News-Ticker

Corona in Baden-Württemberg: Verschärfung der Regeln – diese Maßnahmen gelten ab sofort

Corona in Baden-Württemberg: Die wichtigsten Daten zu Neu-Infektionen, Todesfällen, Inzidenz-Wert und aktuellen Entwicklungen News-Ticker:

  • Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Zahl der Infizierten steigt auf 261.474 (+1.488) (Stand: 10. Januar)
  • Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 142,2 (+3,4).
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Baden-Württemberg 5.574 Menschen (+45) mit oder an Covid-19 gestorben.
  • Ab dem 11. Januar 2021 gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung. Der Lockdown wird zunächst bis zum 31. Januar verlängert.

Update vom 11. Januar, 11 Uhr: Dieser Corona-Ticker ist beendet. Hier geht es zum neuen Corona-Ticker für Baden-Württemberg.

Update vom 11. Januar: Bis zum Sonntagabend (10. Januar) wurden den Gesundsheitsämtern in Baden-Württemberg 1.488 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich im Südwesten mit dem Coronavirus infiziert haben, auf insgesamt 261.474. Als genesen gelten Schätzungen zufolge 211.358 ehemals Infizierte. Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, ist am Sonntag um 45 auf insgesamt 5.574 gestiegen.

Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag wieder leicht angestiegen und liegt nun bei einem Wert von 142,2 (+3,4). Derzeit liegen alle 44 Stadt- und Landkreise über dem Wert von 50 – ab dieser Grenze gilt ein Kreis als Risikogebiet. Heilbronn und der Landkreis Calw liegen aktuell über der 200er-Marke, der Bodenseekreis kratzt daran.

Aktuell befinden sich in Baden-Württemberg 572 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, die Auslastung der Intensivbetten liegt bei 85,2 Prozent.

Corona in Baden-Württemberg: Ab Montag (11. Januar) gelten neue Corona-Regeln

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht. Diese tritt am kommenden Montag (11. Januar) in Kraft und gilt zunächst bis zum 31. Januar. Mit diversen Verschärfungen der Corona-Regeln erhofft man sich, die Pandemie im Südwesten noch effektiver bekämpfen zu können. Landesweit liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 124,6 – ausgesprochenes Ziel ist jedoch die Senkung auf einen Wert von unter 50.

Das soll vor allem durch die weitere Einschränkung der Kontakte erreicht werden, denn ab Montag sind private Treffen zu Hause oder im öffentlichen Raum nur noch mit einer Person eines weiteren Haushalts erlaubt. Kinder bis einschließlich 14 Jahre bleiben von dieser Regelung ausgeschlossen.

Kitas bleiben ebenfalls geschlossen, könnten aber - je nach Infektionslage - bereits am 18. Januar wieder öffnen. An allen Schulen bleibt es zunächst beim Fernunterricht, jedoch ist eine Öffnung der Grundschulen bei einem signifikanten Sinken der Infektionszahlen ebenfalls ab 18. Januar möglich.

Während der Einzelhandel weiterhin dicht bleibt, können geschlossene Einzelhandelsbetriebe ab Montag Abholangebote (Click & Collect) anbieten. Dabei müssen feste Zeitfenster für die Abholung vereinbart und Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Alle neuen und weiterhin bestehende Regeln der neuen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg findest Du HIER auf einen Blick!

Corona in Baden-Württemberg: Verwirrung um Kontaktbeschränkung – Kinder ausgenommen oder nicht?

Update vom 8. Januar: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar geeinigt. Unter anderem wurde die Kontaktbeschränkung verschärft. Der eigene Haushalt darf sich, wie bereits im März, nur noch mit einer weiteren Person treffen.

Kinder gelten normalerweise nicht als Ausnahme. Abweichend von dieser Regelung sollen unter anderem in Baden-Württemberg Kinder unter 15 Jahren nicht mitgezählt werden. In Baden-Württemberg und Bayern sollen außerdem Betreuungsgemeinschaften mit einer anderen Familie erlaubt werden. Dort könnten die Kinder wechselseitig betreut werden. Wichtig ist, dass es sich immer um dieselben zwei Familien handelt.

