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Getötete Ayleen (†14): Ermittler suchen „Teufelssee“ mit Sonar ab

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Von: Katja Becher

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Der Teufelsee, in dem die Leiche von Ayleen (†14) gefunden wurde und der Wagen des Tatverdächtigen.
Der Teufelsee, in dem die Leiche von Ayleen (†14) gefunden wurde und der Wagen des Tatverdächtigen. © Frank Rumpenhorst/dpa/Polizeipräsidium Mittelhessen

Im Fall der getöteten Ayleen gehen die Ermittler davon aus, dass das Mädchen in Hessen zu Tode kam. Mit Sonar-Boot und Tauchern suchen sie am Mittwoch den See ab, in dem die Leiche gefunden wurde.

Update vom 18. August: Im Fall der getöteten 14-jährigen Ayleen aus Baden-Württemberg ist erneut der mittelhessische See abgesucht worden, in dem die Leiche des Mädchens gefunden wurde. Neben der Bereitschaftspolizei waren am Mittwoch (17. August) unter anderem Polizeitaucher aus Rheinland-Pfalz im Einsatz, ein Sonar-Boot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und eine Drohne.

„Das Sonar-Boot wird uns dabei unterstützen, den See abzusuchen“, erläutert vor Ort Polizeisprecher Guido Rehr. „Es ist mit der Sonartechnik möglich, den Boden des Sees zu scannen und dort Anomalien festzustellen.“ Diese Stellen würden dann markiert und die Taucher dorthin geführt, um zu prüfen, ob sich auf dem Grund etwas Relevantes für die Ermittlungen befindet. Neue Spuren seien zunächst nicht gefunden worden. Der Einsatz in der Nähe von Echzell (Wetteraukreis) sollte bis Ende der Woche andauern.

Getötete Ayleen (†14): Wurde sie in diesem Wagen entführt?

Erstmeldung vom 16. August: Ende Juli wurde die Leiche der 14-jährigen Ayleen aus Gottenheim (Baden-Württemberg) in Hessen gefunden. Nach Angaben der Ermittler lag das tote Mädchen in einem See bei Echzell im Wetteraukreis. Die Ermittlungen ergaben den Verdacht eines Gewaltverbrechens gegen die Jugendliche. Noch am selben Tag wurde ein Tatverdächtiger aus Hessen verhaftet – ein 29-jähriger bereits vorbestrafter Mann, der bereits wenige Wochen zuvor eine Schülerin belästigt haben soll und 10 Jahre lang in einer Psychiatrie saß.

14-Jährige Ayleen getötet: Ermittler wollen Fall mit 30-köpfiger Sonderkommission aufklären

Weil die Ermittler im Fall Ayleen davon ausgehen, dass die 14-Jährige in Hessen zu Tode kam, wurde das Verfahren mittlerweile an die Staatsanwaltschaft Gießen abgegeben. Den Angaben der Gießener Ermittler zufolge arbeitet die am Polizeipräsidium Mittelhessen eingerichtete rund 30-köpfige Sonderkommission „Lacus“ mit Hochdruck an dem Fall.

Der dringende Tatverdacht gegen den 29-jährigen Mann gründe sich insbesondere auf die Auswertung von Handy- und Funkzellendaten, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag (16. August) in Gießen mit. Zudem seien persönliche Gegenstände Ayleens in der Wohnung des Mannes gefunden worden. Dieser bestreite die Tat.

Fall Ayleen (†14): Ermittler wenden sich an die Öffentlichkeit – wer hat diesen Wagen gesehen?

Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass sich der Tatverdächtige im Fall Ayleen am Abend des 21. Juli 2022 auch im Bereich eines Parkplatzes an der A5 bei Bruchsal (Fahrtrichtung Frankfurt) aufgehalten haben könnte, hieß es weiter. Er soll ein silber-graues Auto genutzt haben. Die Ermittler wenden sich jetzt mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit:

Im Fall der getöteten Ayleen (†14) sucht die Polizei Zeugen, die diesen silbernen Ford Ka gesehen haben.
Im Fall der getöteten Ayleen (†14) sucht die Polizei Zeugen, die diesen silbernen Ford Ka gesehen haben. © Polizeipräsidium Mittelhessen

Hinweise nimmt die Polizei in Gießen unter der Telefonnummer 0641-7006-6555 oder online unter SOKO-LACUS-Hinweise.ppmh@polizei.hessen.dee entgegen. (kab/pol)

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