Trotz Streits in der EU: EVP-Chef glaubt an Flüchtlingsquote

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Ein erschöpfter Flüchtling schläft zwischen Felsen in Italien. Foto: Luca Zennaro

Brüssel (dpa) - Trotz des Streits innerhalb der EU glaubt der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, fest an die Einführung einer Quote zur Verteilung von Flüchtlingen in der Union.

"Ich bin sicher, dass ein Quotensystem kommen wird", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neue Presse" (Mittwoch). "Die Mitgliedstaaten dürfen sich um mehr Engagement nicht drücken", fügte Weber hinzu. "Es kann nicht sein, dass wenige Staaten den Großteil der Lasten tragen." Dass sich die EU-Innenminister am Dienstag nicht auf eine verbindliche Regelung einigen konnten, sei "enttäuschend".

Die Mehrheit der EU-Staaten will sich bisher nicht dazu verpflichten, Flüchtlinge aus Italien und Griechenland aufzunehmen. Die geplante Umverteilung zeichnet sich somit nur auf freiwilliger Basis ab. Streit gibt es auch um die Weiterreise von Flüchtlingen, weil Frankreich zuletzt an der Grenze Hunderte Migranten nach Italien zurückgeschickt hat. Ob und wann eine Flüchtlingsquote kommt, ist völlig offen. Das Thema soll nun beim EU-Gipfel in der kommenden Woche (25./26. Juni) erneut diskutiert werden.

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