Umweltministerium warnt

28 Grad im Rhein! Droht ein Fischsterben?

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Rheinschifffahrt

Rheinland-Pfalz - Der Rhein hat 28 Grad Celsius erreicht! Was bedeutet das für die Fische und andere Wasserorganismen? Droht ein Fischsterben im Fluss?

Die Temperatur im Rhein steigt und steigt – nun hat sie sogar die 28-Grad-Marke erreicht. Das teilt das Umweltministerium Rheinland-Pfalz am Montag (6. August) mit.

Deshalb werden Unternehmen wie BASF und das Kraftwerk Mainz-Wiesbaden dazu aufgefordert, die Nutzung von Flusswasser zur Kühlung zu drosseln. Auch Arbeiten, die mit einer Verringerung oder einem Stillstand der Produktion verbunden sind, sollen die Firmen vorziehen.

Die Unternehmen haben bereits in den vergangenen Tagen wegen der höheren Temperaturen ihre Produktion und Leistung angepasst. Das stellt sie vor wirtschaftliche Herausforderungen“, sagt Umweltministerin Ulrike Höfken. „Aber das warme Wasser hat negative Auswirkungen auf das Ökosystem im Fluss."

Fischsterben im Rhein?

Wasserorganismen können ihre Körpertemperatur nicht selbst regeln. Das bedeutet aktuell, dass Fische und Muscheln ziemlich gestresst sind. Ihr Immunsystem wird geschwächt und sie müssen kräftiger atmen. 

Kann das sogar zum Tod führen? 

Laut Ministerium gebe es derzeit noch ausreichend Sauerstoff im Wasser (mehr als sechs Milligramm pro Liter). Ein ökologisches Ungleichgewicht gebe es deshalb noch nicht und auch ein Fischsterben schließe man in großen Gewässern in Rheinland-Pfalz aus

Fischsterben im Rhein

In kleinen Bächen, Seen und Teichen können allerdings Probleme auftreten. Deshalb wird dort versucht, den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. 

Badeverbot wegen Blaualgen!

Die Hitze führt in einigen Gewässern zudem zur Vermehrung von Blaualgen. Der Badesee „Neuhofener Altrhein“ erreicht bei der Blaualgenüberwachung die Alarmstufe. Daher ist dort das Baden aktuell verboten! 

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Auch in den nächsten Jahren wird‘s heiß!

Das Umweltministerium geht davon aus, dass im Rahmen des Klimawandels auch in den nächsten Jahren mit Hitzeperioden und damit verbundene hohe Gewässertemperaturen zu rechnen ist. „Es ist davon auszugehen, dass die Situation kein Einzelfall bleibt – wir müssen im Gespräch mit der Industrie und dem Umweltverbänden daher nach Lösungen suchen“, so Höfken. Lösungen seien beispielsweise neue Kühlkonzepte für Unternehmen.

pm/jol

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