Alle Entwicklungen im Ticker

Corona in Baden-Württemberg: Reproduktionszahl steigt über 1

Corona in Baden-Württemberg - Die Reproduktionszahl steigt im Land über 1. Alle Zahlen und Entwicklungen im News-Ticker:

  • Baden-Württemberg im Kampf gegen das Coronavirus: Nach Wochen des Lockdowns gibt es weitere Lockerungen – Land präsentiert Stufenplan.
  • Kontaktverbot wird zum 11. Mai gelockert, zahlreiche Dienstleistungsbetriebe können wieder öffnen. 
  • Debatte um Grenzkontrollen – Strobl für vorsichtige Grenzöffnunge
  • Was jetzt wieder erlaubt ist und wie die weiteren Schritte im Corona-Kurs aussehen sollen: 

>>> Alle weiteren Entwicklungen in Baden-Württemberg findest Du in unserem neuen Corona-Ticker <<<

Update vom 11. Mai, 21:30 Uhr: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 33.393 gestiegen. Das sind 141 mehr als am Samstag, wie das Sozialministerium am Montag in Stuttgart mitteilt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg auf 1.570. Rund 28.400 Menschen sind von ihrer Infektion wieder genesen. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 1,21 angegeben. Das bedeutet im Mittel, dass ein mit dem Coronavirus Infizierter mehr als eine weitere Person ansteckt.

Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg (Stand: 11. Mai)

Mit dem Beschluss zwischen Bund und Ländern zu Maßnahmen der Eindämmung der Covid-19-Epidemie vom 6. Mai wurde die 7-Tage-Inzidenz als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens und entsprechender Kontrollmaßnahmen festgelegt. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und liegtfür Baden-Württemberg aktuell im Durchschnitt bei 7,6. In Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sollen vom jeweils zuständigen Gesundheitsamt, je nach regionaler Lage, in Absprache mit den Landesbehörden entsprechende beschränkende Maßnahmen gegen den schnellen Anstieg der Infektionsrate ergriffen werden.

Wann übrigens Fitnessstudios wieder öffnen dürfen, erfährst Du hier. 

Corona in Baden-Württemberg: Strobl für vorsichtige Öffnung der Grenzen

Update vom 11. Mai, 14:30 Uhr: Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl hat sich in der Diskussion über rasche Grenzöffnungen für ein langsames, schrittweises und vorsichtiges Vorgehen ausgesprochen. „Je mehr sich die Lebensverhältnisse, das Infektionsgeschehen und der Umgang mit der Lage in den Ländern anpassen, umso mehr kann man zu Lockerungen kommen“, sagt Strobl der Deutschen Presse-Agentur in Berlin nach einer Videoschalte des CDU-Präsidiums am Montag. „Aber ich mahne weiterhin zur Vorsicht. Die Lage verändert sich nur langsam“, betont er. Das Thema müsse zudem im engen Schulterschluss mit den Nachbarländern angegangen werden. „Deutschland steht im internationalen Vergleich bei der Bekämpfung der Pandemie sehr gut da, und der Grenzschutz ist dafür ein wichtiger Baustein.“ Dazu gehöre dieLockerung des Einkaufsverbots für Berufspendler, welches Baden-Württemberg mit Wirkung vom Montag an beendet habe. Dazu gehöre selbstverständlich auch, dass sich Ehepartner, Lebenspartner, Eltern und Kinder besuchen dürften – und zwar nicht nur am Muttertag, ergänzt Strobl. 

Corona in Baden-Württemberg: Debatte um

Update vom 11. Mai, 7:40 Uhr: In einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer fordern die Südwest-Grünen im Bundestag die Öffnung der Grenzen zu den Nachbarn. „Wir sollten den innereuropäischen Grenzverkehr grundsätzlich wieder zulassen und regeln, wer aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht einreisen darf", erklärt Harald Ebner, Sprecher der baden-württembergischen Grünen im Bundestag. „Die Ausnahmen, die jetzt gelten, sorgen für ein heilloses Durcheinander, das die Grenzbeamten und die Menschen überfordert."

