In Mannheim und Karlsruhe

Regierungspräsidium gibt zwei Erstaufnahme-Einrichtungen auf

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Flüchtlinge vor der BEA Benjamin-Franklin-Village (Archivfoto)

Mannheim/Karlsruhe - Das Land Baden-Württemberg will in Mannheim und Karlsruhe zwei Erstaufnahmeeinrichtungen aufgeben. Um welche es sich handelt: 

Das Regierungspräsidium Karlsruhe setzt das Standortkonzept des Innenministeriums für die Erstaufnahmeeinrichtungen in Baden-Württemberg weiter um: So wird die Einrichtung im ehemaligen Benjamin-Franklin-Village im Stadtteil Käfertal bereits am 30. September nicht mehr genutzt und bis zum Jahresende geschlossen werden. Für die unterzubringenden Flüchtlinge in Mannheim werden vorläufig die Einrichtungen Spinelli und Industriestraße genutzt. 

Das ehemalige Militärgelände der US-Streitkräfte wird seit September 2015 als bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge benutzt – zunächst mit rund 2.000 Plätzen, aktuell mit 4.000 Plätzen. Es handelt sich dabei um die größte Erstaufnahmeeinrichtung in Baden-Württemberg. Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz Mannheim.

Auch die kleinste Einrichtung des Regierungspräsidiums in der Karlsruher Seubertstraße wird aufgegeben. Ausschlaggebend für diese Entscheidung seien wirtschaftliche Gründe, so das Präsidium. Die derzeitigen Bewohner würden bis zur Schließung am 31. Juli 2018 auf die drei verbleibenden Einrichtungen in Karlsruhe verteilt.

Das Gebäude mit 42 Plätzen in der Oststadt wurde während des erhöhten Flüchtlingszugangs 2015 insbesondere zur Unterbringung von kleineren Familien genutzt. 

„Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist den Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung und ihr großartiges Engagement ganz besonders zu Dank verpflichtet. Sie haben sich mit viel Herzblut ihrer Arbeit gewidmet und mit Ihren vielfältigen Angeboten dazu beigetragen, den Flüchtlingen das Ankommen in diesen beiden Städten zu erleichtern,“ so Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

pm/kab

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