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Corona in Baden-Württemberg: Private Feiern, Kontaktbögen, Bußgeld – diese neuen Regeln kommen

Corona in Baden-Württemberg - Am Dienstag (29. September) hat sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über weitere Maßnahmen gegen die Pandemie beraten. Die Ergebnisse im Überblick:  

  • In Baden-Württemberg haben sich seit dem 11. März insgesamt 50.097 (+400) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 1.887 (+1) sind gestorben, 43.605 Menschen wieder genesen. (Stand 1. Oktober).
  • Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei geschätzt 1,06 (Stand 1. Oktober). Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.
  • Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Baden-Württemberg:

Update vom 2. Oktober: Dieser Ticker ist beendet, hier geht es zum neuen Corona-Ticker für Baden-Württemberg.

Update vom 1. Oktober, 21 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Mittwoch deutlich um fast 400 Fälle erhöht. Insgesamt haben sich im Land nun mindestens 50.097 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um einen auf 1.887, wie das Landesgesundheitsamt unter Berufung auf Zahlen von Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte.

Als genesen gelten 43.859 Menschen - 254 mehr als am Vortag. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei geschätzt 1,06. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Update vom 29. September, 17:30 Uhr: Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

In privaten Räumen soll es demnach keine Vorschriften zur Teilnehmerzahl geben. In dem Beschluss heißt es nach dpa-Informationen, es werde dringend empfohlen, in privaten Räumen keine Feierlichkeit mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen. Wenn es in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt, seien weitere Maßnahmen zu erlassen. Insbesondere solle die Teilnehmerzahl auf höchstens 25 in öffentlichen oder angemieteten Räumen festgelegt werden.

In privaten Räumen werde dringend empfohlen, in diesem Fall keine Feierlichkeiten mit mehr als zehn Teilnehmern durchzuführen. Ausnahmen könne es für angemeldete Feiern mit vom Gesundheitsamt abgenommenen Hygieneplänen geben.

Corona in Baden-Württemberg: Bußgeld bei Falschangaben in Kontaktbögen

Viele haben die Corona-Besucherlisten in Restaurants bisher nicht ganz ernstgenommen. Wer aber künftig etwa „Micky Maus“, „Hulk“ oder „Volker Racho“ in die Listen einträgt, der muss mit 50 Euro Bußgeld rechnen. Für die konkrete Umsetzung sind die Länder selbst verantwortlich - über entsprechende Änderungen in ihren Corona-Verordnungen und Bußgeldkatalogen. Offen blieb zunächst, wie die Bußgeldregel konkret angewandt werden soll, wenn beispielsweise durch Eintrag eines falschen Namens gar nicht klar ist, um wen es sich handelt.

Corona in Baden-Württemberg: Feiern mit maximal 25 Gästen? Kretschmann fordert strengere Regeln

Update vom 29. September: Baden Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich vor der Schalte der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag, 29. September für eine Festlegung auf eine Zahl an Teilnehmern bei privaten Feiern ausgesprochen. Die Infektionszahlen seien immer dann hoch, wenn die Zahl der Teilnehmer und ihrer Kontakte schwer zu kontrollieren sei, sagt der Grünen-Regierungschef am Dienstag. „Wir müssen aber schnell feststellen, orten und die Kontakte nachverfolgen können. Denn wenn das Virus außer Kontrolle gerät, werden wir zum Spielball des Erregers“, sagte Kretschmann. Eine konkrete Zahl nennt er nicht.

Corona in Baden-Württemberg: Erfassen von Kontaktdaten bald mit Personalausweis?

