Frankreich kritisiert Wechsel von Barroso zu Goldman Sachs

+
Der 60-jährige Barroso soll Berater bei Goldman Sachs werden sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Londoner Tochtergesellschaft Goldman Sachs International (GSI). Foto: Thierry Roge

Paris (dpa) - Frankreich hat den früheren EU-Kommissionschef José Manuel Barroso aufgefordert, auf seinen Wechsel zur US-Investmentbank Goldman Sachs zu verzichten.

"Moralisch, politisch, berufsethisch ist das ein Fehler von Herrn Barroso", sagte Europa-Staatssekretär Harlem Désir in der Pariser Nationalversammlung. Dies sei "der schlechteste Dienst", den ein früherer Chef einer EU-Institution dem europäischen Projekt zum aktuellen Zeitpunkt leisten könne. Désir forderte die EU-Kommission auf, ihre Ethikregeln zu verschärfen.

Die Behörde hatte am Montag mitgeteilt, dass sie den Wechsel nicht als Verstoß gegen die Regeln sehe und auch eine Verschärfung nicht für nötig halte. Der 60-jährige Portugiese, der von 2004 bis 2014 Präsident der Brüsseler Behörde war, soll Berater bei Goldman Sachs werden sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Londoner Tochtergesellschaft Goldman Sachs International (GSI).

Mitteilung von Goldman Sachs (englisch)

Ethikregeln für EU-Kommissare

Mehr zum Thema

Neueste Artikel

Medien: Deutscher im Ausland auf Antrag der Türkei festgenommen

Medien: Deutscher im Ausland auf Antrag der Türkei festgenommen

BASF muss künftig sofort Behörden informieren

BASF muss künftig sofort Behörden informieren

Vor Jamaika-Sondierung: Seehofer schaut bei Grünen vorbei

Vor Jamaika-Sondierung: Seehofer schaut bei Grünen vorbei

Prozess gegen Steudtner in Istanbul beginnt am 25. Oktober

Prozess gegen Steudtner in Istanbul beginnt am 25. Oktober

Misshandelter Elfjähriger aus Neuss gestorben

Misshandelter Elfjähriger aus Neuss gestorben

Dax kann Marke von 13 000 Punkten nicht halten

Dax kann Marke von 13 000 Punkten nicht halten

Kommentare