„Um familiäre Härten abzumildern, und insbesondere den Bedürfnissen von Familien mit kleinen Kindern oder Alleinerziehenden gerecht zu werden, werden Kinder bis 14 Jahren in Baden-Württemberg nicht mitgezählt“, sagt Winfried Kretschmann am Freitag bei einer Rede im Landtag.

Die Details dazu sollen noch am Wochenende mit der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg veröffentlicht werden. Am Montag, 11. Januar, tritt die neue Corona-Verordnung in Baden-Württemberg dann in Kraft.

Corona in Baden-Württemberg: Dreiste Mail im Umlauf – Gastronomen sollen einfach öffnen

Update vom 7. Januar: In einer E-Mail werden die Weinheimer Geschäftsleute, insbesondere in der Gastronomie und des Einzelhandels, dazu aufgerufen ihre Betriebe am Montag (11. Januar) zu öffnen. Angesichts der geltenden Corona-Verordnung widerspricht diese Handlungsanweisung ganz klar den gegenwärtigen Regeln. Die E-Mail mit zweifelhaften Inhalt soll laut Angaben der Stadt Weinheim in weiten Kreisen der Geschäftswelt gestreut worden sein. Nun fühlt sich Weinheims Oberbürgermeister zum Handeln gezwungen und hat daher folgende Klarstellung veröffentlicht:

„Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Aufruf widerrechtlich ist und nach unserem Verständnis sogar eine Anstiftung zu einer Ordnungswidrigkeit darstellt.“

Manuel Just, Oberbürgermeister Weinheim

Corona in Baden-Württemberg: Rufen Querdenker zu Regelverstoß auf?

Die Absenderin der Nachricht verweist zudem auf eine landesweite Initiative unter dem Namen „Wir machen auf“. Offenbar kursieren Propaganda-Texte dieser Art auch in etlichen anderen Städten des Landes. Die Stadt bittet die Empfänger der E-Mail dringend, dem Aufruf nicht zu folgen. Der OB warnt: „Sie würden selbst eine Ordnungswidrigkeit begehen.“

Schon im Laufe des Donnerstags haben sich Vertreter des örtlichen Gewerbes mit der Stadt in Verbindung gesetzt, um die Behörden auf den Aufruf aufmerksam zu machen. Der Verein „Lebendiges Weinheim“ und die „IG Marktplatz“ unterstützten die Information der Stadtverwaltung ausdrücklich.

Weinheim: Corona-Sperrzeit missachtet – Polizei sprengt illegale Party (Archivbild/Fotomontage)

Hinsichtlich der politischen Motivation von „Wir machen auf“ legt sich die Stadt Weinheim bei ihrer Bewertung fest: Die Initiative soll „eindeutig dem anti-demokratischen Lager“ der so genannten „Querdenker“ zuzuordnen sein.

Mit der direkten Ansprache und dem Aufruf zum Gesetzesbruch habe die antidemokratische Protestbewegung eine neue Dimension erreicht, die nicht geduldet werden dürfe“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Weinheim.

Corona in Baden-Württemberg: Harte Maßnahmen ab 11. Januar – diese Regeln musst Du kennen

Update vom 6. Januar: Zwar soll es vorerst keinen Bewegungsradius in Baden-Württemberg geben, das bedeutet jedoch nicht, dass er niemals kommen wird. Die Regierung will erst später entscheiden, ob diese Corona-Maßnahme in Corona-Hotspots gelten wird. Man warte derzeit auf belastbare Infektionszahlen.

Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf glaubt allerdings, dass der Bewegungsradius kommen könne, wenn sich die Verhältnisse an den Ausflugszielen nicht entspanne. Er appelliert deshalb an die Bürger, trotzdem zu Hause zu bleiben. „Auch wenn ich verstehe, dass es die Menschen in wunderschöne Ecken Baden-Württembergs zieht, meine ich, dass in diesem Monat vielleicht auch dem Wald oder der Wiese vor der eigenen Haustür etwas abgewonnen werden kann“, sagt Wolf.

In Baden-Württemberg kämen bislang der Enzkreis und die Stadt Pforzheim mit 7-Tage-Inzidenzen von über 200 für einen eingeschränkten Bewegungsradius infrage.

