Säugling nur durch Not-OP gerettet

Horror-Paar aus Ludwigshafen misshandelt eigenes Baby: Heute soll die Mutter aussagen

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Prozess wegen Kindesmissbrauchs am Landgericht Frankenthal (Symbolfoto)

Frankenthal/Ludwigshafen - Ein Paar aus Ludwigshafen soll sein nur wenige Wochen altes Baby grausam missbraucht haben. Der Prozess geht heute mit der Beweisaufnahme weiter: 

  • Seit dem 1. Mai 2019 läuft am Landgericht Frankenthal der Prozess gegen Nina R. und Ismail I.
  • Der 26-jährigen und ihrem 24-jährigen Freund aus Ludwigshafen wird vorgeworfen, ihren gerade einmal sieben Wochen alten Sohn brutal misshandelt zu haben.
  • Am ersten Prozesstag verliest die Oberstaatsanwältin die schockierende Anklage gegen das Paar aus Ludwigshafen.
  • Die Anklage: gefährliche Körperverletzung, Misshandlung Schutzbefohlener und sexueller Missbrauch.
  • Am 7. Mai wird die Hauptverhandlung mit der Beweisaufnahme fortgesetzt. 

Update, 13 Uhr

: Am zweiten Prozesstag gegen ein Paar aus Ludwigshafen, weist die Mutter des misshandelten Babys alle Vorwürfe von sich.

Sie macht ihren jüngeren Lebensgefährten für die schweren Verletzungen ihres gemeinsamen Sohnes verantwortlich

. Zwar berichten beiden Angeklagte von ihrer schweren Vergangenheit, doch darüber hinaus macht Angeklagter Ismail I. von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch.  

Update vom 7. Mai um 6 Uhr: Heute um 9:30 Uhr geht die Verhandlung gegen Nina R. und Ismail I. weiter. Beide sollen ihr kleines Baby grausam misshandelt haben. Am Landgericht Frankenthal wird die Beweisaufnahme beginnen. Zudem hat der Anwalt der Mutter angekündigt, dass sie eine Erklärung abgeben wird.

Horror-Paar aus Ludwigshafen misshandelt eigenes Baby: Vor Gericht kommen grausame Details ans Licht

Update, 11 Uhr: In Handschellen werden Nina R. (26) und Ismail I. (24) um 9:30 Uhr in den Gerichtssaal geführt. Als die 26-jährige an der Anklagebank Platz nimmt, bricht eine junge Frau im Zuschauerraum in Tränen aus. Es ist Nina R.´s Schwester, die den Saal kurz darauf verlassen muss, weil sie als Zeugin geladen ist. Mit fester Stimme nennt die Angeklagte ihren Namen, dabei huschen ihre Augen immer wieder durch den Raum. Ihr jüngerer Partner Ismail I. ist leichenblass im Gesicht, als er Richter Uwe Gau mit brüchiger Stimme seine Personalien nennt. Dann verliest die Oberstaatsanwältin die Anklage, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Babymissbrauch in Ludwigshafen: Verlesung der Anklage offenbart Schreckliches

Nina R. und Ismael I. wird vorgeworfen, ihren sieben Wochen alten Sohn zwischen dem 14. und 15. Oktober in der gemeinsamen Wohnung in Ludwigshafen grausam misshandelt zu haben. Laut Anklage habe die Mutter dem Säugling einen Gegenstand mindestens 10 Zentimeter tief anal eingeführt – das Baby habe dadurch eine lebensbedrohliche Bauchverletzung erlitten. Nina R. habe sich durch ihre Tun sexuelle Erregung verschaffen wollen, so die Oberstaatsanwältin. Ebenfalls zwischen dem 14. und 15. Oktober habe der kleine Junge noch weitere Qualen ertragen müssen: Sein Vater soll ihm erst den Penis abgebunden und diesem dann mit einem scharfen oder halbscharfen Gegenstand Verletzungen zugefügt haben. 

