Kriminalitätsstatistik 2017

Zahl der Straftaten auf niedrigstem Stand seit mehr als 20 Jahren!

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Am Mittwoch wird die Kriminalitätsstatistik 2017 in Rheinland-Pfalz vorgestellt (Symbolfoto)

Mainz/Ludwigshafen - Die Zahl der Straftaten in Rheinland-Pfalz war 2017 so niedrig, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die genauen Zahlen: 

Mit 251.713 Straftaten weist die Kriminalitätsstatistik in Rheinland-Pfalz 2017 den niedrigsten Wert seit 1995 aus. „Unserer Polizei ist es trotz steigender Herausforderungen aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage erneut gelungen, durch eine wirkungsvolle Arbeit die Kriminalität erfolgreich zu bekämpfen und Rheinland-Pfalz weiterhin zu einem der sichersten Bundesländer zu machen", sagt Innenminister Roger Lewentz bei der Vorstellung der Zahlen am Mittwoch. Die Zahl der Straftaten sei insgesamt um 22.880 Fälle und damit um 8,3 Prozent zurückgegangen.

Laut Lewentz sei das Risiko, in Rheinland-Pfalz Opfer einer Straftat zu werden, um 4,5 gesunken – wenn man die ausländerrechtlichen Verstöße gegen Einreisebestimmungen heraus rechne.

Mit 5.943 Straftaten pro 100.000 Einwohner wird Rheinland-Pfalz wohl auch in diesem Jahr deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegen und einen der vorderen Plätze im bundesweiten Vergleich belegen. „Bei der Aufklärungsquote - ohne ausländerrechtliche Delikte - hat unsere Polizei mit 62,9 Prozent noch einmal um 1,1 Prozent zugelegt und damit einen Höchststand seit Aufzeichnung der Kriminalitätsstatistik erreicht“, erklärt Lewentz.

Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2017 (v.li.n.re.): Roger Lewentz (Innenminister RLP), Johannes Kunz (Präsident des LKA RLP), Jürgen Schmitt (Inspekteur der Polizei RLP)

Die Zahlen im Überblick

  • Straftaten gegen das Leben: 107 Fälle (minus 2,7 Prozent)
  • Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten: mehr als 97 Prozent
  • Straftaten im Zusammenhang mit Zuwanderern (ohne Verstöße gegen Einreisebestimmungen): 11.948 (plus 2 Prozent): davon 24,8 Prozent Körperverletzungsdelikte und 15,9 Prozent Ladendiebstähle
  • Einbrüche und Einbruchsversuche: 4.834 (Rückgang um 28,3 Prozent)
  • Aufklärungsquote bei Einbruchsdelikten: 12,4 Prozent (3,4 Prozent schlechter als 2016)
  • Betrug durch „Falsche Polizisten“: 1.620 Fälle, 32 vollendete Taten
  • Diebstahl medizinischer Geräte: 10 Fälle innerhalb weniger Wochen – Schaden: 3 Millionen Euro
  • Gesprengte Geldautomaten: 23 Fälle, darunter 12 Versuche (2016: fünf Taten)

„Die Herausforderungen für die Sicherheit steigen unablässig. Vor allem haben auch die größeren polizeilichen Einsätze mit mehr als 20 Beamtinnen und Beamten stetig auf den bisherigen Höchststand von über 700 zu genommen. Umso höher ist es zu bewerten, was die Polizei im vergangenen Jahr für unser aller Sicherheit geleistet hat", so der Innenminister.

Kriminalitätsstatistik des Polizeipräsidiums Rheinpfalz

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz umfasst die kreisfreien Städte Frankenthal, Ludwigshafen, Speyer, Neustadt (Weinstraße), Landau sowie die Landkreise Bad Dürkheim, Rhein-Pfalz-Kreis, Südliche Weinstraße und Germersheim.

  • Straftaten insgesamt: 57.765 (2016: 60.096, Rückgang um 3,9 Prozent)
  • Tötungsdelikte: 31 (plus 14,8 Prozent)
  • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung: 598 (plus 15 Prozent)
  • Gefährliche Körperverletzung: 1.796 (plus 10,8 Prozent)
  • Rauschgiftdelikte: 2.386 (plus 9,4 Prozent)
  • Diebstahl insgesamt: 17.600 Fälle (minus 12,1 Prozent ggü. Vorjahr)
  • Ludwigshafen: 9.673 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2016: 10.009, Rückgang um 3,4 Prozent)

pm/kab

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