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Große Gift-Spinne breitet sich in Rheinland-Pfalz aus – Aussehen sorgt für Gänsehaut

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Von: Katja Becher

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Die Nosferatu-Spinne trägt ihren gruseligen Namen völlig zurecht. Das giftige Tierchen, das ursprünglich aus der Mittelmeer-Region stammt, wurde zuletzt immer häufiger in Rheinland-Pfalz gesichtet.

Eine große Giftspinnen-Art, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, breitet sich aktuell immer mehr in Deutschland aus. Zuletzt gab es immer mehr Berichte über Sichtungen des auf den ersten Blick gruseligen Tierchens – vor allem in Rheinland-Pfalz. Das Exemplar trägt nicht nur den Horror-Namen „Nosferatu-Spinne“, sondern ist zu allem Überfluss auch noch haarig und kann bis zu 8 Zentimeter groß werden.

ArtNosferatu-Spinne
Wissenschaftlicher NameZoropsis spinimana
FamilieKräuseljagdspinnen

Gift-Spinne in Rheinland-Pfalz auf dem Vormarsch: Schon rund 500 Meldungen

Die Sichtung der Nosferatu-Spinne in Rheinland-Pfalz häufen sich immer mehr. Besonders heftig traf es zum Beispiel eine Familie in Ludwigshafen, die in den vergangenen Monaten gleich 15 Exemplare der haarigen Gift-Spinne in ihrem Haus fand. „Absolut Horror“, bezeichnete die Hausbesitzerin den ersten Spinnen-Fund – wenig später entdeckte sie in ihrem Schlafzimmer sogar ein Nest mit rund 30 Babykrabblern.

Die Ludwigshafener Familie ist nicht die einzige, die bereits Kontakt mit der gruseligen Nosferatu-Spinne hatte. Eine Zoologin vom Naturkundemuseum in Bad Dürkheim berichtet gegenüber dem SWR von rund 500 Menschen, die sich mit einer Sichtung der Spinnen-Art bereits bei ihr gemeldet hätten. Die meisten Tiere gebe es demnach in der Vorderpfalz – allerdings seien auch südlich der Pfalz bis Karlsruhe bereits Nosferatu-Spinnen entdeckt worden.

Nosferatu-Spinne breitet sich in Rheinland-Pfalz aus – Beschreibung sorgt für Gänsehaut

Die Nosferatu-Spinne zählt zur Familie der Kräuseljagdspinnen und kann eine beachtliche Körpergröße von bis zu 8 Zentimetern erreichen. Besonders gruselig: Die Spinne scheint sich vor allem in Gebäuden wohlzufühlen. Immerhin stammt sie ursprünglich aus wesentlich wärmeren Gefilden. Nachts geht sie auf Beutezug und erlegt kleine Insekten im Sprung.

Die Tatsache, dass es vor allem in Rheinland-Pfalz immer wahrscheinlicher wird, einer Nosferatu-Spinne in den eigenen vier Wänden zu begegnen, ist allerdings noch lange nicht das gruseligste an dem Tierchen. Auch sein Horror-Name kommt nicht von ungefähr. Den trägt die Spinne wegen ihrer Zeichnung auf dem Rücken, der an die berühmte Gruselfigur erinnert. „Ein bleicher kahler Kopf mit seltsam abstehenden Ohren und zwei große dunkle Augenhöhlen“, beschreibt biorama.eu.

Giftige Nosferatu-Spinne in Rheinland-Pfalz: Ist ihr Biss für Menschen gefährlich?

Wer dieser Tage ein Exemplar der Nosferatu-Spinne in Wohnung oder Haus entdeckt, darf sich zwar zurecht gruseln – muss aber dennoch nicht um Leib und Leben fürchten. Die große Spinnen-Art gilt zwar als giftig – ist allerdings keine besondere Allergie vorhanden, wirkt sich ihr Biss bei uns aus wie ein leichter Bienenstich.

Respekt sollte man vor der Nosferatu-Spinne trotzdem haben. Wenn sich das Tierchen bedroht fühlt, kann es durchaus auch mal zubeißen. Ein Schädlingsbekämpfer aus Heilbronn erklärte gegenüber echo24.de, dass man die Nosferatu-Spinne vorsichtig in ein Gefäß packen und ins Freie tragen sollte.

Mittelmeer-Spinne breitet sich aus: So kam das Exemplar nach Deutschland

Die Nosferatu-Spinne ist höchstwahrscheinlich als blinder Passagier nach Deutschland gekommen, vielleicht in einem Gütertransport oder einem Auto, das aus dem Urlaub am Mittelmeer zurückkehrte. Wie biorama.eu berichtet, wurde sie zum Beispiel bereits Ende der 90er in Österreich gesichtet. Erste Sichtungen in Deutschland gab es dann um 2005.

Tierarten, die meist durch den (teilweise unbewussten) Eingriff des Menschen in ein neues Gebiet gelangen, werden von Experten Neozonen oder auch „Alien-Arten“ genannt. Laut einer Veröffentlichung des World Wide Fund For Nature (WWF) aus dem Jahr 2014 wurden bis dato in Deutschland bereits rund 1.150 nicht-heimische Tierarten registriert, von denen sich über 260 fest in unserem Land etabliert hatten. (kab)

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