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Wegen Tierquälerei im Ebertpark – Tiere müssen in Wildpark Rheingönheim umziehen

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Von: Fabienne Schimbeno

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Ludwigshafen - Im Ebertpark wird es künftig keine Tiergehege mehr geben. Das hat das Gremium am Dienstagabend entschieden. Was jetzt mit den Tierchen passiert:

Update vom 8. Dezember: Sie hatten ihre Heimat im beliebten Ebertpark in Friesenheim. Doch aufgrund mehrerer trauriger Fälle von Vandalismus und Tierquälerei ziehen die Tiere aus ihrem langjährigen Gehege in den sichereren Wildpark Rheingönheim. Den Anfang machen Besucherlieblinge wie die drei Ponys, sechs Ziegen und neun Ouessantschafe, die dort am 15. Dezember um 10 Uhr mit Äpfeln und Möhren willkommen geheißen werden.

Die Umsiedelung der Tiere, die in den Volieren des Eberparks leben (Fasane, Nymphen- und Wellensittiche) erfordert zuerst, dass die Volieren im Wildpark umgebaut werden. Daher wird deren Umzug nach und nach erfolgen.

Der beliebte Wildpark in Ludwigshafen-Rheingönheim ist Heimat vieler Tiere.
Der beliebte Wildpark in Ludwigshafen-Rheingönheim ist Heimat vieler Tiere. © LUDWIGSHAFEN24/Peter Kiefer

Aus für Tiergehege im Ebertpark in Ludwigshafen – was jetzt aus den Tierchen wird

Erstmeldung vom 16. November: Große Trauer im Ebertpark in Ludwigshafen: Wie die Rheinpfalz unter Berufung auf das Gremium des Ortsbeirats Friesenheim berichtet, wird es künftig keine Tiergehege mehr geben. Das habe das Gremium am Dienstagabend (15. November) auf Basis der Ausführungen der zuständigen Bereichsleiterin Gabriele Bindert entschieden. Diese hätte zuvor erklärt, dass ein Betrieb der Tiergehege im Ebertpark nicht mehr möglich sei, ohne einen konkreten Zeitplan zu nennen.

Aus für alle Tiergehege im Ebertpark in Ludwigshafen: Das wird jetzt aus den Tieren

Im Ebertpark in Ludwigshafen leben über 100 Tiere. Auf 30 Hektar nennen Ziegen, Schafe, Ponys und Vögel die Naherholungsanlage ihr Zuhause.

Wie die Rheinpfalz berichtet, hätte Bereichsleiterin Gabriele Bindert angekündigt, alle Tiergehege abbauen zu wollen und die Tiere dem Wildpark Rheingönheim zuzuführen. „Das gelte sowohl für die Vierbeiner als auch für alle Tiere in den Vogelvolieren“, heißt es.

Goldener Herbst: Farbspektakel im Epertpark Ludwigshafen
Der Ebertpark in Ludwigshafen (Archivfoto) © LUDWIGSHAFEN24/Nicole Suberlak

„Traurig, dass es so weit gekommen ist“: SPD-Mitglied Anna Trauth über den Umzug

„Die Schutzmaßnahmen vor Tierquälerei sind mittlerweile so umfangreich, dass die Tiere dahinter kaum noch wahrnehmbar sind“, wird Bindert in dem Bericht der Tageszeitung zitiert. Die Bereichsleiterin sei sich bewusst, „dass es sich dabei um ein hochemotionales Thema handelt“. Erst im Dezember vergangenen Jahres wurde ein Pony im Ebertpark von einem Tierschänder brutal misshandelt.

Wie die Rheinpfalz weiter berichtet, sei die Abfrage im Ortsbeirat jedoch nicht hochemotional verlaufen. „Eher einsichtig und betroffen reagierten die Mitglieder aller Fraktionen“, heißt es. SPD-Mitglied Anna Trauth habe stellvertretend für alle Kollegen gesagt: „Es ist traurig, dass es so weit gekommen ist“. Die Tiere würden sich aber sowieso schon weit in ihre Gehege zurückziehen.

Aus für alle Tiergehege im Ebertpark in Ludwigshafen: Umzug noch nicht bekannt

Wann der Umzug konkret stattfindet, ist bislang noch nicht bekannt. Fakt ist: Das Verhalten der Tiere zeige bereits, dass der Umzug zum Wohl der Lebewesen geschehe, so SPDlerin Anna Trauth laut Angaben der Rheinpfalz. Während sich im Ebertpark in Ludwigshafen die Tierchen von ihrem Gehege verabschieden müssen, gibt es im Zoo Heidelberg große Neuigkeiten: Ein putziger Panda-Nachwuchs zeigt sich zum ersten Mal. Die Kleinen sind erst im Juli 2022 zur Welt gekommen. (fas)

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