In dem Schreiben vom Sonntag fordert die Landesgruppe, die Grenzkontrollen infolge der Corona-Krise zusammen mit dem jeweiligen Nachbarland durchzuführen. Als Sofortmaßnahme sollte auch nicht verheirateten oder eingetragenen Lebenspartnern sowie Grenzpendlern der Übertritt wieder gestattet werden. Grenzschließungen als Mittel zur Eindämmung der Pandemie seien als erste Reaktion nachvollziehbar gewesen. Doch auch in Zeiten der Krise müsse unter Wahrung des Infektionsschutzes der Grenzübertritt innerhalb eines vereinten Europas möglich sein. 

Wegen der andauernden Grenzkontrollen gerät Seehofer zunehmend unter Druck. Mehrere Ministerpräsidenten verlangen, die Grenzen etwa zwischen Deutschland und Frankreich endlich wieder zu öffnen. Auch Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) bekräftigt seine Forderung nach einer Abschaffung der Kontrollen. „Notwendig ist nun ein Wechsel weg von ständigen Kontrollen hin zu Stichproben - und zwar gemeinsam mit der französischen Polizei", sagt er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seehofer lässt bisher keinen Willen erkennen, den Forderungen sofort nachzugeben. Aus seinem Haus heißt es, innerhalb der Bundesregierung bestehe Einvernehmen, die Kontrollen fortzusetzen - zunächst bis Freitag.

Corona in Baden-Württemberg: Lockerungen ab heute – Was ist jetzt erlaubt?

Update vom 10. Mai, 17:10 Uhr: Sonnenstudios dürfen wieder öffnen, Sport im Freien wie Golf und Tennis ist wieder möglich, Fahrschulen können wieder Unterricht anbieten: Die grün-schwarze Landesregierung hat den Weg frei gemacht für diese und weitere von diesem Montag an geltenden Lockerungen von Corona-Vorschriften. Das Kabinett beschloss am Samstag die am vergangenen Mittwoch angekündigten entsprechenden Änderungen. „Weil wir in den vergangenen Wochen so umsichtig waren, können wir das öffentliche Leben schrittweise weiter hochfahren“, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Durch die seit März geltenden Maßnahmen sei eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden, Menschenleben seien so gerettet worden. „Die Lockerungen verlangen, dass wir uns weiter verantwortungsvoll verhalten“, sagt Kretschmann: „Wir sind noch lange nicht durch.“

Corona in Baden-Württemberg: Kontaktbeschränkung ab 11. Mai gelockert 

Die von der Regierung beschlossene Neufassung der Corona-Verordnung sieht unter anderem vor, dass von Montag an der Aufenthalt draußen auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts gestattet ist. Bislang mussten Angehörige eines Haushalts unter sich bleiben. In privaten Räumen sind nun auch Treffen mit Geschwistern und deren Familien sowie Personen aus einem weiteren Haushalt möglich. Zudem dürfen von Montag an unter anderem auch Sonnen-, Kosmetik- und Tattoo-Studios, Spielhallen, Fahrschulen sowie Tennis- oder Golfplätze wieder öffnen. 

Corona in Baden-Württemberg: Diese Lockerungen kommen ab dem 18. Mai

Weitere Lockerungen werde es vom 18. Mai an unter anderem für Gaststätten sowie nach Pfingsten geben. Die geplanten Lockerungen nach Pfingsten sollen laut Regierung unter anderem Fitnessstudios, Tanzschulen, Kletterhallen sowie andere Indoor-Sporthallen betreffen. 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert weiterhin ein verantwortungsvolles Handeln im Umgang mit dem Coronavirus. 

In Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen im Südwesten sind vom 18. Mai an wieder Besuche erlaubt, teilte Gesundheits- und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Samstag mit. 

Corona in Baden-Württemberg: Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten steigt auf 33.252

Update vom 10. Mai: Am Samstag (9. Mai) ist die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 33.252 angestiegen. Davon sind ungefähr 27.673 Personen bereits wieder genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt auf 1.542 an.