Update vom 5. Januar, 20:13 Uhr: „Wir alle sind mit sehr viel Hoffnung ins neue Jahr gestartet - völlig zurecht“, leitet Winfried Kretschmann die Pressekonferenz ein. Allerdings sorgt die Realität für keine Lockerung, sondern für eine Verlängerung des Lockdowns. Es stehe wohl die schwierigste Phase der Pandemie bevor, erläutert der Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Unter anderem nennt er hier die Corona-Mutation aus Großbritannien, deren genauen Verlauf noch ungewiss ist. Da außerdem der Dezember die höchste Zahl der Corona-Todesopfer forderte und Inzidenzen weiter steigen, brauche man neue Maßnahmen. Diese gelten ab dem 11. Januar und lauten:

  • Lockdown gilt bis zum 31. Dezember
  • Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen
  • Alle Geschäfte, die jetzt schon zu sind, bleiben weiterhin geschlossen
  • Private Zusammenkünfte werden beschränkt: Nur noch der eigene Hausstand plus eine weitere Person
  • Kantinen werden geschlossen (wo es möglich ist).
  • Landkreise mit einer Inzidenz über 200: Möglich ist ein beschränkter Bewegungsradius von 15 Kilometer um den Wohnort - „aktuell planen wir das aber nicht“, so Kretschmann. Die Landkreise dürfen aber zu anderen Maßnahmen greifen, wenn dies möglich ist. Es werden aber keine konkreten Beispiele genannt.
  • Kitas und Schulen: Kein Präsenzunterricht für weiterführende Schulen und Grundschulen, Abschlussklassen erhalten eine Sonderregelung. Kitas bleiben mindestens bis zum 18. Januar geschlossen. Eine Öffnung wird dann aber auch nur mit deutlich besseren Zahlen möglich sein.
  • Am 25. Januar findet die nächste Corona-Konferenz statt.

Update vom 5. Januar, 19:43 Uhr: Winfried Kretschmann spricht jetzt live über die Corona-Maßnahmen für Baden-Württemberg.

Update vom 5. Januar, 19:07 Uhr: Bis zum 31. Januar wird der Lockdown andauern, darauf verständigen sich die Ministerpräsidenten und Angela Merkel. Für Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 wird künftig ein beschränkter Bewegungsradius gelten. Das bedeutet, dass man sich maximal 15 Kilometer vom Wohnort entfernen darf. Triftige Gründe machen hier die Ausnahme. Zudem wird die Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt mit maximal einer weiteren Person angepasst. Schulen und Kitas bleiben geschlossen. Das Statement von Winfried Kretschmann steht bislang noch aus.

Corona in Baden-Württemberg: Regierung verkündet Lockerung im Handel

Update vom 5. Januar, 14:19 Uhr: Die Landesregierung in Baden-Württemberg will den Corona-Lockdown zwar verlängern, erlaubt aber vom kommenden Montag an wieder Abholangebote im Handel. Die Corona-Verordnung werde so geändert, dass der sogenannte Click&Collect-Service wieder möglich werde, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Kunden könnten so im Internet oder per Telefon eine Ware bestellen, einen Abholtermin vereinbaren und die Ware selbst abholen. 

Abholangebote waren im Südwesten im Zuge des Corona-Lockdowns über Weihnachten verboten worden, um lange Schlangen vor den Geschäften und somit zusätzliche Kontakte zu vermeiden. Händler durften aber selber liefern oder liefern lassen. Es gilt als sicher, dass der Lockdown über den ursprünglich geplanten 10. Januar hinaus verlängert wird., höchstwahrscheinlich bis zum 31. Januar. Das würde bedeuten, dass die meisten Händler - mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte - ihre Geschäfte geschlossen halten müssen. Über das weitere Vorgehen im Corona-Kurs beraten heute die Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel.

