: Stadt beschränkt Teilnehmerzahl für private Feiern

Für private Feiern in öffentlichen Räumen, wie zum Beispiel Vereinshäuser oder Gaststätten, gilt in Mannheim eine Teilnehmer-Obergrenze von maximal 50 Personen. Allerdings muss eine private Veranstaltung, die in öffentlichen Räumen stattfindet, ab 25 Teilnehmern beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung gemeldet werden (31corona@mannheim.de). Dabei müssen die Art der Veranstaltung, die verantwortliche Person und der Veranstaltungsort genannt werden. Auch ein schriftliches Hygienekonzept ist vorzulegen, das in der Regel vom Vermieter des Veranstaltungsortes erstellt ist. „Die Nachverfolgbarkeit aller Teilnehmenden muss über die Dokumentation der Adresse und Erreichbarkeitsdaten gewährleistet werden“, teilt die Stadt Mannheim außerdem mit. Die Allgemeinverfügung, über die diese Corona-Maßnahmen angeordnet werden, ist nach Angaben der Stadt zunächst bis zum 18. Oktober befristet.

Corona in Mannheim: Maskenpflicht im Jungbusch wird verschärft

Das Verbot, im Jungbusch freitags und samstags von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages Alkohol im Straßenverkauf anzubieten, wird um weitere vier Wochen verlängert. Es gilt nun bis zum 1. November 2020. Ergänzend zum Alkoholverkaufsverbot ordnet die Stadt per Allgemeinverfügung an, dass wartende Personen im öffentlichen Raum in Warteschlangen vor Gaststätten, Bars, Kneipen und Cafés im Jungbusch eine Maske tragen müssen. „Diese Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt unabhängig von dem nach wie vor einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 Metern“, teilt die Stadt mit.
 
Die verschärfte Maskenpflicht gilt nicht für das gesamte Stadtgebiet, sondern beschränkt sich auf den Stadtteil Jungbusch und ist zunächst ebenfalls bis zum 1. November befristet. „Gerade vor Gaststätten, Bars, Kneipen oder Cafés blieb es nicht aus, dass sich immer wieder wartende Menschen dicht aneinander drängten, ohne dass Abstände eingehalten wurden. Auch im Freien erhöht ein solches Verhalten das Ansteckungsrisiko. Durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sollen Bedienstete, andere Gäste und vorbeilaufende Passanten geschützt werden“, erklärt Oberbürgermeister Peter Kurz die Maßnahme.

Corona in Mannheim: Vorwarnstufe erreicht – Stadt verkündet erste Einschränkung

Update vom 5. Oktober, 18:30 Uhr: Am Wochenende wurde in Mannheim der kritische Wert von 35 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen überschritten und somit die „Vorwanstufe“ erreicht. Jetzt reagiert die Stadt mit einer ersten Maßnahme. Nachdem sich Bund und Länder in der vergangenen Woche auf einschränkende Maßnahmen bei steigendem Infektionsgeschehen geeinigt hatten, folge die Stadt dieser Empfehlung, heißt es in einer Mitteilung. Mittels Allgemeinverfügung solle nun unter anderem die in der Corona-Verordnung des Landes erlaubte Teilnehmerzahl bei privaten Feiern für das Stadtgebiet reduziert werden. Oberbürgermeister Peter Kurz will am Dienstag weitere Details im Mannheimer Gemeinderat erläutern.

Dem Gesundheitsamt in Mannheim wurden unterdessen bis Montagnachmittag sieben weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 1.195. Bislang sind in Mannheim 1.044 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 138 akute Fälle.

Corona in Mannheim: Corona in Mannheim: „Kritische Phase“ erreicht – jetzt drohen strengere Maßnahmen

Update vom 5. Oktober: In Mannheim wurde der kritische Wert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten – somit ist die sogenannte Vorwarnstufe erreicht. Am Sonntag wurden dem Gesundheitsamt acht weitere Fälle einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Damit hat sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf 1.188 erhöht, 134 gelten als aktiv. In der vergangenen Woche kam es in der Quadratestadt somit zu insgesamt 114 Neuinfektionen.

