Pandemie-Ticker

Corona in Baden-Württemberg: Impfquote schlechter als der bundesweite Durchschnitt

Baden-Württemberg - Wie hoch ist die Inzidenz und wie viele Neuinfektionen gibt es? Alle Antworten zu den aktuellen Corona-Entwicklungen und dem Thema Impfungen im Land:

  • In Baden-Württemberg gab es bisher 461.237 (+3.069) Infektionen mit dem Coronavirus. (Stand: 7. Mai, 3:11 Uhr, RKI)
  • Bislang sind 9.488 (+23) Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 155,3 (-4,0). (Stand: 7. Mai, 3:11 Uhr, RKI)
  • Ergebnisse aus Impf-Gipfel: Impfreihenfolge soll aufgehoben werden – Merkel kündigt Verordnung zu Freiheiten für Geimpfte an. (Update vom 26. April, 19:04 Uhr)

Update vom 5. Mai, 6:53 Uhr: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! Die Impfkampagne geht auch in Baden-Württemberg eher schleppend voran, doch so langsam läuft‘s. Seit Montag (3. Mai) hat das drittgrößte Bundesland die Vergabe von Impfterminen auf alle Menschen mit Vorerkrankungen erweitert (unter anderem Herzkrankheiten, Rheuma, Asthma, HIV, Adipositas, behandlungsfreie Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen).

Laut Impf-Dashboard des renommierten Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin haben in Baden-Württemberg bislang 28,2 Prozent der Bevölkerung mindestens ihre Erstimpfung erhalten. Im bundesweiten Vergleich bedeutet dies den eher enttäuschenden 9. Platz. Ihre Zweitimpfung haben bereits 842.868 Menschen intus, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart (Stand: 4. Mai) mitgeteilt hat. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt derweil erfreulicherweise erneut deutlich um 11,7 auf aktuell 161,4 – also unter die wichtige Marke von 165.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz fällt – Landesweit nur wenige Neuinfektionen

Update vom 3. Mai, 6:51 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Montagfrüh meldet, sind in Baden-Württemberg 1.399 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 20.488, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert über 450.000. Seit Beginn der Pandemie vor rund 14 Monaten sind 9.390 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind 13 Opfer mehr zu beklagen als noch am Vortag. Die für die „Notbremse“ wichtige 7-Tage-Inzidenz steigt leicht um 1,2 auf aktuell 184,6. Im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg auf dem 14. Platz – der Rückstand auf Nordrhein-Westfalen (158,5) ist schon beträchtlich. Nur Sachsen (215,5) und Thüringen (221,1) haben noch höhere Inzidenzen.

Corona in Baden-Württemberg: Trauriger Spitzenplatz – Dritthöchste Inzidenz von Deutschland

Update vom 2. Mai, 9:24 Uhr: In Baden-Württemberg gibt es 2.856 neue Corona-Fälle, wie das Robert-Koch-Institut am Sonntagmorgen meldet. Seit Pandemie-Ausbruch haben sich insgesamt 449.178 Menschen mit Covid-19 infiziert, etwa 45.900 sind bereits genesen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 11 auf 9.377. Die 7-Tage-Inzidenz bleibt ähnlich wie die letzten Tage – aktuell hat sie einen Wert vom 183,4. Baden-Württemberg hat neben Thüringen (217,8) und Sachsen (208,7) die höchste Inzidenz in Deutschland.

Corona in Baden-Württemberg: Reise-Rückkehrer mit Indien-Variante

Update vom 29. April, 7:17 Uhr: Außer in Nordrhein-Westfalen ist die neuartige indische Mutation B.1.617 jetzt auch in Baden-Württemberg bei zwei Reiserückkehrern aus Indien nachgewiesen worden. „Beide Infizierte waren isoliert und enge Kontaktpersonen der Erkrankten befinden sich in Quarantäne. Bisher sind keine Folgefälle aufgetreten“, so das Sozialministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Darüber hinaus gab es demnach im Labor fünf weitere Nachweise der Mutante. Die Gesundheitsämter und das Landesgesundheitsamt ermitteln dazu, hieß es. Bisher ist noch nicht wissenschaftlich erwiesen, ob die Variante besonders ansteckend ist. Allerdings wütet in Indien eine heftige Infektionswelle. Deshalb sei „große Vorsicht“ geboten, erklärte das Ministerium. Seit etwa einer Woche kämpft das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt mit Neuinfektionszahlen von bis zu 350.000 pro Tag! Das dortige Gesundheitssystem kollabiert.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind in Baden-Württemberg 616 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung – davon werden 353 invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.210 Intensivbetten von betreibbaren 2.461 Betten belegt (Stand: 28. April).