Corona in Baden-Württemberg: Zahlen steigen wieder – Inzidenz über 120

Update vom 4. Januar, 19:15 Uhr:  Nach mehreren Tagen mit rückläufigen Zahlen werden in Baden-Württemberg wieder mehr Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das Landesgesundheitsamt verzeichnet am Montag 1.508 neue Fälle, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilt. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, steigt um 105. Die Gesamtzahlen liegen damit bei 246.423 Infektionen und 5.051 Toten. Dass zuvor weniger Neuinfektionen gemeldet wurden als jeweils an den Vortagen, kann unter anderem an einer niedrigeren Zahl von Tests und weniger Daten-Übermittlungen rund um Silvester und Neujahr gelegen
haben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 124,6. Der Großteil der Kreise weist eine Inzidenz zwischen 100 und 200 auf. Am höchsten war die Inzidenz im Stadtkreis Pforzheim mit 244,5. 635 Patienten sind im Südwesten nach Daten des Divi-Intensivregisters in intensivmedizinischer Behandlung, wie die Behörde weiter mitteilt. 371 von ihnen würden künstlich beatmet. Rund 85 Prozent der 2.427 derzeit betreibbaren Intensivbetten seien belegt. Eine Corona-Impfung haben in Baden-Württemberg bisher 27.454 Menschen erhalten. Das seien 3390 gemeldete Impfungen mehr als am Vortag, teilt das Robert Koch-Institut am Montag mit.

Corona in Baden-Württemberg: Geschlossene Schulen – Kultusministerin warnt vor sozialen Folgen

Update vom 4. Januar: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann hat ihre Forderung bekräftigt, Kindergärten und Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. Diesen Beschluss sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bei ihrer Konferenz am Dienstag fällen, fordert sie. Die Schulen im Südwesten seien bisher keine besonderen Pandemietreiber gewesen, argumentiert Eisenmann. Mitte Dezember seien 7 von rund 4.500 Schulen wegen der Pandemie komplett geschlossen gewesen, 813 von etwa 67.500 Klassen befanden sich damals vorübergehend in Quarantäne.

Die Kultusministerin warnt angesichts der Debatte über geschlossene Schulen vor allem vor den sozialen Folgen. „Es gibt viele Kinder - vor allem aus sozial schwächeren Verhältnissen -, die beim Lernen leider keine Unterstützung ihrer Eltern erhalten“, sagte Eisenmann der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag). Die Einschätzung von Kinderärzten und Psychologen müsse ernst genommen werden. Demzufolge benötigten Kinder dringend die Struktur und Stabilität, die Schulalltag und Präsenzunterricht ihnen vorgeben. Wichtig seien auch die sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen und Lehrkräften, sagte die Ministerin. 

Corona in Baden-Württemberg: Streit um mögliche Schulöffnungen

Update vom 3. Januar: Am 5. Januar ist es soweit! Die Ministerpräsidenten der Länder werden zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel über die weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten. Schon im Vorfeld sollen sich die Länderchefs auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns geeinigt haben. Uneinigkeit gibt es jedoch über die Länge. Während Länder mit hohen Infektionszahlen, darunter Baden-Württemberg und Bayern für einen Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar sind, wollen Bremen, Hessen und Hamburg das öffentliche Leben schon am 24. Januar wieder hochfahren.

Unabhängig von den Infektionszahlen und einer Lockdown-Verlängerung hat sich Kultusministerin Susanne Eisenmann für eine Schulöffnung ab dem 11. Januar in Baden-Württemberg ausgesprochen. Dafür wird sie von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach scharf kritisiert: Sollte Unterricht wieder in den Schulen stattfinden, wäre die gesamte Arbeit der vergangenen Wochen umsonst gewesen, sagt Lauterbach am Samstag (2. Januar) dem Südwestrundfunk in Baden-Baden. Das letzte Wort hierbei scheint noch nicht gesprochen – Ärger ist vorprogrammiert.

NameBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
MinisterpräsidentWilfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen)
Bevölkerung11,07 Millionen (2019)
SehenswürdigkeitenEuropa-Park, Schloss Heidelberg

Corona-Lockdown in Baden-Württemberg: Lauterbach kritisiert Pläne zu Schulöffnungen

„Mit der Einstellung hätten wir uns das alles hier sparen können“, sagte Lauterbach dem SWR. Für den SPD-Gesundheitsexperten wäre die Rückkehr zu Präsenzunterricht etwa mit Blick auf das medizinische Personal auf Intensivstationen unverantwortlich. Den Menschen, die dort arbeiteten, könne man eine solche Haltung nicht vermitteln. Stattdessen schlägt Lauterbach vor, den Präsenzunterricht ab der Mittelstufe für längere Zeit auszusetzen. Dafür sollten zur Not die Sommerferien verkürzt werden. Über Lockerungen könne man einzig bei Kitas und Grundschulen diskutieren.