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt Auswertungen des Robert-Koch-Institut zufolge in Mannheim bei 36,8. Bei einer Überschreitung des Schwellenwertes von 35 ist gemäß des Stufenplanes zur Eindämmung der Corona-Pandemie die „kritische Phase“ erreicht. Ab diesem Wert besteht ein starker, möglicherweise exponentieller Anstieg der Fallzahlen mit diffusen, häufig nicht mehr nachvollziehbaren Infektionsketten. Somit ist Mannheim aktuell der einzige Stadtkreis Baden-Württembergs, in dem der kritische Wert überschritten wurde. Lediglich der Landkreis Esslingen liegt landesweit mit einem Wert von derzeit 40,6 noch höher. Doch was bedeutet das nun konkret für alle Bewohner*innen der Stadt?

Verschärfte Maßnahmen, die zur Verhütung und Bekämpfung von SARS-CoV-2 geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sind, werden umgesetzt“, heißt es dazu im dreistufigen Pandemiekonzept des Landes Baden-Württemberg. Die Stadt Mannheim könnte in der Folge also womöglich mit einer Ausweitung der Maskenpflicht reagieren. Denkbar wäre aber auch, die Zahl der Personen, die sich in Läden und Geschäften aufhalten, wieder einzuschränken. Konkrete Ankündigen von Seiten der Stadt infolge der Überschreitung des Schwellenwertes in der 7-Tages-Inzidenz gibt es aktuell noch nicht.

Corona in Mannheim: Wieder fast 30 neue Fälle - beliebtes Stadt-Event fällt Pandemie zum Opfer

Update vom 4. Oktober: Wieder starker Anstieg in Mannheim! Dem Gesundheitsamt wurden bis zum Samstagnachmittag (3. Oktober) insgesamt 28 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Die Zahl der Personen, die sich mit dem Sars-CoV2-Erreger angesteckt haben, erhöht sich somit auf 1.180. Wie es in einer Meldung der Stadt Mannheim heißt, zeigt der weit überwiegende Teil aller in Mannheim Infizierten nur milde Krankheitssymptome, weshalb die meisten von ihnen in häuslicher Quarantäne bleiben können und nicht intensivmedizinisch betreut werden müssen. Von den bislang 1.180 Infizierten in Mannheim sind bereits 1.034 Personen wieder genesen (87,6 Prozent), 133 Coronavirus-Fälle gelten derzeit noch als aktiv.

Unterdessen ist der Pandemie ein weiteres beliebtes Stadt-Event zum Opfer gefallen, denn traditionell findet am ersten Wochenende im Oktober ein verkaufsoffener Sonntag in Mannheim statt. Daraus wird nun nichts, was vor allem hiesige Händler verärgert, denn die Gründe für den Ausfall sind nur schwer nachvollziehbar.

Coronavirus in Mannheim: Weitere Fälle – Jugendtreff Feudenheim geschlossen

Update vom 2. Oktober: Das Gesundheitsamt meldet am Freitag sieben weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 1.152. Bislang sind in der Quadratestadt 1.019 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim noch 120 akute Fälle.

Erstmeldung vom 1. Oktober: In Mannheim steigt die Zahl der Corona-Fälle an Schulen weiter. Weil sich unter anderem zwei Schüler und eine Lehrerin mit dem Coronavirus angesteckt haben, muss die Grundschule im Jungbusch für einige Tage schließen. Das gesamte Lehrekollegium befindet sich in häuslicher Isolation. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen am Mittwoch um 32 Fälle angestiegen ist, meldet das Gesundheitsamt Mannheim am 1. Oktober 24 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 1.145. Bislang sind in Mannheim 1.002 Personen wieder genesen, damit gibt es in der Stadt aktuell noch 130 akute Fälle.