Corona in Baden-Württemberg: Am 11. Mai kommen Lockerungen – was bleibt noch geschlossen? 

Update vom 9. Mai, 16:00 Uhr: Mit Beschluss vom Samstag hat die Landesregierung ihre Rechtsverordnung über Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus erneut geändert. Diese neuen Regelungen gelten ab Montag, den 11. und 18. Mai. Trotz weitgehender Lockerungen bleiben einige Branchen in der Warteschleife – darunter: Alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios, sowie Tanzschulen und ähnliche Einrichtungen bleiben vorerst geschlossen. Gleiches gilt für Gaststätten und ähnliche Einrichtungen wie Cafés, Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen. Der Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten, Cafés und Eisdielen ist erlaubt, ab 18. Mai dürfen Speisegaststätten unter Auflagen öffnen. 

Auch das Kontaktverbot wird ab Montag gelockert. Ab dem 11. Mai dürfen sich Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen. 

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann mahnt vor Überheblichkeit und appelliert an Bürger

Update vom 8. Mai, 20:32 Uhr: Baden-Württemberg lockert die Einschränkungen für Pendler aus dem Ausland. Vom kommenden Montag (11. Mai) sollen sie ihren Arbeitsweg unterbrechen können, um Einkäufe zu erledigen. Das ist bislang wegen der Coronavirus-Pandemie nicht gestattet. Innenminister Thomas Strobl (CDU) teilte am Freitag in Stuttgart mit: „Wenn sich nun insbesondere das öffentliche Leben in Frankreich und Baden-Württemberg angleicht, wenn auch in Frankreich Geschäfte wieder öffnen, können wir die Einschränkungen behutsam zurückfahren.“

Während allseits Optimismus und Lockerungen euphorisch angenommen werden, mahnt Ministerpräsident Kretschmann vor Überheblichkeit. Im Interview mit dem „Mannheimer Morgen“ sagt er: „Wenn jetzt alle alles, was geht, bis zum Letzten auskosten wollen, überall an die Grenzen des Ermöglichten gehen, dann kann es gut sein, dass die Infektionszahlen in sechs oder sieben Wochen wieder hochschnellen und wir Lockerungen zurücknehmen müssen.“ 

Kretschmann appelliert an die Vernunft der Einzelnen und hofft, dass die Eigenverantwortung der Baden-Württemberger eine zweite Welle verhindern kann.

Corona in Baden-Württemberg: Restaurants öffnen wieder – unter diesen strengen Regeln

Update vom 8. Mai, 11 Uhr: Am Mittwoch gab die Bundesregierung den Ländern grünes Licht für die Öffnung von Freizeitparks in den kommenden Wochen – die Entscheidung, wann genau die Parks aufmachen dürfen, liegt jedoch bei den Ländern. Über eine Nachricht dürften sich Fans von Freizeitparks jetzt freuen: Der Europa-Park will seinen Betrieb bereits am 29. Mai wieder aufnehmen. Das wäre schneller als gedacht – denn der Stufenplan der Landesregierung von Baden-Württemberg sieht eine Öffnung von Freizeitparks eigentlich erst ab Pfingsten vor. 

Corona in Baden-Württemberg: Lockerungen für Hotels und Restaurants

Update vom 7. Mai, 16:43 Uhr: Gastronomie und Hotellerie dürfen langsam wieder öffnen, das haben Bund und Länder am Mittwoch bei einer Corona-Konferenz beschlossen. Bereits einen Tag später steht der Fahrplan zur schrittweisen Öffnung von Gastronomie un Beherbergungsbetrieben vor. Ab dem 18. Mai sollen zunächst Außen- wie Innenbereiche von Gaststätten sowie Ferienwohnungen und Campingplätze und Wohnmobilstellplätze für Dauercamper (autarke Versorgung) wieder öffnen dürfen. 

