Baden-Württemberg

Landtagswahlen: Die Superlative aus 64 Jahren

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Die wichtigsten Zahlen und Fakten zu 64 Jahren Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Stuttgart – Am Sonntag, 13. März, stehen wieder die Landtagswahlen an. Welche Partei erhielt seit 1952 die meisten Stimmen, in welchem Jahr gab es die höchste Wahlbeteiligung? Die wichtigsten Zahlen und Fakten:

- So gut wie nie: 56,7 Prozent lautete das Traumergebnis für die CDU bei der Landtagswahl 1976 - mehr waren es nie wieder. 2,57 Millionen Wähler gaben der CDU ihre Stimme, 1971 waren es noch 1,94 Millionen. Auch die SPD kam 1976 mit 33,3 Prozent auf ein aus heutiger Sicht sattes Resultat. Vier Jahre vorher waren es sogar 37,6 Prozent. Das Topergebnis der Grünen waren die 24,2 Prozent von 2011. Die FDP erinnert sich gerne an die 18 Prozent von 1952.

- So schlecht wie nie: Ihr historisch schlechtestes Ergebnis bei den 15 Landtagswahlen seit 1952 fuhr die CDU gleich bei der ersten mit 36 Prozent der Stimmen ein. Bei der SPD stehen als Tiefstwert die 23,1 Prozent von vor fünf Jahren, bei den Grünen 5,3 Prozent zu ihrem Landesstart 1980. 5,3 Prozent sind auch bei der FDP der Tiefstwert - erzielt vor fünf Jahren.

- Die meisten Wähler: Knapp 5.052.000 Bürger gaben bei der Wahl vor fünf Jahren ihre Stimme ab - so viele wie noch nie. Unter dem Strich reichte das aber nur zu einer Wahlbeteiligung von 66,3 Prozent, weil Baden-Württemberg inzwischen über 7 Millionen Wahlberechtigte zählt. Diesmal sind es mit 7,7 Millionen so viele wie noch nie. Bei der Wahl 1972, als es knapp 6 Millionen Wahlberechtigte waren, beteiligten sich satte 80 Prozent am Urnengang - Rekord.

- Die niedrigste Beteiligung 2011: Zwei von drei Wahlberechtigten (66,3 Prozent) machte vor fünf Jahren sein Kreuz - im Bezirk Mannheim I aber war es nur gut jeder zweite. Mit 52,6 Prozent wurde im Norden der Quadratestadt die geringste Wahlbeteiligung registriert. Mannheim ist traditionell eine Hochburg der SPD.

- Die höchste Beteiligung 2011: Im bürgerlich-wohlhabenden Stuttgarter Süden wählt man gerne. 77,7 Prozent der Wahlberechtigten gaben in Degerloch oben am Fernsehturm und den angrenzenden Stadtteilen vor fünf Jahren ihre Stimme ab - überdurchschnittlich oft für die Grünen.

- Die besten Ergebnisse 2011: In Ehingen südwestlich von Ulm fuhr die CDU vor fünf Jahren mit 51 Prozent ihr Spitzenergebnis ein. Auf 42,5 Prozent schraubten sich die Grünen 2011 in ihrer Hochburg Stuttgart I. Die SPD holte ihr Spitzenergebnis im Wahlkreis Mannheim I mit 34,2 Prozent, die FDP im Wahlkreis Schorndorf bei Stuttgart mit 8,4 Prozent. Die AfD war noch nicht dabei.

- Die schlechtesten Ergebnisse 2011: Den schwersten Stand hatte die CDU vor fünf Jahren erneut in Freiburg: Im Wahlkreis II gab es damals gerade 22,8 Prozent für die Christdemokraten. Die Grünen kamen im Wahlkreis Neckar-Odenwald nördlich von Heilbronn nicht über 14,6 Prozent hinaus, die SPD in Wangen nicht über 16,4 Prozent. Für die FDP reichte es in Mannheim I nur zu 2,3 Prozent der Stimmen.

- Der Jüngste 2016: Marvin Wiegand heißt das Küken unter den Kandidaten für die Wahl 2016. Der 19-Jährige kandidiert im Wahlkreis 54 Villingen-Schwenningen für die Linke und will Jugendliche mit den Themen Digitalisierung und alternativer Drogenpolitik begeistern.

- Der Älteste 2016: Kein Kandidat ist älter als Karl-Heinz Möhling. Der 81-Jährige geht für die Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) im Wahlkreis 20 Neckarsulm auf Stimmenjagd. „Ich war 78 Jahre lang politisch abstinent“, sagte der Ruheständler.

dpa/rob

Quelle: Mannheim24

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