Serbischer Regierungschef: EU finanziert Lügengeschichten

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Serbiens Regierungschef Aleksandar Vucic hat vergleichsweise ungewöhliche Ansichten über die Pressearbeit der EU. Foto: Maurizio Gambarini

Belgrad (dpa) - Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic hat die EU beschuldigt, Journalisten zu bezahlen, um über sein Kabinett Lügengeschichten zu verbreiten.

Das von zahlreichen Ländern der EU und den USA finanzierte Balkan-Journalistennetzwerk BIRN bekomme "Geld von Herrn (Michael) Davenport (Leiter der EU-Mission in Belgrad) ..., damit sie etwas gegen die Regierung Serbiens sagen", zitierten Zeitungen am Samstag den Spitzenpolitiker übereinstimmend.

"Sagt diesen Lügnern, dass sie auch diesmal gelogen haben", empörte sich Vucic demnach vor Journalisten. Dagegen versicherte BIRN, die kritisierten Texte seien "hundertprozentig wahr", man halte ohne Abstriche an ihnen fest. Hintergrund sind von BIRN berichtete angebliche Manipulationen bei einer staatlichen Ausschreibung.

Im vergangenen Jahr hatte sich Vucic in Sachen Pressefreiheit offen mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) angelegt. Die hatte eine zunehmende Einschränkung dieses Grundrechtes kritisiert. Auch damals hatte Vucic von Lügen gesprochen und eine förmliche Entschuldigung verlangt.

Bericht des TV-Senders B92, Serbisch

BIRN Serbien, Englisch

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