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In Russland werden Gas und Strom erneut teurer - Dabei kommen viele Russen schon jetzt kaum über die Runden

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Von: Thomas Schmidtutz

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Bettlerin vor der Erlöser-Kathedrale in Moskau: Die hohe Inflation in Russland macht immer mehr Menschen zu schaffen.
Bettlerin vor der Erlöser-Kathedrale in Moskau: Die hohe Inflation in Russland macht immer mehr Menschen zu schaffen. (Archivbild) © Imago/Alexander Shcherbak

Der Ukraine-Krieg hinterlässt auch in Russland immer tiefere Spuren. Jetzt drehen die Behörden erneut an der Preisschraube und befeuern so die ohnehin hohe Inflation.

Moskau – In Russland werden Gas und Strom erneut deutlich teurer. Nach Berichten russischer Medien vom Donnerstag steigen die Preise der staatlich regulierten Nebenkostentarife für Gas um 8,5 Prozent, für Strom um neun Prozent. Auch die Wasser- und Wärmeversorgung wird teurer. Es ist bereits die zweite Tarifanhebung im laufenden Jahr.

Üblicherweise hebt die Regierung die Preise jeweils im Sommer an. In diesem Jahr sind die Nebenkosten bereits um vier Prozent gestiegen. Anfang Herbst kündigte das Wirtschaftsministerium jedoch an, wegen des Reparaturbedarfs an den Gas- und Wärmeleitungen die Tarife im Dezember noch einmal anzuheben. Damit sollen die steigenden Kosten auf die Verbraucher umgelegt werden.

Russen ächzen unter hoher Inflation

Die jüngsten Erhöhungen dürften die ohnehin hohe Inflation im Land weiter befeuern. Wegen der westlichen Sanktionen nach dem russischen Einmarschs in der Ukraine sind vor allem technische Geräte und andere Importwaren deutlich teurer geworden. Im Oktober lag die Inflation bei 12,6 Prozent. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte die Entwicklung im April mit einem Plus von 17,8 Prozent. Nun steigt der Inflationsdruck erneut. Dabei ist die Lage für viele Russen ohnehin bereits kritisch. Umfragen zufolge reicht das Gehalt von 43 Prozent der Bevölkerung nicht bis zum Monatsende. (dpa/utz)

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