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Özdemir: „Apokalyptische Zustände“ nach Hitze in Indien

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Hitze in Indien
Obdachlose schlafen an einem heißen Tag in Neu-Delhi im Schatten einer Überführung. In der indischen Hauptstadt und den umliegenden Gebieten herrscht eine extreme Hitzewelle. © Manish Swarup/AP/dpa

Wohl mehr als 90 Menschen kamen in Indien zuletzt aufgrund der enormen Hitze ums Leben. Bis zu 60 Grad Bodentemperatur registriert das Land bereits im Mai.

Brüssel/Neu Delhi - Bundesagrarminister Cem Özdemir sieht die derzeit in Indien vorherrschende Hitzewelle als Mahnung für mehr Klimaschutz.

„60 Grad Bodentemperatur, Menschen, die sich unter Brücken versammeln, um sich abzukühlen. Das sind doch apokalyptische Zustände“, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Brüssel. Er rate, mit Blick auf mehr Klimaschutz auch auf die Lage in Indien zu schauen. Die Situation könne man nicht ignorieren. „Ich meine, da muss man ja schon ignorant sein, um das auszublenden“, sagte Özdemir.

Hitzewelle in Indien
Eine Person geht durch ein ausgetrocknetes Flussbett des Flusses Yamuna, dessen Wasserstand infolge des heißen Wetters gesunken ist. Die indische Hauptstadt befindet sich, wie viele andere Teile Südasiens, inmitten einer rekordverdächtigen Hitzewelle. © Manish Swarup/AP/dpa

In Indien und Pakistan kam es in den vergangenen Wochen aufgrund der Hitze zu mindestens 90 Todesfällen. Seit April leiden Millionen Menschen unter den hohen Temperaturen. Solche Hitze ist zwar grundsätzlich nichts Ungewöhnliches in Südasien, sie brach dieses Jahra aber viel früher als sonst über die Region herein. dpa

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