Bad Friedrichshall

Gefahrgut-Unfall in Salzwerke-Fabrik – hunderte Liter Säure ausgetreten! 

Bad Friedrichshall - Gefahrgut-Unfall in der Salzwerke-Fabrik! Aus einem defekten Behälter sind hunderte Liter Säure ausgetreten. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz. 

  • Gefahrgut-Unfall in Bad Friedrichshall
  • Salzwerke-Farbrik wegen Säure-Austritt abgesperrt
  • Hunderte Liter Salzsäure ausgetreten

Gegen 21 Uhr wird der Großeinsatz in Bad Friedrichshall ausgelöst: Aus einem Behälter der Firma Südwestdeutsche Salzwerke in der Bergrat-Bilfinger-Straße sind mehrere hundert Liter Salzsäure in die Umgebung gelangt. Die Feuerwehr, die zeitweise mit über 100 Einsatzkräften vor Ort ist, riegelt das Gelände sofort ab. Eine Warnung an die Bevölkerung wird herausgegeben, da zunächst nicht klar ist, ob es zu einer giftigen Dampfbildung kommen könnte.

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Bad Friedrichshall: Gefahrgut-Unfall in Salzwerke-Fabrik – gefährliche Säure ausgetreten

Neben einem Großaufgebot an Feuerwehrleuten rücken auch mehrere Rettungswagen und Notärzte zur Unglücksstelle in Bad Friedrichshall an. Einige Mitarbeiter, die sich beim Austritt der giftigen Säure in unmittelbarer Nähe befanden, müssen zur Sicherheit in Krankenhäuser gebracht werden. 

Salzsäure ist eine starke, ätzende und giftige Säure, die schwere Verletzungen verursachen kann. Erst am Dienstag war es auch in Schifferstadt zu einem Salzsäure-Unfall gekommen. Auf einem Firmengelände war Säure aus einem Tanklastzug ausgetreten. Die Kripo Ludwigshafen hat die Ermittlungen aufgenommen. 

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Bad Friechrichshall: Gefahrgut-Unfall in Salzwerke-Fabrik – Entwarnung für Bewohner

Wie die Polizei am frühen Freitagmorgen mitteilt, konnte durch die rechtzeitigen Absperrmaßnahmen in Bad Friedrichshall offenbar Schlimmeres verhindert werden. Es seien keine gefährlichen Stoffe in das nahegelegene Gewässer gelangt. „Messungen ergaben, dass entgegen der ersten Annahme, keine gefährlichen Gase in die Umgebungsluft entwichen waren. Das angrenzende Wohngebiet wurde nicht gefährdet“, teilt die Polizei weiter mit. Zuvor war die Bevölkerung über die Warn-App NINA gebeten worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten. 

Welch große Auswirkungen ein

Chemie-Unfall

 auf die Bevölkerung haben kann, zeigt auch ein Fall aus Heidelberg: Anfang 2019 traten

aus einem Betrieb im Stadtteil Wieblingen tausende Liter eines Lösungsmittel aus

. Mehrere Menschen wurden verletzt, die nahegelegene A5 musste stundenlang gesperrt werden. In der Region führen Störungen im Betriebsablauf immer wieder zu schlimmen Unfällen. Mitte Januar 2020 kommt es bei Almatis, die in Ludwigshafen ansässig sind,

zu einer Explosion

auf dem Firmengelände. Glücklicherweise kommen bei der Explosion keine Personen zu Schaden. Almatis stellt Spezialaluminiumoxid her, was in der Stahlhärtung und beim Feuerschutz benötigt wird. Bei der Herstellung des Aluminiumoxids wird Schweröl benötigt, was sich bei der Explosion ebenfalls entzündet hat und die Löscharbeiten erheblich erschwerte.

kab

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © Julian Buchner / Einsatz-Report24

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