Zum Pfingstwochenende (29. Mai) ist dann die Öffnung von Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen angedacht. „Der nun vereinbarte Fahrplan bietet eine klare Perspektive: So haben Betriebe jetzt Planungssicherheit und ausreichend Vorlaufzeit für die notwendigen Vorbereitungen. Denn der Gesundheitsschutz der Menschen im Land hat erste Priorität. Um der Branche entlang der Erfordernisse des Infektionsgeschehens einen Weg aus der Krise zu weisen, ist uns dieses Signal der vorsichtigen Öffnung ein dringendes Anliegen. Insgesamt ist es wichtig, dass wir eine gute Balance zwischen behutsamen Öffnungsschritten und begleitenden Hilfsmaßnahmen finden und auch im Gastronomie- und Herbergsbereich wieder Perspektiven bieten“, so die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (Grüne).

Für die Gaststätten gelten strenge Auflagen, die insbesondere die Einschränkung von Öffnungszeiten, die Ausarbeitung von Hygiene-Konzepten durch die Betriebe, die Begrenzung von Gästezahlen und das Sicherstellen von Abstandsregeln (Einlass/Ausgang separat, Reservierungspflicht) umfassen.

Auch für Beherbergungsbetriebe und Campingplätze muss ein maximaler Schutz vor Ansteckungen sichergestellt werden. So ist beispielsweise die Öffnung von Angeboten mit gemeinschaftlicher Nutzung innerhalb von Hotels und Campingplätzen, insbesondere von Wellnessangeboten und Schwimmbädern, untersagt. Außerdem sind auch hier verpflichtende Hygieneschutz- und Abstandskonzepte vorzulegen. 

Elke Zimmer lässt keinen Zweifel daran, dass auch weiterhin äußerste Vorsicht geboten ist, um eine zweite Infektionswelle zu vermeiden und betont: „Wir erwarten eine große Nachfrage nach Inlandstourismus. Wir müssen alles dafür tun, dass die Öffnung touristischer Anziehungspunkte und Angebote das Infektionsgeschehen nicht wieder anheizen. Das stellt Hygienekonzepte auf die Probe und verlangt vorausschauende politische Lösungen und kluges Management. Deshalb gilt auch hier: Wir allen tragen eine große Verantwortung in dieser Phase der Pandemie. Sämtliche Schritte stehen unter dem Vorbehalt der möglichen und zu beobachtenden Entwicklung der Infektionszahlen!“

Update vom 7. Mai, 13:20 Uhr: Baden-Württemberg will in den nächsten Tagen weitere Schritte in Richtung Normalität gehen. Nach der Corona-Konferenz mit Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch können auch Eltern ein wenig aufatmen – denn die Landesregierung hat angekündigt, Schulen und Kitas weiter zu öffnen. Dazu hat Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann nun einen Fahrplan für die weitere Öffnung des Schul- und Kitabetriebs in Baden-Württemberg vorgestellt. 

Corona in Baden-Württemberg: Schulen, Kitas, Gastro, Sport – diese Lockerungen kommen

Update vom 6. Mai, 13:30 Uhr: Darauf haben die Menschen in Baden-Württemberg sehnlichst gewartet: Nach dem umfänglichen Corona-Lockdown fährt der Südwesten schrittweise wieder den Alltag hoch und lockert das öffentliche Leben. Nach Gottesdiensten, Fitnessstudios und Friseuren werden in den kommenden Wochen auch viele weitere Bereiche des Alltags in Baden-Württemberg gelockert. Diese Maßnahmen werden nach und nach umgesetzt – dazu hat die Landesregierung einen Stufenplan ausgearbeitet, der der Deutschen Presse-Agentur als Entwurf vorliegt.

ABER: Wie die BILD Mittwochnachmittag berichtet, sollen sich Bund und Länder darauf geeinigt haben, das Kontaktverbot grundsätzlich bis 5. Juni zu verlängern

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte am Dienstag (5. Mai) ein Ampelsystem angekündigt, mit dem von grün bis rot Bereiche des öffentlichen Lebens nach der Corona-Infektionsgefahr unterteilt werden. So sieht der Entwurf der baden-württembergischen Regierung aus: 

Stufe 1 (hellgrün) – AB DEM 11. MAI ist Folgendes wieder erlaubt und geöffnet:

