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Ludwigshafen: „Ein Teil von mir“ – Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts denkt nicht ans Aufhören

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Von: Peter Kiefer

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Ludwigshafen - Schauspielerin Ulrike Folkerts (61) denkt noch lange nicht daran, ihre Dienstwaffe als Kommissarin Lena Odenthal im ARD-„Tatort“ an den Nagel zu hängen:

Sie ist die wohl bekannteste und beliebteste Polizistin in ganz Ludwigshafen – Kommissarin Lena Odenthal. Doch das nur auf der Mattscheibe in der Kult-Krimireihe „Tatort“. Hinter der Rolle steckt Schauspielerin Ulrike Folkerts, die am Samstag (14. Mai) ihren 61. Geburtstag gefeiert hat. Jedoch kein Tag für die TV-Kommissarin, um schon an ihren Ruhestand als Ermittlerin zu denken.

NameUlrike Folkerts
BerufSchauspielerin
Geburtstag14. Mai 1961 in Kassel (Hessen)
Berühmteste Rolle„Tatort“-Kommissarin (seit 1989)

LU-„Tatort“: Nach 75 Folgen ist für Lena Odenthal noch lange nicht Schluss

Denn „Tatort“-Kommissarin Ulrike Folkerts hat auch nach 75 Folgen noch viel Lust auf ihre Filmfigur Lena Odenthal: „Odenthal ist ein Teil von mir und umgekehrt. Ich liebe es, diese Figur zu spielen und mit Leben zu erfüllen, mit all meinen schauspielerischen Fähigkeiten“, sagte Folkerts der Deutschen Presse-Agentur. Und dennoch sei „Lena“ ganz anders als „Ulrike“.

„Einsam und mit ihrem Beruf verheiratet, hat sie außer ihren Kollegen keine Freundinnen oder Freunde. Sie ist eigenbrötlerisch und manchmal unberechenbar. Ich mag das an ihr“, sagte Folkerts. Sie spielt Lena Odenthal seit dem 29. Oktober 1989, als sie als „Die Neue“ erstmals in der ARD ermittelt hat. Der jüngste Sonntagskrimi „Marlon“ (9. Mai 2022) über den Tod eines Kindes war der 75. Fall der „Tatort“-Ermittlerin. Die gute Einschaltquote: 9,36 Millionen Krimi-Fans.

Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, re.) und Johanna Stern (Lisa Bitter) in Action.
„Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, re.) und Johanna Stern (Lisa Bitter) in Action. © LUDWIGSHAFEN24/Peter Kiefer

Schauspielerin Ulrike Folkerts hat noch viel Lust auf den Ludwigshafen-„Tatort“

„Wenn unsere Drehbücher gut sind wie ‚Marlon‘ von Karlotta Ehrenberg, fällt es mir besonders leicht, mich dafür zu interessieren und dafür alles zu tun, dass es ein richtig guter Film wird“, meinte Folkerts. Mit der Tatort-Folge „Der böse König“ hat Ulrike Folkerts im Jahr 2021 bessere Quoten eingefahren als Tom Cruise oder Harry Potter.

Zum Dortmund-„Tatort“, in dem ihre Kollegin Anna Schudt (48) jüngst den Serientod starb, sagte Folkerts: „Ich denke, Anna Schudt hat für sich den richtigen Zeitpunkt gewählt und wird neue, interessante Rollen spielen. An mir haftet Lena Odenthal seit über 30 Jahren, das heißt, ich müsste mich komplett neu erfinden.“

Ludwigshafen: Ulrike Folkerts will nicht nur Tatort-Ermittlerin Lena Odenthal sein

Obwohl Ulrike Folkerts ihre Rolle als Lena Odenthal liebt, hoffe die 61-Jährige, dass sie auch „trotz dieser Festlegung“ andere Rollen angeboten bekommt.

Und das hat ja in der Vergangenheit ganz gut geklappt, wie Folkerts rund 50 TV- und Kinofilme sowie Serien-Auftritte beweisen. Einer davon der Film „Willkommen zu Hause“ mit Ken Duken (43), der im Jahr 2009 in Deidesheim (Rheinland-Pfalz) wurde.

Ulrike Folkerts über Ende ihrer „Tatort“-Ära in Ludwigshafen: „Einen guten Abgang machen“

Bald aufzuhören, plane sie nicht, sagte Folkerts. „Wenn es soweit ist, werde ich gründlich darüber nachdenken, wie Lena Odenthal
aussteigt. Im Augenblick wären mir neue Abenteuer sympathischer.“

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Oder wie es Folkerts in einem früheren Interview ausdrückte: „Ich wünsche mir natürlich - für Lena und für mich -, alt zu werden und ein bisschen verrückt zu bleiben. Und dann einen guten Abgang zu machen. Es wäre schön, wenn sie sich am Ende ihrer Tage noch mal verliebt und in die Sonne reitet.“ (dpa/pek)

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