Corona in Baden-Württemberg: Was bedeuten die niedrigen Infektionszahlen?

Update vom 2. Januar: Am Neujahrstag wurden dem Landesgesundheitsamt 1.857 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das berichtet das Sozialministerium am Samstag (2. Januar). Seit Beginn der Pandemie wurden somit 242.729 Coronafälle in Baden-Württemberg bestätigt. Von einer Erkrankung sind mittlerweile 185.240 Menschen (+3.532) wieder genesen, 52.596 gelten als akut mit Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 1.729 weniger als am 31. Dezember. Die Zahl der Corona-Toten steigt um 54 auf mittlerweile 4.893. Zum 31. Dezember wurden 17.089 Menschen (+4.295) gegen Corona geimpft. Die niedrigen Infektionszahlen dürften aber auch Meldeverzögerungen wegen den Feiertagen geschuldet sein.

Corona in Baden-Württemberg: Leichte Entspannung bei Infektionszahlen?

Das Robert-Koch-Institut gibt für Baden-Württemberg eine Reproduktionszahl von 0,76 an. Die 7-Tage-Inzidizenz ist leicht auf 130,8 gestiegen. Laut Sozialministerium liegen derzeit noch drei Kreise (Landkreis Calw und die Stadtkreise Heilbronn und Pforzheim) bei der Inzidenz noch über 200. Immerhin neun Kreise haben es geschafft, die Inzidenz unter 100 zu drücken.

Die Zahl der Covid-Patienten, die in Intensivstationen behandelt werden ist leicht gesunken auf 609. Rund zwei Drittel der Corona-Patienten müssen invasiv beatmet werden. Derzeit sind fast 85 Prozent der 2.396 betreibbaren Intensivbetten im Bundesland belegt - über ein Viertel mit Corona-Patienten.

Corona in Baden-Württemberg: Silvester – so gut wurden Regeln eingehalten

Update vom 1. Januar: Die Polizei hat in Baden-Württemberg in der Silvesternacht mehr als 2.750 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt. Das teilt das Innenministerium am Freitag mit. Davon sind unter anderem 1.300 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen nach 20 Uhr, rund 550 Verstöße gegen die Maskenpflicht und 250 Verstöße gegen die Abstandsregeln.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) zieht dennoch eine positive Bilanz: „Die Bevölkerung hat in der Silvesternacht die Regeln, die für den Infektionsschutz unbedingt notwendig sind, ganz überwiegend eingehalten“, sagt Strobl. „Jeder einzelne Verstoß ist ein Zeichen von mangelnder Solidarität gegenüber der gesamten Gesellschaft und vor allem gegenüber denen, die sich an die Infektionsschutzmaßnahmen halten“, so Strobl.

Um die Einhaltung der Corona-Verordnung in der Silvesternacht zu überwachen, hat die Polizei im Südwesten verstärkt Kontrollen angekündigt. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im öffentlichen Raum ist verboten. Auch an Silvester gelten die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen.

Corona in Baden-Württemberg: „Impf-Touristen“ sorgen für jede Menge Ärger

Update vom 30. Dezember: Baden-Württemberg hat sich beim Nachbarland Rheinland-Pfalz über zunehmenden „Impftourismus“ beschwert! Nach Angaben des Gesundheitsministeriums melden sich viele Menschen aus der rheinland-pfälzischen Grenzregion in Baden-Württemberg zum Impfen an, weil das bei ihnen noch nicht möglich sei. In Baden-Württemberg können die Bürger bereits seit dem 27. Dezember einen Impftermin vereinbaren, in Rheinland-Pfalz soll die Terminvergabe erst am 4. Januar starten. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, ergreift jetzt Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) die Initiative und schreibt seiner Kollegin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auf der anderen Rheinseite einen Brief. Darin zeigt sich der Minister über eine mögliche „Ungleichverteilung des so knappen Gutes Impfstoff“ besorgt und fügt hinzu: „Sollte sich dauerhaft ein Ungleichgewicht etablieren, müssten wir aus meiner Sicht auch über einen Ausgleich ins Gespräch kommen“.