  • Sport unter freiem Himmel und ohne Körperkontakt
  • Freiluft-Sportanlagen wie Golf- oder Tennisplätze, aber auch Reitanlagen und Hundeschulen
  • Fahrschulen
  • Sportboothäfen
  • Luftsport
  • Sonnenstudios, Massage-, Kosmetik- und Nagelstudios
  • Spielbanken ohne gastronomische Angebote
  • Musikschulen (mit Einschränkungen)
  • Besuchsverbot in Krankenhäusern wird gelockert

Stufe 2 (gelb) – VOR PFINGSTEN ist Folgendes wieder erlaubt und geöffnet:

  • Außengastronomie
  • Freiluft-Ausflugsziele mit Einlasskontrolle sowie kontaktarme Freizeitangebote wie Minigolf oder Bootverleihe
  • Fahrradverleih zu touristischen Zwecken
  • Campingplätze und Wohnmobilstellplätze für Dauercamper
  • Grundschulen und weiterführende Schulen sollen nur gegebenenfalls schrittweise wieder öffnen

Stufe 3 (gelb) – VOR PFINGSTEN ist Folgendes wieder erlaubt und geöffnet:

  • Innenbereich von Speisewirtschaften
  • Kinderbetreuung soll dann gegebenenfalls schrittweise öffnen

Stufe 4 (orange) – AB PFINGSTEN ist Folgendes wieder erlaubt und geöffnet:

  • Beherbergungsbetriebe
  • Campingplätze und Wohnmobilstellplätze zu touristischen Zwecken
  • Besucherzentren
  • Freizeitparks
  • Fitnessstudios
  • Tanzschulen
  • Kletterhallen
  • Indoorsporthallen
  • Indoorspielplätze
  • Spaß- und Freizeitbäder nur für Schwimmkurse und -unterricht
  • Lockerungen für Fluss- und Bodenseeschifffahrt sind vorgesehen

Stufe 5 (rot) – DERZEIT NICHT ABSCHÄTZBAR

  • Großveranstaltungen wie Fachmessen, Publikumsmessen, Volksfeste, Vereinsfeste und Kongresse
  • Theater, Schauspiel, Ballett, Konzerte, Oper, Kino, Musikfestivals, Film-, Theater- und Musikfestivals
  • Diskotheken 
  • Innenbereich von Kneipen und Bars
  • Saunen und Wellnessbereiche
  • Zuschauerbesuche von Sportveranstaltungen
  • Freibäder und Badeseen
  • Bolzplätze und Mannschaftssport
  • Prostitutionsgewerbe

In die Stufe 5 fallen alle Bereiche des Alltags mit dem größten Infektionsrisiko. Hier müssen laut Stufenplan diverse Hygienekonzepte erarbeitetet oder geprüft werden. 

Neben den genannten Lockerungen werden nach der Konferenz der Ministerpräsidenten und Angela Merkel außerdem noch eine weitere Lockerungsmaßnahme bekannt. Demnach dürfen sich ab kommender Woche Angehörige von zwei Haushalten treffen – also etwa zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften

Doch die Bundesländer selbst stehen in der Verantwortung, auf mögliche negative Folgen der Corona-Lockerungen umgehend zu reagieren. Die Länder sind verpflichtet, in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen Woche sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umzusetzen. 

Coronavirus: Baden-Württemberg öffnet Schritt für Schritt Schulen und Kitas

Nach der durch das Coronavirus bedingten, siebenwöchigen Schließung der Schulen in Baden-Württemberg gehen seit Montag (4. Mai) zumindest all jenen Schüler wieder in die Klassenzimmer, die vor Abschlussprüfungen stehen. Wie das Land nun abgekündigt hat, sollen aber schon bald schrittweise viele weitere Klassenstufen folgen – doch Normalität sollten Schüler, Eltern und Lehrer zunächst nicht erwarten.

Bund und Länder wollen die schrittweise Rückkehr aller Schüler ermöglichen.

