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Oscar Pistorius war wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden.

Berufung gegen Urteil eingelegt

Wird Pistorius doch noch wegen Mordes verurteilt?

Johannesburg - Nach der Verurteilung des südafrikanischen Sprintstars Oscar Pistorius zu fünf Jahren Haft hat die Staatsanwaltschaft wie angekündigt Berufung eingelegt.

Dabei gehe es sowohl um das Strafmaß als auch um den Schuldspruch wegen fahrlässiger Tötung seiner Freundin Reeva Steenkamp im Februar 2013, teilte die Nationale Strafverfolgungsbehörde am Dienstag mit. Nun könnte Pistorius nach Einschätzung von Experten doch noch wegen Mordes verurteilt werden. Darauf steht in Südafrika lebenslänglich, was in der üblichen Rechtspraxis 25 Jahre Haft bedeutet.

Pistorius war am 21. Oktober wegen der tödlichen Schüsse auf seine Freundin Reeva Steenkamp zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Richterin Thokozile Masipa hatte den Angeklagten der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft erklärte daraufhin, in einem Berufungsverfahren anzustreben, dass Pistorius zumindest der Tötungsabsicht schuldig gesprochen wird. Der Prothesen-Sprinter hatte das Urteil akzeptiert.

Pistorius hatte Steenkamp in der Nacht zum Valentinstag 2013 durch die geschlossene Toilettentür in seinem Haus in Pretoria erschossen. Er beteuert, hinter der Tür einen Einbrecher vermutet und in Panik geschossen zu haben. Richterin Masipa warf dem an den Unterschenkeln amputierten Ausnahmesportler vor, grob fahrlässig gehandelt zu haben. Den Mordvorwurf der Staatsanwaltschaft ließ sie dagegen fallen.

afp/dpa

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