Bayern: Fast 800 mutmaßliche Schleuser in U-Haft

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Bundespolizisten stehen an einem Grenzschild der Bundesrepublik Deutschland an der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Salzburg und Freilassing (Bayern). Foto: Armin Weigela

München (dpa) - In Bayern werden immer mehr mutmaßliche Schleuser festgenommen. Fast 800 Menschen, die Flüchtlinge illegal über die Grenze gebracht haben sollen, sitzen inzwischen im Freistaat in Untersuchungshaft, wie eine Sprecherin des Münchner Justizministeriums auf Anfrage mitteilte.

Das ist ein Anstieg von 50 Prozent innerhalb von nur sechs Wochen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Zahl mehr als versechsfacht. Sie ist so hoch, dass inzwischen reguläre Haftplätze für die Untersuchungshaft genutzt werden müssen. Die Beschuldigten müssten auf Justizvollzugsanstalten in ganz Bayern verteilt werden, erklärte die Sprecherin.

Bisher müssen die bayerischen Gefängnisse aber noch niemanden wegen Überfüllung in andere Bundesländer weiterschicken. "Die in Bayern zur Verfügung stehenden Haftplätze reichen derzeit aus", heißt es in der Stellungnahme des Justizministeriums. "In Bayern gibt es 36 Justizvollzugsanstalten, in denen insgesamt 12 045 Haftplätze eingerichtet sind."

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