Pandemie-Ticker

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz im Südwesten sinkt, aber Stuttgart über 35

Baden-Württemberg - Wie hoch ist die Inzidenz und wie viele Neuinfektionen gibt es? Alle Antworten zu den aktuellen Corona-Entwicklungen und dem Thema Impfungen im Land:

  • In Baden-Württemberg gab es bisher 497.425 (+428) Infektionen mit dem Coronavirus. (Stand: 11. Juni, 3:11 Uhr, RKI)
  • Bislang sind 10.060 (+14) Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 25,2 (-0,7). (Stand: 11. Juni, 3:11 Uhr, RKI)

Update vom 10. Juni, 6:56 Uhr: Trotz weiter sinkender 7-Tage-Inzidenz auf aktuell 25,9 (-1,0) behält Baden-Württemberg im inoffiziellen Corona-Ranking die rote Laterne als Bundesland mit der höchsten Inzidenz. Davor ranken Thüringen (22,3), Bayern (21,9) und Hessen (21,8). Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen meldet, haben sich im Südwesten 609 Menschen neu mit Covid-19 infiziert. Somit klettert die Gesamtzahl seit Pandemie-Beginn auf 496.996, die 7-Tage-Fallzahl beläuft sich auf 2.871. Im gleichen Zeitraum von inzwischen rund 16 Monaten sind 10.036 Menschen an oder mit Corona gestorben – das sind sechs Opfer mehr als noch tags zuvor.

Bemerkenswert: In der Landeshauptstadt Stuttgart klettert die 7-Tage-Inzidenz mit aktuell 35,7 über den wichtigen Schwellenwert 35, womit die Lockerungen massiv gefährdet bzw. keine zusätzlichen möglich sind.

Corona in Baden-Württemberg: Schlusslicht! Südwesten schlechtestes Bundesland im Ranking

Update vom 9. Juni, 6:56 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Mittwochmorgen meldet, sinkt die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg leicht um 1,1 auf jetzt 26,9. Trotz sinkender Inzidenz rutscht das drittgrößte deutsche Bundesland im Corona-Ranking um einen Platz auf den letzten Platz ab! Sogar noch hinter Thüringen (24,0) und Hessen (23,8). Im Südwesten sind 662 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 2.990, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert auf 496.379. Seit Beginn der Pandemie vor rund 16 Monaten sind 10.036 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind sechs Opfer mehr zu beklagen als noch am Dienstag.

Corona in Baden-Württemberg: Impf-Priorisierung aufgehoben

Update vom 7. Juni, 7:45 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt langsam weiter. Trotzdem hat das Bundesland im Süden die zweithöchste Inzidenz in ganz Deutschland. Schlechter ist nur das Saarland mit 29,8. Direkt vor Baden-Württemberg liegt Thüringen mit 29,1. Allerdings reicht der Wert aus, damit ab heute weitere Lockerungen in Kraft treten können. Zum Beginn der neuen Woche fällt zudem die Impfpriorisierung im Südwesten komplett weg. Damit gibt es nach den Arztpraxen nun auch in den Impfzentren keine Vorgabe mehr, wer vorrangig geimpft werden sollte. Als dritte Säule der Impfkampagne starten künftig auch die
Betriebsärzte landesweit mit den Corona-Impfungen.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz unter 35 – diese Lockerungen können kommen