Mannheim: Weitere Corona-Fälle an Schulen

Drei der bereits gemeldeten positiv getesteten Personen besuchen weiterführende Schulen in Mannheim. Das Gesundheitsamt hat für alle Schüler*innen und Lehrer*innen der entsprechenden Klassen- und Kursgruppen eine 14-tägige häusliche Isolation ab dem letzten Kontakttag angeordnet. All diejenigen, die keinen engen Kontakt zu den Jugendlichen hatten, müssen kein erhöhtes Infektionsrisiko befürchten. Die Stadt Mannheim erwartet jedoch, dass sich noch weitere enge Kontaktpersonen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Mannheim: Jugendtreff Feudenheim wegen Corona-Fall geschlossen

Bei einem am Mittwoch, 30. September bestätigtem Fall handelt es sich um einen Besucher des Jugendtreffs Feudenheim. Dieser bleibt vorerst geschlossen. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen – darunter auch Mitarbeiter uns weitere Besucher des Jugendhauses – und nimmt mit ihnen Kontakt auf. Sie werden auch ohne Symptome auf das Coronavirus getestet.

Corona in Mannheim: 3.000 Personen haben Testangebote in den Stadtteilen genutzt

Die Stadt Mannheim hat von 31. August bis 30. September gemeinsam mit der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) zusätzliche Corona-Testmöglichkeiten dezentral in verschiedenen Mannheimer Stadtteilen angeboten. Ein mobiles Team der UMM hat so mit Unterstützung durch Mitarbeitende des Fachbereichs Jugendamt und Gesundheitsamt damit für noch größere Testkapazitäten im Stadtgebiet gesorgt. Rund 3.000 Personen haben die Angebote genutzt.

Während die Testangebote in den ersten Wochen und insbesondere bis zum Ferienende vorwiegend von Reiserückkehrenden in Anspruch genommen wurden, wurden sie in den letzten beiden Wochen vorwiegend von in Schulen und der Kinderbetreuung Beschäftigten genutzt.

„Dies ist eine positive Bilanz“, resümiert Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert. „Wie wir erwartet hatten, sind insbesondere durch Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten die Infektionszahlen in Mannheim in den Ferien deutlich angestiegen. Mit dem zusätzlichen Testangebot haben die Stadt Mannheim und das Universitätsklinikum der erwarteten steigenden Test-Nachfrage zum Ende der Ferienzeit Rechnung getragen und zudem die niedergelassenen Ärzte in Mannheim entlastet.“

Für Reiserückkehrer: Sonder-Teststationen an Autobahnen eingestellt

Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg mitteilt, sind auch die Sonder-Teststationen für Reiserückkehrer an der A5 (PWC-Anlage Neuenburg-Ost) und A8 (Rastplatz Kemmental-Ost) sowie am Stuttgarter Hauptbahnhof und am Flughafen Friedrichshafen zum 1. Oktober eingestellt worden. Die Teststationen an den Flughäfen Stuttgart und Karlsruhe/Baden-Baden bleiben voraussichtlich bis Ende Oktober bestehen.

Corona in Mannheim: Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt weiterhin Quarantänepflicht

Einreisende aus Risikogebieten müssen nach der derzeitigen Regelung einen verpflichtenden Corona-Test durchführen lassen. Der Test ist kostenlos, wenn er innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgt. Auch die Kosten für einen Wiederholungstest werden übernommen. Für alle Rückkehrer aus Risikogebieten gilt jedoch in jedem Fall eine Quarantänepflicht! Erst wenn ein negatives Testergebnis vorliegt und keine Corona-typischen Symptome mehr auftreten, gilt die 14-tägige Quarantäne als beendet.

Corona in Baden-Württemberg: Wo kann ich mich testen lassen?

Tests können aktuell in den 44 Corona-Testzentren sowie in über 900 Corona-Schwerpunktpraxen des Landes vorgenommen werden. Von Haus- und Kinderärzten sowie unter der bundesweit geltende Rufnummer 116117 (Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigungen) lässt sich ebenfalls erfahren, wo es eine Corona-Anlaufstelle in der Nähe gibt und wie man dort einen Termin bekommt.

Wichtig: Um einen geordneten Betrieb zu gewährleisten und zum Schutz der Patienten ist eine Anmeldung in einem Corona-Testzentrum oder einer Corona-Schwerpunktpraxis erforderlich. Die Anmeldung erfolgt über den Haus- oder Kinderarzt. (pm/kp)

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Eliran Kendi

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