Social-Media-Trend

Was steckt hinter dem Hype um FaceApp - und gibt es einen Haken?

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FaceApp ist derzeit eine der beliebtesten Apps - zu Recht?

Die sozialen Netzwerke werden von einem neuen Hype beherrscht: Der FaceApp. Die Applikation lässt Gesichter digital altern oder verjüngen - aber gibt es einen Haken? 

Plötzlich sind sie überall auf Instagram und Twitter zu sehen: Die verjüngten oder gealterten Gesichter der Stars. Unter anderem die Jonas Brothers, Drake und Sam Smith haben die FaceApp benutzt, um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dabei ist die App eigentlich schon seit Anfang 2017 für Android und iOS zu haben - vermutlich erlebt sie aber erst jetzt einen Hype, weil zahlreiche Stars sie nun für sich entdeckt haben.

Was genau macht FaceApp?

Wie bereits erwähnt, können sich Nutzer der App mithilfe von Filtern optisch altern oder verjüngen lassen. Es gibt aber auch die Option, sich einem Geschlechterwandel zu unterziehen, um herauszufinden, wie man als Mann bzw. Frau aussieht. Für die Gesichtstransformation ist laut Hersteller eine künstliche Intelligenz verantwortlich, die bestimmte Gesichtsmerkmale erkennt und diese verfremdet.

Um alle Features und Filter benutzen zu können, braucht es allerdings eine kostenpflichtige Version, die einmalig 44 Euro kostet und im Abo jährlich 20 Euro, wie das Online-Portal Chip berichtet. Wer mit Werbung kein Problem hat und eingeschränkten Funktionen klarkommt, kann sich die App auch kostenlos herunterladen.

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Wie benutze ich FaceApp?

Die Anwendung von FaceApp ist recht simpel. Entweder Sie schießen ein Selfie oder benutzen ein Bild aus Ihrer Galerie, welches Sie in der App öffnen. Dort stehen Ihnen die verschiedenen Filter zur Verfügung, darunter die Kategorien Lächeln, Alter, Bärte, Haarfarben, Frisuren, Geschlecht und Brille. Die App erledigt den Rest für Sie.

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FaceApp ist eine nette Spielerei - aber gibt es einen Haken?

Laut Chip sollten Nutzer der App beachten, dass die Bilder nicht lokal bearbeitet werden, sondern zunächst auf dem Server des Herstellers landen. Über die Entwickler "Wireless Lab OOO" ist nur wenig zu finden, weshalb es schwer nachzuvollziehen ist, was mit den Bildern passiert.

Wie die Berliner Morgenpost schreibt, beschäftigen sich in den USA nun sogar das FBI und die Handelsaufsicht FTC im Auftrag der Demokraten mit FaceApp. Es sollen die Sicherheit und der Datenschutz überprüft werden, da die App, die in Russland entwickelt wurde, einen vollen und unwiderruflichen Zugriff auf persönliche Fotos und Daten der Nutzer verlange.

Der britischen Zeitung Guardian erklärte der Geschäftsführer Jaroslaw Goncharov jedoch, dass immer nur ein einzelnes Foto hochgeladen und nicht auf die komplette Galerie zugegriffen werde. Ebenfalls würden die Daten nicht nach Russland gehen, sondern auf einem US-kontrollierten Cloud-Server landen, der von Amazon und Google gestellt worden sei: "Die meisten Bilder werden von unseren Servern innerhalb von 48 Stunden nach dem Upload gelöscht." Dieser Schritt sei nur nötig, damit ein User ein Bild nicht bei jeder Bearbeitung neu hochlädt.

Zudem würden keine Nutzerdaten an Dritte weitergegeben werden. Die meisten Features wären sowieso ohne Login erhältlich, weshalb der App generell nur wenige Daten von individuellen Nutzern zur Verfügung stehen würden. Hier müssen sich User aber wohl auf das Wort des Herstellers verlassen.

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