„The Interview“ bringt 15 Millionen ein

Nordkorea-Satire bricht Online-Rekord

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Das Plakat zum Film "The Interview".

Los Angeles - Die durch einen Hacker-Angriff weltweit bekannt gewordene Nordkorea-Filmsatire "The Interview" hat der Produktionsfirma schon kurz nach seiner Veröffentlichung einen Geldsegen beschert.

Der Verkauf und Verleih des US-Films im Internet brachte bislang mehr als 15 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 12 Millionen Euro) ein, wie der Unterhaltungskonzern Sony am Sonntag mitteilte. "The Interview" sei damit der bislang erfolgreichste Online-Film von Sony. Demnach sahen sich zwei Millionen Nutzer den Film zwischen Mittwoch und Samstag auf Online-Plattformen wie YouTube, Google Play oder iTunes sowie auf der eigens eingerichteten Website an. Dort kostete das Ausleihen des Films 5,99 Dollar und der Kauf 14,99. In Europa ist der Film derzeit jedoch nicht zu sehen.

Sony Pictures hatte den für den ersten Weihnachtsfeiertag geplanten Kinostart des Films in den USA zunächst abgesagt. Zuvor hatte eine Hackergruppe namens Guardians of Peace (Friedenswächter) vertrauliche Informationen veröffentlicht und ominöse Drohungen ausgesprochen. Die US-Bundespolizei FBI und US-Präsident Barack Obama machten dafür Nordkorea verantwortlich. Nicht zuletzt auf Druck Obamas gab Sony dann doch grünes Licht für den Start.

Außerdem nahmen 331 nordamerikanische Kinos den Film ins Programm. Dort spielte er über das lange Wochenende laut „Hollywood Reporter“ rund 2,8 Millionen Dollar (etwa 2,3 Millionen Euro) ein. Das reichte immerhin für einen 16. Platz in den nordamerikanischen Kinocharts. „Die Menschen haben entschieden“, twitterte Hauptdarsteller Seth Rogen. „Sony hat nicht aufgegeben.“

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un reagierte auf den Filmstart mit neuen Drohungen gegen die USA und beleidigte Obama rassistisch. Außerdem machte Pjöngjang Washington für Störungen des Internets in Nordkorea verantwortlich.

afp/dpa

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