Im Kreis Biberach sind die bestätigten Corona-Fälle zuletzt sprunghaft gestiegen, weil nach Auskunft des Landratsamtes private Partys gefeiert worden waren. Kretschmann hält auch neue Vorgaben für das Erfassen von Kontaktdaten in Gaststätten für notwendig, da die Angaben der Gäste derzeit zur Hälfte nicht brauchbar seien. „Wir werden das unter Umständen rigoros verschärfen müssen zum Beispiel durch die Vorlage des Personalausweises“, sagte er. „Es geht nicht, dass man da irgendwelche Spaßgeschichten aufschreibt wie Darth Vader oder Prinzessin Leia.“

Corona in Deutschland: Bund will Obergrenze von 25 Personen bei privaten Feiern

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Dienstag mit den Ministerpräsidenten über weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beraten. Insgesamt schlägt der Bund ein regional abgestuftes Vorgehen vor - keine pauschalen Maßnahmen. Allerdings hatte der Bund angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für Feiern in privaten Räumen eine Obergrenze von 25 Teilnehmern vorgeschlagen.

Corona in Baden-Württemberg: Über 300 Neuinfektionen an einem Tag

Update vom 28. September, 21 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich am Montag in Baden-Württemberg deutlich um 307 im Vergleich zum Vortag erhöht. Insgesamt haben sich damit 49.199 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt am Montagnachmittag mitteilt. Weitere Menschen starben nicht.

Bislang liegt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bei 1.880. Als genesen gelten 43.053 Menschen - 154 mehr als am Vortag. Alle Meldekreise lagen den Angaben zufolge unter dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 0,97. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Update vom 28. September: Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg hat am Sonntag weitere 183 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit steigt die Zahl der Fälle im Bundesland auf 48.892. Davon sind ungefähr 42.889 Personen wieder genesen. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 gestorben sind, beträgt nun 1.880. Die akuten Fälle sind um 34 gesunken, womit aktuell noch 4.113 Menschen in Baden-Württemberg erkrankt sind.

Corona in Baden-Württemberg: Firmen zahlen Soforthilfe zurück

Update vom 26. September: Wie das Landeswirtschaftsministerium Baden-Württemberg mitteilt, sind bereits knapp 48 Millionen Euro der Corona-Soforthilfe für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige wieder zurückgezahlt worden. Bis zum 9. September habe es schon 5.500 Rückzahlungen gegeben. Insgesamt hat die Regierung 2,2 Milliarden Euro ausgezahlt. Ob es sich dabei aber um freiwillige Rückzahlungen oder aktive Rückforderungen handelt, könne das Ministerium nicht sagen. Denn dies werde statistisch nicht erfasst.

Update vom 25. September: Die Zahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 48.458 gestiegen. Das sind 330 Menschen mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes vom Freitag (25. September/Stand: 16.00 Uhr) hervorgeht. 42.483 Menschen gelten demnach als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus steigt auf 1877. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Landesgesundheitsamt bei 0,94. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Bis Freitagnachmittag haben alle Meldekreise unter dem Grenzwert gelegen. Das heißt, weniger als 50 gemeldeten Fällen pro 100 000 Einwohner sind in den vergangenen sieben Tagen registriert worden. (dpa/esk)

Corona in Baden-Württemberg: Virus-Alarm – extreme Ausbreitung an Schulen droht

Update vom 24. September: Knapp zwei Wochen nach dem Start des neuen Schuljahres sind 172 Schulklassen im Südwesten aus dem sogenannten Präsenzunterricht genommen worden. An 128 Standorten werden die Klassen wegen einer Infektion mit dem Coronavirus oder dem Verdacht einer Infektion vorübergehend nur im Fernunterricht unterrichtet, wie das Kultusministerium am Donnerstag (24. September) mitteilt. Drei Schulen müssen sogar vollständig geschlossen werden: in Ulm, Friedrichshafen und Schorndorf.

Unterdessen fordern die Landtagsgrünen Luftfilter für die Klassenzimmer, um die Ansteckungsgefahr in Schulen und Kitas zu verringern. „Die Kultusministerin muss jetzt schnelle Vorarbeit leisten, bevor in den Wintermonaten noch mehr Schulklassen zu Hause bleiben müssen“, sagt der technologiepolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Poreski, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Seitens der Grünen wird vorgeschlagen einen wissenschaftlich begleiteten Modellversuch für Luftfilter durchzuführen. Auf diesem Weg soll herausgefunden werden, inwieweit Luftreiniger geeignet sind, in Klassenzimmern und Kitaräumen für eine Verbesserung der Luft zu sorgen.

