Lebenserwartung

Studie: Baden-Württemberger leben länger!

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Gute Nachrichten für Baden-Württemberger: Hier ist die Lebenserwartung besonders hoch (Symbolfoto).

Baden-Württemberg - Es gibt sie tatsächlich – die Orte, an denen Menschen besonders lange leben! Wo sie liegen und wovon die Lebenserwartung wirklich abhängt: 

Wie lange man lebt hängt nicht nur von der individuellen Lebensführung, sondern offenbar auch von Wohnort ab – Das zeigen zumindest regionale Daten, die die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ermittelt hat.

Während Pirmasens mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 73 Jahren bei den Männern Schlusslicht ist, lebt es sich beispielsweise in Baden-Württemberg offenbar sehr gut. Hier liegt die Lebenserwartung der Männer bei stolzen 80,8 Jahren!

Die geografische Lage ist aber nicht die Ursache der Unterschiede. So beträgt die Lebenserwartung etwa in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet bei den Männern im Schnitt nur 75,2 Jahre – in der 70 Kilometer entfernten, gediegenen Universitätsstadt Münster liegt sie 4,3 Jahre darüber. 

Woran liegt es also? Die Lebenserwartung steht in einer Beziehung zum Einkommen. Unterteilt man das Einkommen in seiner Spannbreite in fünf Gruppen von arm bis reich, dann liegt der Unterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Einkommensgruppe bei Männern bei 10,8 Jahren. Bei Frauen unterscheidet sich die Lebenserwartung immerhin noch um 8,4 Jahre. Das zeigen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Das RKI hält auch einen Zusammenhang von Krankheit und sozialem Status für erwiesen: Bei schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes oder chronischen Lungenerkrankung sind Sozialschwächere deutlich häufiger betroffen.

Es sind also nicht die Wetterverhältnisse in einer Region und auch nicht die Sonnentage. In einer Antwort auf eine Anfrage der Abgeordneten Zimmermanns räumt die Bundesregierung ein, „dass günstigere sozioökonomische Bedingungen in der Wohnregion mit einer höheren Lebenserwartung einhergehen“. Ursache seien Unterschiede bei Bildung, aber auch beim Rauchen, der Ernährung und der Bewegung – sowie bei den Arbeits- und weiteren Lebensbedingungen.

Besonders schlechte Prognosen werden übrigens auch in Hof in Franken (73,5 Jahre), Emden in Ostfriesland (73,6), Suhl (73,9) und Eisenach (74,1) in Thüringen und Straubing in Niederbayern (74,5) gestellt. Der höchsten Lebenserwartung erfreuen sich die Männer demnach im reichen Starnberg. Dort sind es im Schnitt 81,3 Jahre. Es folgen der teure Hochtaunuskreis bei Frankfurt, München (jeweils 80,9), Böblingen in Baden-Württemberg (80,8), der Bodenseekreis und der Landkreis Ebersberg bei München (80,7 Jahre).

Übrigens: Bei den Frauen ist die Lebenserwartung im Schnitt deutlich höher als bei den Männern. Schlusslicht ist auch hier Pirmasens mit 77,1 Jahren. Starnberg liegt bei 83,6 Jahren. Spitzenreiter ist der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 85,0 Jahren. Vor allem in Baden-Württemberg, Teilen Bayerns und Hessens steht es um die Lebenserwartung der Frauen besonders günstig. 

>>> Weltglücksbericht: Hier sind die Menschen am glücklichsten

dpa/mk

Quelle: Mannheim24

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