Die Mutter der Nation wird 75

7 Dinge, die Sie über Marie-Luise Marjan noch nicht wussten

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Marie-Luise Marjan besucht in Ouanaminthe (Haiti) ihr Patenkind, die siebenjährige Alexis.

Köln - Zum 75. Geburtstag von Marie-Luise Marjan liefern wir Ihnen sieben interessante Fakten, die Sie über den "Lindenstraßen"-Star sicher noch nicht wussten.

Es gibt nicht viele Schauspieler in Deutschland, die so stark mit einer einzigen Rolle verwachsen sind wie Marie-Luise Marjan: Sie ist Helga Beimer in der Weekly Soap "Lindenstraße" und damit die "Mutter der Nation". Zu ihrem 75. Geburtstag verraten wir Ihnen sieben interessante Facts, die Sie bisher sicher noch nicht über den Serienstar wussten:

Mit 19 Mutter 

Das erste Mal spielte Marjan mit 19 Jahren eine Mutter. Das war im Fernsehfilm "Untergang der Freiheit". Sie selbst hat übrigens keine Kinder.

25 Mal dieselbe Rolle

Inzwischen war Marjan ganze 25 Mal als Mutter auf dem Bildschirm zu sehen - kein Wunder, dass die Serienqueen deshalb als "Mutter der Nation" gilt.

Aufgewachsen im Waisenheim

In die Wiege gelegt wurde Marjan die Mutterrolle nicht: Sie selbst wurde am Tag ihrer Geburt von der eigenen Mutter ins Waisenhaus gebracht. Bald darauf kam sie in eine Pflegefamilie in Hattingen an der Ruhr. 

Schockierende Nachricht mit 16 Jahren

Erst im Alter von 16 Jahren erfuhr die junge Marie-Luise über eine Mitschülerin, dass sie ein Adoptivkind ist. "Papa nicht Papa? Mama nicht Mama? Und eine Wildfremde meine Mutter? Jeder, der ein Erdbeben mitgemacht hat, kann nachempfinden, was in mir vorging", erinnerte sie sich.

Wieder auf dem Singlemarkt

Der Serienstar lebte 25 Jahre in einer Beziehung ohne Trauschein, die vor einigen Jahren endete. Aber: "Das Kapitel mit den Männern ist noch nicht abgeschlossen", sagte Marjan zuletzt. Zu alt für eine neue Liebe sei sie noch lange nicht.  "Ich bin doch noch sexy - oder?", fügte die Schauspielerin kokett hinzu.

Sie lernte in einer Arztpraxis 

Nach dem Abitur machte die junge Marie-Luise erstmal eine Ausbildung zur Sprechstundenhilfe. Ende der 50er Jahre begann sie dann mit der Schauspielerei: Sie lernte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Es folgten Engagements an der Komödie in Basel, dem Badischen Staatstheater in Karlsruhe und den Bühnen der Stadt Bonn. Der Höhepunkt ihrer Theaterkarriere wurde das von 1967 bis 1979 dauernde Engagement am Schauspielhaus Bochum, wo Marjan in Inszenierungen von Peter Zadek, Hans Neuenfels oder Jürgen Flimm ein Publikumsliebling wurde. Mit der von Elke Heidenreich geschriebenen Serie "Tour de Ruhr" hatte sie 1981 - als Mutter - ihren Durchbruch im Fernsehen.

Schauspielerin ist nicht ihr einziger Job

Nebenbei engagiert sich Marjan in sozialen Projekten. Sie kümmert sich um Kinder in Entwicklungsländern und pflegt mehrere Patenschaften. Warum sie bei dieser Familiengeschichte als Kinderlose so sehr auf die Mutterrolle abonniert ist, beantwortete Marjan einmal mit einer Gegenfrage: "Muss man ein Mörder sein, um einen Mörder zu spielen?" Sie habe eben sehr viel Mütterliches an sich.

dpa/sb

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