Update vom 4. Juni, 6:49 Uhr: Die baden-württembergische Landesregierung belohnt Regionen, die es geschafft haben, ihre Inzidenzwerte dauerhaft nicht nur unter 100 oder 50 zu drücken, sondern teils sogar unter 35. So dürfen die Leute bei dauerhaft niedrigen Infektionszahlen unter 100 oder 50 im Südwesten künftig auch wieder ohne Corona-Test in den Biergarten, ins Freibad oder ins Open-Air-Theater. Auch Feiern im Restaurant und Veranstaltungen im Freien mit deutlich mehr Besuchern sollen wieder möglich sein. Voraussetzung ist allerdings, dass die sogenannte 7-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 35 bleibt. Eine entsprechende neue Verordnung, die von Montag (7. Juni) an gilt, hat die Landesregierung in Stuttgart am Donnerstag (3. Juni) beschlossen, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Die 35er-Schwelle wurde darin neu eingezogen. Bisher war nur geregelt, was passiert, wenn die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stabil unter 100 oder unter 50 liegt. Diese seit Mitte Mai geltenden Öffnungsstufen wurden zudem erweitert. Vor allem ist Stufe drei nun schneller als bisher erreichbar, nämlich bei fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit einer
Inzidenz unter 50. Kneipen und Restaurants dürfen in diesem Fall dann bis 1 Uhr nachts öffnen.

Corona in Baden-Württemberg: Gesundheitsminister mahnt weiter zur Vorsicht

Es besteht Anlass zur Hoffnung, die Zahl der Geimpften steigt und auch die Inzidenzen sinken. Es könnte ein unbeschwerter Sommer werden“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). „Dennoch sollte uns allen klar sein, dass wir noch mitten in der Pandemie sind. Wir sind noch nicht über den Berg“, warnte der Politiker. Zwar gebe es nun Erleichterungen in vielen Bereichen, diese seien aber immer abhängig vom Infektionsgeschehen. Alle seien gefragt, verantwortungsvoll damit umzugehen. „Wie sich die Pandemie über den Sommer entwickelt, haben wir alle zum großen Teil selbst in der Hand“, so Manne Lucha weiter.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sieht Anlass zur Hoffnung in der Corona-Pandemie. (Archivfoto)

Eine Inzidenz von weniger als 35 wurde zuletzt in etwa einem Drittel der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg erreicht. Sind die fünf aufeinanderfolgenden Tage schon am Wochenende erreicht, können die jeweiligen Stadt- und Landkreise die neuen Lockerungen direkt am Montag umsetzen, also zeitgleich mit dem Inkrafttreten der neuen Verordnung.

Corona in Baden-Württemberg: Das gilt für Freibäder, Außengastronomie und Kultur

Heißt: Im Freibad, in der Außengastronomie oder bei Kulturveranstaltungen im Freien entfällt die Pflicht, ein negatives Testergebnis oder einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorzulegen. Möglich wären dann auch wieder Feiern in gastronomischen Einrichtungen mit bis zu 50 Personen, die dazu allerdings alle ein aktuelles negatives Testergebnis oder einen Impf- oder Genesenen-Nachweis mitbringen müssen.

Auch in Freibädern ist ein negativer Test nicht mal Bedingung für den Einlass. (Symbolfoto)

Weitere Lockerungen bei einer stabilen Inzidenz unter 35: Für jeden Besucher einer Messe, Ausstellung oder eines Kongresses muss nur noch mit sieben Quadratmeter Fläche gerechnet werden. Der bisher am weitesten reichende Öffnungsschritt 3 sieht zehn Quadratmeter vor. Bei Sport- oder Kulturveranstaltungen im Freien sind bis zu 750 Besucher erlaubt.

Wo noch ein negatives Testergebnis vorgelegt werden muss, können Schüler*innen dafür künftig generell auch eine Testbescheinigung aus ihrer Schule nehmen. Der dortige Test darf laut neuer Verordnung allerdings nicht mehr als 60 Stunden zurückliegen. Für den Betrieb der Schulen an sich solle es noch eine neue eigene Ressort-Verordnung geben, hieß es. Die bisherigen Schul-Regelungen in der Corona-Verordnung würden daher weitgehend aufgehoben.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz sinkt – doch jetzt über 10.000 Tote im Südwesten