Im Klartext bedeutet das: Sollten weiterhin Bürger aus Rheinland-Pfalz den Menschen in Baden-Württemberg den Impfstoff wegnehmen, verlangt die Regierung eine Entschädigung durch pfälzische Impfdosen. Bislang haben die Impfzentren in Baden-Württemberg die Grenzgänger aber nicht abgewiesen, wie es aus dem Ministerium heißt.

Unterdessen hat die Zahl neu nachgewiesener Corona-Infektionen in Baden-Württemberg an einem Tag zum ersten Mal seit Heiligabend wieder die 3000er-Marke überschritten. Nach Angaben des Landegesundheitsamts kommen 3.496 Corona-Fälle hinzu. Auch die traurige Zahl der Todesfälle steigt unaufhörlich: 4.788 Menschen sind nach Angaben der Behörde mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Das seien 94 mehr gewesen als am Tag zuvor.

Corona in Baden-Württemberg: Party und Böllern an Silvester – diese Strafen drohen

Update vom 29. Dezember: Silvester steht vor der Tür. Der Jahreswechsel wird dieses Jahr jedoch nicht wie sonst gefeiert. Wegen der anhaltend hohen Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gilt seit dem 16. Dezember ein Lockdown, in Baden-Württemberg seit dem 12. Dezember eine Ausgangsbeschränkung. Diese wird auch über Silvester aufrecht erhalten. Damit gilt: Die Wohnung darf nach 20 Uhr nur noch auf einem triftigen Grund verlassen werden.

Auch die Kontaktbeschränkung gilt über Silvester weiterhin. Zur privaten Silvesterparty dürfen sich also maximal 5 Personen aus zwei Haushalten treffen. Von der Beschränkung auf zwei Haushalte ausgenommen sind Ehegatten und Lebenspartner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in direkter Linie. Dazu zählen laut Innenministerium Großeltern, Eltern und Kinder. Trotzdem dürfen es nicht mehr als fünf Personen sein. Übernachtungen bei Freunden sind möglich wenn die Anreise vor 20 Uhr erfolgt ist. Die Corona-Regeln in Baden-Württemberg zu Silvester im Überblick.

Silvester in Baden-Württemberg: Diese Strafe droht beim Böllern in der Öffentlichkeit

Da kein Silvesterfeuerwerk verkauft werden darf, das Abfeuern auf öffentlichen Plätzen und Straßen verboten ist und man nachts auch nicht das Haus verlassen darf, dürfte man theoretisch bei sich im Garten oder auf der Terrasse nur Feuerwerk aus dem Vorjahr zünden. Die sind jedoch schon abgelaufen und sollten nicht gezündet werden. Das gehe mit Verletzungsgefahr daher, warnt das Innenministerium. Ware, die im Internet gekauft wurde, sei nicht legal und dürfe auch nicht gezündet werden.

Falls man doch in der Öffentlichkeit böllert, droht eine Strafe von 50 bis 1.000 Euro. Der Regelsatz liegt bei 100 Euro. Da auch An-und Versammlungen in der Öffentlichkeit verboten sind, wird bei Treffen auf der Straße auch ein Bußgeld fällig. Die Strafe für einen Verstoß hat ein Bußgeld von 50 und 1.000 Euro zur Folge. Der Regelsatz liegt bei 150 Euro. Wie das Innenministerium mitteilt, werden die Corona-Regeln in der Öffentlichkeit von der Polizei scharf überwacht.

Schneetouristen im Schwarzwald sorgen für Corona-Chaos: Wird Verordnung jetzt verschärft?

Update vom 28. Dezember: Ein Massenandrang auf den Schwarzwald zu den Weihnachtsfeiertagen hat zu chaotischen Zuständen geführt. Allein in die Gemeinde Dobel (Kreis Calw) strömen Hunderte Menschen für Schlittenfahrten und Wanderungen. Die Parkplätze sind überfüllt, es bilden sich lange Staus. Über 180 Falschparker müssen laut Polizei ein Bußgeld bezahlen, die Zufahrten werden für Nicht-Einheimische gesperrt. Am beliebten Ausflugsziel Mummelsee herrschen ebenfalls „chaotische Zustände“ beim Parken, wie ein Sprecher der Offenburger Polizei mitteilt.