Bei der CDU-Fraktion zeigt man sich hingegen verwundert über die Forderung des Koalitionspartners. Man habe so einen Modellversuch schon vor Wochen gefordert, zuständig sei dafür das Sozialministerium, teilte ein Sprecher mit. „Das grün geführte Sozialministerium hat damals eher abwiegelnd reagiert und auf Empfehlungen des Umweltbundesamtes verwiesen, das Geräte zur Säuberung der Raumluft in Klassenzimmern eher nicht für angezeigt hält.“

Aerosole sind flüssige Partikel, die stundenlang in einem Raum
schweben können und bei Einatmung tief in die Lunge vordringen. Sie
gelten als ein Haupttreiber der Corona-Pandemie. Wenn sich im Herbst
und Winter das private und öffentliche Leben vermehrt in geschlossene
Räume verlagert, steigt die Corona-Infektionsgefahr.

Corona in Baden-Württemberg: Immer mehr Infizierte nach Partys und Feiern

Erstmeldung vom 23. September: Die Zahl der Corona Fälle in Baden-Württemberg steigt von Tag zu Tag an. Einer der Hauptgründe waren bislang Reiserückkehrer. Doch durch die neuen Regeln zeigt sich ein weiterer Trend – immer mehr Menschen stecken sich auf privaten Feiern an. Das haben auch die Behörden im Süden erkannt und nehmen die Partys in den Fokus. Laut einer Sprecherin des Sozialministeriums würden Urlauber nur noch etwa ein Drittel der Neuinfektionen ausmachen. Dabei handele es sich um etwa 4043 Personen.

Corona in Baden-Württemberg: Immer mehr Fälle auf privaten Feiern

Auf privaten Feiern ist die Gefahr einer Ansteckung dem Ministerium zufolge deutlich höher als im Supermarkt oder in Restaurants. Denn dort fließt Alkohol und die Hygiene- und Abstandsregeln werden nicht eingehalten. Der Spagat zwischen privaten Feiern und der Gefahr einer Ansteckung sollte allen bewusst sein: „Wir sind mitten in der Pandemie, sie ist nicht vorbei“, mahnt die Sprecherin.

Nach einer Geburtstagsfeier in Schwäbisch Hall sind 14 Personen positiv auf Corona getestet worden – aber nur acht haben an der Party teilgenommen. Insgesamt sind 48 der anwesenden 70 Gäste getestet worden. Problematisch ist, dass es zwar eine Liste der Teilnehmer gibt, sich wohl aber nicht alle eingetragen haben! Laut Corona-Verordnung in Baden-Württemberg sind aktuell bis zu 100 Personen auf privaten Feiern erlaubt.

Corona in Baden-Württemberg: Über 47.000 Fälle

In Reutlingen hat es einen ähnlichen Fall auf einer Geburtstagsfeier gegeben. Bislang sind 25 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Weil diese Kontakte zu Personen in acht Schulen und vier Fußballvereinen hatten, befinden sich nun hunderte Menschen in Quarantäne. Auch im Rems-Murr-Kreis gibt es mindestens acht Corona-Infizierte nach einer Familienfeier. Mehrere Schulklassen befinden sich deshalb nun in Quarantäne.

Die Corona-Zahlen in den betroffenen Landkreisen sind den Angaben nach zwar gestiegen, bewegen sich aber noch unter der kritischen Schwelle. Bislang haben sich in Baden-Württemberg mindestens 47.345 Menschen infiziert. 1.871 Menschen sind mit dem Virus gestorben. (dpa/dh)

Rubriklistenbild: © Thalia Engel/dpa

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