Update vom 3. Juni, 6:49 Uhr: Trotz sinkender 7-Tage-Inzidenz auf aktuell 42,0 (-3,0) rutscht Baden-Württemberg im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer um gleich zwei Plätze auf den 16. Rang ab und ist somit Schlusslicht! Davor tummeln sich Hessen (41,3) und Nordrhein-Westfalen (39,8) und das Saarland (39,7). Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen meldet, haben sich im Südwesten 828 Menschen neu mit Covid-19 infiziert. Somit klettert die Gesamtzahl seit Pandemie-Beginn auf 494.120, die 7-Tage-Fallzahl beläuft sich auf 4.657. Traurige Marke: Im gleichen Zeitraum von inzwischen rund 15 Monaten sind 10.003 Menschen an oder mit Corona gestorben – das sind 12 Opfer mehr als noch tags zuvor.

Nach einer Entscheidung des Landes Baden-Württemberg wird in den Impfzentren in Baden-Württemberg ab dem kommenden Montag (7. Juni) an nicht mehr priorisiert. Damit kann sich jeder um einen Termin bemühen – auch wenn weiterhin Geduld gefragt ist. Das Rathaus weist jedoch darauf hin, dass derzeit aufgrund mangelnder Lieferungen von Impfstoff an die Impfzentren nahezu nur wenige Termine für Erst-Impfungen zur Verfügung stehen.

Corona in Baden-Württemberg: Trotz steigender Inzidenz – Südwesten klettert im Ranking

Update vom 2. Juni, 6:49 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Mittwochmorgen meldet, steigt die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg um 2,2 auf aktuell 45,0. Dennoch klettert das drittgrößte deutsche Bundesland im Corona-Ranking um einen Platz auf den 14. Rang. Somit konnte man den nördlichen Nachbarn Hessen (46,1) hinter sich lassen – unrühmliches Dauer-Schlusslicht bleibt der Freistaat Thüringen (46,7). Im Südwesten sind 772 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Das sind mehr als doppelt so viele, wie noch am Vortag. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 4.994, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert auf 493.292. Seit Beginn der Pandemie vor rund 15 Monaten sind 9.991 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind 22 Opfer mehr zu beklagen als noch am Dienstag.

Corona in Baden-Württemberg: Nur ein Bundesland hat noch höhere Inzidenz

Update vom 1. Juni, 6:49 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Dienstagmorgen meldet, sind in Baden-Württemberg 261 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 4.754, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert auf 492.519. Seit Beginn der Pandemie vor rund 15 Monaten sind 9.969 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind leider 20 Opfer mehr zu beklagen als noch am Vortag. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz sinkt minimal um 0,1 auf aktuell 42,8. Im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg dennoch auf dem 15. Platz – mit knappem Rückstand auf Sachsen (42,6) und Hessen (42,5). Lediglich Schlusslicht Thüringen (47,5) hat seit Wochen eine noch schlechtere Inzidenz.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz sinkt weiter – ALLE Städte und Landkreise unter 100

Update vom 31. Mai, 6:49 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Mittwochmorgen meldet, sind in Baden-Württemberg 284 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert auf 488.136, die 7-Tage-Fallzahl beträgt 4.763. Seit Beginn der Pandemie vor rund 15 Monaten sind 9.949 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind neun Opfer mehr zu beklagen als noch am Vortag. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz sinkt minimal um 0,8 auf aktuell 42,9. Im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg auf dem 15. Platz – mit knappem Vorsprung auf Dauer-Schlusslicht Thüringen (45,6).

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz sinkt erneut – Kein Kreis mehr über 100

Update vom 30. Mai: Das RKI meldet ein erneutes Minus bei der 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg. Der Wert liegt aktuell bei 43,7 (-2,7) – im bundesweiten Vergleich bedeutet das jedoch nach wie vor den vorletzten Platz im Inzidenz-Ranking. Im Südwesten haben sich in den vergangenen 24 Stunden 758 weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert – insgesamt somit 491.971. Darüber hinaus wurden sieben weitere Todesfälle in Verbindung mit dem SARS-CoV2-Erreger gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind in Baden-Württemberg 9.940 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Mittlerweile liegt kein Land- oder Stadtkreis mehr über dem Inzidenz-Wert von 100. 27 davon liegen inzwischen sogar unter dem Grenzwert von 50, der - bei Unterschreitung an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen - weitere Lockerungen möglich macht.

NameBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Fläche35.751,46 km²
Einwohnerzahl11.100.394 (Stand: 31. Dezember 2019)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Diese 27 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen derzeit unter dem Inzidenz-Grenzwert von 50 (Stand 30. Mai) :

  • Landkreis Rems-Murr-Kreis: 49,2
  • Landkreis Hohenlohekreis: 48,8
  • Landkreis Sigmaringen: 48,1
  • Landkreis Rastatt: 47,5
  • Stadt Stuttgart: 47,3
  • Landkreis Esslingen: 47,1
  • Landkreis Ravensburg: 46,9
  • Stadt Mannheim: 44,1
  • Stadt Ulm: 43,4
  • Landkreis Reutlingen: 42,9
  • Landkreis Lörrach: 42,4
  • Landkreis Heilbronn: 40,4
  • Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: 38,7
  • Landkreis Tübingen: 37,6
  • Landkreis Göppingen: 35,6
  • Landkreis Neckar-Odenwaldkreis: 35,5
  • Landkreis Böblingen: 34,9
  • Landkreis Karlsruhe: 30,8
  • Landkreis Waldshut: 29,2
  • Landkreis Rhein-Neckar-Kreis: 27,9
  • Stadt Freiburg: 27,7
  • Landkreis Bodenseekreis: 24,4
  • Landkreis Ortenaukreis: 24,4
  • Stadt Karlsruhe: 24,0
  • Landkreis Konstanz: 20,6
  • Stadt Heidelberg: 16,1
  • Landkreis Emmendingen: 15,6

Baden-Württemberg: Positiver Trend hält an – Diese Kreise haben Inzidenz unter 50

Update vom 29. Mai: In Baden-Württemberg haben sich 840 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert – seit Beginn der Pandemie somit insgesamt 491.213, wie das RKI am Samstagmorgen meldet. Außerdem wurden in den vergangenen 24 Stunden 18 Todesfälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt unterdessen immer weiter. Der Wert liegt inzwischen bei 46,4 – das sind 3,8 Punkte weniger als noch am Tag zuvor. Im bundesweiten Vergleich belegt Baden-Württemberg damit jedoch weiterhin den vorletzten Platz. Lediglich in Thüringen liegt der Wert mit 51,0 höher. Spitzenreiter bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit einer Inzidenz von 17,9.

Die niedrigste Inzidenz im Südwesten weist weiterhin der Landkreis Emmendingen mit einem Wert von 15,0 auf, gefolgt von der Stadt Heidelberg mit 18. Der Landkreis Konstanz vervollständigt die Top 3 mit einer 7-Tage-Inzidenz von 21,0.

Baden-Württemberg: Trotz sinkender Inzidenz – Südwesten rutscht in Corona-Ranking ab

Update vom 28. Mai, 6:57 Uhr: Trotz weiter sinkender 7-Tage-Inzidenz rutscht Baden-Württemberg im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer auf den 15. und somit vorletzten Platz ab und tauscht den Rang mit dem Saarland (48,3). Nur Thüringen (56,2) ist mit einer Inzidenz bundesweit von noch schlechter! Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen meldet, haben sich im Südwesten 1.236 Menschen neu mit Covid-19 infiziert. Somit klettert die Gesamtzahl seit Pandemie-Beginn auf 490.373, die 7-Tage-Fallzahl beläuft sich auf 5.576. Im gleichen Zeitraum von inzwischen rund 15 Monaten sind 9.915 Menschen an oder mit Corona gestorben – das sind 22 Opfer mehr als noch tags zuvor.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz sinkt weiter – schon morgen unter Schwellenwert 50?

