"Unterbesetzung, katastrophale Arbeitsbedingungen"

Flüchtlinge: Gewerkschaft fordert mehr Bundespolizisten

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Eine Bundespolizistin in der Registrierungsstelle für Flüchtlinge in Passau - auch dort fehlt es der Bundespolizei an Personal.

Berlin - Die Gewerkschaft der Bundespolizei hat eine massive Erhöhung der Beamtenstellen gefordert. Grund ist der starke Zulauf von Flüchtlingen an den Grenzen.

Gewerkschaftschef Ernst Walter kritisierte am Dienstag in einer Erklärung "Unterbesetzung und katastrophale Arbeitsbedingungen" der Bundespolizei vor allem an den Grenzen Süddeutschlands. "Uns fehlt schlicht das Personal, um dem Ausnahmezustand an der Grenze administrativ Herr zu werden."

Die vom Bundesinnenministerium angekündigte Abordnung von Bundespolizisten aus dem ganzen Bundesgebiet an die Grenze sei keine Lösung, erklärte Walter. "Diese Kollegen reißen weitere schmerzhafte Lücken in ihren Heimatdienststellen." Übergangsweise müssten nun Unterstützungskräfte für den Erkennungsdienst und die Registrierung und Betreuung von Flüchtlingen eingestellt werden. "Mit der vagen Zusage von ein paar hundert zusätzlicher Polizisten ist es wirklich nicht getan", kritisierte Ernst.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will am Dienstag die Bundespolizeieinheit im bayerischen Deggendorf besuchen. Sie ist für die Überwachung der deutsch-österreichischen Grenze zuständig, wo nach Angaben des Gewerkschaftsvorsitzenden "unzumutbare Umstände" herrschen.

AFP

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