Parteiinterner Streit

AfD-Vize Petry kritisiert Luckes Führungsstil

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In der AfD schwelt seit Monaten interne Auseinandersetzungen. Foto: Lukas Schulze

Berlin - Vier Wochen vor dem AfD-Bundesparteitag schießt sich die Co-Vorsitzende Frauke Petry auf Parteichef Bernd Lucke ein. Sie wirft ihm im parteiinternen Streit einen schlechten Führungsstil vor.

"Die entscheidende Frage ist, ob in den Streitfragen ein Kompromiss möglich ist. Dazu müssen aber beide Seiten bereit sein, von ihren Positionen teilweise abzurücken. Das fällt Bernd Lucke häufig schwer", sagte Petry dem "Handelsblatt". "Für ihn bedeutet Kompromiss, wenn er seine Position durchsetzt und der andere nachgibt." Diese Haltung habe die Partei in den vergangenen Monaten nicht stärker, sondern schwächer gemacht.

In der AfD schwelt seit Monaten eine Auseinandersetzung zwischen dem rechten und dem liberalen Flügel. Der Co-Vorsitzende Konrad Adam hatte vor kurzem erklärt, Lucke wolle die AfD verlassen und eine neue Partei gründen. Lucke wollte dies öffentlich nicht kommentieren. Petry wird dem rechten Flügel zugeordnet. Am 13. Juni wählt die Alternative für Deutschland bei einem Parteitag einen neuen Bundesvorstand. Lucke hat gute Chancen, alleiniger Vorsitzender zu werden.

In der "Bild"-Zeitung forderte Petry den Parteivorsitzenden auf, Klarheit zu schaffen. "Je länger der Schwebezustand andauert, umso schlimmer ist es für die, die gehen - und auch für die, die zurückbleiben." Die AfD lasse sich aber nicht erpressen, betonte sie. "Ich kann Bernd Lucke nur davor warnen, die ganze Partei in Geiselhaft nehmen zu wollen."

In der Chemnitzer "Freien Presse" bestritt Petry, dass es in der AfD eine Zweiteilung gebe. "Hier wird ein Dissens aufgebaut, den ich in der Partei nicht erlebe."

dpa

Bericht Handelsblatt

Interview Bild-Zeitung

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