Wie Kultusministerin Susanne Eisenmann am Mittwoch mitteilte, sollen Grundschüler der vierten Klasse ab 18. Mai wieder zeitweise Präsenzunterricht erhalten, um auf die weiterführenden Schulen vorbereitet werden zu können. Zudem sollen ab 18. Mai die Kitas für bis zu 50 Prozent der Kinder wieder geöffnet werden.

Eisenmann plant, dass nach den Pfingstferien Mitte Juni ALLE Schüler zumindest zeitweise wieder zur Schule gehen. Dabei solle der Präsenzunterricht mit dem Lernen zu Hause kombiniert werden. Nach den Pfingstferien sollen dann alle Klassenstufen an Grundschulen, Gymnasien, Realschulen, Haupt- und Werkrealschulen sowie Gemeinschaftsschulen im wöchentlichen Wechsel in den Schulen unterrichtet werden. Um Abstandsregeln einhalten zu können, werden die Klassen verkleinert. Dauerhaften Präsenzunterricht solle es für Schüler geben, die vor dem Abschluss stehen. Auch an Berufsschulen soll es nach den Pfingstferien wieder zeitweise Präsenzunterricht geben.

Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen auf einen Blick

Zahl der Infizierten

+ zum Vortrag

Genesen

Todesfälle

+ zum Vortrag

Reproduktionszahl

32.730

185

26.242

1.497

15

0,65

32.730 bestätigte Corona-Fälle in Baden-Württemberg (Stand: 6. Mai 2020, 16:00 Uhr)

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann gegen Lockerung des Kontaktverbots

Update vom 6. Mai, 11:30 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann gibt heute um 15 Uhr ein Pressestatement per Videostream zu den Ergebnissen der Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Corona-Krise.

Update vom 6. Mai, 10:45 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kritisiert die Regierungschefs der Bundesländer für Alleingänge bei der Lockerung der Corona-Auflagen„Anstatt die heutige Beratung abzuwarten, sind jetzt eine ganze Reihe von Kollegen mit eigenen Öffnungen vorgeprescht“, sagt der Grünen-Politiker dem Spiegel kurz vor dem Gespräch der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch. „Unsere Stärke lag bislang im gemeinsamen und behutsamen Vorgehen.“ Diesen Weg solle man nicht verlassen. Dabei könne es durchaus einzelne länderspezifische Unterschiede geben, solange man im Großen und Ganzen beieinanderbleibt und eben Schritt für Schritt vorgehe. 

Kretschmann mahnt aber: „Wir stehen noch mitten in der Pandemie.“ Am Dienstag hatte er bereits betont, dass er gegen eine Lockerung des Kontaktverbotes für die Bürger sei. In Sachsen-Anhalt war eine neue Verordnung in Kraft getreten, mit der das Land bundesweit bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen vorangeht. Die Menschen dort dürfen statt wie bisher mit einem Menschen abseits des eigenen Haushalts fortan zu fünft zusammen sein.

Corona-Lockerungen in Baden-Württemberg: Öffnung von Gaststätten vor Pfingsten

Die baden-württembergische Landesregierung plant eine Öffnung von Gaststätten noch vor Pfingsten. Das geht aus dem Entwurf eines Stufenplans des Staatsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach soll nicht nur die Außengastronomie, sondern auch der Innenbereich von Speisewirtschaften unter strengen Hygienevorgaben und Infektionsschutzmaßnahmen noch im Mai öffnen dürfen. Auch Freiluft-Ausflugsziele mit Einlasskontrolle sowie kontaktarme Freizeitangebote wie Minigolf sollen vor Pfingsten in Baden-Württemberg wieder erlaubt sein. Kinderbetreuung soll gegebenenfalls schrittweise öffnen. Ab Pfingsten sollen dann Fitnessstudios, Tanzschulen, Kletterhallen, Besucherzentren und Freizeitparks folgen.