Update vom 26. Mai, 6:57 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Mittwochmorgen meldet, sind in Baden-Württemberg 366 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 6.583, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert auf 488.136. Seit Beginn der Pandemie vor rund 15 Monaten sind 9.875 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind 26 Opfer mehr zu beklagen als noch am Vortag. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz sinkt sehr deutlich 15,2 auf aktuell 59,3. Im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg dennoch auf dem 14. Platz – mit knappem Vorsprung auf das Saarland (62,4) und Thüringen (70,3).

Corona in Baden-Württemberg: Immer weniger Neuinfektionen und Tote – doch Zahlen sind trügerisch

Update vom 25. Mai, 6:57 Uhr: Am Dienstagmorgen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin mit 266 Neuinfektionen für ganz Baden-Württemberg so wenige an einem Tag, wie schon lange nicht mehr. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt somit auf 487.776 seit Beginn der Pandemie – die 7-Tage-Fallzahl beträgt 8.272. Auch erfreulich: Gegenüber dem Vortag sind ‚nur‘ drei weitere Opfer zu beklagen. Somit sind 9.849 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz sinkt um 5,7 weiter auf aktuell 74,5.

Das RKI gibt jedoch zu bedenken, dass aufgrund des Feiertags am 24. Mai bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten ist, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden.

Corona in Baden-Württemberg: Homeoffice-Boom – so viele Firmen bieten arbeiten von Zuhause an

Erstmeldung vom 23. Mai: Die große Mehrheit der Unternehmen in Baden-Württemberg hat sich nach Einschätzung der Behörden an die Homeoffice-Vorgaben gehalten und die Beschäftigten von zu Hause aus arbeiten lassen – solange es der Job zulässt. Zu diesem Ergebnis ist die Gewerbeaufsicht nach einer mehrwöchigen Schwerpunktaktion gekommen. Diese ist im Februar vom Wirtschaftsministeriums in Stuttgart angestoßen worden. In einem Zeitraum von sechs Wochen haben die Behörden mehr als 1.800 Betriebe in Baden-Württemberg nach deren Umgang mit der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes befragt. Das Ergebnis ist überraschend ausgefallen.

Corona in Baden-Württemberg: Über 80 Prozent der Unternehmen bieten Homeoffice an

Laut der Schwerpunktaktion haben 84 Prozent der Unternehmen ihren Arbeitnehmern angeboten, ihrer Arbeit im Homeoffice nachzugehen, solange sie vor Ort nicht zwingend erforderlich sind. In so gut wie allen Betrieben seien zudem betriebsbedingte Zusammenkünfte wie Besprechungen reduziert worden.

Etwa drei Viertel erklären allerdings auch, dass es bei ihnen Bereiche gebe, in denen nicht ins Homeoffice ausgewichen werden könne. So mussten laut Abfrage Kassen oder der Empfang besetzt, Menschen betreut, Kunden bedient oder Dokumente ausgestellt werden – was von zu Hause aus nicht möglich ist. An anderen Stellen gebe es zudem Maschinen vor Ort zu bedienen oder zu überwachen, wobei hohe Sicherheitsanforderungen eingehalten werden müssen.

Corona in Baden-Württemberg: Einzelne Firmen bei Verdacht aufgesucht

In der Bilanz des Wirtschaftsministeriums heißt es, dass die Betriebe im Land Homeoffice weit überwiegend anböten und damit zur
Reduzierung von Kontakten und zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beitrügen. Kontrolliert im herkömmlichen Sinne wurden die Betriebe den Angaben zufolge nicht. Es wurden auch keine Bußgelder oder sonstige Sanktionen verhängt. Trotzdem sei man Unstimmigkeiten in den Angaben natürlich nachgegangen und habe in Einzelfällen auch Firmen aufgesucht - insbesondere bei Beschwerden aus Betriebsrat oder Belegschaft. (dpa/dh)

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa-Bildfunk

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