Während ihr kleiner Sohn mit seinen lebensgefährlichen Verletzungen kämpfte, soll das Horror-Paar aus Ludwigshafen noch im Internet nach Kinderärzten gesucht, dann jedoch keinen aufgesucht haben. Erst am nächsten Tag seien Nina R. und Ismail I. mit ihrem Kind beim Arzt erschienen – um 9:30 Uhr, obwohl der Arzt bereits um 8 Uhr geöffnet hätte. Der Säugling musste sofort notoperiert werden. Im Krankenhaus stellen die Ärzte auch weitere Verletzungen fest: Der kleine Junge hat einen Schädelbruch, Rippenbrüche, eine Lungen- und Herzprellung, Einblutungen in das Auge und unzählige Verletzungen am ganzen Körper. Laut Staatsanwaltschaft seien dem Baby auch diese Verletzungen von seinen eigenen Eltern zugefügt worden. Von wem der beiden genau, sei nicht mehr nachvollziehbar. „Das hat sogar erfahrene Ermittler erschüttert“, sagt ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft. „Zum Glück kommt eine solche Kindesmisshandlung nur sehr selten vor.“

Update vom 30. April um 10 Uhr: Nach rund 30 Minuten ist die Verhandlung nach der Verlesung der schrecklichen Anklageschrift am Landgericht Frankenthal bereits unterbrochen. Während des Vortrags der Staatsanwaltschaft herrscht Fassungslosigkeit bei den Zuschauern im Gerichtssaal. Am 7. Mai wird die Hauptverhandlung mit der Beweisaufnahme fortgesetzt. 

Baby grausam misshandelt – Prozess gegen Horror-Paar aus Ludwigshafen startet am Dienstag

Die Angeklagte Nina R. (26) soll ihrem damals sieben Wochen alten Sohn im Oktober 2018 in Ludwigshafen unter anderem mittels eines Gegenstandes über den Analbereich schwere innere Verletzungen zugefügt haben – seitdem muss das Kind mit einem künstlichen Darmausgang leben. Ärzte können dem Baby nur dank einer Not-OP das Leben retten. Ihr Partner Ismail I. (24) soll dem gemeinsamen Sohn mit einem Gegenstand schwer am Penis verletzt haben. Im Zuge der klinischen Untersuchung werden weitere Verletzungen festgestellt.

Die Verhandlung am Landgericht Frankenthal wird kommende Woche mit der Beweisaufnahme fortgesetzt.

Ludwigshafen: Schrecklicher Babymissbrauch – Prozess gegen Eltern beginnt 

Die Liste der Misshandlungen, die ein Paar aus Ludwigshafen seinem neugeborenen Säugling zugefügt haben soll, schockt selbst hartgesottene Ermittler: Der 26-jährigen Frau und dem 24-jährigen Mann wird vorgeworfen, ihrem kleinen Sohn durch einen Gegenstand über den Analbereich schwere innere Verletzungen zugefügt sowie das Baby unter anderem schwer am Penis verletzt zu haben. Trotz der massiven Verletzungen soll das Horror-Paar aus Ludwigshafen keinen Notarzt verständigt und so den Tod seines Kindes in Kauf genommen haben. Erst am nächsten Tag suchen die Eltern einen Kinderarzt auf – der Säugling kann nur durch eine Notoperation gerettet werden. 

Am Dienstag (9:30 Uhr) beginnt gegen die Horror-Eltern der Prozess vor dem Landgericht in Frankenthal, wo aktuell auch der Prozess um das BASF-Unglück stattfindet. Die Anklage gegen das Paar aus Ludwigshafen: gefährliche Körperverletzun, Misshandlung Schutzbefohlener und sexueller Missbrauch. Beide sitzen seit dem Bekanntwerden der schrecklichen Misshandlungen in Untersuchungshaft, haben sich zu den Vorwürfen bisher noch nicht geäußert. Weder die 26-Jährige noch der 24-Jährige sind zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten. Im Falle einer Verurteilung drohen der Mutter eine Freiheitsstrafe von mindestens 5 bis 15 Jahren, dem Vater 1 bis 10 Jahre Haft. 

Vor wenigen Wochen wurde ein Ehepaar in Mannheim verurteilt, das seinen kleinen Pflegesohn wochenlang gequält und misshandelt hat. Beide wurden wegen Körperverletzung und Misshandlung des zur Tatzeit dreijährigen Jungen zu Haftstrafen von 3 bzw. 3 Jahren und 11 Monaten verurteilt. 

kab

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