Corona in Baden-Württemberg: Diese Lockerungen sollen heute beschlossen werden

Update vom 6. Mai, 7:20 Uhr: Der heutige Mittwoch dürfte der entscheidende Tag für einen großen Schritt zurück in den Alltag sein. Bei der Corona-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder geht es heute um die großen Themen der Lockerung. Schon jetzt deutet sich an, dass der Bund die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen weitgehend den Ländern überlassen will. Er besteht aber auf eine Obergrenze von Neuinfektionen, ab der wieder härtere Beschränkungen greifen müssen. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Bund-Länder-Schalte am Mittwoch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Länder sollen demnach sicherstellen, dass in den Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werde. Wie aus der Beschlussvorlage des Bundes hervorgeht, werden bei der Corona-Konferenz heute Themen wie Profifußball, Breitensport, Gastronomie, Hotels, Schulen und Kitas besprochen. 

Corona-Lockerung: Restaurants, Bars und Co. sollen schon ab Samstag wieder öffnen

Update vom 5. Mai, 21:21 Uhr: Die Wirtschaftsminister der Länder planen eine kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes vom 9. bis 22. Mai. Das hat die deutsche Presse-Agentur nach einer Videokonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erfahren. Die Empfehlung der Minister umfasst Restaurants, Außengastronomie, Cafés, Gaststuben und Kneipen sowie Imbisse. Touristische Beherbergungen sollen bis Ende Mai möglich sein. 

Coronavirus - Gastronomie

Am Mittwoch werden Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bei der Corona-Konferenz über die Empfehlung diskutieren. Seit Mitte März sind Gastro und Hotellerie geschlossen. Das Gastgewerbe gehört zu den Branchen, die in der Corona-Krise am schwersten betroffen ist. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Diese neuen Lockerungen könnten am Mittwoch kommen

Update vom 5. Mai: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat weitere Lockerungen der Corona-Regeln beim Sport in Aussicht gestellt. Man habe den Lenkungskreis der Landesregierung beauftragt, ab kommender Woche wieder „kontaktlosen Outdoorsport" zu erlauben, kündigte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart an. Damit sei Sport im Freien gemeint, bei dem die Abstandsregeln unproblematisch eingehalten werden könnten – etwa wie Golf, Leichtathletik und Tennis

Erstmeldung vom 4. Mai: Baden-Württemberg sucht in der Corona-Krise den Weg zurück in den Alltag – und wagt nach mehreren Wochen des Lockdowns weitere Schritte zurück in die Normalität. Unter anderem dürfen Spielplätze, Zoos und Museen ab dem 4. Mai wieder öffnen. Auch Friseure öffnen wieder ihre Türen – und erwarten einen riesigen Andrang. Unterdessen wirbt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann für eine „neue Normalität“ im Umgang miteinander – und warnt vor den Folgen einer zweiten Infektionswelle. Wie die neuen Lockerungen laut der aktuellen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg aussehen und was sich nach der nächsten Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel noch ändern soll: 

Corona in Baden-Württemberg: Diese neuen Lockerungen könnten am Mittwoch kommen

Die Rufe nach Lockerung der Corona-Maßnahmen in Deutschland werden immer lauter. Am Mittwoch (6. Mai) werden Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder einmal mehr über den weiteren Corona-Kurs beraten. Doch auch wenn es einen gemeinsamen Bund-Länder-Beschluss gibt, kann und wird es in einzelnen Bundesländern Abweichungen geben. 

Bei derCorona-Konferenz am 6. Mai soll es um Konzepte zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen und Kitas gehen. Auch der Fußball hofft auf eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Bundesliga – in Form von Spielen ohne Zuschauer. Zudem soll der Breitensport auf der Tagesordnung stehen. Der Gastronomie soll laut Bundesregierung eine Perspektive in der Corona-Krise aufgezeigt werden. 

Corona in Baden-Württemberg: Die Regeln und Lockerungen ab 4. Mai

Nach der Bund-Länder-Schalte mit Angela Merkel vergangene Woche hat Baden-Württemberg einen weiteren Schritt in Richtung Normalität in der Corona-Krise gemacht und die Corona-Verordnung des Bundeslandes entsprechend angepasst. Ab Montag dürfen demnach wieder Gottesdienste stattfinden und Geschäfte öffnen, auch wenn ihre Verkaufsfläche größer als 800 Quadratmeter ist. Für die Baden-Württemberger bedeutet das unter anderem auch, dass auch große Geschäfte wie IKEA wieder zum Shoppen zur Verfügung stehen – natürlich unter strengen Regeln wie der Maskenpflicht und dem Abstandsgebot. Auch Friseure und Fußpflegestudios dürfen ab Montag wieder ihren Service anbieten.

