Auch für ältere Modelle von iPhone und iPad

iOS 11: Das sind die besten elf Neuerungen der Apple-Software

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Das neue Control Center, das Dock auf dem iPad und erweiterte Foto-Funktionen (von links) sind nur drei der Neuheiten in iOS 11.

Ab September lassen sich auch ältere Modelle von iPhone und iPad mit der neuen Software iOS 11 von Apple aufrüsten. Wir verraten, was alles neu ist.

München - Bald bekommen Millionen von iPhone- und iPad-Besitzern praktisch ein neues Gerät – und das kostenlos. Denn nach der Präsentation des iPhone 7S, des 7S Plus und des iPhone 8 am 12. September (hier können Sie die Keynote im Live-Ticker verfolgen) steht Ende September dann auch das neue Betriebssystem iOS 11 zum Download bereit. Und das bringt so viele Neuheiten und Änderungen, dass sich auch ältere iPhones und iPads damit beinahe „wie neu“ anfühlen.

Die wichtigste Frage vorab: Auf welchen Geräten läuft iOS 11? Beim iPhone sind es das 5S aus dem Jahr 2013, außerdem iPhone 6, 6 Plus, 6S, 6S Plus, SE, 7 und 7 Plus. Dazu kommen natürlich die Neuheiten iPhone 7S, 7S Plus und 8, die bereits ab Werk mit iOS 11 ausgeliefert werden. Beim iPad lassen sich diese Modelle aufrüsten: iPad Air, Air 2, iPad (2017), mini 2, mini 3 und mini 4 sowie alle Versionen des iPad Pro mit 9,7, 10,5 und 12,9 Zoll. Außerdem wird der iPod touch der aktuellen sechsten Generation mit iOS 11 versorgt, der seit Sommer 2015 im Handel ist.

Ältere Modelle wie das iPhone 5 oder 5C haben noch einen 32-Bit-Prozessor eingebaut, den iOS 11 nicht mehr unterstützt. Das neue System arbeitet nur noch mit 64 Bit. Deshalb funktionieren nach dem Update auch viele ältere Apps nicht mehr, die von ihren Entwicklern nicht rechtzeitig aktualisiert wurden.

Auf was können sich Apple-Fans freuen? Wir stellen die elf besten Neuerungen von iOS 11 vor.

1. iOS 11: Das iPad wird zum Mac-Ersatz

Am meisten profitiert das iPad von iOS 11. Seit seiner Einführung 2010 war das Tablet immer nur ein vergrößertes iPhone. Das Mehr an Platz auf dem Bildschirm hat Apple nie richtig genutzt. Das ändert sich jetzt. Das iPad bekommt ein Dock wie Apples Mac-Rechner, mit dem Nutzer schnell und bequem zwischen den Apps wechseln können. Per Drag und Drop lassen sich Bilder oder Texte einfach zwischen Apps verschieben. So wandert zum Beispiel ein Bild aus dem Browser blitzschnell in eine E-Mail. Das funktioniert künftig auch auf dem iPhone, dort aber nur eingeschränkt innerhalb einer App. Bis zu vier Apps lassen sich nun auf dem iPad nebeneinander anzeigen, wie auf einem ausgewachsenen Computer. Damit kann das Apple-Tablet erstmals einen PC oder Mac als Arbeitswerkzeug ersetzen – auch wenn einige Schwächen, zum Beispiel das problemlose Anschließen eines beliebigen Druckers oder anderer Hardware, immer noch nicht beseitigt sind.

(Fast) alles neu mit iOS 11. So sieht künftig der iPad-Bildschirm aus.

2. iOS 11: Endlich richtig Daten speichern

Eine Textverarbeitung wie Pages oder eine Tabellenkalkulation wie Numbers hat iOS schon lange geboten. Aber: Wohin mit den Daten? Dokumente so einfach abspeichern wie am PC, das ging nicht, dafür fehlte ein Dateisystem. Auch das ändert sich jetzt. Mit Apples neuer „Dateien“-App für iPhone und iPad lassen sich Dokumente auf dem Gerät speichern, oder auch in iCloud oder Dropbox. Noch ein weiterer Schritt auf dem Weg zum vollwertigen Computer.

3. iOS 11: Auto-Sperre für mehr Sicherheit

Beim Autofahren mit dem Handy in der Hand telefonieren oder gar Nachrichten schreiben – das verursacht weltweit mittlerweile mehr Verkehrstote als Alkohol am Steuer. Mit iOS 11 versucht Apple nun, gegenzusteuern. Die neue Funktion„Nicht stören“ merkt automatisch, wenn der Nutzer eines iPhones hinter dem Lenkrad sitzt. Sie lässt dann keine Nachrichten durch – und Anrufe nur per Bluetooth über eine Freisprechanlage. Wer dem Fahrer dann eine Nachricht schickt, bekommt automatisch eine Rückmeldung à la„Ich fahre gerade, kann die Nachricht nicht lesen, und melde mich später“. Die Funktion kann Leben retten, lässt sich vom iPhone-Besitzer allerdings auch abschalten.

Die neue "Nicht stören"-Funktion in iOS 11 auf dem iPhone verhindert, dass Autofahrer abgelenkt werden.

4. iOS 11: Schnelle Mitteilungen

Der Sperrbildschirm (Lock Screen) und das Nachrichten-Center sind jetzt quasi fusioniert. Die wichtigsten Nachrichten erscheinen in iOS 11 bereits im Lock Screen und sind damit noch schneller verfügbar. Durch Scrollen nach oben und unten lassen sich Nachrichten entweder anzeigen oder verbergen.

