Netzentgelte steigen: Im Norden und Süden wirds teurer

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Tausende Kilometer neue Stromleitungen erfordert die Energiewende. Das kostet viel Geld. Die Stromkunden müssen sich 2016 auf höhere Belastungen für ihre Stromnetze einstellen. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Dortmund/Heidelberg (dpa) - Viele Verbraucher müssen 2016 deutlich mehr für die Nutzung ihrer Stromnetze zahlen. Das Verbraucherportal Verivox rechnet mit einem Anstieg um durchschnittlich knapp vier Prozent.

Beim Netzbetreiber Amprion, der Deutschlands längstes Hochspannungsnetz führt, steigen die Netzentgelte im Durchschnitt sogar um 8,3 Prozent. Auch ein Sprecher der Bundesnetzagentur bestätigt bundesweit steigende Zahlen für 2016, ohne Details zu nennen. Hintergrund sind Milliardeninvestitionen in die Netze wegen der Energiewende.

Die Netzkosten machen aktuell rund 23 Prozent des Strompreises aus. Allein die prognostizierte Durchschnittserhöhung kostet den Verbraucher im 4000-Kilowattstunden-Durchschnittshaushalt 10 Euro pro Jahr plus Mehrwertsteuer.

Vor allem im Norden, wo viele Windkraftwerke stehen, und im Süden wird es teurer. In Schleswig-Holstein beträgt die Mehrbelastung laut Verivox gut 21 Euro im Jahr. Insgesamt rund 18 Milliarden Euro fallen nach Schätzungen aus Branchenkreisen pro Jahr für die Netzentgelte an.

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