Die Menschen in Baden-Württemberg kehren vorsichtig in den Alltag mit Corona zurück (Symbolfoto)

Ab Mittwoch können in Baden-Württemberg Spielplätze, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und Tierparks wieder öffnen. Bereits ab Anfang der Woche wird außerdem die Ausgangssperre für Heimbewohner aufgehoben. Auch Einrichtungen für die außerschulische berufliche Bildung öffnen ab Montag. Alle anderen Einrichtungen wie Sportanlagen, Kosmetikstudios oder Gaststätten bleiben wegen Corona weiterhin geschlossen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulen öffnen wieder – Unterricht für 330.000 Schüler 

Nach siebenwöchigen Schulschließungen kehren am Montag rund 330.000 Schüler in Baden-Württemberg in die Klassenzimmer zurück. Dabei handelt es sich zunächst nur um die Schüler, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen. Der Unterricht soll unter strengen Abstands- und Hygieneregeln stattfinden, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Im nächsten Schritt sollen dann die Viertklässler an die Schulen zurückkehren. Ziel des Kultusministeriums ist es, dass alle 1,5 Millionen Schüler in Baden-Württemberg in diesem Schuljahr zumindest zeitweise Präsenzunterricht erhalten. 

Corona-Regeln in Baden-Württemberg: Kretschmann spricht über „neue Normalität“ – und warnt vor zweiter Infektionswelle

In einem Statement zu den neuen Lockerungen in Zeiten der Corona-Krise warnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann zugleich vor einer zweiten Infektionswelle„Wir müssen auch mit diesen Lockerungen verantwortungsvoll umgehen, weil wir sonst wieder steigende Infektionszahlen riskieren.“ Gerade die Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus bergen aus Sicht von Kretschmann die Gefahr einer neuen Infektionswelle. Er rechnet mit Ermüdungseffekten, sagte Kretschmann der Deutschen-Presse-Agentur. „Das ist ja auch nur menschlich.“ Es liege an der Politik, unermüdlich darauf hinzuweisen, wie wichtig die disziplinierte Einhaltung der Corona-Maßnahmen ist.

Kretschmann warb auch für eine „neue Normalität“ im Umgang miteinander. „Eine Normalität, in der Abstand halten und Hygienevorschriften im Mittelpunkt stehen und allen klar ist, dass manches einfach nicht geht", sagte er. „Große Veranstaltungen mit dicht gedrängten Menschenmassen, feuchtfröhliche Großparties wie der Cannstatter Wasen sind auf absehbare Zeit einfach nicht drin.“

Corona in Baden-Württemberg: Über welche Lockerungen wird am 6. Mai entschieden?

Unmittelbar nach der Corona-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder sprach Winfried Kretschmann am vergangenen Donnerstag von nur „wenigen kleinen Öffnungen“, auf die man sich verständigt hätte. Die Besprechungen zu großen Themen der Öffnung, wie etwa Tourismus, Gastronomie und Hotellerie gingen laut Kretschmann erst bei der nächsten Bund-Länder-Schalte ab dem 6. Mai los. Zu diesem Termin solle auch ein Fahrplan für Schulen und Kitas stehen sowie ein Konzept zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeitet werden. Ob die Kontaktbeschränkung, die bei der letzten Konferenz noch einmal verlängert wurde, nach dem 6. Mai gelockert wird, ist aktuell noch unklar. 

Bei Kindern verläuft eine Coronavirusinfektion oft symptomfrei. Jetzt wollen Forscher an der Universitätsmedizin Mannheim herausfinden, wie viele Kinder infiziert sind. Dabei bekommen sie prominente Unterstützung von Deutschlands bekanntestem Virologen, Christian Drosten.

dpa/kab

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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