„Historischer Kompromiss“

Überraschender Vorstoß der CDU: Altmaier strebt Klima-Offensive an - und will deutsche „Wirtschaft umkrempeln“

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, spricht im Bundestag während der Debatte zum Bundeshaushalt 2020.
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Peter Altmaier (CDU) will die Wirtschaft für das Klima umkrempeln.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant eine Offensive zum Klimaschutz. Die deutsche Wirtschaft soll umgekrempelt und die politische Landschaft auf Jahrzehnte verändert werden.

  • Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant eine neue Klima-Offensive.
  • Es soll ein Parteiübergreifender Kompromiss gefunden werden.
  • Die deutsche Wirtschaft muss für das vorhaben umgekrempelt werden.

Berlin - Bislang hat sich die Union noch nicht als größter Klima-Kämpfer hervorgetan. Das will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU*) nun ändern und plant eine große parteiübergreifende Offensive zum Klimaschutz. „Ich will einen historischen Kompromiss, eine Charta für die Rettung des Klimas und den Erhalt unserer Wirtschaftskraft“, sagte Altmaier dem Magazin Spiegel. Dazu wolle er auf die anderen Parteien der politischen Mitte im Bundestag zugehen.

Neues Klima-Paket: Peter Altmaier will Wirtschaft bei dem Wandel unterstützen

Deutschland müsse „jetzt die Chance nutzen, den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft bis spätestens 2050 unumkehrbar zu machen“, sagte Altmaier. Der Wirtschaftsminister verspricht dabei Unterstützung für die Wirtschaft bei dem Wandel. An diesem Freitag (10.30 Uhr) will der Minister seine Klimaschutz-Strategie vorstellen.

Je stärker die Politik die Klimaziele verfolge, desto mehr müsse sie die Wirtschaft und vor allem den Mittelstand „bei der notwendigen Transformation unterstützen und ihnen Planungssicherheit geben“, betonte Altmaier. Diese Aufgabe werde „die Wirtschaft umkrempeln und die politische Landschaft auf Jahrzehnte verändern“.

Senkung der Treibhausgasemissionen: Kein leichtes Unterfangen

Bisher hat sich die Bundesregierung für das Jahr 2020 auf eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent festgelegt. Bis 2030 sollen diese um 55 Prozent zurückgehen und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent. Vergleichsbasis sind jeweils die Emissionen des Jahres 1990. Besonders das Erreichen des 40-Prozent-Ziels für 2020 gilt als schwierig, weil dazu kurzfristig erhebliche zusätzliche Anstrengungen nötig sind.  Bund und Länder haben erst Anfang des Jahres, auch auf Druck der Klima-Bewegung Fridays-For-Futur und Greta Thunbergs*, ein Klima-Paket beschlossen. Peter Altmaier erlebt unterdessen mitten im Spätsommer massive Schwierigkeiten - nach einem nächtlichen Tweet.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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