Corona in Baden-Württemberg: Anfang Mai – So laufen Abi-Prüfungen unter Pandemie-Bedingungen

Update vom 28. April, 11:46 Uhr: Bei Prüfungen in einem Pandemie-Schuljahr steht der Infektionsschutz an erster Stelle. Das gilt auch für die Abitur- und Zwischenprüfungen, die im Südwesten am 4. Mai starten. Wie das Kultusministerium am Mittwoch in Stuttgart mitgeteilt hat, werden Corona-Tests vor den Prüfungen an allgemeinbildenden Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und beruflichen Gymnasien angeboten. Nicht getestete Schüler müssten ihre Prüfungsarbeiten in einem anderen Raum schreiben als die bereits negativ getesteten Prüflinge. Die Schulen sollten daher zusätzlich ausgestattete Räume und eine entsprechendes
Aufsichtspersonal organisieren. Zudem gelte in allen Prüfungsräumen ein Mindestabstand von 1,5 Metern.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sei während der Prüfungen obligatorisch. „Zum Essen und Trinken darf die Maske
abgenommen werden, wodurch „Maskenpausen“ für die Schülerinnen und Schüler möglich sind“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Schülern sollen demnach auch darüber hinausgehende „Tragepausen“ während der Prüfungszeit im Freien oder in dafür vorgesehenen Räumen ermöglicht werden. Alle Schüler, die sich der zweimal in der Woche angebotenen Tests unterziehen, erfüllen die Voraussetzung zur Teilnahme in der Gruppe der Getesteten - „unabhängig davon, an welchen Wochentagen der jeweiligen Prüfungswoche die Prüfungen stattfinden“, heißt es weiterhin vom Ministerium.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Fläche35.751,46 km²
Einwohnerzahl11.100.394 (Stand: 31. Dezember 2019)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Zeige sich bei einem Schnelltest ein positives Ergebnis, ist die Teilnahme an Zwischen- und Abschlussprüfungen sowie an schriftlichen Leistungstests nicht möglich. Die jungen Frauen und Männer müssten dann bei einem Ersatztermin geprüft werden. Dies gelte indes nicht, wenn das zunächst positive Testergebnis eines Schnelltests durch einen negativen PCR-Test widerlegt wird. In diesen Fällen erfolgt die Probenentnahme durch medizinisches Personal, ausgewertet werden die Tests durch Labore. Der Nachweis über einen negativen Schnelltest könne auch durch einen sogenannten „Bürgertest“ erfolgen. Dabei handelt es sich um PoC-Antigen-Tests, die alle Bürger auf Kosten des Bundes in Anspruch nehmen könnten.

Corona in Baden-Württemberg: Fast 4.000 Neuinfektionen – Inzidenz deutlich unter 200

Update vom 26. April, 19:04 Uhr: Nach dem Impf-Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen informiert. Laut Merkel soll die Impfpriorisierung in Deutschland spätestens im Juni aufgehoben werden. Nicht jeder könne dann jedoch sofort geimpft werden. „Aber jeder kann sich um einen Termin bemühen“, erklärte sie. Zum Thema Lockerungen für Geimpfte und Genesene kündigte Merkel eine Verordnung an, die vom Bundestag und Bundesrat beschlossen werden solle. Konkrete Angaben zu den Plänen machte sie allerdings nicht. Zuvor hatte das Land Baden-Württemberg auf bundeseinheitliche Lockerungen für Geimpfte gedrängt – besonders in Alten- und Pflegeheimen.

Corona in Baden-Württemberg: Vor Impfgipfel – Landesregierung drängt auf Freiheiten für Geimpfte

Erstmeldung vom 26. April, 14 Uhr: Das Land Baden-Württemberg hat vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montagnachmittag (26. April) auf bundesweit einheitliche Regeln für Geimpfte und Genesene gedrängt und möchte diesen auch Öffnungen etwa von Schwimmbädern oder Museen ermöglichen. „Aus unserer Sicht ist dringlich eine wissenschaftliche Erklärung erforderlich, warum diese Einrichtungen nicht für Geimpfte/Genesene geöffnet werden können“, heißt es in einem Schreiben des Sozialministeriums in Stuttgart, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ohne entsprechende Begründungen sei es schwierig, in bereits anhängigen Gerichtsverfahren bestehen zu können, begründet das Land dies in dem Brief an das Bundesgesundheitsministerium.

Corona in Baden-Württemberg: In Alten- und Pflegeheimen – Landesregierung plädiert für Lockerungen bei 80 Prozent Geimpften

Auch mit Blick auf die Impfquote in Alten- und Pflegeheimen, die bald bundesweit als Grundlage für Erleichterungen gelten soll, mahnt das Land eine „nachvollziehbare Darlegung zum wissenschaftlichen Hintergrund der Quote“ an. Eine Quote von 90 Prozent geimpfter Bewohner ist aus Sicht des Landes zu hoch und könnte sich in der Praxis als eine nicht erreichbare Hürde erweisen, heißt es. Es solle deshalb auch eine Quote von 80 Prozent Geimpfter als Voraussetzung für Erleichterungen geprüft werden. Zudem möchte das Sozialministerium Ausnahmen für die kurzzeitige Unterschreitung der Quote, etwa wenn bereis Geimpfte in ein anderes Heim verlegt werden oder noch nicht Geimpfte neu aufgenommen werden.

Impfreihenfolge und Freiheiten für Geimpfte sind die beiden großen Themen am Montag. (Symbolbild)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der 16 Länder wollten sich am Montagnachmittag für einen sogenannten Impfgipfel zusammenschalten. Bei der Videokonferenz sollte im Mittelpunkt stehen, welche Corona-Beschränkungen für Geimpfte und für von Covid-19 Genesene wegfallen könnten. Bereits im Vorfeld des Impfgipfels stehen einige Lockerungen für Geimpfte zur Diskussion. (dpa/pek)

Rubriklistenbild: © Sebastian Kahnert/dpa

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