DIHK-Chef:

2015 stärkeres Wachstum dank Ölpreisverfall

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Seit dem Sommer sind die Rohölpreise um bis zu 50 Prozent abgesackt.

Berlin/Düsseldorf - Die deutsche Wirtschaft wird die stark gefallenen Ölpreise 2015 nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in ein zusätzliches Wachstumsplus von 0,3 Prozent ummünzen können.

"Verbraucher und viele Unternehmen können sich freuen", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Rheinischen Post" (Montag). "So kurz vor Weihnachten ist der Ölpreisrückgang ein unerwartetes Konjunktur-Geschenk, von dem wir auch 2015 noch etwas haben." Im kommenden Jahr sei für Deutschland - zusammen mit den Auswirkungen des schwächeren Euros - aus derzeitiger Sicht eine Entlastung um rund 20 Milliarden Euro absehbar.

Seit dem Sommer sind die Rohölpreise um bis zu 50 Prozent abgesackt. Weil Öl als Rohstoff in Produktion und Verkehr von zentraler Bedeutung ist, sinken die Kosten von Firmen, aber auch von Autofahrern oder Heizölkunden. Laut Mineralölwirtschaftsverband sparten die Deutschen 2014 gegenüber 2013 schon insgesamt rund fünf Milliarden Euro an der Tankstelle, berichtete die "Bild am Sonntag".

Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt allerdings auch vor einem möglichen Abrutschen der Preise auf breiter Front. Dies könnte bei längerer Dauer in eine gefährliche Deflation mit immer geringerem Konsum und immer geringeren Investitionen münden.

dpa

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