1. Ludwigshafen24
  2. Ludwigshafen

BASF in Ludwigshafen: Wieder Chemikalien in Rhein geflossen – was bislang bekannt ist

Erstellt:

Von: Eliran Kendi

Kommentare

Ludwigshafen – Produktaustritt bei der BASF! Der Chemieriese meldet einen Störfall und gibt zugleich Entwarnung – was bisher bekannt ist.

Wie die BASF am frühen Donnerstagabend (10. März) bekanntgegeben hat, sollen gegen 14 Uhr Chemikalien in den Rhein geflossen sein. Das Gemisch aus circa 800 Kilogramm Ethylenglykol und rund 30 Kilogramm Benzoesäure soll über einen Kühlwasserauslauf der BASF in den Fluss gelangt sein. Über die Ursache für den Vorfall hat der Chemieriese aus Ludwigshafen noch keine Angaben gemacht – die Ermittlungen laufen. Ethylenglykol ist ein Frostschutz- und Benzoesäure ein Konservierungsmittel, das auch in der Lebensmittelindustrie verwendet wird.

StadtLudwigshafen am Rhein
BundeslandRheinland-Pfalz
Fläche77,68 km²
Bevölkerung172.557 (31. Dez. 2020)
OberbürgermeisterinJutta Steinruck (SPD)

Übrigens: Unser LUDWIGSHAFEN24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Das Stammwerk von Chemie-Riese BASF in Ludwigshafen erstreckt sich entlang des Rheins.
Das Stammwerk von Chemie-Riese BASF in Ludwigshafen erstreckt sich entlang des Rheins. © BASF SE

Ludwigshafen: BASF meldet Störfall

Ethylenglykol ist in die Wassergefährdungsklasse 1 (schwach wassergefährdend) eingestuft und im Sicherheitsdatenblatt wie folgt gekennzeichnet:

Benzoesäure ist in die Wassergefährdungsklasse 1 (schwach wassergefährdend) eingestuft und im Sicherheitsdatenblatt wie folgt gekennzeichnet:

„Aufgrund der ausgetretenen Menge und der Verdünnung im Rhein ist nicht von einer Gefährdung von Wasserorganismen auszugehen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine unabhängige Gefährdungsbeurteilung liegt derzeit nicht vor. Jedoch hat das Unternehmen die zuständigen Behörden informiert. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat vorsorglich eine Rheininformation an die Rheinanlieger herausgegeben.

Bereits am Sonntag (27. Februar) ist bei der BASF im Kläranlagenauslauf in Ludwigshafen eine erhöhte Konzentration von Phenoxyessigsäure festgestellt worden. (esk/PM)

Auch interessant

Kommentare