Schlittenfahren hielten viele am vergangenen Wochenende für eine gute Idee. Hochbetrieb herrschte am Sonntag am Kandel im Schwarzwald (Symbolbild).

Aufgrund der chaotischen Zustände durch zahlreiche Tagesausflügler richtet ein Gesundheitssprecher einen eindringlichen Appell an die Menschen: „Wir appellieren an die Menschen, auf Tagesausflüge zu verzichten und die bestehenden Regeln nicht auszureizen“. Trotz des Massenandrangs auf die Winteridyllen kommt eine Verschärfung der Corona-Regeln für die baden-württembergische Regierung zur Zeit nicht in Frage.

Corona in Baden-Württemberg: Über 100 neue Todesfälle innerhalb eines Tages

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 1.657 Fälle gestiegen. Nach Angaben vom Montag verzeichnete das Landesgesundheitsamt zudem 101 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Damit sind bislang insgesamt 4.586 Menschen im Südwesten mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg auf aktuell 231.669.

Als genesen gelten den Angaben zufolge 172.283 Menschen im Südwesten. In intensivmedizinischer Behandlung sind nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit 614 Erkrankte, wie die Behörde weiter mitteilte. Davon werden 342 künstlich beatmet. Derzeit sind 85 Prozent der 2387 betreibbaren Intensivbetten belegt. Der Sieben-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 146,9. Von den 44 Stadt- und Landkreisen liegen nur 5 unter dem Wert von 100. Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz stark gesunken – Impfstoff ist endlich da

Update vom 27. Dezember: Ab heute kann in Baden-Württemberg endlich gegen das Coronavirus geimpft werden. An diesen Orten im Bundesland können Menschen, die über 80 Jahre alt sind, einen Termin unter der Nummer 116117 ausmachen. Die Zahl der Corona-Fälle ist unterdessen auf 228.876 gestiegen – das sind 1.585 mehr als am Tag davor. Von diesen sind 167.514 bereits wieder genesen und 56.925 noch akut erkrankt. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter und liegt bei 160,0. Durch weitere 38 Corona-Tote steigt die Zahl der Todesfälle auf 4.437. Von den insgesamt 2.393 Intensivbetten in Baden-Württemberg sind aktuell 2.023 belegt. Das entspricht 84,5 Prozent aller verfügbaren Betten. Von diesen Patienten müssen 337 invasiv beatmet werden.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz stark gesunken – Impfstoff ist endlich da

Erstmeldung vom 26. Dezember: Ab Sonntag (27. Dezember) werden in Deutschland die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft – auch in Baden-Württemberg. Möglich macht es der Corona-Impfstoff mit dem Namen „Comirnaty“ vom Unternehmen BioNTech. Bereits am Samstag (26. Dezember) sollen die Impfstoffdosen in die einzelnen Bundesländer gebracht werden. „Er ist auf dem Weg in den Südwesten“, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums gegenüber der dpa. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern kommt „Comirnaty“ aber nicht an einem zentralen Punkt an, sondern gleich auf zehn große Impfzentren verteilt. Von dort aus ziehen ab Sonntag auch schon Impfteams in Alten- und Pflegeheime los. Ein Pilot aus Baden-Württemberg hat eine besondere Methode gewählt, um darauf hinzuweisen.

Corona in Baden-Württemberg: Die aktuellen Zahlen

Unterdessen ist die Zahl der Corona-Fälle in Baden-Württemberg auf 227.291 gestiegen – am Tag zuvor sind es noch 1.947 weniger gewesen. Insgesamt sind bereits 164.484 Menschen wieder genesen und 58.408 akut infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 175,2 gesunken. Durch 27 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gibt es nun 4.399 Tote seit Beginn der Pandemie. Aktuell sind zudem 84,3 Prozent der Betten auf Intensivstation belegt. Das sind 2.015 von insgesamt 2.390. Von den dort behandelten Patienten werden 332 invasiv beatmet.

Drei Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg haben aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von über 300. Dabei handelt es sich um den Neckar-Odenwald-Kreis (332,1), Pforzheim (334,2) sowie den Landkreis Rottweil (325,3). Die niedrigste Inzidenz hat Baden-Baden (76,1). (dpa/dh)

Rubriklistenbild: © Frank Molter

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