5. iOS 11: Neues Control Center

Die Kommandozentrale von iOS (Wisch von unten nach oben), die zuletzt unübersichtlich auf mehrere Seiten verteilt war, liegt wieder komplett auf einer Bildschirmseite. Über dieiOS-Einstellungen kann der User jetzt festlegen, welche Funktionen er im Control Center sehen will. Sogar die App für Sprachmemos kann auf Wunsch von hier aus gesteuert werden. Und erstmals lassen sich auf dem iPhone zusätzliche Funktionen im Control Center per 3D Touch aufrufen.

6. iOS 11: Schickerer App Store

Das Design des komplett neu gestalteten App Stores in iOS 11 erinnert an Apple Music. Es gibt jetzt eigene Seiten für Spiele oder für nagelneue Apps (die sich bisher nur schlecht finden ließen). Apple-Redakteure liefern Empfehlungen und Tipps. Das Suchen nach neuen Apps macht damit deutlich mehr Spaß. Und man wird schneller fündig.

7. iOS 11: Siri wird schlauer

Als Intelligenzbestie ist Apples Sprachassistentin bisher eher nicht aufgefallen – Amazons Alexa oder der Google Assistant liefern deutlich sinnvollere Antworten. Mit iOS 11 lernt Siri nun deutlich dazu. Denn sie bekommt ein Gedächtnis. Bisher war es so: Mit jeder Frage hat Siri wieder bei Null begonnen. Nun merkt sie sich die letzten Unterhaltungen, zieht daraus Schlüsse und baut auf diesen Erfahrungen auf. Außerdem bekommt sie mit der Neuerung eine menschlichere Stimme, und kann zwischen verschiedenen Sprachen (auch Deutsch) übersetzen. Genau wie beim Google Assistant lässt sich Siri künftig auch per Tastatur steuern – hilfreich, wenn es zum Beispiel in der Bibliothek oder im Kino ruhig sein muss.

8. iOS 11: Neue Funktionen für Kameras und Fotos

Der Portrait-Modus mit der doppelten Linse von iPhone 7 Plus, 7S Plus und iPhone 8 wird durch optische Bildstabilisierung, Blitzfotografie und die besonders dynamischen HDR-Bilder aufgewertet. In der Foto-App lassen sich nun auch die beliebten Wackelbildchen anschauen, also animierte GIFs. Und, gute Nachrichten für Besitzer von iPhones und iPads mit wenig Speicherplatz: Mit Apples neuen Formaten HEIF und HEVC (das „HE“ steht jeweils für „hoch effizient“) sehen Fotos und Videos nicht nur besser aus, sondern brauchen auch bis zu 50 Prozent weniger Speicher.

9. iOS 11: Nachrichten liegen in der Wolke

Die Nachrichten in Apples Messenger iMessage wurden bisher nicht zentral verwaltet. Das heißt: Wer eine bestimmte Nachricht auf iPhone, iPad und auf dem Mac löschen wollte, musste sie dreimal löschen. Mit iOS 11 wird das einfacher. Denn die Nachrichten wandern in die Wolke, sind dann auf allen Apple-Geräten gleich. In den letzten Beta-Versionen von iOS 11 hat Apple diese Funktion allerdings wieder deaktiviert – gut möglich, dass sie erst später nachgereicht wird. Übrigens: Auch das Tippen von Nachrichten wird einfacher. Wer am Morgen mit dem Kaffeebecher in der Hand unterwegs ist, kann eine Einhand-Tastatur nutzen. Und auf dem iPad sind Sonderzeichen oder Zahlen jetzt ohne Umschalten der Tastatur erreichbar – einfach beim Schreiben die Taste leicht nach unten ziehen.

Mit der neuen Quick Type Tastatur klappt das Schreiben in iOS 11 einfacher und schneller. Zahlen und Sonderzeichen sind mit einem Wischer auf der Taste erreichbar.

10. iOS 11: Jetzt auch in dunkel

Für fast alle Inhalte und Menüs in iOS 11 lässt sich ein „Dark Mode“ mit dunklem Hintergrund einstellen. Das sieht cool aus und spart vor allem auf dem neuen iPhone 8 mit seinem OLED-Display Akku. Denn bei der neuen Bildschirm-Technik ist die Anzeige von schwarz besonders energiesparend.

11. iOS 11: Mehr Möglichkeiten mit Screenshots

Wer mit iOS 11 ein Bildschirmfoto aufnimmt (Einschaltknopf und Home-Button gleichzeitig drücken), bekommt danach die Möglichkeit, auf diesem Screenshot zu schreiben oder zu malen. Ideal, um beispielsweise auf einem Stadtplan genau aufzukritzeln, wie der Weg geht, oder wo man sich gerade befindet. Auf dem iPad Pro klappt das mit Apples Stift, dem Pencil für 109 Euro, natürlich besonders gut. Ein Patent, um den Stift auch auf dem iPhone zu benutzen, hat Apple bereits. Aber wegen der deutlich unterschiedlichen Bildschirmtechnik auf iPhone und iPad wird auch das iPhone 8 diese Funktion noch nicht bieten.

Mit dem Apple Pencil fürs iPad Pro lassen sich Screenshots und Grafiken in iOS 11 noch deutlich besser beschriften.

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