Mit 15 Schaustellern

Weihnachtsmarkt 2020 trotz Corona? Ludwigshafen setzt auf „Winterzauber“

Ludwigshafen - Muss der Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen wegen der Corona-Krise abgesagt werden? Jetzt stellt die LUKOM einen alternativen Plan vor:

  • Wegen der Corona-Krise werden in Deutschland Weihnachtsmärkte abgesagt.
  • Wie sieht es mit dem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen aus?
  • LUKOM stellt Konzept für „Winterzauber“ am Berliner Platz vor:

Update vom 2. Oktober: Gute Neuigkeiten für Schausteller und Winterfans: Wie die LUKOM (Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH) am Donnerstag mitteilt, findet vom 6. bis zum 23. Dezember der Ludwigshafener Winterzauber auf dem Berliner Platz statt. Dabei handelt es sich um eine kleinere und entzerrte Version des Weihnachtsmarktes. „Nachdem ein Weihnachtsmarkt wie in den Vorjahren aktuell nicht möglich ist, haben wir mehrere Varianten geplant, kalkuliert und auf die hygienerechtliche Durchführung geprüft“, erklärt Christoph Keimes, Geschäftsführer der LUKOM.

„Unser Ziel war es, den Schaustellerfamilien eine Alternative zum Weihnachtsmarkt zu bieten, damit sie eine Einkommensmöglichkeit in Ludwigshafen erhalten, und den Bürger*innen der Stadt ein vorweihnachtliches Angebot zu schaffen. Dabei war uns wichtig, darauf zu achten, dass es für die Schaustellerfamilien wirtschaftlich und für alle Beteiligten sicher sein muss.“

Mit deutlich vergrößertem Abstand zwischen den 15 Ständen der Schausteller bei gleichzeitiger Reduzierung der Besucheranzahl können Gäste das vorweihnachtliches Angebot unter Einhaltung aller Corona-Vorgaben genießen. Der einzige Wermutstropfen: Ein Bühnenprogramm auf dem Berliner Platz wird es leider nicht geben.

Ludwigshafen: Weihnachtsmarkt 2020 trotz Corona? Schausteller setzen auf Weihnachtswunder

Update vom 4. September: Während Konzerte, Messen und andere Veranstaltungen mit hohen Besucherzahlen reihenweise abgesagt werden, glauben die Schausteller des Weihnachtsmarkts in Ludwigshafen an ein kleines Weihnachtswunder. Wie der Mannheimer Morgen berichtet, soll Thomas Herzberger, der Vorsitzende des Schaustellerverbands Pfälzer Bund Ludwigshafen und Bad Dürkheim, guter Dinge sein. „Wir bauen fest auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt“, sagt Herzberger gegenüber des Mannheimer Morgen. „Wir sind bereits voll in der Planung. Natürlich muss es strengere Regeln geben, und der ganze Markt muss auf dem Berliner Platz mehr auseinandergezogen und entzerrt werden", so Herzberger.

Ob und in welchem Umfang ein Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen stattfinden kann, hängt selbstverständlich von vielen Faktoren ab: Wie hoch ist das Infektionsrisiko? Können Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen eingehalten werden? Und können Kontaktdaten zurückverfolgt werden? Trotz den immensen Herausforderungen gibt sich Herzberger optimistisch: „Wenn wir alle kräftig mitarbeiten, dann kann das klappen.

Doch bis die neue Corona-Verordnung für Rheinland-Pfalz am 15. September veröffentlicht wird, bleibt das Alles zunächst Wunschdenken. Denn die neue Verordnung könnte einerseits den rechtlichen Rahmen für solche Veranstaltungen regeln – oder aber sie könnte Herzberger einen Strich durch die Rechnung machen. Während die Zukunft des Weihnachtsmarktes noch unsicher bleibt, ist das Schicksal der Tchibo-Filiale in der Rhein-Galerie schon besiegelt.

Ludwigshafen: Wird der Weihnachtsmarkt wegen Corona abgesagt? 

Erstmeldung vom 27. Juli: In rund fünf Monaten liegt am Berliner Platz in Ludwigshafen wieder der Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein in der Luft. Menschen lachen und tummeln sich eng beieinander. Doch spätestens jetzt wird wohl der ein oder andere ins Grübeln kommen. Kann ein Weihnachtsmarkt in Zeiten der Corona-Krise überhaupt stattfinden? Genau diese Sorge machen sich derzeit viele Städte und Standbesitzer in ganz Deutschland. Hauptaspekte, die für die Absagen von Weihnachtsmärkte sprechen können, sind die Nachverfolgung der Infektionsketten und die Begrenzung der Besucherzahlen.

Die Sorge vor neuen Corona-Hotspots durch Weihnachtsmärkte ist groß. Städte, wie Sinsheim und Schwetzingen haben bereits ihre Weihnachtsmärkte für dieses Jahr abgesagt. Andere Städte wie Ludwigsburg suchen noch nach einer Lösung. Doch wie sieht es mit Ludwigshafen aus? Droht das Aus des beliebten Weihnachtsmarktes auf dem Berliner Platz?

Corona-Krise in Ludwigshafen: Findet der Weihnachtsmarkt statt? „Wir gehen davon aus …“

Ein Sprecher der Stadt Ludwigshafen erläutert auf Nachfrage von LUDWIGSHAFEN24, wie es derzeit um den Weihnachtsmarkt steht: „Wir haben den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt, einer unserer zentralen Großveranstaltungen, selbstverständlich nach wie vor auf der Agenda unserer planerischen Aktivitäten. Wir beobachten hierzu kontinuierlich die sich permanent ändernden Entwicklungen der coronabedingten Beschränkungen ebenso wie wir in engem Kontakt zu den Schaustellern und anderen Partnern die Möglichkeiten der Durchführbarkeit abstimmen."

Der Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen (Archivfoto)

Eine Absage des Weihnachtsmarkts in Ludwigshafenwäre für alle Beteiligten gewiss ein weiterer herber Rückschlag in diesem für die gesamte Veranstaltungsbranche schwer belasteten Jahr“, sagt er weiter und fügt hinzu: „Wir gehen davon aber aktuell nicht aus. Andererseits wäre der Verzicht der Durchführung des Weihnachtsmarktes aber ganz bestimmt auch der ratsamere Weg, wenn die Investitionen für Sicherheitsvorkehrungen und die Erfüllung von Sonderanforderungen und die damit verbundene einschneidende Limitierung von Besucherzahlen eine wirtschaftlich rentable und attraktive Durchführung verhindern.“

Corona in Ludwigshafen: Bedingungen für Weihnachtsmarkt

Ob der Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen also stattfinden wird oder nicht, ist noch nicht hundertprozentig klar. Der Sprecher erklärt jedoch, dass ein Weihnachtsmarkt nur aufgebaut wird, wenn er wirtschaftlich rentabel ist und für die Besucher „attraktiven Rahmenbedingungen“ bietet.

Auf weitere Details geht er allerdings nicht mehr ein. Die Frage, die sich also hierbei stellt: Was bedeutet „attraktive Rahmenbedingungen"? Schlendern mit Freunden, aber jeder muss eine Maske tragen? Weniger Stände, die dafür aber mit mehr Abstand aufgebaut werden? Oder doch eine Begrenzung der Besucherzahlen? Es wird sich zeigen – vielleicht gibt es ja noch ein Weihnachtswunder bis dahin. jol

Rubriklistenbild: © LUDWIGSHAFEN24/Adrian Krause

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