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Aktenzeichen XY: Ein Jahrzehnt nach Leichen-Fund –Zuschauer überführt Mörderin

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Von: Katja Becher

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„Aktenzeichen XY“: 10 Jahre lang bleibt die Identität eines Mordopfers ungeklärt – bis ein Zuschauer den Ermittlern einen entscheidenden Hinweis liefert. Alle Infos zur neuen Folge:

Seit 1967 unterstützt die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ die Ermittler bei der Aufklärung von Verbrechen. Bis Ende 2021 wurden nach Angaben des Senders in 573 XY-Sendungen mehr als 4.800 Fälle behandelt – dabei war fast jeder dritte Fall ein Mordfall. Nicht selten waren es Zuschauer von „Aktenzeichen XY“, die der Polizei nach Ausstrahlung einer Folge einen wertvollen Hinweis zu den Ermittlungen liefern konnten. Seit den 60ern konnten fast 2.000 Verbrechen, die bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt wurden, aufgeklärt werden.

Regelmäßig bietet ZDF den Zuschauern deshalb eine Sondersendung von „Aktenzeichen XY“ zu bereits gelösten Fällen. In der Folge vom 9. Februar 2022 stellt Moderator Rudi Cerne zwei mysteriöse Mord-Fälle vor – und zeigt, was passierte, nachdem diese Verbrechen in der ZDF-Sendung thematisiert wurden. Bei einem der Fälle handelt es sich um den heimtückischen Mord an einem Mann, zu dem ein XY-Zuschauer nach 10 Jahren den entscheidenden Hinweis lieferte.

SendungAktenzeichen XY... ungelöst
SenderZDF (seit 1967)
ModeratorRudi Cerne

Cold Case bei „Aktenzeichen XY“: Mord-Fall wird nach 10 Jahren wieder aufgerollt

Im Juni 2008 entdeckt ein Spaziergänger einen blauen Müllsack im belgischen Fluss Maas. Die Polizei findet in dem Sack den Torso eines noch unbekannten Mannes, Arme und Beine fehlen. Das Opfer weist Verletzungen am Kopf auf – und mehrere tödliche Stichwunden. Die Spur führt die Ermittler schnell nach Deutschland. Doch trotz eines auffälligen Tattoos kann der Mann nicht identifiziert werden – auch nicht, nachdem der Fall im Jahr 2009 bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt wurde.

10 Jahre nach dem Fund der unbekannten Leiche wird der Fall neu aufgerollt und 2018 erneut bei „Aktenzeichen XY“ vorgestellt. Mit Erfolg: Kurz nach der Sendung meldet sich ein ehemaliger Freund des Toten. Nach einem Jahrzehnt können die Ermittler so herausfinden, dass es sich um einen 46-jährigen Mann handelte, der zuletzt im Rhein-Erft-Kreis (NRW) gemeldet war und als Straßenreiniger arbeitete.

Mord-Fall bei „Aktenzeichen XY“: Zuschauer bringt entscheidenden Hinweis – Ehefrau nach 10 Jahren überführt

Nachdem die Ermittler in dem 10 Jahre alten Mordfall den entscheidenden Hinweis durch einen XY-Zuschauer erhalten haben, gerät schnell die Ehefrau des Opfers unter Verdacht. Denn Miroslava S. meldete ihren Mann nie als vermisst. Die 37-Jährige bestreitet zunächst alles, gibt an von ihrem damaligen Ehemann körperlich misshandelt worden zu sein. Am Tatabend habe es Streit gegeben, woraufhin sie das Opfer aus Notwehr mit einem Messer getötet habe. Miroslava S. nennt auch den Namen eines Fotografen, der ihr beim Reinigen der Wohnung geholfen haben soll.

Neuer Filmfall bei „Aktenzeichen XY... gelöst!“ am 9. Februar
Neuer Filmfall bei „Aktenzeichen XY... gelöst!“ am 9. Februar © Saskia Pavek/ZDF

Als die Ermittler diesen Fotografen befragen, kommt schließlich die gesamte grausame Wahrheit ans Licht: Die 37-Jährige hatte mit dem Mann ein Verhältnis. 2008 gibt sie ihrem Ehemann heimlich ein Medikament, um ihn zu töten. Als dieser Mordversuch fehl schlägt, tötet die Frau ihr Opfer mit einem Messer und einem Baseballschläger – laut Medienberichten aus dem Jahr 2019 geschieht die brutale Tat, als das Opfer im Bett liegt. Der Fotograf hilft ihr schließlich, die Leiche im Fluss Maas zu entsorgen. Am Schwurgericht in Köln wird Miroslava S. wegen Mordes aus Heimtücke zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihr Lebensgefährt muss wegen Beihilfe zum Mord für viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

„Aktenzeichen XY... gelöst“: ZDF zeigt zwei Filmfälle in Februar-Folge

Neben dem Fall um den getöteten Straßenreiniger zeigt ZDF bei „Aktenzeichen XY“ in der neuesten Folge auch einen weiteren Filmfall: Es geht um die 39-jährige Ivonne R., die von ihrem Ex-Freund brutal ermordet wurde. Dank der Hinweise eines XY-Zuschauers konnte die Leiche des Mordopfers gefunden – und der Fall aufgeklärt werden. Erneut aufgegriffen wird außerdem der Mordfall Maria Baumer, deren Mörder vor rund 10 Jahren im „Aktenzeichen XY“-Studio saß. Die Sonderfolge von „Aktenzeichen XY“ mit Kriminalpsychologin Lydia Benecke als Gast läuft am Mittwoch, 9. Februar, um 20:15 Uhr im ZDF und im Livestream über zdf.de. (kab/pm)

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